Sie wollen uns erzählen
Buch von Birgit Birnbacher
Titel: Sie wollen uns erzählen
Birgit Birnbacher (Autor)
Verlag: Paul Zsolnay Verlag
Format: Gebundene Ausgabe
Seitenzahl: 224
ISBN: 9783552075214
Termin: Neuerscheinung März 2026
Aktion
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Kurzmeinung
Floxine schrecklicher Schreibstil, der ein Weiterlesen ab der Hälfte unmöglich machte, bis dahin auch nur Geplänkel -
Kurzmeinung
easymarkt3 Ein kompliziertes Zusammenleben schreit nach mehr Toleranz.
Zusammenfassung
Inhaltsangabe zu Sie wollen uns erzählen
Nach »Wovon wir leben« erzählt Bachmannpreisträgerin Birgit Birnbacher in ihrem neuen Roman sensibel und literarisch vom Umgang mit Neurodivergenz Oz ist anders, er hat ADHS und tut sich schwer in der Schule, aber diesmal ist ihm etwas wirklich Blödes passiert. Auf dem Heimweg wünscht er sich deshalb zumindest eine kleine Katastrophe, die seine Mutter von dem Brief der Lehrerin, den er ihr geben muss, ablenken würde. Als Oz nach Hause kommt, ist Ann – auch sie ausgestattet mit einem flirrenden Nervenkostüm – nicht wie vermutet in Zeugnis-Feierlaune, sondern es ist tatsächlich etwas passiert. Die Zilly-Oma, die in den Bergen lebt, ist weg … Intensiv; humorvoll und mit großer Empathie erzählt Birgit Birnbacher von der Liebe einer Mutter, die mit sich und gegen andere kämpft, um ihr Kind gegen die Zuschreibungen von außen zu verteidigen – und sei es letztlich mit dem Erzählen selbst. Ein Roman über die Chancen, die der Wildwuchs im Denken eröffnet. Haben die, die sich nicht anpassen können, unserer überreizten Natur und Umwelt womöglich tatsächlich etwas entgegenzusetzen? »Birgit Birnbacher beherrscht sie noch, diese älteste und edelste Kunst: das lebendige Erzählen als seelenrettende Maßnahme.« Clemens J. Setz
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Bewertungen
Sie wollen uns erzählen wurde insgesamt 5 mal bewertet. Die durchschnittliche Bewertung liegt bei 3,6 Sternen.
Meinungen
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schrecklicher Schreibstil, der ein Weiterlesen ab der Hälfte unmöglich machte, bis dahin auch nur Geplänkel -
Ein kompliziertes Zusammenleben schreit nach mehr Toleranz.
Rezensionen zum Buch
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Rezension zu Sie wollen uns erzählen
- Floxine
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21. Juli 2026 um 16:24
Leider komplett gescheitert – nach der Hälfte abgebrochenWeiterlesen
Ich hatte mich wirklich auf dieses Buch gefreut, gerade weil das Thema ADHS mich persönlich betrifft – sowohl ich selbst als auch meine Kinder sind betroffen. Umso enttäuschender war für mich die Umsetzung.
Der Schreibstil ist für mich schlichtweg furchtbar. Er wirkt abgehakt, konfus und wirr, ohne roten Faden, an dem man sich als Leser festhalten kann. Der Lesefluss wird ständig unterbrochen, man muss sich durch die Sätze quälen, statt in die Geschichte einzutauchen. Anstatt dass mich die Erzählweise näher an die Themen ADHS und Familie heranführt, hat sie mich komplett auf Distanz gehalten.
Ich habe es wirklich nicht bei einem Versuch belassen: Über vier Wochen hinweg habe ich das Buch immer wieder zur Hand genommen, in der Hoffnung, doch noch einen Zugang zu finden. Aber es blieb einfach nur anstrengend und langweilig. Nach der Hälfte habe ich schließlich aufgegeben – etwas, das bei mir nur sehr selten vorkommt.
Gerade weil mir das Thema so am Herzen liegt, tut es mir leid, dass ich dem Buch rein gar nichts abgewinnen konnte. Für mich war es keine Bereicherung, sondern nur eine mühsame, frustrierende Leseerfahrung ohne jeden Lesegenuss.
