Der gefrorene Fluss

Buch von Ariel Lawhon

Cover zum Buch Der gefrorene Fluss

Titel: Der gefrorene Fluss

3,9 von 5 Sternen bei 19 Bewertungen

78,4% Zufriedenheit

Verlag: adrian & wimmelbuchverlag

Format: Taschenbuch

Seitenzahl: 496

ISBN: 9783985852956

Termin: Neuerscheinung September 2025

Aktion

  • Kurzmeinung

    mondy
    Unterhaltsam und mit interessanten Fakten, aber schon wieder sehr modern feministisch.
  • Kurzmeinung

    Heleflo
    Wow, großartiges Buch mit viel Tiefe
  • Cover zum Buch Flug der Träume Cover zum Buch Codename Hélène Cover zum Buch Barriers to Entry

Zusammenfassung

Inhaltsangabe zu Der gefrorene Fluss

„Martha Ballard ist nicht nur eine Hebamme aus Maine, die noch nie eine Gebärende verloren hat. Sie ist auch eine Wahrheitssprecherin und Gerechtigkeitssucherin in einer Zeit, in der Frauen nicht einmal vor Gericht aussagen dürfen. … Wieder einmal vollbringt Lawhon mit einer realen Heldin erzählerische Magie.“ --People Magazine, Buch der Woche „Fans von Claire Fraser aus ‚Outlander‘ werden Lawhons Martha mögen, die mutig und freimütig ist, wenn es darum geht, die Unschuldigen zu beschützen. … beeindruckend.“ – The Washington Post „Teils Krimi, teils historische Fiktion … dieser Roman hat eine winterliche Atmosphäre, die ihn zu einer idealen Lektüre für die Kaminecke macht.“ --Real Simple Dieser historische Krimi ist inspiriert vom Leben und Tagebuch der Martha Ballard, einer berühmten Hebamme aus dem 18. Jahrhundert, die sich dem bestehenden Rechtssystem widersetzte und so in die amerikanische Geschichte einging. Maine, 1789 : Als der Kennebec River zufriert und die Leiche eines toten Mannes im Eis sichtbar wird, soll Martha Ballard den Leichnam untersuchen und die Todesursache feststellen. Als Hebamme und Heilerin ist sie in vieles eingeweiht, was sich hinter verschlossenen Türen in der Kleinstadt Hallowell abspielt. Ihr Tagebuch ist eine Aufzeichnung aller Geburten und Todesfälle, Verbrechen und Debakeln, die sich in der engen Gemeinschaft ereignen. Monate zuvor dokumentierte Martha die Einzelheiten einer angeblichen Vergewaltigung, die von zwei der angesehensten Herren der Stadt begangen wurde – einer von ihnen wurde nun tot im Eis aufgefunden. So ist Martha sich sicher, dass sie es hier mit einem Mord zu tun hat. Doch ein örtlicher Arzt widerlegt ihre Schlussfolgerung und erklärt den Tod für einen Unfall. Martha ist entschlossen, den schockierenden Mord auf eigene Faust zu untersuchen. Im Laufe eines Winters, während der Prozess näher rückt und Gerüchte und Vorurteile zunehmen, ist Martha beharrlich auf der Suche nach der Wahrheit. Ihr Tagebuch gerät bald in den Mittelpunkt des Skandals, verwickelt diejenigen, die sie liebt, in die Sache und zwingt Martha, zu entscheiden, wo ihre eigene Loyalität liegt. Clever, vielschichtig und subversiv stellt Ariel Lawhons neuestes Werk eine unbeugsame Heldin vor, die sich weigerte, etwas Geringeres als die Gerechtigkeit zu akzeptieren, in einer Zeit, in der es galt, Frauen am besten nur zu sehen und nicht zu hören. „Der gefrorene Fluss“ ist eine spannende und zärtliche Geschichte über eine bemerkenswerte Frau, die ein beispielloses Erbe hinterlassen hat und dennoch bis heute fast vergessen ist. Das perfekte Buch für Leserinnen von "Eine Frage der Chemie" und "Der Gesang der Flusskrebse" und in der limitierten Ausgabe mit Farbschnitt ein wunderschönes Geschenk für alle Buchliebhaberinnen!
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Bewertungen

Der gefrorene Fluss wurde insgesamt 19 mal bewertet. Die durchschnittliche Bewertung liegt bei 3,9 Sternen.

