Quartett

Buch von Natasha Korsakova

Cover zum Buch Quartett

Titel: Quartett

4,8 von 5 Sternen bei 2 Bewertungen

Verlag: Septime Verlag

Format: Gebundene Ausgabe

Seitenzahl: 288

ISBN: 9783991200796

Termin: Neuerscheinung Mai 2026

Aktion

Zusammenfassung

Inhaltsangabe zu Quartett

Rom, Spätherbst 2025 Nach einem gefeierten Konzert endet der Abend für den ersten Geiger des berühmten »Arcimboldo«-Quartetts tödlich: Lorenzo Verro wird in einem düsteren Durchgang nahe dem Teatro Argentina in Rom erstochen aufgefunden. Für Commissario Di Bernardo beginnt ein verzwickter Fall, der ihn erneut in die widersprüchliche Musikerwelt führt – und in die Schatten dahinter. Zwischen den verletzten Egos, Rivalitäten und verschwiegenen Affären stößt er auf ein Geflecht aus Lügen, das bis in die feinsten Strukturen des Quartetts reicht. Was für ein Mensch steckte hinter der Fassade des Primarius? Warum musste er sterben? Und welche Rolle spielt der schillernde Klarinettist, was hat er zu verbergen? Als Di Bernardo glaubt, endlich ein Muster zu erkennen, ist der Täter ihm einen Schritt voraus: Ein zweiter Mord bricht das fragile Gerüst aus Schweigen. Vor der Kulisse des nächtlichen Roms entdeckt Di Bernardos Team Abgründe, die weit über die Bühne hinausreichen. Und je weiter sie den Geheimnissen auf die Spur kommen, desto erschütternder wird die Wahrheit. „Quartett“ – der vierte Fall für Commissario Di Bernardo: beklemmend, mitreißend und hochaktuell.
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Bewertungen

Quartett wurde insgesamt 2 mal bewertet. Die durchschnittliche Bewertung liegt bei 4,8 Sternen.

