Bedrohliche Alpilles

Buch von Cay Rademacher

Cover zum Buch Bedrohliche Alpilles

Titel: Bedrohliche Alpilles

4,7 von 5 Sternen bei 8 Bewertungen

93,8% Zufriedenheit

Band 13 der

Verlag: DuMont Buchverlag GmbH & Co. KG

Format: Broschiert

Seitenzahl: 496

ISBN: 9783755800453

Termin: Neuerscheinung Mai 2026

Aktion

Zusammenfassung

Inhaltsangabe zu Bedrohliche Alpilles

Der 13. Fall der SPIEGEL-Bestseller-Reihe Capitaine Roger Blanc ist von Gadet ins benachbarte Salon-de-Provence versetzt worden, wo er ab jetzt vor allem rätselhafte Cold Cases aufklären soll. Sein erster Fall ist ein Mord, der vor sechs Jahren stattgefunden hat: Damals wurde eine Familie in ihrem Auto auf einem entlegenen Parkplatz in den Alpilles nahezu vollständig ausgelöscht. Ebenso starb dort ein Radfahrer, der scheinbar nichts mit den anderen Opfern zu tun hatte. Blanc und seine Kollegen ermitteln in Eyguières und in Aureille, zwei malerischen Kleinstädten, deren Bewohner jedoch dunkle Geheimnisse mit sich herumtragen. Da ist die Freundin eines Opfers, die durch das Verbrechen zu einem Kind und Geld kam. Die alte Bäuerin, die sich betrogen fühlt. Da sind die beiden Rentner, die nicht nur als Touristen in die Provence fahren. Und dann die Toten selbst, die immer mysteriöser werden, je länger die Ermittlungen andauern. Nach und nach entwirren Blanc und seine Kollegen ein Gespinst aus Lügen, Täuschungen und Illusionen. Bis sie erkennen, was sich an dem heißen Sommertag vor sechs Jahren wirklich zugetragen hat. Mord in der Provence – Capitaine Roger Blanc ermittelt: Band 1: Mörderischer Mistral Band 2: Tödliche Camargue Band 3: Brennender Midi Band 4: Gefährliche Côte Bleue Band 5: Dunkles Arles Band 6: Verhängnisvolles Calès Band 7: Verlorenes Vernègues Band 8: Schweigendes Les Baux Band 9: Geheimnisvolle Garrigue Band 10: Stille Sainte-Victoire Band 11: Unheilvolles Lançon Band 12: Rätselhaftes Saint-Rémy Band 13: Bedrohliche Alpilles Alle Bände sind eigenständige Fälle und können unabhängig voneinander gelesen werden.
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Serieninfos zu Bedrohliche Alpilles

Bedrohliche Alpilles ist der 13. Band der Capitaine Roger Blanc Reihe. Diese umfasst 13 Teile und startete im Jahr 2014. Der letzte bzw. neueste Teil der Serie stammt aus dem Jahr 2026.

Über Cay Rademacher

Der deutsche Schriftsteller Cay Rademacher wurde in Flensburg im Jahr 1965 geboren. Nach seinem Schulabschluss lebte er unter anderem in Köln und in Washington, D. C., um dort zu studieren. Mehr zu Cay Rademacher

Bewertungen

Bedrohliche Alpilles wurde insgesamt 8 mal bewertet. Die durchschnittliche Bewertung liegt bei 4,7 Sternen.

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Meinungen

  • Empfehlenswerter Regionalkrimi mit einem verzwickten Fall und Flair.

