Totensee

Buch von Sophie Czerny, Christiane Marx

Cover zum Buch Totensee

Titel: Totensee

, (Erzähler)

4,5 von 5 Sternen bei 8 Bewertungen

90% Zufriedenheit

Verlag: Argon Verlag

Format: Audible Hörbuch

ISBN: B0H6G3WXQY

Termin: Neuerscheinung September 2026

Aktion

Bewertungen

Totensee wurde insgesamt 8 mal bewertet. Die durchschnittliche Bewertung liegt bei 4,5 Sternen.

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Meinungen

  • Harte Kost, die die Lesenden in eine Achterbahn der Emotionen versetzt.

    Kissgirl

Rezensionen zum Buch

  • Rezension zu Totensee

    • 6. September 2026 um 17:34
    Was würdest du tun, wenn dein Kind verschwindet – und niemand dir glaubt?
    Das Cover ist von der Farbgebung her ja so gar nicht meins, aber zusammen mit dem Klappentext von „Totensee“ hat es mich schon neugierig gemacht. Und was ich dann zwischen den Buchdeckeln gelesen habe, war eine ganz starke Nummer. Dieser Psychothriller ist spannend, brutal, emotional und definitiv nichts für schwache Nerven.
    Ada Sabel ist am Ende ihrer Kräfte: Ihre 14-jährige Tochter Mara ist seit fünf Monaten verschwunden, niemand glaubt der suspendierten Kommissarin, und dann taucht auch noch eine kopflose Leiche auf, auf deren Rücken Adas Name steht. Für sie ist klar: Das kann nur eine Nachricht des Entführers sein.
    Ab diesem Moment gibt es für Ada kein Halten mehr – und für mich eigentlich auch nicht. Die kurzen Kapitel haben mich förmlich durch die Geschichte gejagt. Immer wenn ich dachte: Jetzt mache ich aber wirklich eine Pause, kam natürlich genau an dieser Stelle der nächste Happen, bei dem man unmöglich aufhören konnte.
    Ada hat mich dabei immer mehr gepackt. Psychisch völlig am Ende, von ihrer Vergangenheit eingeholt und getrieben von der verzweifelten Suche nach ihrer Tochter, ist sie alles andere als eine klassische Ermittlerin. Gerade ihre Verletzlichkeit und ihre Abgründe machen sie unglaublich interessant.
    Die vielen Wechsel zwischen Orten, Zeitebenen und Rückblenden haben mir den Einstieg zwar zunächst etwas erschwert, aber irgendwann war ich drin und dann gab es kein Entrinnen mehr. Dazu hat auch der Schreibstil beigetragen, denn der ist fesselnd, direkt und ungefiltert.
    Eines sei noch gesagt: Für zarte Gemüter ist „Totensee“ eher nicht geeignet. Hier fließt Blut, es wird brutal und vor allem die Passagen, in denen Kinder betroffen sind, können richtig an die Nieren gehen.
    Und dann dieser passende Titel … Denn warum das Buch „Totensee“ heißt, löst sich erst schlüssig am Ende auf. Mehr verrate ich nicht, sonst müsste ich spoilern.
    Für diesen Thriller gibt es fünf Sterne und eine klare Leseempfehlung.
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  • Rezension zu Totensee

