Am Meer ist es schön

Buch von Barbara Leciejewski

Cover zum Buch Am Meer ist es schön

Titel: Am Meer ist es schön

4,6 von 5 Sternen bei 6 Bewertungen

91,7% Zufriedenheit

Verlag: List Hardcover

Format: Gebundene Ausgabe

Seitenzahl: 352

ISBN: 9783471360880

Termin: Neuerscheinung Mai 2025

Aktion

Zusammenfassung

Inhaltsangabe zu Am Meer ist es schön

Die bewegende Geschichte einer Kinderfreundschaft – gefühlvoll erzählt von Bestsellerautorin Barbara Leciejewski Frau Petri zerriss Susis Brief, einmal, zweimal, dreimal, viermal. Kleine Fetzen flogen in den Mülleimer. »Nimm diese hübsche Ansichtskarte, schreib etwas Schönes. Darüber freuen sich deine Eltern ganz sicher, und das möchtest du doch, oder nicht?« Sechs Wochen Kuraufenthalt an der Nordsee – ein toller Urlaub, versprechen ihr die Eltern. Doch die achtjährige Susanne und die übrigen Kinder verbringen im »Haus Morgentau« die schlimmste Zeit ihres Lebens. Wer den Teller nicht leer isst, die Regeln bricht oder sich anderweitig aufsässig zeigt, wird von den Erzieherinnen hart bestraft. Kein Hilferuf dringt zu den Eltern durch, denn die Briefe der Kinder werden kontrolliert. Doch immer wieder schlagen Susanne und ihre Freunde den »Tanten« ein Schnippchen. Dann kommt es zu einem Vorfall, der Susanne noch Jahrzehnte später in ihren Alpträumen verfolgt – bis sie beschließt, sich endlich dem Trauma ihrer Kindheit zu stellen. »Ich habe bisher kein Buch zum Thema gelesen, das so derart genau und einfühlsam die weitreichenden innerseelischen Folgen darstellen konnte.« Anja Röhl, Initiative Verschickungskinder e.V.
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Bewertungen

Am Meer ist es schön wurde insgesamt 6 mal bewertet. Die durchschnittliche Bewertung liegt bei 4,6 Sternen.

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Rezensionen zum Buch

  • Rezension zu Am Meer ist es schön

    • 25. Mai 2026 um 19:21
    Bewegend und schockierend
    Sechs Wochen Kuraufenthalt an der Nordsee – ein toller Urlaub, versprechen ihr die Eltern. Doch die achtjährige Susanne und die übrigen Kinder verbringen im »Haus Morgentau« die schlimmste Zeit ihres Lebens. Wer den Teller nicht leer isst, die Regeln bricht oder sich anderweitig aufsässig zeigt, wird von den Erzieherinnen hart bestraft. Kein Hilferuf dringt zu den Eltern durch, denn die Briefe der Kinder werden kontrolliert. Doch immer wieder schlagen Susanne und ihre Freunde den »Tanten« ein Schnippchen. Dann kommt es zu einem Vorfall, der Susanne noch Jahrzehnte später in ihren Alpträumen verfolgt – bis sie beschließt, sich endlich dem Trauma ihrer Kindheit zu stellen.
    Barbara Leciejewski erzählt in „Am Meer ist es schön“ die wahre Geschichte von Millionen von Kindern die zwischen 1950 und 1990 als Verschickungskinder in „Kur“ geschickt wurden.
    Gelandet sind diese Kinder in grausamen Heimen, mit den schrecklichsten Methoden diese Kinder zu „erziehen“.
    Lange Zeit wurde eine Industrie aus diesen Kindern gemacht, bezahlt von der Krankenkasse, zum Leid der Kinder und gegen das Wissen und Wohlwollen der Eltern. Denn „Sie wollen doch ihrem Kind was Gutes tun?“.
    Die Autorin erzählt die Geschichte von Susanne, die als Achtjährige ins Haus Morgentau erlebt und alles andere als eine schöne Zeit dort durchlebt.
    In den Kapiteln der Gegenwart erzählt Susanne zum ersten Mal ihre Geschichte, denn plötzlich entschuldigt sich ihre demente Mutter und ihre Tochter stellt die passenden Fragen.
    Der Autorin gelingt es hervorragend, die Familiengeschichte mit der Geschichte der Verschickungskinder zu verweben.
    Ich bin selbst Jahrgang 1993 und hatte zwar von diesen Kindern gehört, wusste aber nichts weiter über sie und ihr Schicksal. Nach dem ich das Buch gelesen und die im Anhang empfohlene Doku dazu gesehen habe, habe ich meinen Vater gefragt und sein einziger Kommentar war „Es war schrecklich und ich habe bis heute nicht darüber geredet“. Er will auch weiterhin nicht darüber reden. Das Trauma zieht sich durch und die wenigsten wissen davon. Umso wichtiger finde ich dieses Buch und diese Geschichte der Verschickungskinder.
    Ein tolles Buch, welches ich jedem ans Herz legen möchte!
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  • Rezension zu Am Meer ist es schön

