Die Akte Schneeweiß
Buch von Felicitas Fuchs, Carla Berling
Titel: Die Akte Schneeweiß
Felicitas Fuchs (Autor) , Carla Berling (Erzähler)
Verlag: Random House Audio
Format: Audible Hörbuch
ISBN: B0DN1L3K2H
Termin: Neuerscheinung Mai 2025
Aktion
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Kurzmeinung
claudi-1963 Ergreifender Roman vom Schicksal zweier starken Frauen zu unterschiedlichen Zeiten, die viel Mut und Unrecht erleben.
Bewertungen
Die Akte Schneeweiß wurde insgesamt 7 mal bewertet. Die durchschnittliche Bewertung liegt bei 4,6 Sternen.
Meinungen
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Ergreifender Roman vom Schicksal zweier starken Frauen zu unterschiedlichen Zeiten, die viel Mut und Unrecht erleben.
Rezensionen zum Buch
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Rezension zu Die Akte Schneeweiß
- claudi-1963
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16. August 2025 um 18:16
"Gewiß ist es fast noch wichtiger, wie der Mensch das Schicksal nimmt, als wie sein Schicksal ist." (Wilhelm von Humboldt)Weiterlesen
Bielefeld 1936:
Mathilde Schneeweiß wird nach Beendigung ihrer Arbeit als Haushaltshilfe bei einer jüdischen Familie zum Frauenarzt Dr. Bönisch empfohlen. Mit der Zeit kommen sie sich näher und verlieben sich ineinander. Doch als Frauenarzt hilft er heimlich Frauen in Not, was von der Gestapo gar nicht gerne gesehen wird. Nach seinem viel zu frühen Tod wird Mathilde von der Gestapo erpresst und missbraucht. Doch sie wird weiterhin für die Rechte der Frauen kämpfen.
27 Jahre später, im Jahr 1963, wächst Katja Schilling unter einfachen familiären Verhältnissen auf. Für ihren Traum als Ärztin muss sie hart kämpfen. Vor allem in ihrer Familie stößt sie auf Unverständnis, nur Opa Dom hält zu ihr. Dann verschwindet er von jetzt auf gleich und Katjas Fragen bleiben unbeantwortet. Für die Familie ist er plötzlich zum schwarzen Schaf geworden. Erst viele Jahre später wird sie endlich die ganze Wahrheit herausfinden.
Meine Meinung:
Diese Geschichte beschreibt zwei Frauen, vier Jahrzehnte und den Kampf für ihre Rechte sehr eindrucksvoll. Leider tue ich mir am Anfang etwas schwer, in das Buch einzutauchen, da ich den Zusammenhang der beiden Frauen erst ganz am Ende erkenne. Mir ist ehrlich gesagt der Handlungsstrang von Mathilde fast ein wenig zu kurz geraten. Ich hätte gerne mehr über diese mutige Frau erfahren, die von der Gestapo einfach für ihre Zwecke ausgenutzt wurde. Neben ihrer Tätigkeit als Arzthelferin hat sie gelernt, Filme zu entwickeln. Und genau da wird sie für einige Personen wichtig. Mathilde und ihr Bruder Rudolf kämpfen gemeinsam gegen die Gestapo, obwohl die Angst vor der Gestapo zu dieser Zeit allgegenwärtig ist. Ich kann mich gut in Mathilde hineinversetzen und ich bin erschüttert, wie hart das Schicksal ihr zusetzt. Dass man diese Menschen nach dem Krieg nicht zur Verantwortung gezogen hat, ist für mich unbegreiflich. Die Zeitebene Katjas hingegen ist mir eher bekannt, denn es ist mein Geburtsjahr. Natürlich habe ich selbst als Kind nicht alles so empfunden wie Katja, doch mir sind viele Gepflogenheiten von dieser Zeit durchaus bekannt. Weshalb Frauen und Töchter ihre Männer und Väter um Erlaubnis fragen mussten, ob sie arbeiten dürfen, ist nur eines davon. Selbst wenn man es nicht glauben mag, zu dieser Zeit waren die Frauenrechte erst ganz am Anfang. Katja ist dagegen ihrer Zeit voraus und ähnlich wie Mathilde kämpft sie für ihren Lebenstraum. Wobei sie es deutlich einfacher hat als Mathilde. Die Geschichte von Opa Dom gibt mir bis zum Schluss