    • 5. September 2026 um 15:49
    Düsteres Thrillerdebüt
    Das Cover ist ein Eyecatcher mit seinen poppigen, grellen Farben. Das ist die erste falsche Fährte, auf die die Lesenden im Zuge der Lektüre von Sophie Czernys "Totensee" noch stoßen werden. Gemessen an der extrem düsteren Grundstimmung müsste das Buch komplett schwarz daherkommen, auch im Hinblick auf die Hauptprotagonistin Ada Sabel.
    Schon im Prolog geht es fulminant los und es wird gleich klar, dass hier auf die Lesenden einiges zukommt.
    Fünf Monate ist es her, dass Ada Sabels Tochter Mara entführt wurde. Doch keiner ihrer Kollegen in der Mordkommission des LKA Wien glaubt der bis dato erfolgreichen Ermittlerin und gehen davon aus, dass Mara nach einem heftigen Streit mit ihrer Mutter ausgerissen ist. Die Umstände bescheren Ada sogar die Suspendierung, durch die sie sowohl physisch als auch psychisch in eine Abwärtsspirale gerät. Als im Donaukanal eine kopflose Leiche gefunden wird auf deren Rücken ihr Name eingeritzt ist, ist für Ada klar, dass das mit der Entführung ihrer Tochter zusammenhängt. Auf eigene Faust beginnt sie zu ermitteln und die Spuren führen nicht nur in ein katholisches Kinderheim, sondern auch tief in Adas Vergangenheit.
    Das erste Viertel des Buches hat mich ziemlich gefordert. Die Handlung springt extrem hin und her, einerseits bedingt durch die sehr kurzen Kapitel, die im Schnitt nur 2-3 Seiten umfassen, andererseits aber auch durch die drei bzw. vier Zeitachsen. Neben der Haupthandlung in der Gegenwart in 12/2002, sind da noch Rückblenden zur Entführung der Tochter fünf Monate zuvor und Ereignisse in einem katholischen Kinderheim vor 14 bzw.15 Jahren. Dazu kommen in der Gegenwart noch die gedanklichen Erinnerungen Adas, die flashbackartig aufblitzen. Aber der Verwirrung damit nicht genug, sind die parallelen Geschehnisse in der Gegenwart zusätzlich eine Herausforderung ob ihrer Komplexität und Fülle.
    Auch im weiteren Verlauf bleibt die Erzählweise rasant, in diesem Sinne also wirklich ein echter Pageturner. Aber die tiefen menschlichen Abgründe, die den Lesenden hier zugemutet werden, erreichen ein Maß an Widerlichkeit, das mir ein Weiterlesen teilweise schwer gemacht hat. Da wäre eine Triggerwarnung im Vorfeld evtl. angebracht. Denn hier geht es nicht nur um Mord und Totschlag, sondern um extreme Selbstverletzung und um Missbrauch in seinen schlimmsten Formen. Da bleibt nicht viel der Fantasie überlassen.
    Das Ende lässt mich trotz Showdown mit etwas gemischten Gefühlen zurück, war für mich in Bezug auf die vorangegangene Komplexität dann ein bißchen zu schnell, zu glatt, da hätte ich mir noch einen Paukenschlag gewünscht.
    Die Hauptprotagonistin Ada Sabel war mir zu keiner Zeit wirklich sympathisch, noch konnte ich mich in ihr Denken und Handeln hineinversetzen, trotz ihrer schlimmen persönlichen Vita. Insgesamt war mir ihr Charakter etwas zu überzeichnet. Die anderen Charaktere blieben daneben teilweise etwas blass und diffus.
    Insgesamt ist Sophie Czerny mit "Totensee" aber durchaus ein packendes Thrillerdebüt gelungen. Wer harte Psychothriller mag und über ein paar kleinere Schwächen und Ungereimtheiten hinwegsehen kann sollte zugreifen.
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  • Rezension zu Totensee

    • 24. August 2026 um 12:07
    Temporeicher Thriller, starkes Debüt"Totensee" ist ein wirklich starkes Thrillerdebüt der Autorin und Juristin Sophie Czerny.
    Der Thriller ist von Seite 1 an sehr temporeich und man wird so in die Geschichte gesogen, dass man ständig wissen möchte, wie es weitergeht und wer hier eigentlich Täter und Opfer sind.
    Recht schnell wird man mit einigen unterschiedlichen Zeitsprüngen, Ortswechseln und auch Sichtweisen konfrontiert, welches die Erzählung durch die kurzen Kapitel nochmal deutlich wechselhafter macht. Ich fand dies etwas schade, weil man ständig aus dem Lesefluss gerissen wird und erstmal schauen muss, um wen geht es gerade? Geht es um damals oder heute? Einige Sichtweisen bleiben zudem schleierhaft, da diese aus der Sicht des/der Täter/s geschildert werden. Ich habe lange gebraucht, um zu wissen, wer hier eigentlich hinter den Morden und der Entführung steckt, was mir gut gefallen hat. So konnte man schön miträtseln und nach und nach setzte sich die Geschichte zu einem großen Ganzen zusammen. Am Ende hatte ich auch das Gefühl, es wirklich verstanden zu haben, warum, wie, was, wann passiert. Also großer Pluspunkt für die Stimmigkeit am Ende.
    Die Figuren empfand ich generell als authentisch. Durch die vielen Perspektivwechsel fiel es mir aber manchmal schwer, mich so richtig in die Personen hineinzuversetzen und bin da manchmal auch etwas durcheinandergekommen.
    Was ich aber hier sehr gut fand war die Tatsache, dass Ada als Protagonistin und (Ex-)Polizistin einige Ecken und Kanten hatte und dadurch wirkte sie menschlich und nahbar. Man merkt deutlich, dass ihre Vergangenheit Spuren und innerliche und äußerliche Narben hinterlassen haben, die auch ihr Verhältnis zu ihrer Tochter Mara beeinflussen. Aber dass sie sie trotzdem über alles liebt.
    Und einen großen Shouout an "Hund". Ja, es gibt einen Hund in der Geschichte und er heißt... Hund. Er war so süß, brav und mutig!
    Abschließend zu erwähnen ist, dass es teilweise auch ganz schön brutal zur Sache geht, also das Buch ist definitiv nichts für schwache Nerven.
    Mir hat der Thriller wirklich Spaß gemacht und ich bin auf weitere Bücher der Autorin sehr gespannt!
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Rezensionen zum Hörbuch