Fazit: Ein wichtiges Thema, komplett verschenkt durch einen für mich unleserlichen Schreibstil. Kann ich leider nicht weiterempfehlen – daher nur -
Rezension zu Sie wollen uns erzählen
- buchregal
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26. März 2026 um 12:30
Ozzy ist neun Jahre alt und anders als andere Kinder. Er hat ADHS und daher läuft es in der Schule nicht so glatt. Nun hat er einen Brief der Lehrerin für seine Mutter in der Tasche, denn es ist etwas passiert. Oz hofft, das irgendetwas geschieht, das seine Mutter Ann ablenkt. Als er nach Hause kommt, ist wirklich etwas eingetroffen. Seine Oma Zilly ist weg.Weiterlesen
Die Autorin Birgit Birnbach erzählt diese Geschichte sehr einfühlsam, aber auch so sprunghaft, wie sich Oz und seine Mutter verhalten. Das macht es authentisch, aber auch nicht ganz leicht beim Lesen. Man muss schon konzentriert bleiben.
Ann liebt ihren Sohn und kann sich in ihn einfühlen, da auch sie betroffen ist. Aber das macht es trotzdem nicht leicht für sie, zumal sie alleinerziehend ist. Sie bekommt das Leben der beiden nur schwer geregelt. Als Ann Kind war, wurden sie und ihre Schwester Nell in dem kleinen Dorf als sonderbar betrachtet. Immer wieder eckte Ann an, doch irgendwann hat sie ihren Weg gefunden, auch wenn sie immer noch mit ihren Problemen kämpft. Oft explodiert sie und Oz weiß damit nicht so recht umzugehen und nun muss er seiner Mutter von dem Schlimmen berichten, was in der Schule passiert.
Es ist schwer, wenn die Menschen auf das Anderssein mit Unverständnis reagieren und wenn das Leben immer wieder chaotisch verläuft. Ann versucht ihren Sohn zu schützen, doch sie ist auch total überfordert. Ich konnte gut mit den beiden mitfühlen.
Mit hat dieser einfühlsam erzählte Roman gut gefallen. -
Rezension zu Sie wollen uns erzählen
- easymarkt3
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20. März 2026 um 08:35
Ein kompliziertes Zusammenleben schreit nach mehr Toleranz.Weiterlesen
Wichtige gesellschaftspolitische Themen werden im Roman angerissen: Wie mag das Zusammenleben bei Personen mit Neurodivergenz aussehen? Welche Reibungspunkte könnten im sozialen Miteinander mit ADHS auftreten? Wie geht die Gesellschaft mit Demenz um? Warum verändert sich das Wetter zu häufigeren Extremen?
Im Mittelpunkt stehen Mutter Ann Haag und ihr Sohn Oswald, hier Oz oder Ozzy. Im Grunde sind beide mit dieser angeborenen Funktionsweise ihres Gehirns innerhalb der Familie, aber auch im schulischen und beruflichen Bereich überfordert. Die sie tangierenden Schwierigkeiten, hier Vorurteile und Erwartungen der Außenwelt und dort die eigene, teils chaotische Gefühlswelt voller Überforderungen, wird im österreichisch gefärbten Schreibstil gut übermittelt. Wie Ann zwischen ihrer unsicheren Berufstätigkeit und gescheiterten Ehe, beider Therapien und Terminen, dennoch ihrem Sohn Normalität, das Gefühl von Sicherheit und Liebe vermittelt, ist besonders in der Unwetterszenerie mit Katastrophenalarm zugespitzt beschrieben. Zusätzlich geht es auch um die ehrlichen Bedürfnisse der dementen, krebskranken Mutter. Auch die jüngere Schwester könnte in ihrem besonderen Lebensstil von Familie und der Gesellschaft mehr Toleranz vertragen.
Insgesamt kommt viel gesellschaftliches Chaos mit überforderten Individuen zusammen, was sicherlich zum Nachdenken anregt. -
Rezension zu Sie wollen uns erzählen
- Buchdoktor
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19. März 2026 um 09:48
Klappentext/VerlagstextWeiterlesen
Oz ist anders, er hat ADHS und tut sich schwer in der Schule, aber diesmal ist ihm etwas wirklich Blödes passiert. Auf dem Heimweg wünscht er sich deshalb zumindest eine kleine Katastrophe, die seine Mutter von dem Brief der Lehrerin, den er ihr geben muss, ablenken würde.
Als Oz nach Hause kommt, ist Ann – auch sie ausgestattet mit einem flirrenden Nervenkostüm – nicht wie vermutet in Zeugnis-Feierlaune, sondern es ist tatsächlich etwas passiert. Die Zilly-Oma, die in den Bergen lebt, ist weg …
Intensiv, humorvoll und mit großer Empathie erzählt Birgit Birnbacher von der Liebe einer Mutter, die mit sich und gegen andere kämpft, um ihr Kind gegen die Zuschreibungen von außen zu verteidigen – und sei es letztlich mit dem Erzählen selbst.
