Down Cemetery Road: Zoë Boehm ermittelt in Oxford
Buch von Mick Herron, Stefanie Schäfer, N. N.
Titel: Down Cemetery Road: Zoë Boehm ermitte...
Mick Herron (Autor) , Stefanie Schäfer (Übersetzer) , N. N. (Übersetzer)
Band 1 der Privatermittlerin Zoë Boehm und Sarah Tucker-Reihe
Verlag: Diogenes
Format: Broschiert
Seitenzahl: 560
ISBN: 9783257301151
Termin: Neuerscheinung Oktober 2025
Aktion
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Kurzmeinung
Bartie Unterhaltsam, atmosphärischer Schreibstil, schwarzer Humor, scharfsinnige Dialoge -
Kurzmeinung
easymarkt3 Hausfrau im Geheimdienst-Thriller – etwas unrealistisch
Zusammenfassung
Inhaltsangabe zu Down Cemetery Road: Zoë Boehm ermittelt in Oxford
Sarah Tucker lebt in einem beschaulichen Vorort von Oxford, in der Rolle als Hausfrau gestrandet. Als jedoch nach einer Explosion in der Nachbarschaft ein Kind spurlos verschwindet, findet sie keine Ruhe mehr und holt sich Hilfe bei der Privatermittlerin Zoë Boehm. Gemeinsam bringen die beiden Frauen mehr Geheimnisse als Antworten ans Licht – Menschen, die lange für tot gehalten wurden, weilen unter den Lebenden, während sich immer mehr schnell zu den Toten gesellen. Vom ruhigen, abgründigen Pflaster Oxfords in ein Netz aus Verschwörungen von hochoffizieller Seite.
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Serieninfos zu Down Cemetery Road: Zoë Boehm ermittelt in Oxford
Down Cemetery Road: Zoë Boehm ermittelt in Oxford ist der 1. Band der Privatermittlerin Zoë Boehm und Sarah Tucker Reihe. Diese umfasst 5 Teile und startete im Jahr 2003. Der letzte bzw. neueste Teil der Serie stammt aus dem Jahr 2009.
Bewertungen
Down Cemetery Road: Zoë Boehm ermittelt in Oxford wurde insgesamt 5 mal bewertet. Die durchschnittliche Bewertung liegt bei 4,3 Sternen.
Meinungen
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Unterhaltsam, atmosphärischer Schreibstil, schwarzer Humor, scharfsinnige Dialoge -
Hausfrau im Geheimdienst-Thriller – etwas unrealistisch
Rezensionen zum Buch
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Rezension zu Down Cemetery Road: Zoë Boehm ermittelt in Oxford
- Bartie
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22. Januar 2026 um 21:57
Spannender Auftakt der Zoë Boehm - KrimireiheWeiterlesen
Der Anfang des Krimis ist im wahrsten Sinnen des Wortes explosiv: Nicht nur der kurz davor angekündigte Besuch von Marks wichtigen Kunden treibt seine Frau Sarah auf die Palme. An dem Abend kommt es auch zu einer Explosion in der Nähe ihres Hauses, es gibt Tote und ein kleines Mädchen verschwindet spurlos kurz danach.
Spannend und anschaulich schildert Mick Herron die Ereignisse des dramatischen Abends und der Tage unmittelbar danach. Die Explosion verändert nicht nur das Bild des bisher scheinbar ruhigen Vorortes von Oxford. Sie bringt auch das Leben von Sarah durcheinander; denn die bisher gelangweilte, unzufriedene Hausfrau beginnt nach dem verschwundenen vierjährigen Mädchen zu suchen. Ihre Recherche, die erschütternde Wahrheiten enthüllt, bringt nicht nur sie in lebensbedrohliche Lage.
Zuerst ist es für mich schwer nachvollziehbar, warum Sarah, die selbst keine Kinder haben will, nach dem fremden Mädchen sucht. Doch der Autor verrät ihre intimsten Gedanken, lässt mich in ihre Vergangenheit eintauchen; dadurch kann ich die unkonventionelle Sarah viel besser verstehen.
Viel interessanter jedoch fand ich die Privatermittlerin Zoë Boehm, die bedauerlicherweise – trotz des Untertitels des Buches – erst zum Schluss aktiv am Geschehen teilnimmt.
