Mit einem Fuß im Paradies: Düstere Spannung, literarisch erzählt, voller Geheimnisse, Konflikte & St
Buch von Ron Rash
Titel: Mit einem Fuß im Paradies: Düstere Sp...
Ron Rash (Autor)
Verlag: Ars Vivendi
Format: Gebundene Ausgabe
Seitenzahl: 250
ISBN: 9783747207666
Termin: Neuerscheinung Mai 2026
Aktion
Zusammenfassung
Inhaltsangabe zu Mit einem Fuß im Paradies: Düstere Spannung, literarisch erzählt, voller Geheimnisse, Konflikte & St
»Einer der besten lebenden englischsprachigen Autoren.« Richard Russo South Carolina , Anfang der 1950er-Jahre. Sheriff Will Alexander weiß, dass der im ganzen Tal bekannte Schläger und Störenfried Holland Winchester ermordet worden ist – sein Problem ist nur, dass er trotz intensiver Suche auf den von Dürre geplagten Feldern weder eine Leiche noch hilfreiche Zeugen finden kann. Mit präziser und zugleich geradezu urwüchsiger Sprache erzählt Ron Rash aus vier verschiedenen Perspektiven das Drama eines Ortes und von den Konflikten einer alteingesessenen Gemeinschaft …
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Bewertungen
Mit einem Fuß im Paradies: Düstere Spannung, literarisch erzählt, voller Geheimnisse, Konflikte & St wurde bisher einmal bewertet.
Rezensionen zum Buch
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Rezension zu Mit einem Fuß im Paradies: Düstere Spannung, literarisch erzählt, voller Geheimnisse, Konflikte & St
- Buchdoktor
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3. Mai 2026 um 10:54
Klappentext/VerlagstextWeiterlesen
South Carolina, Anfang der 1950er-Jahre. Sheriff Will Alexander weiß, dass der im ganzen Tal bekannte Schläger und Störenfried Holland Winchester ermordet worden ist – sein Problem ist nur, dass er trotz intensiver Suche auf den von Dürre geplagten Feldern weder eine Leiche noch hilfreiche Zeugen finden kann. Mit präziser und zugleich geradezu urwüchsiger Sprache erzählt Ron Rash aus fünf verschiedenen Perspektiven das Drama eines Ortes und von den Konflikten einer alteingesessenen Gemeinschaft …
Der Autor
RON RASH, geboren 1953, ist Schriftsteller und Lyriker und veröffentlichte zahlreiche Romane und Short Storys. Er gilt als einer der bedeutendsten amerikanischen Gegenwartsautoren und unterrichtet an der Western Carolina University. 2024 erschien sein Roman "Der Friedhofswärter" bei ars vivendi.
Inhalt
Sheriff Will Alexander hat gerade andere Sorgen als eine Vermisstenmeldung, als Anfang der 1950er das Jocasee-Tal in South Carolina vor seiner Flutung geräumt werden muss und damit die Arbeit von Generationen von Bauern zunichte gemacht wird. Will stammt von der ersten Generation schottischer Einwanderer ab, die hier unter Cherokee siedelten. Seine Familie zählte sich zu den Erfolgreichen, weil sie ihr Land gekauft hatten und nicht mehr als Pächter arbeiten. Sein Vater und sein Bruder arbeiten bis heute als Farmer.
Als Holland Winchester nicht nachhause kommt, ist dessen Mutter überzeugt, er wäre tot, sie hätte den Schuss gehört und wüsste, wer geschossen hat. Statt die Umsiedlung zu organisieren muss Will nun einen Suchtrupp sammeln; denn ohne Leiche keine Anklage. Der verdächtige Billy Holcombe ist ein entfernter Cousin des Sheriffs und direkter Nachbar des Schlägertyps Holland. Dass Billy als Kind als einziger im Dorf an Polio erkrankte, wird in der Gemeinde als Bestätigung gesehen, dass manche Familien jedes Unglück anziehen und eben zwangsläufig von Blitz, Hagel, Schädlingen und Viehkrankheiten heimgesucht werden. Der Sheriff ist Veteran des Korea-Kriegs (1950-53), verheiratet mit der Tochter des Dorfarztes und kinderlos. Er zählt sich zu einer Männergeneration, die in Korea Auge in Auge mit „dem Feind“ aus Pflichterfüllung getötet hat und sich in alte Kameraden einfühlen kann. Als junger Mann wollte Will mit einem Sportstipendium studieren, das jedoch gekündigt wurde, als er sich beim Football eine Sportverletzung zuzog. Dass seine Tätigkeit als Sheriff in seinem Heimatort eher eine Notlösung ist, könnte man daraus schließen, dass Will intensiv über die Geschichte seiner Vorfahren in dieser Region forscht.
Erzählt werden die Ereignisse der 1950er in Ron Rashs Roman-Erstling aus der Ichperspektive von Will Alexander, dem Verdächtigen Billy, seiner Frau Amy, ihrem Sohn und dem stellvertretenden Sheriff. Die Handlung verläuft vom Verschwinden Hollands, zur Vorgeschichte der Männer und ihrer Familien bis in die Gegenwart, in der sie von ihrem Land, ihrem Wald und dem Fluss ihrer Kindheit Abschied nehmen müssen. In Will Alexanders Ermittlungen zu Hollands Verschwinden treffen nicht nur zwei ebenbürtige Gegner aufeinander, die fähig sind, in Pflichterfüllung zu töten, beide Paare sind betroffen von unerfülltem Kinderwunsch (Holcombe) und glückloser Schwangerschaft (Alexander). Ein besonders tragisches Schicksal dort, wo es als Gottes Strafe angesehen wurde.
Für die Zeit der Handlung in den 1950ern blickt Ron Rash ungewöhnlich tief in die Psyche der beiden betroffenen Männer. Das Schicksal beider Paare wird ausgiebig betratscht, wie zu erwarten war. Allein Amy Holcombe erhält jedoch Unterstützung durch die Hebamme und Kräuterkundlerin „Witwe“ Geldower. Ungeplant kinderlosen Männern bleibt dort in den Appalachen nur, brav die Tees trinken, die ihre Frauen von der „Witwe“ erhalten. Wir befinden uns in einem Land, in dem das gesetzliche Verbot einiger Staaten erst 1971 endgültig abgeschafft wurde, Informationen über die weibliche Fruchtbarkeit per Post zu versenden. Wer offiziell nichts über Schwangerschaften wissen durfte, war auf Hexen wie die „Witwe“ angewiesen, die wiederum aus der Gemeinschaft ausgeschlossen lebte.
Fazit
Durch die gegensätzlichen Tonlagen der Erzählerstimmen wirkt „Mit einem Fuß im Paradies“ für die prüden 50er Jahre als Zeit der Handlung ungewöhnlich offen, lebendig und detailreich. Sich aus der Gegenwart heraus in die Emotionen einer um 1920 geborenen Männergeneration (der von Rashs Vater) und deren vergeblichen Kinderwunsch zu versetzen, finde ich gewagt, das Wagnis jedoch umso berührender. In der aktuellen Literatur besteht für die Teilhabe aus männlicher Sicht durchaus Gleichstellungsbedarf.
Ausgaben von Mit einem Fuß im Paradies: Düstere Spannung, literarisch erzählt, voller Geheimnisse, Konflikte & St
Besitzer des Buches 1
Update: 3. Mai 2026 um 10:55



