Cover zum Buch Sturm

Titel: Sturm

, (Übersetzer) , (Übersetzer)

4,5 von 5 Sternen bei 2 Bewertungen

Verlag: Hoffmann und Campe

Format: Gebundene Ausgabe

Seitenzahl: 384

ISBN: 9783455018721

Termin: Neuerscheinung Januar 2025

Aktion

  • Kurzmeinung

    drawe
    Ein Sturm als Protagonist, spannend und anschaulich erzählt mit Blick für kleine Geschichten. Sehr aktuell!
  • Kurzmeinung

    Buchdoktor
    Klassiker von 1941, erstaunlich zeitloser Pionier des Klimaromans
  • Cover zum Buch Earth Abides: Leben ohne Ende Cover zum Buch Leben ohne Ende: Meisterwerke der Sci... Cover zum Buch Unterwegs in die Welt von morgen: Leb...

Zusammenfassung

Inhaltsangabe zu Sturm

Kalifornien wird seit Monaten von einer verheerenden Dürre geplagt, als ein Schiff aus dem fernen westlichen Pazifik eine ungewöhnliche Messung meldet. Ein junger Meteorologe in San Francisco nimmt die Anomalie zur Kenntnis und tauft sie insgeheim Maria. Mit rasanter Geschwindigkeit wächst Maria zu einem gewaltigen Sturm heran, entwickelt ein Eigenleben und bahnt sich ihren Weg von der Pazifikküste in die Sierra Nevada und darüber hinaus. Meteorologen, Schneepflugfahrer, ein General, ein Liebespaar und eine unglückliche Eule verfolgen Marias zerstörerischen Weg durch die USA mit ebenso großer Sorge wie Faszination. Der Sturm fegt durch die Staaten, bringt lang ersehnten Regen, überflutet Täler, vergräbt ganze Bergketten im Schnee, und macht den Menschen unbestreitbar bewusst, wie sehr das Wetter ihr Leben bestimmt.
Weiterlesen

Bewertungen

Sturm wurde insgesamt 2 mal bewertet. Die durchschnittliche Bewertung liegt bei 4,5 Sternen.

(2)
(0)
(0)
(0)
(0)

Meinungen

  • Ein Sturm als Protagonist, spannend und anschaulich erzählt mit Blick für kleine Geschichten. Sehr aktuell!

    drawe

  • Klassiker von 1941, erstaunlich zeitloser Pionier des Klimaromans

    Buchdoktor

Rezensionen zum Buch

  • Rezension zu Sturm

    • 9. März 2025 um 10:42
    Mein Lese-Eindruck:
    Ein beeindruckendes Cover – und ein beeindruckendes Buch!
    Ein junger Meteorologe beobachtet die allmähliche Entwicklung eines Sturms und beschreibt sein Heranwachsen so, als ob es sich um ein Lebewesen handele. Jeder Sturm ist seiner Meinung nach ein Individuum mit einer eigenen Persönlichkeit, und so gibt er „seinem“ Sturm auch einen Namen: er heißt Maria.
    Ein Sturm ist keine klimatische Laune, sondern entsteht durch eine Vielzahl von globalen und komplexen Bedingungen, die der Autor mit großer Genauigkeit und Expertise nachzeichnet. Das hört sich trocken an, ist aber spannend zu lesen: wie und warum sich die neugeborene Maria entwickelt, wächst, lebhafter wird und schließlich zu einer gefährlichen und verheerenden Naturgewalt die Menschen in Kalifornien bedroht.
    Kleinste Ereignisse haben große Auswirkungen, und diesen kleinsten Ereignissen widmet Stewart viel Raum und spart nicht an Details. Maria braust mit gewaltigen Wassermassen und Schneefällen über Kalifornien hinweg, und wir lesen z. B. von einer Eule, die den Draht einer Telefon- Hochspannungsleitung berührt und damit letztendlich den Tod eines jungen Monteurs nach sich zieht. Ebenso liebevoll, aber immer realistisch zeichnet der Autor die Auswirkungen des Schneefalls z. B. auf eine Kiefer nach, deren Astbruch ebenfalls weitreichende Konsequenzen hat. Im Mittelpunkt stehen aber die Auswirkungen auf die Menschen. Er stellt uns einzelne Menschen oder Menschengruppen vor, die nur durch den Sturm und dessen Auswirkungen miteinander verbunden werden. Es sind spannende kleine Geschichten, die der Autor erzählt: von einem jungen Paar, das im Auto unterwegs ist, vom Oberinspektor der Straßenverwaltung, der mitten im Schneechaos die Räumung eines Gebirgspasses organisiert, von einem Piloten oder von Reisenden im Zug und so fort.
    Der Roman ist über 80 Jahre alt und stammt aus einer Zeit, in der Telefonfräulein die Verbindungen per Hand stöpselten und in der die Wetterkarten ebenfalls per Hand gezeichnet und die Wetterprognosen aufgrund des persönlichen Erfahrungsschatzes erstellt wurden. Trotzdem hat dieser Roman nichts von seiner Aktualität verloren, im Gegenteil: ich finde ihn beeindruckend brisant. Der Sturm ist hier Teil einer Natur, die nicht nach Gut und Böse fragt und auch nicht nach wirtschaftlichen Bedürfnissen. Er setzt sich über politische Grenzen hinweg und gehorcht nur seinen eigenen Gesetzen. Stewart zeigt sehr deutlich, dass der Mensch die Naturgewalten nicht kontrollieren kann, aber – und das macht die Aktualität des Buches aus – dass mit Kooperation, mit Verantwortungsgefühl, mit menschlicher Solidarität und auch mit Opferbereitschaft die Folgen einer Naturgewalt bewältigt werden können.
    Fazit:
    Ein ungewöhnlicher Protagonist, eine spannende Lektüre zu einem hochaktuellen Thema!
     
