Devil's Kitchen
Buch von Candice Fox, Thomas Wörtche, Andrea O'Brien
Titel: Devil's Kitchen: New Yorker Feuerwehr...
Candice Fox (Autor) , Thomas Wörtche (Herausgeber) , Andrea O'Brien (Übersetzer)
Verlag: Suhrkamp Verlag
Format: Broschiert
Seitenzahl: 431
ISBN: 9783518474907
Termin: Neuerscheinung April 2025
Aktion
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Kurzmeinung
kleinschorschi Verbrechen, von denen niemand ahnt, dass sie die Feuerwehr begehen könnten -
Kurzmeinung
Flyspy Spannende Lektüre für die heißen Sommertage, auch wenn die Authentizität etwas auf der Strecke bleibt.
Zusammenfassung
Inhaltsangabe zu Devil's Kitchen
Heldentrupp oder Verbrecherbande? Die Feuerwehrleute von »Engine 99« gelten als die Besten in New York – mutig, unerschrocken, verehrt. Doch was niemand ahnt: Sie selbst legen Brände, um im Chaos Banken und Juweliere auszurauben. Das FBI setzt die freiberufliche Ermittlerin Andy Nearland auf die Truppe an. Undercover muss sie sich in einer gefährlichen Männerwelt behaupten – stets zwischen Vertrauen und Verrat, Loyalität und Lüge. Doch als der größte Coup der Truppe bevorsteht, läuft Andy die Zeit davon.
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Bewertungen
Devil's Kitchen wurde insgesamt 10 mal bewertet. Die durchschnittliche Bewertung liegt bei 4,2 Sternen.
Meinungen
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Verbrechen, von denen niemand ahnt, dass sie die Feuerwehr begehen könnten
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Spannende Lektüre für die heißen Sommertage, auch wenn die Authentizität etwas auf der Strecke bleibt.
Rezensionen zum Buch
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Rezension zu Devil's Kitchen
- Murphy12
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9. Juni 2025 um 18:29
Überzeichnete FigurenWeiterlesen
Immer wenn ich ein neues Buch dieser Autorin sehe, möchte ich es lesen. Dieser Wunsch stammt von den ersten beiden Trilogien, die sie veröffentlicht hat. Diese haben mich vollkommen begeistert. Die danach erschienenen einzelnen Bücher konnten inhaltlich nicht an daran heranreichen. Dieses Buch hatte nach dem Klappentext und den ersten Seiten durchaus Potential, konnte mich jedoch nicht vollends überzeugen.
Die freiberufliche Ermittlerin Andy wird auf eine Feuerwehreinheit in New York City angesetzt. Sie soll undercover ermitteln, wer einen Polizisten ermordet hat, diverse schwere Diebstähle mit erheblichen Schaden verübt hat und soll zudem den Verbleib einer Mutter mit ihres kleinen Sohns klären. Sie ist inoffiziell beauftragt worden und hat somit keine Berechtigungen, eine Ermittlung durchzuführen, sieht sich dadurch auch nicht in der Pflicht selbst rechtmäßig zu handeln. Jegliche notwendige Handlung zur Erreichung des Ziels ist ihr recht. Ben ist Feuerwehrmann und selbst in die Diebstähle verwickelt, will jedoch, dass der Verbleib seiner Freundin und deren Sohns ermittelt werden und ist bereit hierfür seine andere Schuld einzugestehen.
Die Geschichte wird in mehreren Zeitebenen erzählt. Dabei konzentriert sie sich auf den Hauptstrang und wirft kurze Blicke in die Vergangenheit von Ben und Andy. Diese Rückblicke sind datiert und lassen sich gut einordnen.
