Shella

Buch von Andrew Vachss, Georg Schmidt

Bewertungen

Shella wurde insgesamt 3 mal bewertet. Die durchschnittliche Bewertung liegt bei 4 Sternen.

(1)
(1)
(1)
(0)
(0)

Rezensionen zum Buch

  • Rezension zu Shella

    Inhalt:
    In Seattle sind John und Shella einander über den Weg gelaufen, haben sich erkannt wie Hunde in der Nacht. Fortan ziehen sie gemeinsam durchs Land. Shella, die Stripperin, schleppt Freier zum Fleddern an und im rechten Augenblick taucht John auf, der Killer, der ohne Waffen arbeitet, und nimmt den Typen das Geld ab. Bis Tampa, Florida, läuft alles bestens. Doch dann gerät Shella an diesen Freak, einen Frauenmörder. Diesmal muß John töten, um Shella zu schützen. John landet im Knast. Nach drei Jahren macht er sich auf die Suche nach ihr. Shella ist verschwunden, abgetaucht irgendwo in der Halbwelt der Bars und Spelunken. Um sie zu finden, braucht John Hilfe. Der Preis für diese Hilfe ist der gefährlichste Job, den er jemals erledigt hat.
    ———
    Andrew Vachss
    Andrew Vachss arbeitet hauptsächlich als Rechtsanwalt, der ausschließlich Kinder und Jugendliche vertritt. Vormals war er Bundesermittler für Geschlechtskrankheiten, arbeitete als Gewerkschaftsorgansiator sowie und war tätig sowohl als Sozialarbeiter als auch Leiter eines Gefängnisses für gewalttägige Jugendliche.
    Das Krimi-Schreiben ist für ihn gleich doppeltes Mittel zum (guten) Zweck:
    »Es gibt keine Grenze zwischen meinem Schreiben und dem, was ich tue. Mein Ziel ist das eines Journalisten. Ich versuche einfach, eine größere Zuhörerschaft zu bekommen, als ich in einem Gerichtssaal bekommen könnte, und das hat funktioniert«
    Außerdem finanzieren seine Romane, Erzählungen und Comis seinen »Kreuzzug« gegen die Misshandlung von Kindern.
    Andrew Vachss wurde 1989 mit dem Deutschen Krimipreis für »Kata« ausgezeichnet.
    (Q: Krimi-Coche.de)
    deutsche Homepage
    ———
    Shella ist ein Geschichte über die verzweifelte Suche eines Mannes nach einer Frau, aber nicht einfach nur nach einer Frau, sondern nach einer ganz besonderen. Man könnte schon fast sagen, dass es sich hierbei um eine Liebesgeschichte handelt.
    Das Buch teilt sich in drei große Teile auf.
    -Im ersten Teil wird dem Leser der (Anti)Held der Geschichte als Ghost vorgestellt und wenn er einem auch etwas schlaksig und teilweise zurückgeblieben vorkommt, so war er mir zumindest wahnsinnig schnell sympathisch. Er macht den Eindruck als könnte er nicht wirklich viel in der Welt bewegen, aber er macht sich eben diese Unscheinbarkeit zu nutze und ist wesentlich gefährlicher als es vermuten lässt. Am laufenden Band gibt es nackte Haut, Gewalt und gebrochene Knochen.
    -Der zweite Teil der Geschichte zieht sich dann etwas hin. In diesem Teil werden vor allem die Geschehnisse um eine White-Power-Bewegung behandelt. Es geht um Hass, Rassenkrieg, Nazis, fanatischen Glauben, Homophobie und natürlich gibt es auch wieder Gewalt.
    -Im dritten und letzten Teil wird dann endgültig das Thema Shella und John behandelt und dieses auch zu einem Ende gebracht.
    Die Geschichte um John, alias Ghost, ist sehr einfach geschrieben und ließt sich recht gut. Der erste Teil der Geschichte nimmt sehr schnell Fahrt auf und der Leser wird geradezu angefixt und man muss einfach weiterlesen. Leider war mir der zweite Teil etwas zu lang und zu ausführlich geschrieben. Insbesondere der Teil, der schlussendlich ins White-Power-Lager führt, zieht sich etwas in die Länge. Probleme hatte ich nur ab und an mit den Gesprächen, die mir stellenweise etwas durcheinander vorkamen.
    John macht stellenweise einen etwas abwesenden, zurückgebliebenen Eindruck und an anderer Stelle wieder, scheint man ein kleines Genie vor sich zu haben. Irgendwie kann man den Gedanken an Autismus nicht ganz verdrängen, wenn man im Nachhinein an diesen Protagonisten denkt.
    Die Geschehnisse im Gangstermetier sind glaubhaft in Szene gesetzt. Hier kommt dem Autor mit Sicherheit seine berufliche Erfahrung zugute.
    Das Einzige was mich wirklich wiedermal gestört hat, ist das immer wieder kehrende ‚Yeah‘ als Bejahung. (Kennen Menschen in solchen gesellschaftlichen Schichten denn nur dieses Wort?)
    Fazit:
    Die Geschichte um John und Shella ließt sich flüssig und interessant. Der Autor erschafft eine wunderbar gewalttätige, nach Abschaum, Sex und Hass riechende Atmosphäre. Es ist nichts für zartbesaitete Gemüter und erinnert an einen Gangsterfilm, aber wer mit solch einer Szenerie leben kann und etwas für Antihelden übrig hat, der wird sich mit dieser Geschichte sicherlich anfreunden können und auf den nicht mal 300 Seiten gute Unterhaltung finden.
    Von mir gibt es 4 Sterne für diese Geschichte, wenn ich mich zu Beginn des 2. Teils nicht fast etwas gelangweilt hätte, wäre auch noch der letzte Stern drin gewesen.
    Weiterlesen

Ausgaben von Shella

Taschenbuch

Seitenzahl: 255

Hardcover

Seitenzahl: 292

Shella in anderen Sprachen

Besitzer des Buches 4

Update: