Eisenblume
Buch von Frida Skybäck, Julia Gschwilm
Titel: Eisenblume
Frida Skybäck (Autor) , Julia Gschwilm (Übersetzer)
Band 2 der Fredrika Storm-Reihe
Verlag: dtv
Format: Broschiert
Seitenzahl: 432
ISBN: 9783423264297
Termin: Neuerscheinung Juli 2025
Aktion
-
Kurzmeinung
Buchspatz Die Handlung war mir zu langatmig.
Zusammenfassung
Inhaltsangabe zu Eisenblume
Eine verlassene Psychiatrie und ein grausamer Mord: Die schwedische Bestseller-Reihe geht weiter In einer Wand der verfallenen Lunder Psychiatrie werden menschliche Überreste gefunden. Schnell wird die Verbindung zu einem Cold Case von 1987 hergestellt, bei dem zwei Patienten in einer Oktobernacht spurlos verschwanden. Was ist damals geschehen und warum gibt es nur eine Leiche? Fredrika Storm und Henry Calment begeben sich auf die Spuren einer grausamen Tat und fördern dabei Erschreckendes zutage. Und dann fordert der Fall ein weiteres Todesopfer.
Weiterlesen
Serieninfos zu Eisenblume
Eisenblume ist der 2. Band der Fredrika Storm Reihe. Diese umfasst 4 Teile und startete im Jahr 2022. Der letzte bzw. neueste Teil der Serie stammt aus dem Jahr 2025.
Bewertungen
Eisenblume wurde insgesamt 6 mal bewertet. Die durchschnittliche Bewertung liegt bei 3,4 Sternen.
Meinungen
-
Die Handlung war mir zu langatmig.
Rezensionen zum Buch
-
Rezension zu Eisenblume
- Annabell95
-
28. September 2025 um 20:33
Cold Case in alter KlinikWeiterlesen
In den Achtzigerjahren verschwanden zwei Patienten spurlos aus der psychatrischen Klinik in Lund. Bei einer Mutprobe finden zwei Jugendliche in dieser Klinik eine stark verweste Leiche in der Wand. Hängt der Fund mit diesem Fall zusammen? Das ungleiche Ermittlerduo Fredrika Storm und Henry Calment übernehmen den Fall und ermitteln in der Vergangenheit der Klinik. Ihre Ermittlungen reißen alte Wunden wieder auf und sie stoßen auf ein Geheimnis, das besser verborgen bleiben sollte. Dann geschieht ein weiterer Todesfall.
"Eisenblume" ist der zweite Teil der Reihe mit dem Ermittlerduo Fredrika Storm und Henry Calment. Der Fall selbst ist unabhängig lesbar, aber wie bei den meisten Reihen auch empfiehlt es sich hier den Vorgängerband ebenfalls zu kennen. Die Geschichte um Fredrika und Henry selbst wird weiterentwickelt bzw. es besteht die Gefahr gespoilert zu werden.
Die Handlung wird aus wechselnden Perspektiven erzählt, die für Abwechslung und Tiefe sorgen. Bei dem Fall handelt es sich um einen Cold Case mit den zwei verschwundenen Patienten. Die Ermittlungsarbeit selbst wirkt stellenweise zäh. Man hat das Gefühl, dass die Ermittlungen nicht voran gehen und nur die Ermittler nur auf der Stelle treten. Dadurch baut sich die Spannung nur langsam auf. Action darf man hier nicht erwarten, was aber für die meisten Cold Cases so üblich ist. Trotzdem wird man für das Durchhalten belohnt, denn in der zweiten Hälfte kommen einige Wendungen, die nochmal frischen Wind einbringen. Die Auflösung kommt überraschend, ist aber dennoch schlüssig.
Fredrika hat durch ihre Vergangenheit so ihre Ecken und Kanten. Sie kommt sympathisch rüber, ist aber auch eine hartnäckige Ermittlerin, die auch das ein oder andere Mal ihre Grenzen überschreitet um an ihr eigenes Ziel zu kommen. Um an ihr Ziel zu kommen kämpft sie sich meist alleine durch, statt auf ihren Ermittlungspartner zu vertrauen.