    Weiterlesen
  • Rezension zu Sturm

    • 5. Januar 2025 um 09:13
    Klappentext/Verlagstext
    Kalifornien wird seit Monaten von einer verheerenden Dürre geplagt, als ein Schiff aus dem fernen westlichen Pazifik eine ungewöhnliche Messung meldet. Ein junger Meteorologe in San Francisco nimmt die Anomalie zur Kenntnis und tauft sie insgeheim Maria.
    Mit rasanter Geschwindigkeit wächst Maria zu einem gewaltigen Sturm heran, entwickelt ein Eigenleben und bahnt sich ihren Weg von der Pazifikküste in die Sierra Nevada und darüber hinaus. Meteorologen, Schneepflugfahrer, ein General, ein Liebespaar und eine unglückliche Eule verfolgen Marias zerstörerischen Weg durch die USA mit ebenso großer Sorge wie Faszination. Der Sturm fegt durch die Staaten, bringt lang ersehnten Regen, überflutet Täler, vergräbt ganze Bergketten im Schnee, und macht den Menschen unbestreitbar bewusst, wie sehr das Wetter ihr Leben bestimmt.
    Der Autor
    George R. Stewart (1895–1980) wurde in Pennsylvania geboren und erhielt seine Ausbildung in Princeton. Er promovierte 1922 in englischer Literatur an der Columbia University und wurde 1924 Mitglied der Englischen Fakultät an der University of California, Berkeley. Er war Soziologe, Ortsnamenforscher, Gründungsmitglied der American Name Society und Autor von mehr als zwanzig Büchern, darunter die Bestseller »Leben ohne Ende« und »Sturm« sowie mehrere Werke zur amerikanischen Geschichte.
    Ausgabe
    USA und Zürich: Orell Füssli: 1941, Deutsch - BRD: 1950
    Der Autor
    George Rippey Stewart wurde durch den Blick aus seinem Haus an der San Franciso Bay auf die Horizontlinie des Pazifiks zu seinem visionären Klimaroman (1941 erschienen) angeregt, der heute zwischen Carsons „Der stumme Frühling“ und Boyles "Blues Skies" eingeordnet wird.
    Inhalt
    Während sich im ewigen Tanz von kühlen und warmen Luftmassen über dem Pazifik ein ungewöhnlich heftiger Sturm mit starken Niederschlägen aufbaut, folgen wir Menschen, die beruflich oder durch Zufall von den fiktiven Ereignissen betroffen sind. J. M./Junior-Meteorologe, der den gerade entstehenden Sturm "Maria" tauft, tritt stellvertretend für seinen Berufsstand auf. Als Romanfigur wird er maßgeblich dazu beitragen, dass Stewarts Idee, Stürmen Namen zu geben und sie damit als Lebewesen wahrzunehmen, in den 50ern des vorigen Jahrhunderts in den USA offiziell eingeführt wird. Außer Meteorologen und Menschen, die ihnen Messdaten liefern, treten Verantwortliche für Straßen, Eisenbahn, Elektrizität, Telefon, Flugverkehr, Dämme und Staubecken auf. Reparaturtrupps flicken im Sturm gerissene (frei hängende) Stromleitungen und klettern dazu vereiste Holzpfähle mit Steigeisen empor, Telefonistinnen (Fräuleins vom Amt) mühen sich, Telefonverbindungen intakt zu halten und Verantwortliche für Verkehrsverbindungen zeigen in der Krise unerwartete Entschlossenheit. Auch wenn „Sturm“ keine Hauptfigur bietet, lässt sich mit Vertretern diverser Berufsgruppen fiebern, wie sie sich unter Druck entscheiden und – vor allem – wie sie sich durchsetzen werden. Sollen Flüge abgesagt, Ernten geopfert, Staudämme geöffnet und Pässe gesperrt werden?, all das muss dringend von Einzelpersonen entschieden werden, ohne erst fachlichen Rat einzuholen. Im Bereich der Meteorologie kündigt sich in der Krise darüber hinaus ein Generationswechsel an. Nicht nur der „Alte Meister“ muss mit 90 Jahren abtreten, der nie verriet, auf welcher Basis er seine Wettervoraussagen abgab, sondern auch die Epoche der handgezeichneten Wetterkarten des „J. M.“ endet mit dem Sturm „Maria“.
    Fazit
    „Sturm“ wirkt durch zahlreiche schnelle Szenenwechsel und Focus auf diversen „Rettern“ im Rahmen der Katastrophenhilfe ausgesprochen modern. Wer sich für die durch Veteranen des 2. Weltkriegs nahezu rein männlich geprägten Berufsfelder, die Infrastruktur und die Klimaverhältnisse der Pazifikküste interessiert und den etwas trockenen journalistischen Ton toleriert, sollte beim Pionier des Klimaromans zugreifen.
    Weiterlesen

Ausgaben von Sturm

Hardcover

Cover zum Buch Sturm

Seitenzahl: 384

E-Book

Cover zum Buch Sturm

Seitenzahl: 440

Taschenbuch

Cover zum Buch Storm

Seitenzahl: 304

Sturm in anderen Sprachen

Besitzer des Buches 4

  • Mitglied seit 22. August 2018
  • Mitglied seit 30. November 2017
  • Mitglied seit 3. Januar 2015
  • Mitglied seit 12. März 2019
Update: 29. August 2025 um 10:57