Der Prätorianer
Buch von Tobias Bukkehave, Knut Krüger, Thomas Altefrohne
Titel: Der Prätorianer
Tobias Bukkehave (Autor) , Knut Krüger (Übersetzer) , Thomas Altefrohne (Übersetzer)
Verlag: dtv
Format: Broschiert
Seitenzahl: 416
ISBN: 9783423264778
Termin: Neuerscheinung August 2026
Aktion
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Kurzmeinung
Sweatpie Ein sehr guter Serienstart. Nordic Noir gepaart mit Chris Carter. Skandinavischer Krimistyle -
Kurzmeinung
Tine13 Spannender Auftakt einer Thriller-Serie aus Dänemark
Zusammenfassung
Inhaltsangabe zu Der Prätorianer
Eine verstörende Mordserie hält Kopenhagen in Atem – und eine tödliche Jagd beginnt Schnee und eisige Kälte haben sich über die Stadt gelegt, als Kriminalkommissarin Sara Levin und ihr Partner Janus West zu einem schaurigen Tatort gerufen werden. Ein junger Mann wurde ermordet aufgefunden und seine Leiche auf besondere Weise inszeniert: Im Schein hunderter Kerzen sind die Augen des Opfers mit antiken Goldmünzen bedeckt und lateinische Inschriften in seine Haut geritzt, während eine feine Schicht Eiskristalle den Körper bedeckt. Diese bizarre Entdeckung entpuppt sich als der erste einer Reihe brutaler Ritualmorde. Dieser Killer hat seinen Opfern ein ganz besonderes Schicksal zugedacht … Auf der Jagd nach einem offenbar von der Antike besessenen Killer kontaktieren die beiden Ermittler Saras Bruder Adam, einen auf Serienverbrechen spezialisierten Profiler. Einst standen sich die Geschwister nahe, doch seit der Verurteilung ihres Vaters Christian Levin wegen Mordes haben sie sich entfremdet. Als sich herausstellt, dass die beiden Goldmünzen ausgerechnet Christian Levin zu gehören scheinen, droht der Fall zu Saras persönlicher Zerreißprobe zu werden. Zwischen Licht und Dunkelheit lauert das Böse Um die Ermittlungen voranzutreiben, muss Sara tief in die düstere Vergangenheit ihrer Familie eintauchen und sich schließlich ihren dunkelsten Dämonen stellen. Die Bestseller-Sensation aus Dänemark!
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Bewertungen
Der Prätorianer wurde insgesamt 14 mal bewertet. Die durchschnittliche Bewertung liegt bei 4,2 Sternen.
Meinungen
Rezensionen zum Buch
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Rezension zu Der Prätorianer
- hennie
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25. August 2026 um 20:02
Herkules und JuventasWeiterlesen
DER PRÄTORIANER ist ein neuer Thriller aus Dänemark vom Autor Tobias Bukkehave und der Auftakt zu einer Reihe mit den Ermittlern Sara Levin und Janus West!
Der Einstieg in die Handlung erfolgt durch Sara und Janus nach einem anstrengenden Einsatz. Sie befinden sich gemeinsam in einer Kneipe, um Abstand zu bekommen, als sie erneut zu einem Tatort gerufen werden, der es in seiner bizarren Inszenierung in sich hat.
In seinem Debütroman hat sich der Autor an gängige Muster gehalten. So oder ähnlich geartete Thriller habe ich schon gelesen. Der Täter ist äußerst brutal, gefangen in der wahnhaften Vorstellung ein Prätorianer zu sein, dessen Auftrag es ist, die Verehrer bzw. Widersacher von Juventas (antike römische Göttin der Jugend) aus dem Wege zu räumen – in seinem verwirrten Sinn entweder durch Belohnung oder Bestrafung. Die Präsentation seiner Opfer erfolgt an öffentlichen, aber nicht stark frequentierten Orten wie z.B. in einer Trafostation oder in einem Wasserwerk im Randgebiet Kopenhagens. Lange bleibt verborgen, wer wirklich hinter den grausamen Taten steckt, wegen falscher Anschuldigungen sowie Querelen innerhalb des Ermittlerteams einschließlich Kompetenzstreitigkeiten. Die Zeit verstreicht und die Morde gehen weiter. Verwicklungen gibt es bis ins Gefängnis hinein zum straffällig gewordenen Professor, Experte für die römische Antike. Zudem ist er der Vater von Sara und Adam, der in dem Fall als Profiler arbeitet und selbst mit fetten persönlichen Problemen belastet ist. Wer sich hinter Juventas verbirgt, wird bald klar. Der Partner von Sara Levin, Janus West, kommt in diesem ersten Teil noch nicht groß zur Geltung. Das wird sich sicher in den Fortsetzungen noch ändern.