Nichtdestotrotz hat mich der Krimi sehr gut unterhalten. Ich habe den feinen atmosphärischen Schreibstil des Autors, seinen sarkastischen schwarzen Humor und die scharfsinnigen, geistreichen Dialoge sehr genossen.
Down Cemetery Road ist das erste Buch aus der Reihe mit Zoë Boehm. Auf die Fortsetzung bin ich sehr gespannt. -
Rezension zu Down Cemetery Road: Zoë Boehm ermittelt in Oxford
- Die_Buecherfanten
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21. Januar 2026 um 22:01
Eine tapfere Hausfrau sticht in ein WespennetzWeiterlesen
Darum geht es:
Sarah Tucker steckt in einem frustrierenden Leben als Hausfrau fest. Ganz deutlich wird es ihr bei einem unerfreulichen Geschäftsessen, das sie für ihren Ehemann zuhause ausrichten muss. Da scheint eine Explosion eines Hauses in der Nachbarschaft eine tödlich faszinierende Ablenkung. Nur ein Kind überlebt das Unglück. Obwohl Sarah die Familie nicht kannte, fühlt sie mit dem Kind, das jedoch aus dem Krankenhaus verschwindet.
Sarahs Erkundungen bleiben nicht unbemerkt und plötzlich steht sie im Fokus von Polizei und Geheimdienst.
Mein Eindruck:
Ich weiß nicht, warum dieser Thriller mit der Privatdetektivin Zoe Boehm beworben wird, sie spielt nur am Rande eine Rolle. Vielleicht ist es der aktuellen Verfilmung geschuldet, denn im englischen Original erschien das Buch schon 2003. Sarah Tucker jedenfalls treibt die Handlung voran, stellt die Fragen und gerät dadurch ins Zielfenster der Gegner. Denn was passiert ist, warum das Haus in die Luft fliegen musste und warum das Kind verschwand, das alles darf nicht bekannt werden. Die Hintergründe des »Warum« sind auch im Blick auf den Entstehungszeitpunkt (2003) zu sehen, lassen mich aber auch jetzt noch erschaudern, weil sie so unglaublich real erscheinen.
Sprachlich ist es ein Vergnügen, Down Cemetery Road zu lesen. Die Personen, die Szenen sind lebhaft und aktiv beschrieben. Ich fühle mit Sarah in ihrer gezwungen Gastgeberrolle, gleich in der ersten Szene. Mit wenigen Worten und Aktionen wird hier ein umfassendes Bild gezeichnet, literarisch ein spannendes Werk.
Die Handlung an sich erinnert mich immer mal wieder an eine Mischung der Autoren John Le Carré, Ian Fleming und Robert Ludlum. Und tatsächlich hat der Autor Mick Herron eine zweite Reihe im Spionagemilieu angesiedelt, die von Diogenes schon übersetzt und veröffentlicht wurde.
Fazit:
Ein starker Thriller mit Sprachwitz und einem erschreckenden Motiv (das ich nicht verraten werde). Wer Geschichten über Geheimoperationen, teils brutale Gewaltanwendung gemischt mit sympathischen Anti-Helden und mutigen Frauen mag, der wird hier wunderbar unterhalten. -
Rezension zu Down Cemetery Road: Zoë Boehm ermittelt in Oxford
- Yernaya67
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5. Januar 2026 um 21:10
Explosiv und abgründig[…]Weiterlesen
Sarah Trafford, geb. Tucker lebt zusammen mit ihrem Ehemann Mike gut situiert in Oxford. Während er Karriere macht und sich dabei immer weiter von den Idealen ihrer Studienzeit entfernt, führt Sarah nach gescheiterten beruflichen Versuchen das klischeehafte Leben einer gelangweilten Hausfrau. Der Glanz der Verliebtheit ist verblasst, Kinder gibt es nicht. Sarahs verrückte beste Freundin hingegen hat vier Kinder und einen neuen Ehemann, der langweilig und unsympathisch wirkt. Warum hat Sarah ausgerechnet diese beiden, Wigwam und Rufus, eingeladen, als Mike einen wichtigen Geschäftspartner und dessen aufgetakelte Frau zum Dinner erwartet? Während es drinnen immer weiter eskaliert, explodiert wenig entfernt ein Haus. Bereits in diesem Moment wüsste ich, dass ich das Buch lieben würde.
