Aurelia und die Jagd nach dem Glück
Buch von Beate Maly
Titel: Aurelia und die Jagd nach dem Glück
Beate Maly (Autor)
Band 3 der Aurelia von Kolowitz-Reihe
Verlag: DuMont Buchverlag GmbH & Co. KG
Format: Gebundene Ausgabe
Seitenzahl: 352
ISBN: 9783755800132
Termin: Neuerscheinung Oktober 2025
Aktion
-
Nominiere dieses Buch zum BücherTreff Leserliebling 2025!
-
Kurzmeinung
Lavendel Auch Band 3 ist wieder ein toller Cozy Krimi im historischen Wien. Unterhaltsam & diesmal emotionaler als sonst.
Zusammenfassung
Inhaltsangabe zu Aurelia und die Jagd nach dem Glück
Januar 1872, Ballsaison in Wien: keine gute Zeit für junge Gräfinnen, die sich nicht verheiraten lassen wollen. Der Rest der Stadt ist im Glücksrausch, Lose sind die Vergnügung der Stunde. Freiherr von Sothen hat mit dem Verkauf von Lotterielosen sein Geschäft gemacht und viele Leute arm. In Glanz und Gloria lebt er in einem Schlösschen am Cobenzl – bis er erschossen wird. Pech für den gierigen Freiherrn, Glück für Oberinspektor Janek Pokorny, denn wenn ein Mord in bester Gesellschaft geschieht, ist die junge Gräfin Aurelia von Kolowitz nicht weit. Doch die adelige Hobbykriminalistin hat andere Sorgen: Ihr Verleger will ihre Karikaturen nicht mehr drucken, ihr Vater will sie an einen Süßwarenfabrikanten verheiraten, und Janek, der sie nach ihrem letzten Fall ins Theater einladen wollte, hat sich nie wieder gemeldet. Wie immer machen die Männer um Aurelia herum also nichts als Ärger. Doch dann tritt die Witwe des Freiherrn auf den Plan – und die stellt was Habgier und Niedertracht betrifft noch so manchen Mann in den Schatten. Die Aurelia von Kolowitz Reihe: Band 1: Aurelia und die letzte Fahrt Band 2: Aurelia und die Melodie des Todes Band 3: Aurelia und die Jagd nach dem Glück Alle Bände sind eigenständige Fälle und können unabhängig voneinander gelesen werden .
Weiterlesen
Serieninfos zu Aurelia und die Jagd nach dem Glück
Aurelia und die Jagd nach dem Glück ist der 3. Band der Aurelia von Kolowitz Reihe. Diese umfasst 3 Teile und startete im Jahr 2022. Der letzte bzw. neueste Teil der Serie stammt aus dem Jahr 2025.
Über Beate Maly
Die Autorin Beate Maly wurde 1970 in Wien geboren. Ihre Bücher entstanden nicht nur unter ihrem bürgerlichen Namen, sondern auch unter den Pseudonymen Laura Baldini und Lina Jansen. Den beruflichen Werdegang begann Beate Maly in der Pädagogik. Mehr zu Beate Maly
Bewertungen
Aurelia und die Jagd nach dem Glück wurde insgesamt 3 mal bewertet. Die durchschnittliche Bewertung liegt bei 4,8 Sternen.
Meinungen
-
Auch Band 3 ist wieder ein toller Cozy Krimi im historischen Wien. Unterhaltsam & diesmal emotionaler als sonst.
Rezensionen zum Buch
-
Rezension zu Aurelia und die Jagd nach dem Glück
- Bellis-Perennis
-
28. November 2025 um 06:33
Penibel recherchiert und gekonnt erzähltBeate Maly hat um den realen Kriminalfall, der Ermordung des Freiherrn Johann Carl von Sothen, wieder einen spannenden historischen Krimi gewoben.Weiterlesen
Als der Wiener Lottokönig Freiherr Johann Carl von Sothen vor seinem Schloss am Cobenzl erschossen wird, weint ihm niemand, auch seine kaltherzige und habgierige Ehefrau, keine Träne nach. An Feinden mangelt es nicht, denn der Reichtum des Emporkömmling ist auf betrügerische Weise entstanden. So hat er nicht nur Lotterielose verkauft sondern auch sogenannte Promessen (also Gewinnversprechen), die nie eingetroffen sind, zahlreiche Menschen um Hab und Gut gebracht. Reich ist nur er geworden. Polizeioberinspektor Janek Pokorny wird mit den Ermittlungen beauftragt. Als die Witwe Sothen einen jungen Soldaten beschuldigt ihren Mann erschossen zu haben, bekommt der Fall eine kleine persönliche Note.
Im parallelen Handlungsstrang hadert Aurelia von Kollwitz ein abermals mit den Einschränkungen, denen sie als Frau unterliegt. Nicht nur, dass ihnen der Intellekt abgesprochen wird, sind vor allem Frauen aus „gutem Hause“ dazu verdonnert, schon jung zu heiraten und den Launen der oft wesentlich älteren Ehemänner ausgesetzt zu sein. Es scheint, als bekäme Aurelia diesmal eine Mitstreiterin.
Meine Meinung:
Auch in diesem, nunmehr dritten historischen Krimi darf Komtess Aurelia von Kolowitz ihren Scharfsinn einsetzen, um gemeinsam mit Polizeioberinspektor Janek Pokorny einen Kriminalfall lösen. Daneben muss sie sich die knapp Dreißigjährige wieder gegen einen, von ihrem Vater ausgesuchten, Heiratskandidaten wehren. Denn Aurelia hat nicht vor, zu heiraten und sich den Anordnungen eines Mannes zu unterwerfen. Dafür liebt sie nicht nur ihre Freiheit sondern auch das Zeichnen von Karikaturen, die unter einem Pseudonym bei der Zeitung veröffentlicht werden, zu sehr. Zudem ist ihr Herz bereits vergeben, wenn auch eine Verbindung aussichtslos erscheint.