Die Wendungen im Geschehen sind voraussehbar. In meist kurzen Kapiteln wechseln die Schauplätze und die Protagonisten, was bei mir eine gewisse Spannung erzeugte. Doch richtig zur Sache ging es erst zum Ende hin.
Sara beweist sich als engagierte Leiterin der Ermittlungen, die durch Vater und Bruder im besonderen mit dem Fall dieses Täters verbunden ist. Es bleibt bis zum Schluss unklar, wie der Professor ins Bild passt. Es stellten sich mir viele Fragen. Was ist sein Anteil an den Taten? Welche Rolle spielen die wertvollen Goldmünzen, die der von der Antike besessene Mörder für seine Rituale nutzte? Warum wurde Christian Levin verurteilt? Warum sitzt er im Gefängnis? Was für dunkle Geheimnisse kommen noch ans Tageslicht? Das sind die Cliffhanger, die mich neugierig auf eine Fortsetzung machen.
Fazit:
Der Thriller ist voll von altrömischer Symbolik und einem von der Antike besessenen Mörder. Herkules und Juventas, die Verkörperung von sich selbst und einer von ihm auserkorenen jungen Frau, sind das Ziel seiner kranken Fantasie.
Ich bewerte mit vier von fünf Sternen und vergebe meine Lese- und Kaufempfehlung! -
Rezension zu Der Prätorianer
- Dorothea Koch
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25. August 2026 um 13:58
Wenn ein Mord zur grausamen Inszenierung wird …Weiterlesen
Im eisigen Winter in Kopenhagen wird eine Leiche gefunden. Doch schon beim Anblick des Toten wird klar, dass er nicht einfach „nur ermordet“ wurde. Denn der junge Mann wurde regelrecht in Szene gesetzt – mit antiken Goldmünzen auf den Augen, lateinischen Inschriften auf der Haut und einer Atmosphäre, die eher an ein makabres Ritual als an einen gewöhnlichen Tatort erinnert. Und es bleibt nicht bei dem einen Mord. Für Kriminalkommissarin Sara Levin und ihren Partner Janus West beginnt damit ein Fall, der schnell immer persönlichere Züge annimmt.
Denn die Goldmünzen führen ausgerechnet zu Saras Vater, der wegen Mordes im Gefängnis sitzt. Gemeinsam mit Saras Bruder Adam, einem auf Serienverbrechen spezialisierten Profiler, versucht das Ermittlerteam herauszufinden, was hinter den grausamen Ritualmorden steckt. Dabei führt die Spur tief in die römische Antike – und somit in die dunkle Vergangenheit der Familie Levin.
Tobias Bukkehave hat mit „Der Prätorianer“ einen ziemlich düsteren und teilweise auch sehr brutalen Thriller geschrieben. Die Morde sind nichts für zart besaitete Leser, denn der Autor spart nicht mit blutigen Details. Dazu passt auch der Schreibstil, mit dem die Taten kurz und bündig, aber auch sehr greifbar erzählt werden. Zudem gibt es diese besondere Verbindung zwischen den aktuellen Verbrechen und der römischen Geschichte, welche mir gut gefallen hat. Dadurch bekommt die Handlung eine interessante und ungewöhnliche Note.
Auch das Ermittlerteam konnte mich überzeugen. Sara Levin und ihr Kollege Janus West sowie ihr Bruder Adam Levin sind bildhaft gezeichnet. Ihre schwierige Familiengeschichte bringt zusätzliche Spannung in den Fall. Die Beziehung zu ihrem Bruder Adam und vor allem die Frage nach der Rolle des Vaters sorgen dafür, dass es nicht ausschließlich um die Jagd nach dem Täter geht. Die wechselnden Perspektiven geben zudem immer wieder Einblicke in die Gedankenwelt der verschiedenen Figuren.
