Cover zum Buch Fiasko. Fiktionen

Titel: Fiasko. Fiktionen

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5 von 5 Sternen bei 1 Bewertung

Verlag: dtv

Format: Gebundene Ausgabe

Seitenzahl: 384

ISBN: 9783423285773

Termin: Neuerscheinung August 2026

Aktion

  • Kurzmeinung

    Abroxas
    Ein furioser, bis zur Schmerzgrenze witziger Erzählband über den Dschungel moderner Identitätsdiskurse

Zusammenfassung

Inhaltsangabe zu Fiasko. Fiktionen

»Seine Prosa sprüht geradezu vor manischer Intelligenz.« Emma Cline Dieses Buch hat für Furore gesorgt wie kaum ein zweites Werk der amerikanischen Gegenwartsliteratur: Von der Kritik gefeiert, von Lesern leidenschaftlich diskutiert, erzählt Tony Tulathimutte so brillant wie zum Totcringen komisch von Millennials, Misfits und Masturbauteurs. Nominiert für den National Book Award, ein Best Book of the Year in The New York Times, Time Magazine, New Yorker u. v. m. »Es überläuft einen von den ersten Worten an. Tulathimutte, fraglos einer der herausragenden Schriftsteller seiner Generation, spielt in der Liga der ganz Großen.« New Yorker »Tulathimutte, ein Meister der Komik mit einem virtuosen Stil, hat ein gewagtes, originelles und zutiefst verstörendes Buch vorgelegt, das beherzt in den Gegenverkehr der liberalen Scheinheiligkeit von heute steuert. Fiasko fängt gekonnt die brandenden Energien des Internets ein, bringt aber auch der neuen Sorte Mensch, die das Internet mit seinen wogenden Identitätskontroversen hervorbringt, tiefe Empathie entgegen.« The New York Times Magazine »Der witzigste Roman, den Sie dieses Jahr lesen werden. Tulathimutte ist einzigartig. Sein Stil erinnert an Nabokov – hätte Nabokov zu einer Zeit gelebt, in der er von Pornos statt von Schmetterlingen besessen wäre.« Los Angeles Review of Books Ein erklärter Feminist fällt ins Wurmloch der Incel-Szene. Eine Frau versinkt in einer selbstzerstörerischen Spirale, als ein One-Night-Stand nicht zur erhofften Beziehung führt. Ein schwuler Thai-Amerikaner bringt es nicht über sich, seinem Freund seinen ultranischigen Fetisch zu gestehen. Wie die Facetten eines Kaleidoskops zeigen ihre Geschichten die monströs schillernden Formen, die die Sehnsucht nach echter Nähe in einer Welt zwischen Dating-Apps und Doomscrolling annimmt. Fiasko gräbt sich tief in die Zwänge und Miseren unserer Gegenwart. »Gnadenlos brutal und zum Schreien komisch. Fiasko verschont niemanden – nicht dich, nicht mich. Tulathimutte ist ein Perverser, ein Wahnsinniger, ein eiskaltes Genie.« Carmen Maria Machado »Seine rasante Prosa und sein tiefgründig existenzieller Witz offenbaren eine Wahrheit im Kern unserer verzweifelten Conditio humana. Fiasko ist das Buch eines Verrückten – eines verrückten Genies.« Garth Greenwell »Ein Kick für die Perversen unter uns. Einer der begabtesten Schriftsteller, die sich dem Thema der eigenen Generation widmen. Sein Furcht erregender Intellekt und seine abnormen Instinkte knistern in beinahe jeder Zeile.« Jia Tolentino »A fucking party.« Melissa Broder »Vollkommen und absolut unnachahmlich.« Raven Leilani Übersetzt von Stefanie Jacobs, Stefanie Ochel und Jan Schönherr
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Bewertungen

Fiasko. Fiktionen wurde bisher einmal bewertet.

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Meinungen

  • Ein furioser, bis zur Schmerzgrenze witziger Erzählband über den Dschungel moderner Identitätsdiskurse