Wieder mischt Beate Maly sozialkritische Töne in ihre Geschichte. Die Durchlässigkeit der Stände ist kaum gegeben: So heiraten Adelige nur Adelige, Bürgerliche wieder nur Bürgerliche und auch da gibt es Abstufungen, denn in Zeiten ohne Sozialversicherung und Pensionskasse, müssen vor allem Frauen darauf achten, genügend Mittel für ihr Auskommen nach dem Tod ihres Mannes zu haben. Ehen sind in den meisten Fällen Versorgungsehen, Gefühle spielen keine oder nur eine untergeordnete Rolle.
Daneben spricht die Autorin auch die Homosexualität an, die sowohl für Männer als auch für Frauen in der Donaumonarchie verboten ist und unter Strafe steht.
Wie immer sind die historischen Fakten penibel recherchiert und der Kriminalroman gekonnt erzählt.
Fazit:
Gerne gebe ich diesem historischen Krimi aus Wien 5 Sterne. -
Rezension zu Aurelia und die Jagd nach dem Glück
- NiniSte
-
23. November 2025 um 20:59
Von Beate Maly habe ich schon einige Romane mit Begeisterung gelesen. ,, Aurelia und die Jagd nach dem Glück " ist mein erster Krimi von ihr. Und auch hier bin ich absolut begeistert, die nächsten Bücher von ihr stehen schon auf meiner Wunschliste.Weiterlesen
Auch wenn ,, Aurelia und die Jagd nach dem Glück " der dritte Band der Reihe ist, konnte ich ihn problemlos ohne Vorkenntnisse lesen. Sehr schnell ist man mit den sympathischen Protagonisten vertraut. Grafentochter Aurelia von Kolowitz und Polizeioberinspektor Janek Pokorny sind sich schon durch die vorherigen gemeinsam gelösten Fälle bekannt. Beide verspüren eine gewisse Anziehung, obwohl ihnen genauestens bewusst ist, daß aufgrund ihrer unterschiedlichen gesellschaftlichen Stellung eine Beziehung oder gar eine Ehe undankbar wäre. Beate Maly entführt den Leser ins historische Wien. Es ist Januar 1872 und die Faschingszeit wird mit auch auf Bällen ausgiebig gefeiert. Da es nun endlich Zeit wird, daß die fast 30jährige Aurelia heiratet, hat ihr Vater einen passenden Heiratskandidaten für sie ausgesucht. Doch Aurelia hat nicht vor, zu heiraten und sich den Anordnungen eines Mannes zu unterwerfen. Dafür liebt sie ihre Freiheit zu sehr und auch das Zeichnen von Karikaturen, die unter einem Pseudonym bei der Zeitung veröffentlicht werden.
Als der ,, Wiener Lottokönig " Freiherr Johann Carl von Sothen vor seinem Schloss im Cobenzl erschossen wird, soll Janek Pokorny den Täter ermitteln. Feinde hatte er zur Genüge, hat er doch durch seine Lotterie und dubiose Gewinnversprechen , die nie in Erfüllung gingen, zahlreiche Menschen um Hab und Gut gebracht. Nur er wurde immer reicher. Sehr zur Freude seiner Frau, die ihm in Habgier allerdings in nichts nachstand. Zufällige Begegnungen und Gespräche auf Veranstaltungen bringen Aurelia mit dem Fall in Berührung. Vom da an, ist ihr Spürsinn geweckt und zusammen mit Janek wird nach dem Täter und Motiv des Mörders gesucht. Eine sehr spannende und fesselnde Ermittlung, mit Erkenntnissen , die mich überrascht und auch entsetzt haben.
Der äußerst flüssige und bildhafte Schreibstil lässt die Seiten nur so fliegen. Die Beschreibungen des historischen Wiens sind wunderbar detailliert, ich bin mit Aurelia und Janek durch die Straßen gegangen, habe im Café ein Haferl genossen und bin bei Schnee und Kälte mit dem Fiaker gefahren. Die Personen sind ausgezeichnet realistisch und ( die meisten) auf Anhieb sympathisch dargestellt. In meinen Ohren höre ich die Wiener Mundart, die ich einfach wunderbar finde. Die gesellschaftlichen Gepflogenheiten sind hervorragend authentisch beschrieben und auch wie sehr Aurelia mit den zu wenigen Rechten der Frauen hadert ist beeindruckend. Das Persönliche kommt im Roman bei den kriminalistischen Ermittlungen nicht zu kurz. Die Gedanken und Gefühle der Personen sind nachvollziehbar und für jedes kleine bißchen Glück freut man sich mit ihren. Bis zum Schluss habe ich mitgefiebert, mitgerätselt, wer und was für diesen Mord verantwortlich ist. Ich konnte das Buch erst aua der Hand legen, als die letzte Seite beendet war.
Ich hoffe auf weitere Fälle für Aurelia und Janek. Schon jetzt bin ich ganz gespannt, ob es vielleicht ein persönliches Glück für die Beiden geben wird.
Von ganzem Herzen eine uneingeschränkte Leseempfehlung für Liebhaber historischer Krimis mit sympathischen Charakteren und spannenden Fällen, geschickt verknüpft mit den gesellschaftlichen Gepflogenheiten, Rechten und Pflichten jener Zeit
Ausgaben von Aurelia und die Jagd nach dem Glück
Besitzer des Buches 6
Update: 19. Januar 2026 um 18:18