  • Rezension zu Totensee

    • 1. September 2026 um 17:49
    Hörbuchrezension
    Verstörend, aufwühlend und verdammt gut – aber man muss höllisch aufpassen
    Manchmal braucht ein Hörbuch eine zweite Chance und „Totensee“ von Sophie Czerny war für mich genau so ein Fall.
    Nach ungefähr zwei Stunden habe ich tatsächlich abgebrochen und noch einmal ganz von vorn begonnen. Die Geschichte wechselt permanent zwischen verschiedenen Perspektiven und Zeitebenen. Gerade beim Hören empfand ich das anfangs als ziemlich anstrengend. Mal eben nebenbei hören? Für mich absolut unmöglich. Ich musste mich sehr konzentrieren und genau zuhören, damit mir kein wichtiges Detail entgeht.
    Beim zweiten Anlauf hatte mich die Geschichte dann aber – und wie!
    Im Zentrum der düsteren Handlung steht die suspendierte Kommissarin Ada Sabel, deren 14-jährige Tochter Mara vor fünf Monaten spurlos verschwunden ist. Während die Polizei davon ausgeht, dass Mara freiwillig ausgerissen ist, kann und will Ada sich damit nicht abfinden. Sie sucht auf eigene Faust weiter nach ihrer Tochter.
    Dann wird am Wiener Donaukanal eine kopflose Leiche gefunden. In deren Rücken ist ausgerechnet Adas Name eingeritzt. Plötzlich scheint es eine Verbindung zwischen dem grausamen Verbrechen und Ada zu geben. Könnte der Fund endlich eine Spur zu Mara sein? Für Ada beginnt ein nervenaufreibender und brandgefährlicher Wettlauf gegen die Zeit.
    Doch ihre Ermittlungen führen sie nicht nur immer tiefer in einen verstörenden Fall, sondern auch zurück in ihre eigene Vergangenheit. Längst verdrängte und tief in ihr verborgene Erinnerungen an ihre Kindheit beginnen wieder aufzuleben. Stück für Stück drängen Dinge an die Oberfläche, die Ada lange von sich ferngehalten hat. Dadurch bekommt die Geschichte eine enorme psychologische Tiefe.
    Ada ist alles andere als eine klassische Ermittlerin. Sie ist gebrochen, verzweifelt und teilweise fast unnahbar. Seit dem Verschwinden ihrer Tochter scheint etwas in ihr zerbrochen zu sein. Gleichzeitig besitzt sie diesen unbedingten Willen, herauszufinden, was mit Mara geschehen ist. Gerade diese Mischung macht sie für mich zu einer unglaublich komplexen Protagonistin.
    Parallel öffnen sich immer wieder andere Perspektiven – und einige davon sind wirklich schwer auszuhalten. Sophie Czerny erschafft eine düstere, teilweise fast klaustrophobische Atmosphäre. Trauer, Schuld, Verlust und Vergeltung ziehen sich durch die Geschichte und machen „Totensee“ für mich zu weit mehr als einer klassischen Jagd nach einem Täter.
    Und dann ist da noch Christiane Marx.
    Was für eine Sprecherin! Für mich ist ihre Interpretation ein absolutes Highlight des Hörbuchs. Sie bringt unglaublich viele Nuancen in ihre Stimme und verleiht den unterschiedlichen Figuren eine eigene Präsenz. Verzweiflung, Angst, Kälte und Wut: all das wird durch ihre Stimme regelrecht spürbar.
    Inhaltlich hat mich „Totensee“ schließlich komplett überzeugt. Die Geschichte ist verstörend, aufwühlend, psychologisch intensiv und unglaublich spannend. Immer wieder werden neue Fragen aufgeworfen, Zusammenhänge verändern sich und vermeintliche Gewissheiten geraten ins Wanken.
    Mein schwieriger Einstieg bleibt trotzdem ein kleiner Kritikpunkt. Die vielen Perspektiv- und Zeitsprünge verlangen beim Hören sehr viel Aufmerksamkeit. Wer Hörbücher gern nebenbei hört, könnte hier schnell den Faden verlieren. Ich musste zwar neu starten, aber ich bin sehr froh, dass ich es getan habe.
    Denn sobald ich mich auf die Erzählstruktur eingelassen hatte, entwickelte die Geschichte einen Sog, dem ich mich kaum noch entziehen konnte.
    🎧 Mein Fazit:
    „Totensee“ ist kein Hörbuch zum Nebenbeihören. Es fordert Konzentration und hat mir den Einstieg wirklich nicht leicht gemacht. Aber wer dranbleibt, bekommt einen düsteren, psychologisch intensiven und teilweise erschreckend verstörenden Thriller, der lange nachwirkt. Und Christiane Marx setzt mit ihrer großartigen Interpretation noch einmal einen drauf.
    Mein Neustart hat sich definitiv gelohnt.
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Ausgaben von Totensee

Taschenbuch

Cover zum Buch Totensee

Seitenzahl: 448

E-Book

Cover zum Buch Totensee

Seitenzahl: 518

Hörbuch

Cover zum Buch Totensee

 

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Update: 14. September 2026 um 15:27