    Flyspy

Rezensionen zum Buch

  • Rezension zu Bedrohliche Alpilles

    • 18. Juli 2026 um 07:59
    Capitaine Roger Blanc wird zur Abteilung für Cold Cases versetzt. Gleich sein erster Fall ist einer, der damals großes Aufsehen erregt hat: vor sechs Jahren wurde ein Ehepaar in seinem Auto ermordet aufgefunden. Auf dem Rücksitz lag die schwer verletzte Tochter und am Tatort wurde ebenfalls ein Radfahrer erschossen. Auch wenn sich alle Opfer kannte, fehlten Motiv und Tatwaffe und die Ermittlungen verliefen im Nichts.
    Roger Blanc und seine Kollegen ermitteln in einem Fall, in dem viele Fragen offengeblieben sind. Das Mädchen hat die Tat ohne schwerwiegende Folgen überstanden und lebt jetzt bei einer Freundin ihrer Eltern. Die ist ausgerechnet die Witwe des Radfahrers, der ein scheinbar zufälliges Opfer war. Wieso war er an jenem Tag am Tatort, wo er doch seiner Frau sagte, dass er eine ganz andere Strecke fahren wollte?
    Vor Ort war auch ein Ehepaar, aber sie haben sich dem Tatort nicht genähert. Bei der erneuten Befragung wirken sie verdächtig, auch wenn Blanc und seine Kollegen nicht genau sagen können, warum das so ist. Sie verstricken sich immer mehr in Widersprüche, geben aber gleichzeitig einen Hinweis, der die Tote in einem anderen Licht zeigt.
    Für den Mord an dem Ehepaar scheint es kein Motiv zu geben. Auch wenn sie keine Einheimischen waren, waren sie im Ort sehr beliebt. Der Mann hat als Restaurator gearbeitet und seine Frau hat ein Ferienhäuschen vermietet. Die Tochter hat eine ungewöhnliche Begabung für Zahlen. das ist etwas, was die Ermittler nicht nur fasziniert, sondern ihnen auch bei den Ermittlungen hilft. Den einzigen Streit, den sie hatten, war mit einer alten Bäuerin, die sich beim Verkauf eines Grundstücks übervorteilt fühlte.
    Auch wenn Roger Blanc und sein Team neue Spuren finden, die sie mit den alten verbinden können, kommen sie der Lösung keinen Schritt näher. Im Gegenteil: die neuen Spuren werfen nur weitere Fragen auf. Auch wenn ich als Leserin das gesamte Bild sehe, bin ich doch nie schlauer als die Ermittler. Zum Team sind zwei neue Kollegen dazugekommen, die gut dazu passen und mit neuen Ideen frischen Wind ins Team bringen. Das hat mir gefallen, weil die letzten Ermittlungen nach dem bewährten Muster abgelaufen sind. Das war nicht schlecht, hat aber wenig Überraschungen geliefert. Der erste Fall in der neuen Abteilung hat mir deshalb sehr gut gefallen.
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  • Rezension zu Bedrohliche Alpilles

    • 8. Juli 2026 um 20:17
    Cold Case in der Provence - weit mehr als eine Familientragödie
    Darum geht es:
    Capitaine Roger Blanc wird versetzt nach Salon in eine neu zusammengestellte Gruppe innerhalb der Brigade de Recherches. Nun ermittelt er in Cold Cases in der ganzen Region Provence-Alpes-Côte d'Azur. Gleich der erste Fall, ein sechs Jahre zurückliegendes Massaker an einer Familie wirft viele Fragen auf. Warum war die Familie gerade an diesem Parkplatz, um in der flirrenden Hitze zu wandern? Was weiß das Mädchen, das als Einzige überlebt hat? Wieso machte der Radfahrer gerade hier eine Pause? Capitaine Blanc und sein Team enttarnen Stück für Stück Lügen, Feindschaften und Geheimnisse, um den Mörder zu entlarven.
    Mein Eindruck:
    Ein eindrücklicher Einstieg: sofort ist man mit dem Capitaine am Tatort und schaut sich mit ihm in flirrender Hitze um. Die Provence und ihre Menschen werden mit wenigen, aber eindrücklichen Worten charakterisiert, so dass man gleich das Gefühl hat, dort zu sein, bei dem Verbrechen zuzuschauen. Der Fall ist tiefgründig aufgebaut, es gibt Irrungen und Wirrungen und einen erschreckenden Blick in die Motive der Menschen, die mit der Tat zu tun haben.
    Fazit:
    Ein Krimi par excellence in der schönen Provence, dabei mehr als ein Wohlfühl - Urlaubskrimi, sondern ein psychologisch akribisch entwickelter Cold Case. Spannend und mit authentischen Ermittlern und Menschen. Cay Rademacher ist für mich eine positive Entdeckung, was meine SUB leiden lassen wird. Er hat schon 12 Fälle mit Capitaine Blanc veröffentlicht, die alle unabhängig voneinander gelesen werden können, und auch weitere Romane. Die werden jetzt alle gelesen ;)
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  • Rezension zu Bedrohliche Alpilles