Rätsel auf. Ich kann nicht ganz nachvollziehen, wie er zu seiner Aufgabe in Kriegszeit kam, die sein ganzes Leben bestimmte. Dies ist etwas, das für mich ein wenig an den Haaren herbeigezogen erscheint. Zudem hat die Autorin trotz ansonsten guter Recherchen recht wenig medizinische Kenntnisse. Ich habe den Satz noch in Erinnerung, als es um den Blutdruck geht, und ich stutzte: "Hundert zu neunzig, das ist ein bisschen zu hoch." Ein Blutdruck mit diesem Wert ist eher zu niedrig als zu hoch. Hier hätte sie sich definitiv besser informieren sollen. Doch alles in allem ist es ein interessantes Buch, das zwei starken Frauen gewidmet wurde, die mit Mut und Zuversicht ihre Spuren in dieser Zeit hinterlassen haben. Von mir bekommt das Buch 4 Sterne dafür. -
Rezension zu Die Akte Schneeweiß
- Lerchie
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20. Mai 2025 um 14:41
Über die Autorin (Amazon)Weiterlesen
Felicitas Fuchs ist das Pseudonym der Erfolgsautorin Carla Berling, die sich mit Krimis, Komödien und temperamentvollen Lesungen ein großes Publikum erobert hat. Schon bevor sie sich ganz dem Schreiben widmete, war sie als Reporterin und Pressefotografin immer sehr nah an den Menschen und ihren Schicksalen. Für ihre historischen Familienromane lässt sie sich gern von Geschichten aus dem wahren Leben inspirieren. Mit ihrer Mütter-Trilogie gelang ihr auf Anhieb ein SPIEGEL-Bestsellererfolg.
Produktinformation (Amazon)
Herausgeber : Heyne Verlag
Erscheinungstermin : 14. Mai 2025
Auflage : Originalausgabe
Sprache : Deutsch
Seitenzahl der Print-Ausgabe : 416 Seiten
ISBN-10 : 3453429044
ISBN-13 : 978-3453429048
Wo ist Opa?
1963 macht Katja Schilling in einfachen Verhältnissen auf. Sie möchte gern Ärztin werden, doch nur ihr Opa glaubt an sie. Eines Tages verschwindet er einfach und sein Name darf in der Familie nicht mehr genannt werden. Katja bleibt mit ihren Fragen allein. Ein paar Jahre später erfährt sei etwas, das alles erschüttert.
1936 beginnt Mathilde Schneeweiß ihre Arbeit als Sprechstundenhilfe. Bei Dr. Bönisch. Sie verliebt sich in ihn und wird in ein gefährliches Unterfangen hineingezogen. Sie helfen Frauen in Not, aber das bleibt nicht unbemerkt. Mathilde muss eine Entscheidung treffen, die sie das Leben kosten könnte. Doch der Kampf für die Frauen muss weitergehen.
Meine Meinung
Das Buch ließ sich leicht und flüssig lesen, denn keine Unklarheiten störten meinen Lesefluss. In die Geschichte, die auf zwei Zeitebenen aufgebaut ist, bin ich gut hineingekommen und konnte mich auch in die Protagonisten gut hineinversetzen. Eine der Zeitebenen spielt ab 1936, die zweite ab dem Jahr 1963. 1936 eine Zeit mit vielen Schrecken. Mit Folter und Tod für die, die dem Nazi-Regime nicht passten. Mit Menschen die anderen halfen und die, wurden sie erwischt, dafür bestraft wurden, oft oder sogar meistens mit dem Tod. Um mit Menschen die auch dafür sorgten, dass diese Taten den Alliierten bekannt wurden, die dabei ein hohes Risiko eingingen. Aber auch wieder Menschen die aus Angst vor Repressalien in Form von Bedrohung der Freunde, der Familie Dinge taten, die sie gar nicht wollten. Später, in den 60ern, konnten die Frauen, sobald volljährig, selbst über sich entscheiden. Doch leicht geriet man an den falschen Mann. Das Buch ist sehr interessant, spannend und hat mir gefesselt. Ich erlebte mit Katja und Heidi, ihrer Schwester Höhen und Tiefen. Es hat mich sehr gut unterhalten und erhält daher eine Leseempfehlung sowie 5 Sterne.
Ausgaben von Die Akte Schneeweiß
Besitzer des Buches 14
Update: 4. Juni 2026 um 14:17





