... Und dann wurden sie Nazis: Faszination Hitler
Buch von Martin Haidinger
Titel: ... Und dann wurden sie Nazis: Faszin...
Martin Haidinger (Autor)
Verlag: Carl Ueberreuter Verlag
Format: Gebundene Ausgabe
Seitenzahl: 224
ISBN: 9783800078868
Termin: Neuerscheinung Februar 2025
Aktion
Zusammenfassung
Inhaltsangabe zu ... Und dann wurden sie Nazis: Faszination Hitler
„Der Adolf war für uns einfach ein toller Typ!“ Was faszinierte junge Menschen der 1930er- und 40er-Jahre am „Führer“? Warum folgten sie ihm blindlings in den Abgrund? Dieses Buch lässt Zeitzeuginnen und Zeitzeugen zu Wort kommen, die ihre Geschichten aus der Froschperspektive erzählen: Ein Hitlerjunge berichtet von Sprengstoffanschlägen, ein BDM-Mädchen schildert ihren Weg zwischen Überzeugung und Naivität, ein Widerstandskämpfer erklärt, warum er sich als Täter sieht. Selten gehörte Stimmen und unglaubliche Details – erschütternd, erhellend und unentbehrlich für das Verständnis dieser dunklen Jahre. Gefördert vom Zunkunftsfonds der Republik Österreich STIMMEN ZUM BUCH: „Martin Haidinger ist ein Geschichte-Erzähler, dem seine zeithistorische Kompetenz förmlich aus der Feder quillt. Aus den Anekdoten dieses Buches weht der Odem einer furchtbaren Zeit herüber in die Neuzeit, wo er neu parfümiert wieder zum verführerischen Duft geworden ist. Ein 'leiwander Kerl' war er, der Adolf, für einen der Zeitzeugen. Die Kompaktheit dieses Buches, gepaart mit hoher Detailtreue, lässt einen stammeln: Nie mehr, nie mehr wieder! Dennoch erzeugt es Mitgefühl mit den Verführten von damals, weil es aufzeigt, wie schnell es passieren kann. Als gedrucktes Mahnmal entlässt es uns aber auch nicht aus der Verantwortung, wachsam zu sein. Nie mehr, nie mehr wieder!“ Günther Mayr, ORF „Dieses Buch bietet bemerkenswerte Einblicke in das Innenleben des Nationalsozialismus und seiner verhängnisvollen Dynamik. So erscheinen zum Beispiel die Geschehnisse nach der ‚Rosenkranz-Demonstration ’im Oktober 1938 bei allen notwendigen Vorbehalten gegen die mündliche Quelle zumindest in einem neuen Licht.“ Univ. Prof. Dr. Karl Vocelka, Historiker, emer. Vorstand des Instituts für Geschichte der Universität Wien „Martin Haidinger liefert ein ungewöhnliches Panorama von Täter- und Opfergeschichten ab und dringt damit tief in die Mentalitätsgeschichte ‚kleiner‘ Nationalsozialisten und ihrer Gegner ein. Daraus lernen wir auch beklemmend viel über unsere Gegenwart und die Verführbarkeit von Menschen durch radikale Ideologien jeder Art.“ Dr. Kurt Bauer, Historiker, Autor von „Die dunklen Jahre“ „Martin Haidinger ist ein profunder Kenner der österreichischen Geschichte. Bei ihm verbindet sich ein weiter Wissenshorizont mit tiefen Einsichten. Mit Blick auf die rege Forschungstätigkeit und Berichterstattung zum Nationalsozialismus fragt er: Wie viel zu diesem Thema ist noch nötig? Seine Antwort ist überzeugend: Nach wie vor müssen wir ergründen, wie ein Unrechtssystem und Adolf Hitler als seine Verkörperung zum Mythos und Faszinosum werden konnten. In Anbetracht gefährlicher politischer Entwicklungen und der Infragestellung demokratischer Werte leistet er einen bedeutenden Beitrag zu einem Zeitpunkt, in dem die letzten Zeugen der NS-Zeit als Gesprächspartner verlorengehen. Martin Haidinger lässt sie zu Wort kommen, ruft ihre Erfahrungen in Erinnerung: Geschichte in individuellen Porträts, mit menschlichem Maß, auf Augenhöhe mit jenen, die einen Zivilisationsbruch erlebten, ohne vorschnelle Urteile und richterliche Posen – als Aufklärung und Warnung. Wichtig, notwendig, berührend!“ Univ. Prof. Dr. Hannes Leidinger, Historiker, Institut für Zeitgeschichte der Universität Wien
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Bewertungen
... Und dann wurden sie Nazis: Faszination Hitler wurde bisher einmal bewertet.