Allerdings hatte die Geschichte für mich zwischendurch auch ein paar Längen. Gerade die familiären Hintergründe nehmen teilweise recht viel Raum ein, wodurch die eigentliche Ermittlungsarbeit gelegentlich etwas in den Hintergrund gerät. Trotzdem blieb meine Neugier erhalten, denn natürlich wollte ich wissen, wer hinter den Ritualmorden steckt und was es mit den Prätorianern tatsächlich auf sich hat.
Zum Ende hin nimmt die Geschichte noch einmal ordentlich Fahrt auf und gipfelt in einem gelungenen Showdown mit einem Täter, der für mich völlig überraschend war. Für mich ist „Der Prätorianer“ deshalb ein spannender und atmosphärischer Auftakt einer neuen skandinavischen Thrillerreihe. Ein bisschen mehr Tempo hätte der Geschichte an manchen Stellen zwar gutgetan, aber insgesamt hat mich Tobias Bukkehave mit seinem Serienkiller und dem ungewöhnlichen historischen Hintergrund gut unterhalten. Ich bin gespannt, wie es mit Sara Levin und Janus West weitergeht.
Von mir gibt es 4 von 5 Sternen. -
Rezension zu Der Prätorianer
- bikesbooksboulders
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23. August 2026 um 22:33
Für Sara Levin ist der Ritualmord an einem jungen Mann, der von Kerzen umgeben und mit lateinischer Schrift auf der Hut gefunden wird, der erste Fall als Ermittlungsleiterin. Die Tat ist nur die erste in einer Reihe, in der die Opfer nach einem bizarren altrömischen Ritus zur Schau gestellt werden. Trotz intensiver Arbeit kommen Sara, ihr Partner Janus West und das Team nicht weiter. Deshalb greift der Chef der Einheit auf die Hilfe von Saras Bruder Adam zurück, der sich in den USA auf die Suche nach Serientätern spezialisiert hat. Für Sara ist das Treffen mit ihrem Bruder eine Reise in die Vergangenheit, die sie schon lange vor sich hergeschoben hat.Weiterlesen
Sara und Adam sind selbst die Kinder eines Verbrechers. Ihr Vater sitzt wegen Mordes im Gefängnis und diese Tat hat bei beiden Narben hinterlassen. Während Adam immer wieder den Kontakt zum Vater sucht, um ihn zu verstehen, ist er auch ein bisschen zu einem der Personen geworden, die er bei seiner Arbeit verfolgt. Er hat seine Exfreundin gestalkt und sein Leben ist von zwanghaften Handlungen bestimmt. Sara hat den Kontakt zu ihrem Vater komplett und auch zu ihrem Bruder lange abgebrochen und konzentriert sich ganz auf ihre Arbeit. Als die Geschwister das erste Mal zusammenarbeiten, erkennen sie, wie gut sie sich ergänzen.
Ich fand den Krimi interessant, gerade was die Dynamik zwischen Sara, Jonas und Adam anging. Den Gedanken, der hinter den Ritualmorden stand, konnte ich anfangs nicht ganz nachvollziehen, aber er passt zum Täter. Aber gleichzeitig ist der Täter für mich auch das schwächste Glied in der Kette. Er wurde für meinem Geschmack ein wenig zu plakativ dargestellt, als ob seine Beschreibung einer Liste mit Eigenschaften für einen psychopatischen Serientäter folgen würde. abgesehen davon habe ich nicht viel über ihn erfahren, so dass er trotzdem eigenartig farblos bleib.
Die Stimmung im Ermittlungsteam mit den verschiedenen Charakteren, die aufeinandertreffen und teilweise auch aufeinanderprallen hat mir gefallen. Ebenso wie die Tatsache, dass sich viele Ermittlungsarbeit auf der Straße und nicht nur im Internet abgespielt hat.