Ein Roman über die Chancen, die der Wildwuchs im Denken eröffnet. Haben die, die sich nicht anpassen können, unserer überreizten Natur und Umwelt womöglich tatsächlich etwas entgegenzusetzen?
Die Autorin
Birgit Birnbacher, geboren 1985, lebt als Schriftstellerin in Salzburg. Ihr Debütroman »Wir ohne Wal« (2016) wurde mit dem Literaturpreis der Jürgen-Ponto-Stiftung ausgezeichnet, darüber hinaus erhielt sie zahlreiche Preise und 2019 den Ingeborg-Bachmann-Preis. Bei Zsolnay erschienen zuletzt die Romane »Ich an meiner Seite« (2020) und »Wovon wir leben« (2023).
Inhalt
Oz erhält am letzten Schultag vor den Ferien das Zeugnis, das über seine Schullaufbahn entscheiden wird und darüber, ober er mit seiner noch nicht endgültig getesteten ADHS überhaupt „beschulbar“ ist. Außerdem muss er einen Brief seiner Lehrerein Carina an seine Mutter Ann unterschreiben lassen. Weil Ann wie ihr Sohn neurodivergent ist, muss Oz ihr das unaussprechliche Ereignis so rücksichtsvoll beibringen, dass sie nicht ausflippt und weiter an ihrem Auftrag arbeiten kann, mit dem sie als Soziologin den Lebensunterhalt verdient. Wenn Oz Test abgeschlossen ist, bestätigt das zugleich Anns neurologische Abweichung. Ihr fällt es sichtlich schwer, der Leuchtturm im Meeer zu sein, der im Sturm dem kleinen Boot „Oz“ den Weg weist. Die Situation von Mutter und Sohn wirkt zunächst alltäglich. Auch Birgit Birnbacher bringt ihren Leser:innen die nüchternen Fakten in kleinen Portionen bei. Anns ADHS hat offenbar zum Ende ihrer Ehe mit Christian geführt, der lange versuchte, sie zu formen, zur Einnahme von Medikamenten zu überreden. Gemeinsam hatten sie ihre Luftschlösser gepflegt, von dem einen anderen Medikament, der anderen Therapie, alternativer Ernährung und dem Ende der Schulpflicht für Oz. Mutter und Sohn sind in Therapie; Ann soll an ihrer Impulskontrolle arbeiten und Oz wünscht sich eine Therapeutin, die bitte etwas schneller sprechen würde. Dass alles schnell gehen muss und es ihnen nie fad werden darf, vereint Mutter und Sohn.
Der Anruf aus dem Krankhaus, Anns bereits für eine Operation vorbereitete Mutter Zäzilie wäre verschwunden, bricht in das labile Gleichgewicht zwischen Ann und Oz ein. Während Ann sich um Zäzilie kümmern würde, muss jemand noch heute Oz in sein Feriencamp fahren – und das kann nur ihre Schwester Nell sein. Ann und Nell waren als Kinder als die „wilden Mädchen“ berüchtigt. Getestet wurde damals nichts, denn ihr Vater fand, wenn in der Region zwei psychiatrische Kliniken sind, weiß man, was eine psychische Krankheit ist, und hält sich nicht mit wilden Töchtern auf. Die abenteuerliche Begegnung zwischen Ann, Oz, Zäzilie und ihrem „Leipziger“, sowie Nell und ihrer Landkommune im Waldviertel fordert nicht nur die Beteiligten heraus, auch Birnbachers Leser:innen müssen ihr Urteil über die Figuren neu einnorden.
Fazit
Oz in seinem Bemühen, Ann stets vor Stress zu bewahren, indem er ihr alles „richtig“ erzählt, hat mich sehr berührt. Durch einige österreichische Wörter im Text konnte ich mich so gut in seine leichte Ablenkbarkeit versetzen. Nein, ich wollte jetzt nicht nachschlagen, was ein Hausbesorger ist oder ein Wettex, konnte das nicht bitte aufhören, damit ich mich endlich in Anns und Oz ADHS hineindenken konnte! Wer Tierleid schwer erträgt, sollte nicht zu diesem Buch greifen. Wer sich jedoch für den Punkt im Leben interessiert, an dem in einer Krise keine Rücksicht auf Empfindlichkeiten genommen werden kann und irgendwer die Verantwortung übernehmen muss, dem sei „Sie wollen uns erzählen“ wärmstens empfohlen.
Ausgaben von Sie wollen uns erzählen
Besitzer des Buches 2
Update: 21. Juli 2026 um 16:24