    • 7. Juli 2026 um 07:37
    Neuanfang für Capitaine Roger Blanc mit einem Cold CaseMit diesem 13. Fall gibt es so etwas wie einen Neustart für die Karriere von Capitaine Roger Blanc: Er wird, niemand ist davon mehr überrascht als er selbst, in eine neue Abteilung versetzt. Unter der Leitung seines alten Vorgesetzten Colonel Nkoulou sollen Cold Cases neu aufgerollt und gelöst werden. Das neue Team rund um Roger Blanc besteht aus Teilen seiner alten Mannschaft und wird durch zwei höchst unterschiedliche Neuzugänge ergänzt.
    Der erste ungelöste Fall für die neue Abteilung ist sechs Jahre alt und betrifft den ungeklärten Mord an einem deutschen Ehepaar und einem Radfahrer, der scheinbar zufällig am Tatort gewesen ist, Nur die kleine, sechsjährige Tochter der Deutschen hat schwer verletzt überlebt.
    Die Durchsicht der alten Akten ergibt folgenden damaligen Ermittlungsstand: Das Ehepaar Damian und Ute Mayer, vor rund zehn Jahren aus Deutschland in die Provence eingewandert ist wollte trotz Sommerhitze mit ihrer Tochter eine Wanderung unternehmen und wurde von einem Unbekannten mit einer alten Schweizer Armeepistole erschossen. Der Radfahrer ist zufällig vor Ort und wird als Zeuge gleichfalls getötet. Zuletzt hätte der Täter die Tochter, die sich im Fond des BMW zusammengekauert hat, entdeckt, angeschossen, mit dem Pistolenknauf geschlagen und für tot gehalten. Dass das Mädchen überlebt hat, grenzt an ein Wunder, denn erst bei der Bergung der Leichen hat man die kleine Clara gefunden. Soweit der Stand auf dem Papier.
    Recht schnell fällt den neuen Ermittlern auf, dass die Toten und alle damals einvernommen Zeuginnen und Zeugen sind in irgendeiner Art und Weise miteinander verbunden sind. Sei es durch ihre Arbeit oder sei es privat. Trotz dieser zahlreichen Anknüpfungspunkte konnte damals kein Täter ermittelt werden.
    Dieser Fall ist eine echte Herausforderung für das Team. Man geht jeder noch so kleinen, noch so unwahrscheinlich anmutenden Idee nach, um das Verbrechen zu rekonstruieren.
    Dreh - und Angelpunkt sind dabei Clara, die einzige Überlebende des Verbrechens, und ihre Adoptivmutter, die ausgerechnet die Witwe des ermordeten Radfahrers ist. Clara ist eine besondere Zwölfjährige: reif für ihr Alter, klug und mathematische begabt. Zudem hat sie eine etwas andere Sicht auf die Welt, denn sie zählt alles in ihrer Umgebung und kann sich, neben einem „bösen Mann“ an ACHT Schüsse erinnern, obwohl neun leere Patronenhülsen am Tatort gefunden worden sind.
    Meine Meinung:
    Cay Rademacher ist hier ein extra spannender Krimi gelungen, der, wie er im Nachwort erklärt, Anleihen an einem realen Verbrechen nimmt. Es handelt sich dabei um das als „Tuerie de Chevaline“ bekannte Verbrechen bei dem eine Familie sowie ein Radfahrer auf ähnliche Weise ermordet worden sind. Dieser echte Cold Case hat sich im Jahr 2012 zugetragen.
    Bei der Versetzung in die neue Abteilung hat niemand geringerer als Roger Blancs frühere heimliche Geliebte, die Untersuchungsrichterin Aveline Vialoron-Allègre, die dummerweise die Gemahlin des verhassten (korrupten?) Staatsekretärs ist, der für Blancs Degradierung verantwortlich war, ihre Finger im Spiel. Dieses kleine pikante Detail aus Roger Blancs Vergangenheit macht neugierig, ob die Kettenraucherin wieder Einfluss auf Blancs nunmehrige Privatleben nimmt.
    Gut gefallen hat mir die akribische Aufarbeitung der alten Akten durch das neu zusammen gestellte Ermittlerteam. Schön, dass Fabienne, die aus dem Mutterschaftsurlaub wieder zurück ist. Um die kleine Eden kümmert sich Fabiennes Ehefrau Roxane. Auch Marius Tonon, der seinen Alkoholabusus abgeschworen hat, ist wieder mit dabei.
    Hier geht es nicht vorrangig um Schnelligkeit, sondern um Aufarbeitung. Natürlich ist das Ziel, den Hergang des Verbrechen schlüssig aufzuklären und den Täter dingfest zu machen. Die Eile, die aktuellen Mordfällen zu Grunde liegt, ist hier nicht geboten. Allerdings schwingt manchmal unterschwellig der Vorwurf mit, es wäre damals nicht sorgfältig genug ermittelt worden.
    Interessant und höchst spannend sind die Verflechtungen zwischen den Dorfbewohnern dargestellt. Da ist zum einen Ange, eine alte Frau, die sich gleich mehrmals über den Tisch gezogen fühlt, aber gleichzeitig mit einem pensionierten Polizisten, der manchmal an der Aufklärung von Verbrechen ehr oder auch weniger interessiert war, ein Pantscherl hat, oder Emanuel Bartelt, Damian Mayers Konkurrent, der nun so ziemlich alle Aufträge zur Restaurierung alter Gebäude von der Stadt erhält oder ein inzwischen verstorbener Fremdenlegionär. Und wie passt der Reitstallbesitzer, der gerne Bürgermeister werden will, aber in der Mädchenumkleide Kameras installiert hat und erwischt wird, in das Netz der Abhängigkeiten hinein?
    Auf Grund der Komplexität der Handlung und der großen Anzahl von Charakteren, deren Ausgestaltung sich Cay Rademacher in bewährter Sorgfalt widmet, ist der Krimi mit 528 Seiten deutlich länger als die anderen Fälle für Roger Blanc.
    Also, dieser Kriminalfall fordert nicht nur die Ermittler, sondern auch ein wenig uns Leser, denn es ist genaues Lesen angesagt. Wer kann sich noch an die Details von damals und wie genau erinnern? Gibt es überhaupt neue Spuren, die damals unentdeckt blieben? Ist der Mörder weiterhin vor Ort und beobachtet die Arbeit der Polizei?
    Natürlich profitieren wir von der peniblen Recherche und der genauen Beschreibung von Land und Leuten, die diesem Krimi meiner Ansicht nach zu dem besten dieser Reihe werden lassen.
    Fazit:
    Gerne gebe ich diesem unerwarteten Neuanfang für Roger Blanc 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung.
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  • Rezension zu Bedrohliche Alpilles