Dass die Geschichte gleichzeitig aus Sicht des Täters und der Ermittler erzählt wurde, hat für mich ein bisschen die Spannung aus der Handlung genommen, weil es nur wenige Überraschungen gab. So war mir schon vor dem Ende klar, wie der Täter in die Handlung passte und was er mit den Charakteren zu tun hatte. Das soll nicht bedeuten, dass der Krimi langweilig war. Er ist ein guter Auftakt für eine Krimireihe mit interessanten Ermittlern, allerdings auch mit etwas Luft nach oben. -
Rezension zu Der Prätorianer
- suntweety
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22. August 2026 um 16:49
Kriminalkommissarin Sara Levin und ihr Partner Janus West werden zu einem skurrilen Tatort gerufen. Dort finden sie eine grausam zugerichtete Leiche vor, die mit Eiskristallen bedeckt ist und 2 antike Goldmünzen auf den Augenlidern hat. Der Tatort selbst ist mit altertümlichen Gegenständen präpariert.Weiterlesen
Sofort ist allen klar: das wird kein einzelnes Werk bleiben. Das Team bekommt Unterstützung von Adam Levin, Psychologe und Saras Bruder.
Das Cover ist schön gestaltet. Die Kristalle und die Fliege werden teilweise gut hervorgehoben. Man ahnt, es wird keine leichte Kost werden.
Der Schreibstil ist flüssig und man ist bereits nach wenigen Seiten gefesselt.
Neben den Ermittlungen werden Kapitel von Adam als auch vom Täter dem Hauptstrang beigefügt. Somit wird der Spannungsbogen weiter erhöht.
Die Protagonisten mag ich und konnte sie mir doch gut vorstellen.
Die Familiengeschichte Levins nimmt recht viel Spielraum im Roman ein, ohne wirklich mehr Informationen aus der Vergangenheit zu offenbaren.
Auch der Kleinkrieg im Team war mehr unnötig und hat somit von den Ermittlungen abgelenkt. Sara als Teamleiterin ist für mich da ein bisschen untergegangen.
Die Aufklärung des Falles war bis zum Ende spannend und wurde dann logisch und schlüssig aufgeklärt.
Ich kann mir trotz kleiner Kritikpunkte vorstellen der Reihe weiterhin zu folgen. Ich bin natürlich neugierig was wirklich hinter der Vergangenheit der Levins steckt und was der Vater noch so verbirgt. -
Rezension zu Der Prätorianer
- Sweatpie
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20. August 2026 um 16:21
Zwischen Chris Carter und skandinavischer Tiefe: Ein starker Reihenauftakt!Weiterlesen
Rezension zu
DER PRÄTORIANER (dtv) von Tobias Bukkehave
Ein ritueller Mord im eiskalten Kopenhagen führt zwei Ermittler-
Geschwister direkt zu den Dämonen ihrer Vergangenheit – ihrem inhaftierten Vater. Der Prätorianer erinnert thematisch an die Grausamkeit von Chris Carter, setzt erzählerisch aber auf einen tiefen, atmosphärischen Spannungsaufbau.
Ein starker Nordic Noir, der durch seine psychologische Tiefe fesselt.
Worum geht’s?
Winter in Kopenhagen: Am Tatort wird eine männliche Leiche entdeckt – rituell inszeniert und voller symbolischer Rätsel. Kriminalkommissarin Sara Levin zieht ihren Bruder Adam, einen Kriminalpsychologen, als Berater hinzu. Schnell wird klar: Ihr eigener, inhaftierter Vater ist der Schlüssel zum Täter. Es beginnt eine nervenzerreißende Jagd, die keine Rücksicht auf familiäre Wunden nimmt.
Warum wollte ich dieses Buch lesen?
Als Thriller-Fan liebe ich außergewöhnliche Schauplätze.
Das Cover mit Eiskristallen und einer Fliege hat mich sofort fasziniert.
Auch der Titel machte mich neugierig: Wie passen römische Legionäre und antike Mythen mit einem modernen skandinavischen Kriminalfall zusammen?
Das wollte ich unbedingt herausfinden.
Lesereise:
Der Thriller ist logisch nach Novembertagen gegliedert und überzeugt durch kurze, bildhafte Sätze.
Tobias Bukkehave führt die Charaktere Schritt für Schritt ein, lässt ihre Hintergründe aber anfangs im Dunkeln.
Genau diese geheimnisvolle Distanz kommt bei mir gut an und baut echte Neugier auf die nächsten Seiten auf.
Im Gegensatz zu den rasanten US-Thrillern von Chris Carter treibt Bukkehave die Handlung nicht durch pausenlose Action-Szenen voran.