Der Schreibstil ist angenehm und flüssig zu lesen. Die Umgebungsbeschreibungen sind lebendig und eindringlich. Damit und dem gelungenen Stetting, der verlassenen Klinik, konnte eine düstere und beklemmende Stimmung eingefangen und aufgebaut werden.
Der historische Hintergrund dieser Klinik, dass psychisch kranke Menschen damals für Behandlungsmethoden zu Versuchszwecken missbraucht wurden, wurde gut aufgegriffen und in die Ermittlungsarbeit mit eingearbeitet.
Mein Fazit:
Nicht grade spannungsüberladen, auf der ersten Hälfte wirkte es recht zäh, aber überzeugt dann doch noch in der zweiten Hälfte mit einigen Wendungen. Dafür konnte sich aber die düstere Atmosphäre die meiste Zeit halten. Außerdem fand ich es angenehm und flüssig zu lesen, sodass man dennoch gut durch die Seiten gekommen ist. Man kann es lesen. -
Rezension zu Eisenblume
- Brombeere
-
25. September 2025 um 20:31
hat nicht komplett überzeugt - 3 SterneWeiterlesen
Worum geht es?
Zwei Menschen verschwinden 1987 aus der Psychiatrie in Lund. Der Fall bleib ungeklärt. Bis jetzt eine Leiche in einer Gebäudewand gefunden wird und alte Fragen und Wunden zu Tage fördert.
Worum geht es wirklich?
Strafe, Familie und Arbeit.
Lesenswert?
Ja, auch wenn ich nur zu Teilen überzeugt bin. Die beiden Ermittler*innen Fredrika und Henry rollen einen alten Vermisstenfall wieder auf, doch werden ihnen ständig Steine in den Weg gelegt, bis sie daran zweifeln, den Fall jemals zu lösen. Die Zeug*innen sind unzuverlässig oder nicht auffindbar und eine Gruppe an Privatermittler*innen und Journalist*innen macht ihnen das Leben zusätzlich schwer.
Der Spannungsaufbau war gut, wobei immer wieder private Ereignisse querschießen. Sprachlich (Übersetzung Julia Gschwilm) konnte mich das Buch ebenfalls überzeugen.
Fredrika und Henry sind im Grund sympathisch, aber das Privatleben nimmt einfach super viel Raum in der gesamten Handlung ein. Dies gilt auch für Rückblicke und Folgen aus Band 1. Ich würde eher dazu raten, die Bücher in der richtigen Reihenfolge zu lesen. Ansonsten würde man hier massiv gespoilert werden!
Fredrikas forsche Art und ihr Durchsetzungsvermögen haben mich echt gut unterhalten, auch wenn sie an anderer Stelle viele Alleingänge startet und unüberlegt handelt.
Trotz Spannung ist die Ermittlungsarbeit unglaublich zäh und immer wieder landen die beiden nur durch Zufall oder äußere Umstände einen Treffer und kommen weiter. Es wirkt generell sehr kopflos und dadurch auch nicht richtig durchdacht.
Zum Ende des Buches sind viele Fragen ungeklärt und offen. Ob bewusst oder aus Versehen kann ich nicht beurteilen.
Das Thema rund um die Psychiatrie ist spannend und erschreckend und die damalige Sicht wird öfters der heutigen (glücklicherweise!) gegenübergestellt. Dies habe ich als recht gelungen empfunden.
