Und sie schenkten ihnen ein Zuhause
Buch von Laura Baldini
Titel: Und sie schenkten ihnen ein Zuhause
Laura Baldini (Autor)
Verlag: Piper
Format: Gebundene Ausgabe
Seitenzahl: 336
ISBN: 9783492072380
Termin: Neuerscheinung April 2026
Aktion
Zusammenfassung
Inhaltsangabe zu Und sie schenkten ihnen ein Zuhause
SPIEGEL-Bestseller-Autorin Laura Baldini erzählt gewohnt einfühlsam von Anna Freud und ihrer unschätzbaren Arbeit für die unschuldigsten Opfer des Krieges: die Kinder. Sie kamen aus der Hölle und fanden endlich Frieden: Die Kriegswaisen in Anna Freuds Kinderhäusern. London; 1987: Als Rose den Nachlass ihrer Mutter sichtet, entdeckt sie, dass diese ein Adoptivkind war. Bei der Recherche nach ihrer Herkunft stößt Rose auf einen Hinweis, der sie zu einem von Anna Freuds Kriegswaisenhäusern führt. Dort betreut 1945 die aus Wien geflüchtete Jüdin Helen sechs Kinder aus Theresienstadt, nicht ahnend, dass sie mit einem kleinen Mädchen schicksalhaft verbunden ist. Erst Jahrzehnte später wird Rose die dramatische Wahrheit herausfinden und erkennen, dass in ihr die Geschichte einer bedingungslosen Freundschaft weiterlebt. Aufwühlend und dennoch hoffnungsvoll: Laura Baldinis exzellent recherchierter Roman über Anna Freuds »War Nurseries« ist die perfekte Lektüre für alle Fans von Susanne Abels Gretchen-Romanen, Geschichten mit wahrem Hintergrund und Tatsachenromanen. Der Zweite Weltkrieg traf viele Unschuldige, aber die Kinder, die nicht verstanden, was ihnen widerfuhr, traf er am härtesten. Anna Freud, Begründerin der Kinderpsychoanalyse, leistete für die traumatisierten Kriegswaisen einen besonders wichtigen Beitrag. In ihren Heimen gab sie Kindern Sicherheit, eine neue Heimat und die Zuversicht, dass es ein Leben ohne Terror geben kann. Ab 1940 wurden mehr als 200 Kinder von Anna Freud und ihren Mitarbeiterinnen betreut und zurück ins Leben begleitet. Entdecken Sie in diesem fesselnden Roman die wahre Geschichte der Kriegswisenhäuser von Sigmund Freuds berühmter Tochter. SPIEGEL-Bestsellerautorin Laura Baldini alias Beate Maly begeistert die Leser:innen immer wieder mit ihren Romanbiografien und historischen Romanen. Neben der Schriftstellerei arbeitet sie als Frühförderin. Sie lebt mit ihren drei Kindern in Wien.
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Bewertungen
Und sie schenkten ihnen ein Zuhause wurde bisher einmal bewertet.
Rezensionen zum Buch
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Rezension zu Und sie schenkten ihnen ein Zuhause
- Bellis-Perennis
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1. September 2026 um 08:39
Anna Freud und ihre War NurseriesDie Wiener Autorin Beate Maly hat unter ihrem Pseudonym Laura Baldini wieder einen gut gelungenen historischen Roman verfasst. Diesmal erzählt sie die Geschichte von Anna Freud und ihren War Nurseries. Geschickt verquickt sie dabei reale Ereignisse und echte Personen vor, während und nach dem Zweiten Weltkrieg. Zudem spannt sie den Bogen in das Jahr 1986 als Rose nach dem Tod ihrer Mutter Claire entdeckt, dass diese adoptiert worden ist. Roses Großmutter hüllt sich beharrlich in Schweigen.Weiterlesen
Doch gemeinsam mit ihrer Freundin, der Buchhändlerin Julia und dem Lehrer Matthew, dessen Familie nun in einem jener Häuser, in denen damals Kriegswaisen untergebracht waren, lebten. Neugierig geworden, tauchen Rose und Matthew in die schier unglaubliche Lebensgeschichte von Claire ein.
Dazu entführt uns die Autorin zunächst in das Wien von 1938 wo Helene Moser, Charlotte Böhm und Lili Schmidt in der von Anna Freud gegründeten Jackson-Kindergruppe am Wiener Rudolfsplatz Kinder betreuen und ihre Verhaltensweisen studieren. Während Helene und Lili gerade noch die Ausreise nach London gelingt (und Lili weiter nach Amerika emigrieren kann), schafft es Lotte nicht, Wien zu verlassen. Sie wird später in das KZ Theresienstadt und anschließend nach Auschwitz gebracht, wo sie ermordet wird.
Helene arbeitet zunächst bei Anna Freuds War Nurseries, jenen Betreuungsstellen, in denen Kinder von berufstätigen Frauen tagsüber und recht bald Kriegswaisen rund um die Uhr betreut werden. Als London bombardiert wird, werden die Kinder in das Umland wie z.B. nach Brighton evakuiert und Helene zieht mit der Kindergruppe aufs Land.
Nach Kriegsende werden rund 300 Kinder, die in den diversen Konzentrationslagern entdeckt worden sind, nach Großbritannien gebracht. Nach wenigen Monaten Aufenthalt, unter anderem in Anna Freuds Institutionen, wird ein Großteil von britischen Familien adoptiert. Eines dieser Kinder ist ein kleines, namenloses Mädchen von ungefähr zwei Jahren, das Helene zur Betreuung übernimmt. Sie nennt das Mädchen Charly, zur Erinnerung an ihre Freundin Charlotte. Am liebst würde sie das Mädchen selbst adoptieren. Doch als unverheiratete Frau, die noch dazu in einer heimlichen Lebensgemeinschaft mit einer anderen Frau lebt, ist ihr eine Adoption verboten. Als auch Charly Adoptiveltern findet, bricht Helene beinahe das Herz.
Meine Meinung:
Wie Beate Maly im Nachwort erzählt, hat sie von den War Nurseries anlässlich einer Vortrags erfahren und intensive Recherchen zu diesem Thema angestellt. Mir ist grundsätzlich das Hilfsprogramm für jüdische Kinder, die aus Nazi-Deutschland und Österreich nach Großbritannien evakuiert und damit gerettet worden sind, bekannt. Dass man Kinder, die das KZ Theresienstadt überlebt haben, ebenfalls nach Großbritannien gebracht hat, wusste ich bislang nicht.
Beate Malys Schreibstil fesselt wie üblich. Erzählt wird die Geschichte aus der Perspektive von Rose (1986), Helene und Lotte (NS-Zeit), wodurch der Spannungsbogen hoch gehalten wird. Die Autorin findet die richtigen Worte, besonders dort, wo das Grauen des KZ-Alltags beschrieben wird.
Da Beate Maly eine fundierte Ausbildung im Bereich der frühkindlichen Pädagogik hat, weiß sie worüber sie schreibt. Anna Freuds Engagement und Lehren werden bis heute leider nicht so gewürdigt, wie das Werk ihres Vaters, Sigmund Freud. Mit Anna Freud werde ich mich in Zukunft noch weiter beschäftigen, versprochen.
Fazit:
Gerne gebe ich diesem historischen Roman, der ein eher unbekanntes Kapitel der Geschichte des Zweiten Weltkriegs behandelt, 5 Sterne und eine Leseempfehlung.
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Besitzer des Buches 4
Update: 1. September 2026 um 08:39