Das dänische Ermittlerteam arbeitet ununterbrochen und hochkonzentriert, doch die Geschichte nimmt sich bewusst Zeit für solide Ermittlungsarbeit, historische Fakten und das dichte Beziehungsgeflecht der Familie Levin.
Mein Fazit:
Ein gelungener, tiefgründiger Reihenauftakt voller Nordic-Noir-Stimmung.
Starke 4 von 5 Sternen und eine klare Leseempfehlung! -
Rezension zu Der Prätorianer
- antjep78
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20. August 2026 um 13:08
„Der Prätorianer“ – Wenn die Vergangenheit zum Tatort wirdWeiterlesen
Wer psychologisch tiefgründige Thriller mit nordischem Flair liebt, für den ist „Der Prätorianer“ von Tobias Bukkehave ein absolutes Muss. Das Buch ist weit mehr als eine klassische Ermittlungsgeschichte: es ist eine intensive Auseinandersetzung mit menschlichen Abgründen, familiären Traumata und römischer Geschichte.
Im winterlichen Kopenhagen erschüttert eine Serie bizarrer Ritualmorde die Stadt. Die Kriminalkommissarin Sara Levin und ihr Kollege Janus West stehen vor einem Rätsel: Die Opfer werden grausam inszeniert, drapiert mit antiken Münzen und lateinischen Inschriften. Um dem Täter auf die Spur zu kommen, muss Sara ihre größte persönliche Hürde überwinden: die Zusammenarbeit mit ihrem Bruder Adam, einem in den USA ausgebildeten Profiler, der wieder in Dänemark lebt. Dass die Spur der Tatort-Münzen ausgerechnet in die Vergangenheit ihres eigenen, inhaftierten Vaters führt, macht den Fall für Sara zur Zerreißprobe.
Besonders faszinierend ist die Ebene der römischen Geschichte, die der Täter in seine Morde einwebt. Er sieht sich selbst als „Prätorianer“. Eine Anspielung auf die antike Leibwache der römischen Kaiser. In seinem manischen Wahn übernimmt er die Rolle eines Wächters, der eine „Göttin“ beschützen muss. Doch wer ist die Göttin und warum, muss er sie beschützen? Diese Verbindung von archaischer Symbolik, den antiken Goldmünzen und der gefährlichen, wahnhaften Fixierung des Täters verleiht dem Mörder eine düstere, fast schon messianische Tiefe, die ich so in dieser Form selten gelesen habe.
Tobias Bukkehave schreibt prägnant, bildhaft und verdammt atmosphärisch. Man spürt die Kälte Kopenhagens förmlich. Was mich besonders überzeugt hat, ist die psychologische Schärfe: Durch geschickte innere Monologe bekommt man als Leser Einblicke in eine Täterpsyche, die sich in historischen Konstrukten verliert.
Das hat mir besonders gefallen:
Historischer Tiefgang: Die geschickte Verwebung römischer Geschichte mit einer modernen Mordserie hebt das Buch deutlich von anderen Thrillern ab. Und hat es für mich zu einem Highlight gemacht.Die psychologische Komponente: Die Einbindung der „dunklen Triade“ bei der Täteranalyse ist faszinierend und macht die Geschichte ungemein vielschichtig.Familiäre Dynamik: Die komplexe Beziehung zwischen Sara und Adam verleiht dem Thriller eine emotionale Ebene, die man in diesem Genre selten so authentisch findet.Spannungsbogen: Auch wenn sich das Buch zu Beginn etwas Zeit nimmt, um die Charaktere einzuführen, zieht die Spannung ab der Mitte massiv an und gipfelt in einem packenden aber für mich etwas zu überhastetem Finale.Wer eine leichte Lektüre für zwischendurch sucht, sollte sich auf die psychologische Schwere einstellen. Das Buch fordert einen heraus und verlangt, dass man sich auf die komplexen Themen einlässt.
Fazit
„Der Prätorianer“ ist eine gelungene Mischung aus knallharter Ermittlungsarbeit, römischer Mythologie und intensiver Charakterstudie. Die offene Tür am Ende lässt mich schon jetzt gespannt auf die Fortsetzung blicken. Ein absoluter Tipp für Fans von skandinavischen Krimis, die psychologische Profile und düstere Schauplätze schätzen!
Ausgaben von Der Prätorianer
Besitzer des Buches 14
Update: 7. September 2026 um 10:34