Wer den ersten Band schon gelesen hat, kann hier gut und gerne zugreifen. Für frische Einsteiger in die Reihe finde ich das Buch aber nicht sonderlich empfehlenswert. -
Rezension zu Eisenblume
- HexeLilli
-
10. Juli 2025 um 09:53
Dies ist der zweite Teil mit der Ermittlerin Fredrika Storm. Das Cover ist düster und geheimnisvoll, den Titel versteht man erst kurz vor Schluss. Kurze Kapitel und flüssiger und detailgetreuer Schreibstiel lassen ein schnelles Lesen zu. Die Geschichte spielt in Lund (Schweden).Weiterlesen
In den 80er Jahren sind zwei Patienten aus einer Psychatrischen Klinik verschwunden. Über 30 Jahre später entdecken Teenager bei einem gewaltsamen Eindringen in dem verfallenen Gebäude, eine in der Wand eingemauerte Leiche. Ist das einer der Verschwundenen? Fredrika Storm und ihr Partner Henry Calment nehmen den damals ungelösten Fall wieder auf. Sie entdecken ein Geheimnis, das nie an die Öffentlichkeit gelangen sollte. Es scheint, als hätten sich die Zeugen von damals, sich in ihren Aussagen abgesprochen. Und dann gibt es einen weiteren Toten.
Die Zusammenarbeit mit dem Team klappt super, die beiden Ermittler ergänzen sich perfekt. Fredrika die gerne mal über das Ziel hinausschießt und Henry der sie oft von unüberlegten Handlungen zurück hält. Hier wurde gute nachvollziehbare Ermittlerarbeit dargestellt. Mir fehlte es allerdings an spannenden Nervenkitzel. Was mich noch sehr gestört hat, Henry´s ewiger Wunsch nach Essen. Außerdem die vielen Bezüge und Hinweise zu dem ersten Fall. Eigentlich wollte ich das Buch noch lesen, aber da ich den Täter nun kenne, kann ich mir das Sparen.
Der Schluss lässt vermuten, dass es einen dritten Band aus der Reihe geben wird. Dieser war für mich ein guter solider Krimi, ohne viel Blutvergießen. -
Rezension zu Eisenblume
- Kissgirl
-
25. Juni 2025 um 18:58
Cold Case mit Höhen und TiefenWeiterlesen
Eisenblume ist der zweite Band der schwedischen Krimireihe um Fredrika Storm und Henry Calment.
Schon im Vorwort der Autorin Frida Skybäck erfährt man den realen Hintergrund des Schauplatzes. Das 1879 eröffnete Lunder Hospital, später Sankt-Lars-Krankenhaus, war eine große psychiatrische Klinik mit bis zu 1600 Patienten, die oft furchtbare Behandlungsmethoden über sich ergehen lassen mussten.
Die Geschichte beginnt fulminant, als zwei Jugendliche eine Leiche in einem der verlassenen Gebäude der Psychiatrie entdecken. Schnell ist dem Ermittlerteam um Fredrika und Henry klar, dass es hier eine Verbindung zu den beiden 1987 spurlos verschwundenen Patienten gibt. Sie rollen den Cold Case wieder auf und begeben sich auf die Suche nach Zeugen, ehemaligen Mitarbeitern und Patienten. Das dies nach über 30 Jahren ein schwieriges Unterfangen ist wird schnell klar, darüber hinaus werden die Ermittlungen von verschiedenen Seiten noch zusätzlich erschwert und der öffentliche Druck wächst.
Leider verliert die Geschichte nach dem spannenden Beginn zunehmend an Fahrt, die vielen fruchtlosen Zeugenbefragungen oder die nicht zu Potte kommende Gerichtsmedizinerin machen den Mittelteil des Krimis langatmig. Für meinen Geschmack nehmen auch die privaten Befindlichkeiten der beiden Hauptprotagonisten zu viel Raum ein und besonders bei Fredrika versteht man möglicherweise einiges nicht, wenn man den ersten Band nicht gelesen hat. Da hätte ich mir gewünscht, dass die Geschichte der Klinik eine größere Rolle spielt. Zum Ende hin wird es dann aber doch wieder spannend und die Lösung des Falles mit einigen unerwarteten Wendungen überrascht.
Unterm Strich ist Eisenblume ein solider Krimi, zwar mit ein paar Schwächen, die aber wegen des guten Schreibstils der Autorin zu verschmerzen sind. Sollte es einen dritte Band geben, wovon ich ausgehe, werde ich diesen gerne lesen.
Ausgaben von Eisenblume
Besitzer des Buches 4
Update: 10. Oktober 2025 um 23:52