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Meinungen

Rezensionen zum Buch

  • Rezension zu Quartett

    • 13. Juli 2026 um 16:40
    REZENSION – Mit ihrem Krimidebüt „Tödliche Sonate“ (2018) und den drei nachfolgenden Bänden schuf die in Moskau geborene, in der italienischsprachigen Schweiz lebende, aber in der internationalen Klassik-Musikwelt beheimatete Violinistin Natasha Korsakova etwas völlig Neues: Während ihr aus Calabrien nach Rom versetzter Commissario Dionisio Di Bernardo in der ihm recht fremden Branche der klassischen Musik, der Opern- und Konzerthäuser und ihrer oft eigenwilligen Stars nach Mördern sucht, bietet die Autorin in allen Büchern die ergänzende Möglichkeit, in den Lesepausen zwischen den Kapiteln sich über eingefügte QR-Codes die zur Handlung jeweils passenden Musikstücke anzuhören. Diese Kombination aus spannendem Roman und dem Live-Erlebnis der Musik verschafft Korsakovas Krimireihe, deren vierter Band „Quartett“ im Mai im Septime Verlag erschien, ein Alleinstellungsmerkmal und macht dieses multimediale Leseerlebnis zu einer innovativen Form innerhalb des Krimi-Genres: Die Musik ist bei Korsakova nicht nur Kulisse, sondern unterstützt die Atmosphäre der Handlung und manchmal auch das Verständnis bestimmter Szenen.
    In seinem neuen Fall muss der Commissario im Spätherbst 2025 den Mord am Violinisten Lorenzo Verro aufklären. Der erste Geiger des berühmten Arcimboldo-Quartetts war unmittelbar nach einem gefeierten Konzert nahe dem römischen Teatro Argentina im römischen Stadtteil Trastevere im dunklen Tunnel einer düsteren Gasse erstochen aufgefunden worden. Wieder einmal muss der Commissario bei seinen Ermittlungen feststellen, dass es in der Musik und der gesamten Branche nicht nur Harmonien, sondern auch Dissonanzen gibt. Warum musste der vom Publikum gefeierte Primarius sterben? Di Bernardo bekommt es bei den Befragungen der drei verbliebenen Musiker und ihres zu diesem Konzert als Solist zusätzlich engagierten Klarinettisten mit verletzter Eitelkeit der Musiker zu tun, lernt Rivalitäten innerhalb der Künstlerwelt kennen und erfährt von verschwiegenen Affären. Doch gerade als Di Bernardo glaubt, endlich ein gewisses Muster hinter dem Verbrechen erkannt zu haben, zwingt ihn ein zweiter Mordfall, seine bisherigen Schlussfolgerungen neu zu überdenken. Erst nach und nach wird erkennbar, dass die Wahrheit hinter beiden Morden viel tiefer in der Geschichte des Quartetts und der Vergangenheit der Musiker verwurzelt ist. Der Commissario muss sich mit menschlichen Abgründen befassen, die weit über das gegenwärtige Bühnenleben des Quartetts hinausreichen.
    Das Besondere an Korsakovas Krimi ist zweifellos, dass sie als international erfolgreiche Violinistin, Tochter eines Violinisten und einer Pianistin sowie Nachfahrin der Komponisten-Familie Rimski-Korsakov, auch im vierten Band ihrer unbedingt empfehlenswerten Krimireihe wieder ihr eigenes, in drei Jahrzehnten erworbenes Insiderwissen glaubwürdig in die Handlung einbringen konnte und dadurch den Schilderungen des Musiker-Lebens eine außergewöhnliche Authentizität verleiht. „Als Geigerin, die buchstäblich in die Musikwelt hineingeboren wurde, kann ich gut nachfühlen, wie eng die emotionellen Bande eines Quartetts sein können“, schreibt sie im Nachwort. Die Welt der Kammermusik dient ihrem Roman deshalb nicht nur als Kulisse, sondern wird – auch in der Auswahl der zu hörenden Musikstücke wie die Klarinetten-Quintette von Mozart (KV 581) und Brahms (Opus 115) – zum Bestandteil der Kriminalhandlung. Als aktive Konzertmusikerin kennt Korsakova den Erfolgs- und Perfektionsdruck ebenso wie die künstlerische Leidenschaft und gelegentliche Eifersucht unter Kollegen sowie die sich daraus leicht ergebenden zwischenmenschlichen Konflikte. Entsprechend steht – nach ihrer eigenen Aussage – ihr Krimi unter dem Motto „Vereint in Musik, zerrissen im Leben“.
    „Quartett“ ist bei oberflächlicher Betrachtung ein klassischer Regionalkrimi mit wunderbaren, atmosphärisch treffenden Schilderungen der aus der Antike gewachsenen Metropole, ihrer Geschichte und Kultur, ergänzt durch einige kulinarische Inspirationen, alles elegant und geschmeidig geschrieben. Die Handlung ist logisch aufgebaut und überrascht – in bedächtiger Spannungssteigerung dem ruhigen Temperament des Commissario angepasst – mit einigen unerwarteten Wendungen. Lediglich die finale Auflösung kommt dann doch etwas plötzlich. Blickt man aber etwas tiefer, ist der Roman eine psychologisch dichte Schilderung der Schattenseiten einer nicht nur für Commissario Di Bernardo, sondern sicher auch für manche Leser fremden Welt, in der Harmonie auf der Bühne oftmals im Widerspruch zu Dissonanzen hinter den Kulissen steht.
    „Am Ende finden in dieser Geschichte Krimi und Musik zueinander“, schreibt Natasha Korsakova in ihrem Nachwort. „Wie in einem Quartett oder Quintett werden die Stimmen enthüllt und verhüllt, gespannt und gelöst, miteinander verflochten – und erst in ihrem Zusammenspiel wird die Wahrheit hörbar.“ Gerade diese Verbindung aus klassischer Ermittlungsarbeit, Psychologie und klassischer Musik macht „Quartett“ wie alle drei früheren Bände wieder zu etwas Besonderem.
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Ausgaben von Quartett

E-Book

Cover zum Buch Quartett

Seitenzahl: 269

Hardcover

Cover zum Buch Quartett

Seitenzahl: 288

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Update: 13. Juli 2026 um 16:40