DOWN CEMETERY ROAD von Mike Herron ist im englischen Original bereits 2003 erschienen. Nun wurde der Auftakt zu einer Reihe um die Privatermittlerin Zoë Boehm erstmal in deutscher Übersetzung veröffentlicht. Grund dafür ist eine Verfilmung mit Emma Thompsen, die zu dieser Ausgabe ein enthusiastisches Vorwort beiträgt. Der Untertitel „Zoë Boehm ermittelt“ ist hier allerdings noch nicht so ganz passend, denn in diesem Band spielt Frau Boehm noch keine Hauptrolle.
Die Handlung führt uns zurück in die Zeit des Irakkrieges. Großbritannien steht an der Seite der Vereinigten Staaten, und da scheint jedes Mittel recht zu sein, um militärische Erfolge zu erzielen und dreckige Geheimnisse nicht an die Öffentlichkeit kommen zu lassen. Wer also bei den Stichworten Hausfrau und Privatermittlerin einen Cosy Crime erwartet, der wird mit diesem Buch nicht glücklich. DOWN CEMETERY ROAD ist ein Thriller mit Tiefgang, politisch, realistisch und dabei trotzdem nicht übertrieben bluttriefend. Gerade dadurch entsteht eine gewisse Glaubwürdigkeit. Mir hat die Komplexität der Handlung sehr gefallen, die zudem um unerwartete Plot Twists bereichert wird. Geprägt vom britischen Humor überzeugt der Erzählstil mit sarkastischen und zynischen Einschüben. Vielschichtige Gedanken bestimmen die Zeichnung der Charaktere und runden die Geschichte ab.
Fazit: Eine Lektüre, die sich lohnt. Ich vergeben gerne 5 Sterne ⭐⭐⭐⭐⭐und spreche eine eindeutige Leseempfehlung aus. -
Rezension zu Down Cemetery Road: Zoë Boehm ermittelt in Oxford
- easymarkt3
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6. Dezember 2025 um 17:32
Hausfrau im Geheimdienst-Thriller – etwas unrealistischWeiterlesen
In sieben Kapiteln entwickelt sich aus einer ungewöhnlichen Dinner-Szene mit nachbarlicher Explosion im verstaubten Oxford ein Geheimdienst-Plot mit ungemütlichen und für tot erklärten Kandidaten auf einer unbenannten Insel vor Schottland. Die zunächst unscheinbare Hauptfigur Sarah Tucker, gelangweilte Hausfrau, kommt auf ihrer Suche nach dem 4-jährigen Mädchen Dinah recht unglaubwürdig daher. Ihr Agieren mit dem Privatdetektiv Joseph Silvermann erscheint unrealistisch, durchsetzt von Nebensächlichkeiten. Sarahs langsame Verwandlung in eine rationale, unerschrockene Person an der Seite des Soldaten Michael Downey wirkt glaubwürdiger. Der ruhige Vorort von Oxford versprüht leider nicht das besonders geheimnisvolle Ambiente einer altehrwürdigen Universitätsstadt, sorgt aber bis zu den stürmischen Vorkommnissen an der schottischen Küste am Ende des Plots für einen spannenderen Handlungsverlauf mit zunehmender Vehemenz. Zoë Boehm als Ermittlerin der Detektei Oxford Investigations JOSEPH SILVERMANN BA. taucht erst spät und wenig überzeugend in der Handlung an der Seite von Sarah auf. Das Netz der kaltblütigen Söldner, die im Auftrag der britischen Regierung aufräumen, wird teilweise zu langatmig beschrieben. Der Schreibstil gefällt in seiner humorigen bis sarkastischen Art. 3* -
Rezension zu Down Cemetery Road: Zoë Boehm ermittelt in Oxford
- Buchdoktor
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29. Oktober 2025 um 18:58
Klappentext/VerlagstextWeiterlesen
Sarah Tucker lebt in einem beschaulichen Vorort von Oxford, in der Rolle als Hausfrau gestrandet. Als jedoch nach einer Explosion in der Nachbarschaft ein Kind spurlos verschwindet, findet sie keine Ruhe mehr und holt sich Hilfe bei der Privatermittlerin Zoë Boehm. Gemeinsam bringen die beiden Frauen mehr Geheimnisse als Antworten ans Licht – Menschen, die lange für tot gehalten wurden, weilen unter den Lebenden, während sich immer mehr schnell zu den Toten gesellen. Vom ruhigen, abgründigen Pflaster Oxfords in ein Netz aus Verschwörungen von hochoffizieller Seite.
