Die Schüsse von Tiflis: Auf den Spuren der Künstlerin Dagny Juel
Buch von Kristin Valla, Gabriele Haefs, Christel Hildebrandt
Titel: Die Schüsse von Tiflis: Auf den Spure...
Kristin Valla (Autor) , Gabriele Haefs (Übersetzer) , Christel Hildebrandt (Übersetzer)
Verlag: Weidle
Format: E-Book
Seitenzahl: 239
ISBN: B0F1G62PQK
Termin: Neuerscheinung März 2025
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Die Schüsse von Tiflis: Auf den Spuren der Künstlerin Dagny Juel wurde bisher einmal bewertet.
Rezensionen zum Buch
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Rezension zu Die Schüsse von Tiflis: Auf den Spuren der Künstlerin Dagny Juel
- bikesbooksboulders
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22. April 2025 um 07:00
Die Künstlerin Dagny Juel hat die Menschen fasziniert und die Geschichte ihres Lebens ist voller Geheimnisse. Die norwegische Schriftstellerin Kristin Valla macht sich auf eine Reise zu den Orten, wo Dagny Juel lebte und starb.Weiterlesen
Dagnys Geschichte ist die einer Frau, die ihren eigenen Weg gegangen ist. 1892 geht sie als Musikerin nach Berlin und wird von den dortigen Künstlern mit offenen Armen empfangen. Sie galt als Muse von Edvard Munch. Über ihre Schönheit wurde oft mehr geschrieben als über ihre Arbeit. Aber im Gegensatz zu ihren beruflichen Erfolgen war sie in ihrem Privatleben nicht glücklich. Ihre Ehe mit dem Schriftsteller Stanisław Przybyszewskiwar von Geldsorgen und der Alkoholsucht ihres Mannes geprägt.
Die Kristin Valla steht die Frau und nicht die Künstlerin im Vordergrund. Sie beschreibt eine selbstbewusste junge Frau, sie sich und ihrer Begabung bewusst war. Sie sah sich als Bohemienne und liebte das Leben in den Kreisen von Künstlern. Aber die Autorin zeigt auch eine andere Seite Dagny Juels: die der Ehefrau, die neben ihrem Mann immer kleiner wurde. Als sie und ihr Mann in die Heimat Przybyszewskis zurückzogen, wurde sie einsam. Anfangs waren die Eheleute gleichgestellte Partner in Beziehung und Arbeit, aber jetzt entfernten sie sich immer weiter voneinander. Geldsorgen, die Isolierung durch Sprachprobleme und die Untreue ihres Mannes machten sie einsam.
Ich fand Kristins Reise faszinierend. Sie versuchte, so nah wie möglich an den jeweiligen Lebensumständen Juels zu bleiben. Spannend fand ich, wie viel von den damaligen Wohnungen noch erhalten war und wie man sich auch über die Künstlerin, die dort lebte, bewusst war. Vieles ist noch erhalten und das macht ihre Reise zu einer echten Reise in die Vergangenheit.
Ich hatte vor der Lektüre noch nichts von Dagny Juel gehört. Über die Künstlerin weiß ich noch zu wenig, aber die Kristin Valla konnte mir Dagny Juel als Frau näherbringen.
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Update: 22. April 2025 um 07:01