    • 12. Juni 2025 um 17:39
    Eine bewegende Geschichte, die einen nicht so schnell loslässt
    Inhalt:
    Die achtjährige Susanne wird, auf Anraten des Arztes, in eine Kurklinik geschickt. Sechs Wochen soll ihr Aufenthalt in St. Peter Ording dauern und auf den ersten Blick klingt dies verlockend. Mit anderen Kindern den ganzen Tag am Meer zu verbringen, wer möchte da nicht tauschen. Die Wirklichkeit sah leider anders aus: wer nicht hören will, der bekommt es auch zu spüren! Unartige Kinder wurden gedemütigt, in den Keller gesperrt oder mussten stundenlang auf einen Stuhl stehen. Ihre Briefe wurden kontrolliert und wenn der Text den Erziehern nicht gefiel, wurde dieser zerrissen und musste nach Vorgaben neu geschrieben werden. Was eigentlich zur Erholung dienen sollte, war der pure Horror und die zarten Kinderseelen wurden mehr und mehr vergiftet. Spätfolgen wurden in Kauf genommen.
    Mittlerweile ist Susanne erwachsen, alleinerziehend und lebt mit ihrer Tochter Julia in München, wo auch ihre Mutter in einem Seniorenheim lebt. Als Louise im Sterben liegt, bittet sie Susanne um Entschuldigung, woraufhin Susanne erstmals über die schreckliche Zeit an der Nordsee berichtet. Schockierend hören Mutter Louise, Bruder Wolfgang, Schwester Edith und Tochter Julia zu und sind über die Verhaltensregeln in der Kur herrschten, entsetzt.
    „Am Meer ist es schön“ ist das neuste Werk von Barbara Leciejewski, dass im Mai 2025 im List Verlag erschienen ist. Ich liebe die bewegenden Romane der Autorin, aber dieses ist mit keinem der Vorherigen zu vergleichen. Zwar sind Charaktere sowie der Handlungsort „Haus Morgentau“ hier fiktiver Natur, aber die Handlungen basiert auf wahre Begebenheiten. In vielen Verschickungsheimen herrschten solch herzlose und grausame Erziehungsmaßnahmen und keiner konnte was dagegen tun. Die absolute Verschwiegenheit und auch das alles unter den berühmten Teppich gekehrt wurde, trugen dazu bei, dass nichts an die Öffentlichkeit drang. Erst nachdem Betroffene ihr Schweigen gebrochen und von ihren Erlebnissen erzählt haben, wurden diese schrecklichen Zustände publik. Dank einer Reportage, die die Autorin per Zufall im Fernsehen gesehen hatte, beschloss Barbara Leciejewski sich dieses Thema anzunehmen und eine Geschichte zu kreieren. Ich muss gestehen, dass ich mit dem Thema „Verschickungskindern“ rein gar nichts anfangen konnte, aber der Klapptext und die dazugehörige Leseprobe haben meine Neugierde mehr als nur geweckt. Obwohl der Schreibstil flüssig und auch leicht zu lesen ist, musste ich dieses Buch mehrfach aus den Händen legen. Ich war einfach nur schockiert und unfassbar wütend, was man Schutzbefohlenen alles antat. Anstatt ihnen zu helfen, wurde ihnen noch mehr Leid zugefügt. Für mich ist es immer noch völlig unvorstellbar, dass solch grausame Zustände bis weit in die 80er Jahre unentdeckt blieben. Obwohl mich dieser Roman noch lange noch beschäftigen wird, werde ich das eine oder andere Buch zu diesem Thema garantiert noch lesen.
    5 von 5 Sternen und dieser Roman muss gelesen werden.
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Ausgaben von Am Meer ist es schön

Hardcover

Cover zum Buch Am Meer ist es schön

Seitenzahl: 352

E-Book

Cover zum Buch Am Meer ist es schön

Seitenzahl: 353

Hörbuch

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Update: 24. Juli 2026 um 22:04