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Meinungen

  • Unterhaltsam und mit interessanten Fakten, aber schon wieder sehr modern feministisch.

    mondy

  • Wow, großartiges Buch mit viel Tiefe

    Heleflo

  • Großartiger Roman, exzellent gelesen

    Buchdoktor

Rezensionen zum Buch

  • Rezension zu Der gefrorene Fluss

    • 12. Januar 2026 um 14:42
    Inhalt
    Angelehnt an das Leben der realen Hebamme Martha Ballard (1735-1812) führt Ariel Lawhon uns ins Kennebec Valley/Maine. Gestützt auf Marthas sachlich knapp gehaltenes Tagebuch, das sie erst in ihren Fünfzigern zu schreiben begann, stellt die Autorin ein Knäuel an miteinander verbundenen Straftaten dar, in denen Martha als Zeugin aussagt. Es handelt sich um einen offenbar ermordeten und im Eis des Flusses eingefrorenen Mann, brutale Vergewaltigung und Betrug um den Grundbesitz des halben Ortes. Dass Martha erst als Erwachsene nach ihrer Heirat von Ehemann Ephraim Ballard Lesen und Schreiben lernte und zu ihrer Zeit damit eine ungewöhnliche Ausnahme bildete, gibt den Gerichtsverfahren besonderen Pfiff, weil sie mit ihrem handschriftlichen Tagebuch Beweise vorlegen kann, die nachträglich nicht mehr geändert worden sein können. Die Straftaten und die bis dahin übliche Rechtsprechung zu Lasten weiblicher Verbrechensopfer treten jedoch in den Hintergrund zu Marthas Tätigkeit als Hebamme, Heilkundige und Leichenbeschauerin, aber auch als Mutter von insgesamt neun Kindern und Organisatorin eines Haushalts mit noch sechs überlebenden inzwischen erwachsenen Kindern.
    Das vielfältige Mosaik aus zahlreichen Randthemen, macht für mich den Unterschied zwischen einem sehr guten und einem nur oberflächlich behaupteten historischen Roman aus. Vom Sägewerk, das Ephraim betreibt, der verlässlichen Versorgung des Pferdes, das Martha zu ihren Einsätzen trägt, über den Konflikt mit einem unfähigen Arzt, der wider besseres Wissen mit den lokalen Hebammen um Geburten konkurriert, Marthas behindertem Kind, dem Verlust ihrer Kinder während einer Diphteriewelle, Marthas mit dem Alter schwindenden Kräften bis zu den Eskapaden ihrer auf Freiersfüßen wandelnden Kinder illustriert Ariel Lawhon das Leben im 18. Jahrhundert höchst glaubwürdig.
    Zum Verhältnis von Fakten und Fiktion im Roman nimmt die Autorin im Nachwort Stellung – das jedoch spoilert, weil Ereignisse aus der Zeit vor Marthas Aufzeichnungen erst zum Ende des Buches eingeblendet werden.
    Fazit
    Ein ungewöhnlich detailreicher, glaubwürdiger Einblick in ein Jahrhundert, in dem Verantwortung für voreheliche oder durch Vergewaltigungen entstandene Schwangerschaften einseitig den betroffenen Frauen zugeschoben wurde, offenbar gestützt, indem Frauen ans Haus gekettet und ihnen keine Schulbildung zugestanden wurde. Besonders berührt hat mich das Schicksal der Ballards als Eltern eines Behinderten und Betroffene durch eine schwere Infektionskrankheit, die (neben anderen) neuerdings wider besseres Wissen verharmlost wird.
    Ein frühes Highlight dieses Lesejahrs, das in einigen Punkten sorgfältiger übersetzt sein könnte. To need stitches (Das muss genäht werden) wurde und wird z. B. nicht mit „du brauchst Stiche“ übersetzt. Aber das ist Klagen auf hohem Niveau über einen außergewöhnlich beeindruckenden Roman.
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  • Rezension zu Der gefrorene Fluss