    Abroxas

Rezensionen zum Buch

  • Rezension zu Fiasko. Fiktionen

    • 13. August 2026 um 20:04
    Dieses Buch ist so eines, das zu empfehlen womöglich meinen Ruf schädigen könnte.
    Und doch stehe ich dazu: Es ist ein großartiges und aufregendes Buch, beißend und fies und unfassbar komisch. Worum geht es also?
    In diesem Buch versammelt sind fünf Erzählungen sowie zwei zusätzliche metafiktionale Texte als Dreingabe. Die Erzählungen hängen thematisch zusammen. Im Englischen ist das Buch betitelt mit "Rejection", dieser Name ist hier durchaus Programm. Alle fünf Erzählfiguren haben mit der einen oder anderen Form von Ablehnung zu tun und verfangen sich auf die eine oder andere Weise im Geflecht von Identitätsdiskursen. Da ist zum Beispiel ein überzeugter feministischer Mann, der sich allmählich zum wütenden Incel wandelt, da er keine Freundin abkriegt, obwohl er doch alles richtig gemacht haben müsste (und durchaus weiß, dass taktischer Scheinfeminismus gar nicht zählt). Oder aber wir lesen von einer Frau, deren Leben aus den Fugen gerät, nachdem ihr Crush sie nach einer gemeinsamen Nacht abserviert hatte. Die aberwitzigste Figur ist der schwule Kant (zufällige Namensgleichheit), ein jungfräulicher Thai-Amerikaner, der auf sadisitische Sexrollen fixiert ist, aber ein absolut ramponiertes Selbstwertgefühl hat. Obendrein entwickelt er in seiner Einsamkeit einen ultraspezifischen Kink, über den er mit niemanden sich zu sprechen traut.
    Tulathimuttes Charaktere sind durch und durch antisympathische Loser, Charaktere, die leicht als verlogen, heuchlerisch und selbstsüchtig zu enttarnen sind. Kurz gesagt: Sie sind richtig cringe. Sicher sind sie stark überzeichnet. Und doch gibt es bei fast allen von ihnen einen Schimmer, der die Figuren als tragisch erscheinen lässt und der auch den Gedanken zulässt: Ein Fünkchen von diesem oder jenem Charakter steckt womöglich auch in uns. Im Kern sind die Erzählungen aber bitterböse Satiren und vor allem: Unfassbar komisch. Ich habe mich dafür gehasst, aber ich habe mehrmals laut gelacht.
    Der Humor ist ein wenig eigen. Dass sich Alison, die junge, von ihrem Crush abservierte Frau, beispielsweise einen Rabenvogel als Haustier anschafft, weil ein Hund ihr zu schnöde ist, und der Vogel ihr flugs die Wohnung vollkackt, könnte noch in einem Roman von T. C. Boyle auftauchen. Dass Kant, nachdem er sich in seine Einsamkeit gefügt hat, einen Custom Porno bestellt und seitenlang seine minutiös ausgearbeitete und völlig verrückte Anleitung aufschreibt, habe ich in der Form noch nicht gelesen.
    Zusammengehalten werden die Erzählungen durch einen metafiktionalen Kniff, der mir zugegebenermaßen ein bisschen bemüht erscheint, aber durchaus raffiniert ist. Alle Geschichten spielen im selben fiktionalen Universum, es gibt mal deutliche, mal subtile Verbindungen zwischen den Figuren. Bisweilen werden so auch zwei Versionen ein und desselben Ereignisses erzählt. Die letzte Geschichte handelt davon, dass Bee, Kants Schwester, ein Botnet zum Trollen aufbaut, das so groß und legendär wird, dass sich eine Art Verschwörungstheorie mitsamt rege diskutierender Community darum bildet. Tatsächlich ist die Erzählung ein Forenpost, der von diesem urbanen Mythos handelt und die mutmaßliche "Urversion" eines Bekennerschreibens enthält. Auf die vorangegangenen Geschichten wirft diese Erzählung ein ganz neues Licht. Diese finden stellenweise auch online statt, hier und da wird erzählt anhand von Twitterposts oder Auszügen aus Chatgruppen, eine der Erzählungen ist in Gänze ein Blogpost. Über diese Schnittstellen mit dem Internet werden weitere Fäden gesponnen, die die Erzählungen miteinander verbinden.
    Obendrein gibt es eine Sammlung von unkommentierten Metaphern sowie eine vom Autor vorweggenommene Kritik seitens des Verlags. Das sind Spielereien, die durchaus wegfallen könnten, aber ein Licht auf den postmodernen Gestus wirft, der Tulathimutte zu eigen ist.
    Fiasko ist ein Buch, das durchaus das Zeug hat, Wellen zu schlagen. Die Charaktere sind provokant und in ihrer Lächerlichkeit und Abscheulichkeit grenzwertig (im literarisch produktiven Sinne), Tulathimuttes seismografisches Gefühl für Netzkultur und den entsprechenden (Online-)Idiomen junger Erwachsener zeugt von großem Können. Ein so makaber-komisches Buch findet sich jedenfalls nicht alle Tage. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung.
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Ausgaben von Fiasko. Fiktionen

Hardcover

Cover zum Buch Fiasko. Fiktionen

Seitenzahl: 384

Fiasko. Fiktionen in anderen Sprachen

  • Deutsch: Fiasko. Fiktionen (Details)
  • Englisch: Rejection. Fiction (Details)

Besitzer des Buches 1

  • Mitglied seit 18. Januar 2023
Update: 13. August 2026 um 22:19