Rezensionen zum Buch
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Rezension zu ... Und dann wurden sie Nazis: Faszination Hitler
- Bellis-Perennis
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1. März 2025 um 21:27
Schon wieder Hitler? Nein, noch immer! Martin Haidinger zeigt in diesem Buch, dem zahlreiche Interviews und Briefe von Menschen, die während des NS-Regimes gelebt haben, zu Grunde liegen, auf, wie sie den stets wiederholten Manipulationen auf den Leim gegangen sind.Weiterlesen
Die interessierte Leserschaft erfährt, so es noch nicht bekannt war, dass der Antisemitismus in Österreich nicht erst mit Hitler & Co quasi vom Himmel gefallen ist, sondern seit Jahrhunderten latent vorhanden war und mit dem Wohlstand, den einzelne jüdische Familien im 19. Jahrhundert erreicht haben, einen ersten Höhepunkt erreicht hat, um dann schon vor und während der NS-Zeit wesentlich radikaler als in Deutschland abermals auszubrechen. Dass sich der Hass und die Vernichtung auf alle jene erstreckt haben, die dem System nicht entsprochen haben, ist nur eine logische Konsequenz, dieses verqueren Denkens.
Prolog: Schon wieder Hitler? Nein, noch immer!Wie die Jungen Nazis wurdenAn- und AbschlussTäter, Opfer ...... und der Rest ...EpilogBesonderes Augenmerk schenkt Martin Haidinger, dessen Biografie zu Wilhelm Höttl, die ich vor einiger Zeit gelesen habe, eben jenen Mann, der es verstanden hat, sowohl in Hitlers Regime als auch beim amerikanischen Geheimdienst als Spion zu arbeiten. Höttl ist ein Chamäleon, das - in mehrfacher Hinsicht - schwer zu fassen ist.
Erschreckend wie Interessant ist auch die Lebensgeschichte des jungen Mädchens aus Wien-Essling, das um der Enge des tiefkatholischen Elternhauses zu entfliehen und Abenteuer zu erleben, dem BDM beitritt, dort Karriere macht und sich unverstanden fühlt, weil sie nach dem Ende des NS-Unrechtsregimen aus dem Schuldienst entlassen wird.
Allein die Aussage „Hitler war für uns einfach ein toller Typ“ sorgt bei mir für Gänsehaut, denn sie erinnert an die aktuellen Sprüche diverser Politiker, wie man sie auf der ganzen Welt findet.
Haidingers Buch erhält durch die Stimmen der Interviewten eine faszinierende und gleichzeitig erschreckende Dynamik, der man sich kaum entziehen kann. Martin Haidinger gelingt es sehr gut, die Naivität und Verletzlichkeit dieser Jugendlichen zu erfassen und aufzuzeigen, wie sie zu Werkzeugen einer menschenverachtenden Ideologie gemacht worden sind. Dieselbe Indoktrination lässt sich heute beobachten, wenn von „Radikalisierung“ junger Menschen die Rede ist. Allerdings meint man hier eher die Hinwendung zu islamistischen Inhalten, als zum Rechtsradikalismus. Wobei hier auch angemerkt werden muss, dass Antisemitismus nicht allein den Rechten zugeordnet werden kann, sondern auch Sozialisten, Kommunisten und andere Linke haben da ihren entsprechenden Anteil daran. Ich denke da nur an den sozialistischen Minister im Nachkriegsösterreich, der seine Mitarbeiter angewiesen hat, jüdische Restitutionsansuchen so lange zu verschleppen, bis die Antragsteller verstorben sind oder an die Machthaber der UdSSR, die in den 1960er- und 1970er- Jahren Tausende Juden ausgewiesen haben.
Wie wir es von Martin Haidinger gewöhnt sind, recherchiert er penibel und erzählt fesselnd.
Fazit:
Diesem nach wie vor notwendigen Buch, das tiefe Einblick in die Psyche von Jugendlichen gibt, und aufruft, wachsam den aktuellen Entwicklungen gegenüber zu sein, gebe ich gerne 5 Sterne und eine Leseempfehlung.
Ausgaben von ... Und dann wurden sie Nazis: Faszination Hitler
Besitzer des Buches 1
Update: 1. März 2025 um 21:27