    • 23. Dezember 2025 um 16:15
    Ich habe dieses Buch in der englischen Ausgabe heute beendet und für mich zählt es zu den Highlights des Jahres.
    Der Rezension von @Emili kann ich mich vollumfänglich anschließen. Dieser Roman hat alles, was ich besonders schätze:
    Er ist vom Leben einer realen Person, der Hebamme Martha Ballard (1735 - 1812) inspiriert und in vielen Details sehr faktengetreu, ich habe neben der Lektüre auf Family Search die ganze Familie Ballard gestalkt recherchiert.
    Wo und weshalb die Autorin von den Fakten abgewichen ist (chronologische Änderungen) und fiktive Ergänzungen vorgenommen hat, erläutert sie ausführlich im Nachwort.
    Das Buch ist eine Mischung von atmosphärischer Erzählung mit Elementen eines Krimis und einer (fiktiv erweiterten) Autobiografie. Es gibt einen guten Einblick in die gesellschaftlichen Verhältnisse Neuenglands relativ kurz nach Erreichen der Amerikanischen Unabhängigkeit und es hat in der Ausgestaltung durch die Autorin einen klar feministischen Touch. Dabei wird auch ein zeitloses Thema Recht versus Gerechtigkeit angesprochen.
    Ich bin absolut begeistert und vergebe sowie eine Leseempfehlung für alle, die nicht nur schnelle Unterhaltung erwarten, sondern sich etwas mehr Zeit nehmen können und wollen.
    Meine Sterne-Bewertung gebe ich für die englische Ausgabe ab, da ich zur Qualität und guten Lesbarkeit der deutschen Übersetzung nichts sagen kann.
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  • Rezension zu Der gefrorene Fluss