    • 24. Juni 2026 um 19:28
    Capitaine Roger Blanc wurde von seinem Chef Nkoulou überredet, mit ihm zu einer neuen Einheit zu wechseln, die Cold Cases lösen soll. Als erstes nehmen sie sich einen Fall vor, bei dem sechs Jahre zuvor eine Familie auf einem Parkplatz überfallen wurde. Die Eltern und ein scheinbar unbeteiligter Radfahrer starben und nur die kleine Tochter Carla überlebte schwer verletzt. Sie wurde später von Sophie Gravet, der Witwe des Radfahrers, adoptiert.
    Dies ist bereits der dreizehnte Band dieser Reihe Capitaine Roger Blanc, die in der Provence spielt. Die Bücher können unabhängig voneinander gelesen werden. Für mich ist Roger Clanc kein Unbekannter, denn ich mag diese Krimi-Reihe. Der Schreibstil lässt sich auch dieses Mal wieder angenehm flüssig lesen und die Atmosphäre in Südfrankreich ist gut und bildreich beschrieben, so dass Urlaubsgefühle aufkommen.
    Die Personen sind wieder gut und authentisch dargestellt. Blanc ist ein zielstrebiger Capitaine, der bei seinen Ermittlungen beharrlich bleibt. Ich mag seine etwas sperrige Art und er ist mir durchaus sympathisch. Die Computerspezialistin Fabienne Souillard, die mit Blanc ins neue Team wechselt, mag ich sehr. Marius bleibt zwar an alter Stelle, mischt aber hin und wieder mit. Dazu kommen noch die neuen Kollegen Alexandra Ayew und Paul Brisson. Alle zusammen wollen diesen Fall unbedingt lösen. Dabei ist auch der Spurensicherer Saad Ben-Rouijal eine große Hilfe. In den kleinen Orten Eyguières und Aureille aber sind die Bewohner nicht begeistert von diesen Ermittlungen. Sie scheinen alle etwas zu verbergen zu haben und nehmen es mit der Wahrheit nicht so genau. Natürlich spielt auch Rogers ehemalige Geliebte, die Untersuchungsrichterin Aveline, wieder eine Rolle.
    Es ist interessant, die Ermittlungsarbeit durch die Polizei zu verfolgen, auch wenn sich das nicht ganz einfach gestaltet, denn vor sechs Jahren wurde nicht sehr ausführlich ermittelt. Es gibt nun einige Verdächtige. Bei der Aufklärung des Falls helfen einige Zufälle. Auch wenn ich schon recht früh ahnte, worauf es am Ende hinausläuft, war dieser Krimi doch wieder spannend und hat mich gut unterhalten.
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  • Rezension zu Bedrohliche Alpilles

