Der Ausbruch des Michael Schubert

Buch von Daniel Schulz-Vernholz

Cover zum Buch Der Ausbruch des Michael Schubert

Titel: Der Ausbruch des Michael Schubert

3,5 von 5 Sternen bei 1 Bewertung

Verlag: PalmArtPress

Format: Taschenbuch

Seitenzahl: 200

ISBN: 9783962582074

Termin: Neuerscheinung März 2025

Aktion

Zusammenfassung

Inhaltsangabe zu Der Ausbruch des Michael Schubert

Michael Schuberts Leben ist ein angenehmes. Er hat keine finanziellen Sorgen, muss nicht um seinen Job bangen und hat eine Frau, die ihn so liebt, wie er ist. Außerdem hat er genug freie Zeit, um Dinge zu tun, die ihm Freude bereiten. Niemand würde auf die Idee kommen, dass es ihm an etwas fehlen könnte.
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Bewertungen

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Rezensionen zum Buch

  • Rezension zu Der Ausbruch des Michael Schubert

    • 1. September 2026 um 18:31
    Autor: Daniel Schulz-Vernholz
    Titel: Der Ausbruch des Michael Schubert
    Seiten: 190
    ISBN: 978-3-96258-207-4
    Verlag: PalmArtPress
    Autor:
    Daniel Schulz-Vernholz hat als Journalist viele Jahre fürs Fernsehen gearbeitet und für die Entwicklung neuer Film-, Fernseh- und Kinoproduktionen gewirkt. Den Ansatz dieser Konzepte, die das Publikum zu neuem Denken anregen sollen, verfolgt er in seinem Debütroman "Der Ausbruch des Michael Schubert" nun auch literarisch.
    Inhalt:
    Michael Schuberts Leben ist ein angenehmes. Er hat keine finanziellen Sorgen, muss nicht um seinen Job bangen und hat eine Frau, die ihn so liebt, wie er ist. Außerdem hat er genug freie Zeit, um Dinge zu tun, die ihm Freude bereiten. Während er im Umgang mit seinen Mitmenschen oft zurückhaltend ist, genießt er es, seine alltäglichen Beobachtungen still und leise für sich zu interpretieren. Niemand würde auf die Idee kommen, dass es ihm an Etwas fehlen könnte. Und dennoch zerreißt es ihn innerlich, denn irgendetwas stimmt nicht mit seinem Leben. (Klappentext)
    Rezension:
    Trotz seiner Kompaktheit ist der Roman "Der Ausbruch des Michael Schubert" eine wuchtiger Roman, ein Eindruck, der nur verstärkt wird, durch die im Kontrast dazu stehende leise Tonalität und der pointiert eingesetzten Sprache. Der Autor Daniel Schulz-Vernholz erzählt von der Suche eines Protagonisten nach dem Sinn des Lebens und sich selbst und führt durch einen Weg innerer Qualen.
    Der Kurzroman des deutschen Autoren Daniel Schulz-Verholz verhandelt auf überschaubaren Raum die großen Themen. Im Verlauf der Handlung wird dies klar, wo doch zunächst alles in bester Ordnung scheint. Aus Sicht des titelgebenden Hauptprotagonisten bekommen wir eine Biografie vorgelegt, die ruhiger und geordneter nicht sein könnte. Haus, Partnerschaft, Job, in trockenen Tüchern. Bedrängnis sieht anders aus. Und doch ist da etwas, was die Figur im Inneren nicht ruhen lässt, sie nur ahnt, während es im Verlauf der Handlung immer offensichtlicher brodelt. Zumindest für seine Partnerin Astrid, mit der sich Michael das Leben eingerichtet hat. Sein Blick auf sie, auf andere Mitmenschen, ihre Sicht auf ihn, die wir nur in den umhertastenden Dialogen erfahren, charakterisieren ihn und legen nach und nach die einzelnen Schichten innerer Unruhe frei.
    Erzählt wird dabei ein unbestimmter Zeitraum weniger Tage, vielleicht ein paar Wochen, nicht mehr. Zuweilen fließt die Handlung zäh wie Honig daher, um im nächsten Moment den Protagonisten durch die Finger zu rinnen. Schnell ist der Weg zur Katastrophe bereitet, die mehr die innere Persönlichkeit des Protagonisten berührt und zur Erkenntnis führen wird. Die Hauptfigur steht sich selbst im Weg. Antagonist und Protagonist kämpfen zugleich in seinem Inneren. Andere Figuren dienen nur dazu, die Handlung voranzutreiben, überhaupt ist deren Anzahl reduziert. Es braucht ja auch nicht viel, auch nicht an Worten, um Themen wie Depression und Mitlife Crisis zu erzählen. Das wird hier schnell klar. Spannend ist der Weg und was der Protagonist damit macht.
    So fühlt man mit der Hauptfigur und seiner Partnerin, die irgendwann einen Ausweg suchen wird, über weite Strecke aber zur hilflosen Beobachterin verdammt ist. Wann ist der Punkt erreicht, an dem es kein Weg zurück ins gut sortierte Leben geben wird? Diese philosophisch anmutende Fragestellung ist hier Grundthema, dessen man sich langsam annähert. So liest man das denn auch, passt sein Tempo der Erzählweise an, saugt auf und spürt der Stimmung nach. Passieren tut nicht viel, aber dafür eine ganze Menge. Sprachlich ist das klug konstruiert. Kein Wort ist zu viel. Wer schnellere Erzählweisen gewohnt ist, findet hier einen wahrhaft entschleunigenden Roman.
    Der Protagonist nimmt seine Umgebung wahr und charakterisiert dadurch sich selbst, ordnet sein Leben, vergangene Ereignisse und setzt sie zu sich in Bezug. Das macht diese Figur sehr nahbar, im Inneren durchaus dramatisch. Michaels Beobachtungen werden zu denen der Lesenden, weshalb die unmittelbaren Handlungsorte gut vorstellbar sind, wobei auch diese von der Anzahl her reduziert sind. Trotzdem ist zwischen Michael und mir eine gewisse Distanz. Vor dem Punkt, so zu werden, wie der Protagonist, hätte ich Anst.
    Vielleicht muss man noch eine Schippe älter sein, um hier vollkommenes Verständnis für den Protagonisten zu erlangen, der vor allem sich selbst nicht gut tut, nur um dann eine totale Wendung durchzuführen. Diesen Bruch braucht es schließlich auch, der spätestens dann den inneren Konflikt markiert. Hier ist der Autor Daniel Schulz-Verholz unglaublich stark in seiner Erzählung, was die eine oder andere Länge verzeiht. Gerne würde man erfahren, was sein Protagonist sonst noch daraus macht. Vielleicht ist es aber gut, dass dies offen bleibt.
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Ausgaben von Der Ausbruch des Michael Schubert

Taschenbuch

Cover zum Buch Der Ausbruch des Michael Schubert

Seitenzahl: 200

Update: 1. September 2026 um 18:31