    • 16. Dezember 2025 um 09:31
    Kurzbeschreibung:
    Dieser historische Krimi ist inspiriert vom Leben und Tagebuch der Martha Ballard, einer berühmten Hebamme aus dem 18. Jahrhundert, die sich dem bestehenden Rechtssystem widersetzte und so in die amerikanische Geschichte einging.
    Maine, 1789: Als der Kennebec River zufriert und die Leiche eines toten Mannes im Eis sichtbar wird, soll Martha Ballard den Leichnam untersuchen und die Todesursache feststellen. Als Hebamme und Heilerin ist sie in vieles eingeweiht, was sich hinter verschlossenen Türen in der Kleinstadt Hallowell abspielt. Ihr Tagebuch ist eine Aufzeichnung aller Geburten und Todesfälle, Verbrechen und Debakeln, die sich in der engen Gemeinschaft ereignen. Monate zuvor dokumentierte Martha die Einzelheiten einer angeblichen Vergewaltigung, die von zwei der angesehensten Herren der Stadt begangen wurde – einer von ihnen wurde nun tot im Eis aufgefunden. So ist Martha sich sicher, dass sie es hier mit einem Mord zu tun hat. Doch ein örtlicher Arzt widerlegt ihre Schlussfolgerung und erklärt den Tod für einen Unfall. Martha ist entschlossen, den schockierenden Mord auf eigene Faust zu untersuchen.
    Im Laufe eines Winters, während der Prozess näher rückt und Gerüchte und Vorurteile zunehmen, ist Martha beharrlich auf der Suche nach der Wahrheit. Ihr Tagebuch gerät bald in den Mittelpunkt des Skandals, verwickelt diejenigen, die sie liebt, in die Sache und zwingt Martha, zu entscheiden, wo ihre eigene Loyalität liegt.
    Clever, vielschichtig und subversiv stellt Ariel Lawhons neuestes Werk eine unbeugsame Heldin vor, die sich weigerte, etwas Geringeres als die Gerechtigkeit zu akzeptieren, in einer Zeit, in der es galt, Frauen am besten nur zu sehen und nicht zu hören. "Der gefrorene Fluss" ist eine spannende und zärtliche Geschichte über eine bemerkenswerte Frau, die ein beispielloses Erbe hinterlassen hat und dennoch bis heute fast vergessen ist.
    Meinung:
    Der Roman Der gefrorene Fluss spielt im Maine des späten 18. Jahrhunderts und basiert lose auf einer historischen Figur. Im Mittelpunkt steht Martha Ballard, eine Hebamme, die im Winter 1789 mit einem rätselhaften Todesfall konfrontiert wird. Ein Mann wird tot im gefrorenen Fluss gefunden – offiziell gilt sein Tod als Unfall. Doch Martha, die durch ihre Arbeit tiefe Einblicke in das Leben und die Geheimnisse der Dorfgemeinschaft hat, beginnt zu zweifeln. Während sie weiterhin Kinder zur Welt bringt und Frauen unterstützt, deckt sie Stück für Stück ein Netz aus Lügen, Machtmissbrauch und unterdrückten Wahrheiten auf.
    Ariel Lawhon gelingt mit Der gefrorene Fluss ein atmosphärisch dichter historischer Roman, der besonders durch seine starke Hauptfigur überzeugt. Martha Ballard ist eine bemerkenswert moderne, kluge und mutige Frau, deren scharfer Blick für Ungerechtigkeiten den Roman trägt. Ihre Rolle als Hebamme verleiht der Geschichte eine besondere Tiefe, da sie sowohl körperliche als auch gesellschaftliche Verletzlichkeit hautnah erlebt. Der frostige Winter Maines bildet eine eindrucksvolle Kulisse, die die emotionale Kälte und die Starrheit der damaligen Gesellschaft widerspiegelt.
    Sprachlich ist der Roman ruhig, detailreich und sehr bildhaft erzählt. Besonders gelungen ist die Verknüpfung von historischen Fakten mit einer spannenden, wenn auch leisen Kriminalhandlung. Statt reißerischer Wendungen setzt Lawhon auf psychologische Spannung und moralische Fragen – etwa nach Wahrheit, Gerechtigkeit und der Rolle von Frauen in einer von Männern dominierten Welt.
    Trotz der starken Atmosphäre nimmt sich der Roman viel Zeit für Alltagsbeschreibungen, was das Erzähltempo stellenweise deutlich verlangsamt. Leserinnen und Leser, die eine klassische Kriminalgeschichte mit hohem Spannungsbogen erwarten, könnten den Plot als zu zurückhaltend empfinden. Stellenweise fühlte sich der Roman als eine Abhandlung von Ereignissen. Zudem bleiben einige Nebenfiguren eher skizzenhaft und hätten mehr Tiefe verdient, um die sozialen Konflikte noch stärker herauszuarbeiten.
    Der gefrorene Fluss ist ein feinfühliger, kluger historischer Roman mit einer außergewöhnlichen Protagonistin. Die Geschichte überzeugt mehr durch ihre Atmosphäre und ihre gesellschaftlichen Themen als durch reine Spannung. Wer ruhige, tiefgründige Romane mit historischem Hintergrund und starken Frauenfiguren schätzt, wird dieses Buch sehr mögen – auch wenn es gelegentlich Geduld verlangt.
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Ausgaben von Der gefrorene Fluss

E-Book

Cover zum Buch Der gefrorene Fluss

Seitenzahl: 566

Taschenbuch

Cover zum Buch Der gefrorene Fluss

Seitenzahl: 496

Hardcover

Cover zum Buch Der gefrorene Fluss

Seitenzahl: 448

Hörbuch

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Der gefrorene Fluss in anderen Sprachen

  • Deutsch: Der gefrorene Fluss (Details)
  • Englisch: Frozen River (Details)

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Update: 26. Juli 2026 um 07:35