    • 17. Juni 2026 um 11:53
    Roger Blanc hat eine neue Aufgabe
    Ein Cover, passend zur Region und zu den Motiven der ganzen Reihe mit hohem Wiedererkennungswert. Schön finde ich die Karte zu Beginn, hilfreich ist auch das Personenregister am Buchende. Capitaine Roger Blanc ermittelt nun in Gadet und übernimmt mit seiner Mannschaft um Marius und Fabienne, die durch neue Kollegen ergänzt wurde, die Klärung von ungelösten Fällen, den Cold Cases. Auch die Untersuchungsrichterin Aveline, mit der der Capitaine lange Zeit eine Affäre verband, spielt wieder eine Rolle. Die Charaktere kommen sehr authentisch rüber, ohne besonders schwierige Zeitgenossen, so dass man sich nicht in der Ermittlerrunde verzettelt.
    Da verzettelt man sich eher in den Gedankenwelten der Protagonisten, denn diese wurden vom Autor diesmal besonders ausführlich dargelegt. Cay Rademachers Schreibstil liest sich nach wie vor flüssig und er geizt auch nicht mit Beschreibungen über die schöne Region, die allerdings auch viel Raum einnehmen. Die Krimihandlung lebt auch von zahlreichen Zufällen, die zu Tage treten und wirkt dadurch auch etwas konstruiert. Durch die Längen zähle ich diesen Krimi der Reihe nicht zu den besten, eine Straffung hätte auch dem Spannungsbogen gutgetan. Das Ende entschädigt und ich habe das Buch gerne gelesen.
    Auf jeden Fall bleibt ein empfehlenswerter Regionalkrimi, der sich gut liest und am Ende eine nachvollziehbare und noch überraschende Aufklärung bietet. Der Krimi lässt sich auch ohne Vorkenntnisse der vorherigen Bände lesen.
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  • Rezension zu Bedrohliche Alpilles

