Ein ganz normales Wunder

Buch von Woody Brown, Stephan Kleiner

Cover zum Buch Ein ganz normales Wunder

Titel: Ein ganz normales Wunder

, (Übersetzer)

4,5 von 5 Sternen bei 4 Bewertungen

Verlag: Kiepenheuer&Witsch

Format: Gebundene Ausgabe

Seitenzahl: 224

ISBN: 9783462016482

Termin: Neuerscheinung September 2026

Aktion

Zusammenfassung

Inhaltsangabe zu Ein ganz normales Wunder

Dieser Roman ist eine Sensation! Woody Brown schrieb Geschichte als erster nicht-sprechender autistischer Absolvent der University of California. Sein Roman ist ein literarisches Ereignis. Und ein großes Geschenk. In einer Tagesstätte für Menschen mit Behinderung begegnen sich Schicksale, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Da ist Carlos, der Pfleger mit dem unerschütterlichen Optimismus, und der junge Tom, der sich wortlos nach einer Liebe verzehrt, die unerreichbar scheint. Und da ist Walter, der nach einem schweren Schicksalsschlag versucht, die Scherben seines Lebens wieder zusammenzusetzen. In der flirrenden Hitze Kaliforniens entfaltet sich eine Geschichte über die unsichtbaren Bande zwischen uns. Woody Brown schreibt mit einer solch feinsinnigen Beobachtungsgabe und einer Prise trockenem Humor über das Menschsein, dass man sich beim Lesen nicht nur in die Charaktere verliebt, sondern auch in das Leben selbst.
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Bewertungen

Ein ganz normales Wunder wurde insgesamt 4 mal bewertet. Die durchschnittliche Bewertung liegt bei 4,5 Sternen.

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Rezensionen zum Buch

  • Rezension zu Ein ganz normales Wunder

    • 2. September 2026 um 08:16
    Klappentext/Verlagstext
    In einer Tagesstätte für Menschen mit Behinderung begegnen sich Schicksale, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Da ist Carlos, der Pfleger mit dem unerschütterlichen Optimismus, und der junge Tom, der sich wortlos nach einer Liebe verzehrt, die unerreichbar scheint. Und da ist Walter, der nach einem schweren Schicksalsschlag versucht, die Scherben seines Lebens wieder zusammenzusetzen.
    In der flirrenden Hitze Kaliforniens entfaltet sich eine Geschichte über die unsichtbaren Bande zwischen uns. Woody Brown schreibt mit einer solch feinsinnigen Beobachtungsgabe und einer Prise trockenem Humor über das Menschsein, dass man sich beim Lesen nicht nur in die Charaktere verliebt, sondern auch in das Leben selbst.
    Der Autor
    Woody Brown schrieb Geschichte als erster nicht-sprechender autistischer Absolvent der UCLA, wo er zudem mit Summa cum laude für sein Schreiben ausgezeichnet wurde. Seinen Master of Fine Arts im Bereich Creative Writing schloss er 2024 an der renommierten Columbia University ab. Er lebt in Los Angeles.
    Inhalt
    Walters Eltern hatten sich damit abgefunden, dass ihr Sohn aufgrund seiner Autismus-Störung nicht sprechen würde, und waren überzeugt, dass „Nichtsprechen“ keine geistige Behinderung ist. Durch einen Zufall erfahren sie bereits früh vom Buchstabieren als unterstützte Kommunikation. Walter lernt daher schon mit 3 Jahren, eine Buchstabiertafel zu benutzen. Durch den frühen Tod des Vaters ist Walters Mutter gezwungen, wieder ganztags berufstätig zu sein. Weil ihr Sohn nicht allein bleiben darf, muss er mit Anfang 20 in der Tagespflege-Einrichtung für junge Erwachsene „Upward Bound“ betreut werden. Über seine Beobachtungen erzählt „Walter“ in diesem Buch. Er beobachtet die Beziehung zwischen Betreuten und Betreuern mit großem Feingefühl und Sinn für die Widersprüche der Einrichtung. Dave, der Leiter, kommt aus der Verwaltungs-Laufbahn, ihm sind Regeln und Vorschriften wichtig, um die Betreuten ruhigzustellen und keinesfalls öffentliches Aufsehen zu erregen. Walter stellt treffend fest, dass die Betreuer eine ruhige Kugel schieben und die Betreuten sich tödlich langweilen. Niemand wird sich hier weiter entwickeln und selbst das Bedürfnis nach dem vertrauten Plüschtier oder Übergangsobjekt muss hinter Daves Sicherheitsbedürfnis zurückstehen. Tonangebend im pädagogischen Bereich ist Carlos, Bruder der Verwaltungsangestellten Mariana, frisch aus dem Gefängnis entlassen, der weder Ausbildung noch Einarbeitung in der Betreuung Behinderter hat. Die weiteren Mitarbeiter sind Studenten zwischen Schule und Studium, wie Ann, die verblüfft feststellt, wie viel sie als Schwimmerin mit Rettungsschein in einer Tagestätte samt Schwimmbecken bewirken kann.
    Walter konzentriert sich in seinem moasaikartigen Soziogramm einer Betreuungseinrichtung auf die Betreuer. Über die Betreuten hat er weniger zu erzählen, vermutlich weil Dave entschieden beharrt, Diagnosen, persönliche Details und besonders Fotos absolut vertraulich zu behandeln. Die Betreuten wissen vermutlich nicht mehr übereinander, als sie beobachten. Wie Ann oder die Supermarkt-Kassieren Avery die Dinge wahrnehmen, ist zwar feinfühlig beobachtet, aber die Sicht der Betreuten hätte mich stärker interessiert.
    Fazit
    Die Aufbewahrungsmentalität der Tagesstätte, in der niemand selbstständig werden darf und das Betreuungspersonal angelernt wirkt wie eine Bedienung im Diner, ist schwer zu ertragen. Man sollte jedoch die in den USA gespaltene Einstellung zu Autismus berücksichtigen.
    Um sich in eine Behinderung einzufühlen, die ein selbstständiges Leben unmöglich scheinen lässt, vollzieht Woody Brown für seine Leser:innen einen entscheidenden Schritt. Nichtsprecher oder Figuren mit Mutismus sind (zumindest in der deutschen Literatur) bisher rar, wie Walter treffend feststellt. In Romanen kommt jemand wie er jedenfalls nicht vor – und sein Vorbild Temple Grandin verfasst nur Sachbücher.
    Deutschland liest ein Buch? (Bonusmaterial für Buchclubs/Literaturgruppen)
    Als Lektüre für Lesekreise und verwandte Aktionen empfehle ich das Buch bedingt; multiperspektivisch und zwischen Zeitebenen springend wird es nicht alle Teilnehmer:innen begeistern.
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Ausgaben von Ein ganz normales Wunder

Hardcover

Cover zum Buch Ein ganz normales Wunder

Seitenzahl: 224

E-Book

Cover zum Buch Ein ganz normales Wunder

Seitenzahl: 186

Besitzer des Buches 5

Update: 2. September 2026 um 08:16