Der Autor
Mick Herron, geboren 1963 in Newcastle-upon-Tyne, studierte Englische Literatur in Oxford, wo er auch lebt. Seit 2024 ist er Mitglied der Royal Society of Literature. Seine Romane wurden vielfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Theakston's Old Peculier Crime Novel und dem Ellery Queen Readers Award; für sein Lebenswerk erhielt er 2025 den CWA Diamond Dagger. Sowohl seine in London angesiedelte ›Slow Horses‹-Serie als auch die Oxford-Serie um die Privatermittlerin Zoë Boehm werden mit Starbesetzung von Apple TV+ verfilmt.
Inhalt
Sarah Trafford/Tucker ist als Nur-Hausfrau für Bewirtung und Wohlergehen potentieller Geschäftspartner ihres Mannes Mark zuständig. Da Mark seine bessere Hälfte stets herablassend behandelt, provoziert Sarah offenbar ausgerechnet mit der Einladung ihrer exzentrischen Freundin Wigwam samt Ehemann, der den grün eingestellten Proletarier mimt, als Gegenpart zum wichtigen Investor Gerard und seiner Ehefrau, deren Name Sarah dauernd entfällt. Gäste und Gastgeber haben an diesem Abend Logenplätze, als in Sichtweite der Tucker-Wohnung ein Haus durch eine Gasexplosion zerlegt wird. Obwohl dort nur die alleinlebende Maddie Singleton mit ihrer kleinen Tochter Dinah lebte, werden zwei erwachsene Tote aus dem Haus getragen. Sarah, die von Mark u. a. Männern penetrant ermahnt wird, dass sie nicht arbeitet und keine Kinder hat, entwickelt eine Obsession für das verschwundene Mädchen, dass ja irgendjemand in seiner Obhut haben muss. In der Folge nimmt Sarah auf der Suche nach Dinah Kontakt zur Detektei Joe Silverman & Zoë Böhm auf und gerät in eine groteske Verschwörung des britischen Geheimdiensts.
Zoë Böhm ermittelt in diesem Einstiegsband kaum, sie und Sarah treffen zusammen und erleben ein gemeinsames Abenteuer, das Versager und ihre Fails in den „Diensten“ bloßstellt. Ein kurzer Prolog führt in ein Kriegsszenario in einem Wüstenstaat, in dem offenbar Kindersoldaten eingesetzt werden. Die Szene könnte darauf vorbereiten, dass Frauen wie Sarah (die als simples Gemüt dargestellt wird) sich aus dem Dunstkreis der britischen „Dienste“ besser heraushalten sollten. Auf gefühlt hunderten von Seiten wird Sarahs Hausfrauenrolle ausgewalzt, indem von Mark im Jahr 2003 Einstellungen vertreten werden, die in den 1980ern schon als veraltet galten. Wenn die „Dienste“ auf diesem Niveau operieren sollten, dann Gutenacht. Interessanter hätte ich die Frage gefunden, welche Berufstätigkeit Sarah anstrebt und ob ihre Einstellung zu eigenen Kindern endgültig feststeht. Insgesamt fand ich die Rollen von Sarah und Zoë schwach und hoffe, dass Mick Herron inzwischen auch Frauenfiguren beherrscht. Dass Anfang des Jahrtausends Fahrkarten noch am Schalter gekauft und Bahnangestellte dazu als Zeugen vernommen werden können, wirkt ebenso charmant antiquiert wie das Entfalten einer großen Landkarte aus Papier. Der (Original-)Titel „Down Cemetery Road“ bezieht sich auf das Schlusskapitel.
Fazit
Die Sara Tucker-Serie erschien ab 2003, sodass man sie als Schärfen der schriftstellerischen Schreibfeder für die folgende Serie „Slow Horses“ einordnen könnte. Nach einem belanglosen Einstieg und einem personenreichen Mittelteil nimmt zum Ende der zynische Humor zu, mit dem Herron den britischen Geheimdienst aufs Korn nimmt. Die Vermarktung mit „Zoë Böhm ermittelt“ finde ich irreführend, davon erwarte ich eine weibliche Ermittlerin in der Hauptrolle.
Ausgaben von Down Cemetery Road: Zoë Boehm ermittelt in Oxford
Besitzer des Buches 5
Update: 27. Januar 2026 um 19:30