    • 12. Mai 2026 um 14:05
    Klappentext/Verlagstext
    Capitaine Roger Blanc ist von Gadet ins benachbarte Salon-de-Provence versetzt worden, wo er ab jetzt vor allem rätselhafte Cold Cases aufklären soll. Sein erster Fall ist ein Mord, der vor sechs Jahren stattgefunden hat: Damals wurde eine Familie in ihrem Auto auf einem entlegenen Parkplatz in den Alpilles nahezu vollständig ausgelöscht. Ebenso starb dort ein Radfahrer, der scheinbar nichts mit den anderen Opfern zu tun hatte.
    Blanc und seine Kollegen ermitteln in Eyguières und in Aureille, zwei malerischen Kleinstädten, deren Bewohner jedoch dunkle Geheimnisse mit sich herumtragen. Da ist die Freundin eines Opfers, die durch das Verbrechen zu einem Kind und Geld kam. Die alte Bäuerin, die sich betrogen fühlt. Da sind die beiden Rentner, die nicht nur als Touristen in die Provence fahren. Und dann die Toten selbst, die immer mysteriöser werden, je länger die Ermittlungen andauern. Nach und nach entwirren Blanc und seine Kollegen ein Gespinst aus Lügen, Täuschungen und Illusionen. Bis sie erkennen, was sich an dem heißen Sommertag vor sechs Jahren wirklich zugetragen hat.
    Der Autor
    CAY RADEMACHER, geboren 1965, schreibt in mehrere Sprachen übersetzte Kriminalromane, etwa die ›Trümmermörder‹-Trilogie aus dem Hamburg der Nachkriegszeit oder die erfolgreiche Provence-Serie um Capitaine Roger Blanc. Außerdem erschienen ›Ein letzter Sommer in Méjean‹ (2019), ›Stille Nacht in der Provence‹ (2020), ›Die Passage nach Maskat‹ (2022), ›Nacht der Ruinen‹ (2025) sowie das historische Sachbuch ›Drei Tage im September‹ (2023). Er lebt mit seiner Familie bei Salon-de-Provence.
    Inhalt
    Capitaine Roger Blanc ist auf Initiative seiner Ex-Geliebten Aveline Vialaron-Allègre, die inzwischen in Nanterre tätig ist, in die neu gegründete Einheit für Cold Cases versetzt worden. Blanc weiß noch nicht so recht, was Adeline und ihr ehrgeiziger Ehemann damit bezwecken – und ihm fehlt deutlich die Teamarbeit mit Fabienne (inzwischen junge Mutter) und Marius, dem es gesundheitlich besser geht.
    Der erste Altfall, die Schießerei von Eyquières, sollte für Blanc eigentlich eine Fingerübung sein; denn die Tat ist erst 6 Jahre her. Zeugen und die damals beteiligten Dorfpolizisten sind noch am Leben. An einem brüllend heißen Tag waren an einem Mäuerchen aus Römerzeiten das Ehepaar Mayer und Patrick Gravet erschossen worden, der dort mit dem Rad unterwegs war. Mayers sechsjährige Tochter Carla überlebte schwer verletzt, hinter den Vordersitzen kauernd. Kurze Zeit später waren ein Jogger und ein deutsches Ehepaar in der Nähe aufgetaucht, das regelmäßig seinen Urlaub in der Nähe des malerischen Trockentals Vallon des Glauges verbringt. Gemeinsam mit seinen neuen Kolleg:innen Alexandra Ayew und Paul Brisson, sowie seinem alten Team Fabienne, Marius und Kriminaltechniker Ben-Rouijal sichtet Blanc den Fall. „Ich hätte aus dem Beweismaterial damals mehr rausgeholt“, kritisiert der KTler. Eine besondere Rolle wird die nun 12-jährige Carla als Zeugin spielen, die inzwischen von Gravets Witwe Sophie adoptiert wurde. Carla sagte damals aus, sie hätte sich hinter den Sitzen vor „dem bösen Mann“ verborgen. Die Suche nach diesem Mann scheint zunächst aussichtslos, da Sophie ihre Adoptivtochter auffällig vor den Ermittlern abschirmt – und Carla als neurodiverse Figur mit Inselbegabung ihre Umwelt in höchst eigenwilliger Art wahrnimmt. Später wird sich herausstellen, dass Blancs Team sich auf eine weitere neurodiverse Figur einstellen muss.
    Blancs Ermittlungen ergeben, dass nicht nur Damian Mayer und Patrick Gravet beruflich Konkurrenten um Restaurierungsaufträge waren, sondern dass im beschaulichen Eyquières & Aureille eine Vielzahl von privaten und geschäftlichen Beziehungen bestanden, die Anlass für Mord gewesen sein könnten. Am Fuße des Massif des Alpilles häufen sich offenbar die Zufälle. Beteiligt sind Bürgermeister, Priester, pensionierte Polizisten, ein Reiterhof, die Mayers als Vermieter eines Ferienhauses und die Kühnes als Stammgäste samt ihren jeweiligen geschäftlichen Interessen. Es geht um Geld, Macht, Affären, Klatsch & Anschuldigungen.
    Fazit
    Als Fan der Schauplätze in Kriminalromanen bin ich mit „Bedrohliche Alpilles“ ganz auf meine Kosten gekommen; denn die Blickwinkel, aus denen das Gelände/der Ort der „Schießerei von Eyquières“ sich betrachten lassen, und die Wege, die sich dort kreuzen, spielen eine entscheidende Rolle. Blanc muss sich in diesem Band mit einem schrillen Elektro-Leihfahrzeug, manipulierten Handys, Videoüberwachung und der 3-D-Simulation des Tatorts auseinandersetzten – während zuhause als größte Herausforderung die Begegnung mit seinem zukünftigen Schwiegersohn Guillaume wartet.
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Ausgaben von Bedrohliche Alpilles

Taschenbuch

Cover zum Buch Bedrohliche Alpilles

Seitenzahl: 496

E-Book

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Besitzer des Buches 14

Update: 18. Juli 2026 um 07:59