Was zum Tode führt
Buch von Nicole Eick
Titel: Was zum Tode führt
Nicole Eick (Autor)
Verlag: edition tingeltangel
Format: Broschiert
Seitenzahl: 324
ISBN: 9783944936871
Termin: Neuerscheinung April 2026
Aktion
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Kurzmeinung
carola1475 Wieder schreibt Nicole Eick über ein den wenigsten bewusstes Thema
Zusammenfassung
Inhaltsangabe zu Was zum Tode führt
Skelettteile, die ein Hund im Bamberger Hauptsmoorwald aufspürt, zwingen Kriminalhauptkommissar Alfred Meister und sein Team zu Ermittlungen, die in die düstersten Winkel der DDR-Geschichte führen. Während Alfred mit privaten Turbulenzen kämpft und seine taffe Kollegin Dominique emotional ins Schleudern gerät, tauchen widersprüchliche Hinweise auf. Ist der Tote ein vor Jahren als vermisst gemeldeter Mann aus Thüringen? Doch warum wird dessen DNA in den Polizeiakten einem Obdachlosen aus Franken zugeschrieben? Nach und nach offenbart sich ein deutsch-deutsches Familiendrama. »Was zum Tode führt« stellt die Geschichte des Mordopfers in den Mittelpunkt und fragt: Hätte das Opfer mit seiner schwierigen Biografie nicht auch Täter werden können? Was in der DDR hinter Mauern und Stacheldraht in den Jugendwerkhöfen passierte, ist noch nicht umfassend aufgedeckt worden und im Westen der Republik so gut wie unbekannt.
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Bewertungen
Was zum Tode führt wurde insgesamt 2 mal bewertet. Die durchschnittliche Bewertung liegt bei 3,8 Sternen.
Meinungen
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Wieder schreibt Nicole Eick über ein den wenigsten bewusstes Thema
Rezensionen zum Buch
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Rezension zu Was zum Tode führt
- PMelittaM
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19. Juni 2026 um 19:35
Im Bamberger Hauptsmoorwald wird ein Skelett gefunden. Zuerst muss die Identität festgestellt werden, bevor man ermitteln kann, wie es zum Tod kam. Auf Kriminalhauptkommissar Alfred Meister und sein Team wartet keine leichte Aufgabe.Weiterlesen
Es handelt sich hier um den dritten Band einer Reihe, für mich war es allerdings der erste Band, den ich gelesen habe. Das Setting spricht mich als gebürtige Bambergerin natürlich sofort an und im Laufe der Handlung gibt es auch einiges Lokalkolorit. Tatsächlich ergeben sich aber auch Verknüpfungen in die ehemalige DDR, und zwar eher ungute, man erfährt einiges über deren dunkle Seiten, Dinge, die sicher nicht jedem bekannt sind, und die auch mich betroffen gemacht haben.
In der Regel macht es mir wenig aus, mitten in eine Reihe zu springen, auch hier fand ich mich bald zurecht. Allerdings hatte ich ein bisschen Probleme mit dem Ermittlungsteam, keine:r von ihnen kam mir wirklich nahe. Alfred Meister zeigt zudem einen Charakterzug, der ihn mir nicht gerade sympathisch machte. Das fand ich ein bisschen schade, den ich fühle gerne mit den Protagonist:innen, und hier wurde mir das, zumindest bei diesem Team, eher verwehrt.
Dafür gab es einen anderen Erzählstrang, betitelt mit „Die Familie“, der mich mehr berührte. Man fragt sich beim Lesen schnell, was es mit dieser Familie auf sich haben könnte. Die Familie hat eine ganze Reihe von Problemen.
Am berührendsten aber fand ich das Tagebuch des Opfers. Was diese Person bis zu ihrem Ende erleben musste, hat mich regelrecht mitgenommen, zudem hat der Inhalt des Tagebuchs nicht nur die Ermittlungen sondern auch meine Überlegungen zum Hintergrund weiter vorangebracht.
Die Auflösung hatte ich schon ein bisschen vorausgeahnt, und ich kann sie auch nachvollziehen, dennoch hätte ich mir eine andere erhofft. Am Ende passt sie aber zur Geschichte, ein paar Dinge kamen mir aber nicht ganz logisch vor..
Der Roman lässt mich ein bisschen zwiegespalten zurück. Die Geschichte hat mich schon auf ihre Art fesseln können, ich hätte mir aber gewünscht, den Ermittler.innen nähergekommen zu sein, in anderen Kriminalromanen oder -reihen spüre ich da meist mehr Verbindung. Ich finde es auch wichtig, Geschichten die solch traurige Vergangenheiten betreffen, zu erzählen, solche Dinge sollten nicht in Vergessenheit geraten, zumal sie viel zu viele Menschen betroffen haben beziehungsweise noch betreffen. Trotzdem hat mich der Roman nicht ganz so erreichen können, wie ich es mir gewünscht hätte. -
Rezension zu Was zum Tode führt
- carola1475
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9. Juni 2026 um 15:21
Fesselnd und bewegendWeiterlesen
Auch im dritten Kriminalroman um die Bamberger Kommissare Alfred Meister und Dominique Brodbecker schreibt Nicole Eick über ein im öffentlichen Bewusstsein kaum vorhandenes und wenig beachtetes Thema.
Als skelettierte Überreste eines Menschen im abgelegenen Hauptsmoorwald gefunden werden, führen Ermittlungen zu einem Mann aus Thüringen, der vor zwei Jahren vorübergehend als vermisst gemeldet worden war. Die Geschichte dieses Mannes, Maik Frieling, der nach 50 Jahren seine Familie wiedergefunden hatte, erfahren wir durch Tagebucheinträge, in denen er seine erschütternden Erlebnisse in Jugendwerkhöfen der DDR schildert. Die Beschreibungen sind so drastisch und anschaulich, dass ich wiederholt eine Lesepause einlegen musste.
Sehr gut recherchiert beschreibt die Autorin nicht nur die grausamen Vorgänge in den Jugendwerkhöfen, sondern auch das menschenverachtende Vorgehen der DDR-Behörden gegenüber ihren Bürgern, was zu lebenslangen Traumata führte, am Beispiel von Maiks Familie wird das sehr deutlich. Auch deren glaubhafte Emotionen haben mich sehr berührt.
Nicole Eick schreibt klar und angenehm zu lesen, auf Seiten der Ermittler gibt es durchaus humorvoll Szenen und Dialoge, wobei Alfred und ebenso Dominique im Moment eine psychisch schwierige Phase durchleben. Die Ermittler wie auch andere Charaktere sind realitätsnahe und glaubwürdige Figuren, die mühsamen Ermittlungen und ihre lange unbefriedigenden Erkenntnisse werden realistisch dargestellt. Die Atmosphäre ist eindringlich und bedrückend, da häufig aus Opferperspektive erzählt wird.
Wieder ist der Autorin ein fesselnder, tiefgründiger und bewegender Kriminalroman mit authentischen Charakteren gelungen, den ich besonders Lesern mit Interesse an deutscher Zeitgeschichte empfehlen kann.
Ausgaben von Was zum Tode führt
Update: 19. Juni 2026 um 19:35