Die Grundidee der Geschichte hat mir gut gefallen. Leider wirken die Personen dieser Geschichte insgesamt sehr überzeichnet. Es werden viele auffällige Persönlichkeiten skizziert, die alle Probleme und Makel haben. So hat jeder Feuerwehrmann der Einheit unter Beobachtung massive Probleme von Spielsucht bis zu gewalttätigen Aussetzern. Sympathie konnte ich für niemanden richtig entwickeln. Aber auch Andy ist keine leicht zu greifende Persönlichkeit. Sie lebt ständig undercover- kann jeden Job oder erlernt ihn innerhalb einer Woche und hat kein eigentliches echtes Leben, zu dem sie zurückkehren könnte. Für mich waren viele Szenen sehr gestellt und unrealistisch. Schon das Einschleusen von Andy war völlig übertrieben. Sie nimmt so viele Positionen ein (Freundin, neue Partnerin, Bewährungshelferin etc.) und ist gleichzeitig taff und selbstsicher bis hin zur Prügeleien und kurz darauf wieder die kleine schwache Frau, die zurückgehalten werden kann und lediglich droht die Polizei zu rufen, sonst aber nicht eingreift. Ben wird von ihr auch ungefragt als Kanonenfutter benutzt. Sie schützt den Informanten nicht. Zugleich wissen die beiden auch nicht, ob sie sich lieben oder hassen sollen.
Das Buch lässt sich flüssig lesen und ist zweifellos spannend, hat mich jedoch nicht mitgerissen, so dass ich die Aktionen distanziert wahrgenommen habe und das Buch auch problemlos während des intensivsten Spannungsbogens weglegen konnte. Insgesamt bin ich leider wieder enttäuscht worden. Das Buch ist ein solider Thriller- aber sicher kein Highlight. -
Rezension zu Devil's Kitchen
- kleinschorschi
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12. Mai 2025 um 10:20
Andy Nearland ist freiberufliche Ermittlerin und wird vom FBI Undercover auf die Eliteeinheit „Engine 99“der New Yorker Feuerwehr angesetzt Sie gelten als die Besten in New York - mutig, unerschrocken, verehrt. Doch was niemand ahnt: Sie selbst legen Brände, um im Chaos Banken und Juweliere auszurauben. Andy muss sich in dieser toxischen und gefährlichen Männerwelt behaupten, sich Vertrauen erarbeiten und steht dabei stets mit einem Fuß im Grab. Ben ist der Einzige der Crew, für den sie Sympathien entwickelt. Doch auch ihn stellt sie immer wieder vor neue Rätsel. Aber darf sie sich verlieben? Doch als der größte Coup der Truppe bevorsteht, läuft Andy die Zeit davon…..Weiterlesen
Fazit / Meinung:
Das Buch hat 432 Seiten. Es gibt keine Kapitelnummerierung. Erzählt wird immer abwechselnd aus der Sicht von Andy oder von Ben. Man erkennt es daran, dass die Namen fettgedruckt als Überschrift dargestellt sind. Der Prolog beginnt sehr spannend, danach folgt ein Rückblick bis man schließlich irgendwann im Buch wieder auf den Inhalt des Prologs stößt. In der Vergangenheit lernen wir mehr über die Verhältnisse von Andy und Ben kennen, warum sie zu dem geworden sind, was sie in der Gegenwart tun. Der Schreibstil ist locker, flüssig und es bleibt spannend bis zum Schluss.
Eigentlich hat Andy in ihrem Undercover-Fall zwei Aufgaben. Zum einen soll sie die Bande auf frischer Tat, bei den selbst gelegten Bränden erwischen und ans Messer liefern. Zum anderen soll sie Bens verschwundene Freundin und deren Sohn finden. Doch auf was sie sich hier eingelassen hat, erfährt sie erst später.
Spannendes Buch, welches sich sehr gut lesen lässt. Man bekommt auch einen kleinen Einblick hinter die Kulissen der Feuerwehr. Die Idee, selbst Brände zu legen und dann Raubüberfälle zu begehen, ist sehr gut umgesetzt und beschrieben. Die Feuerwehr spielt hier quasi im wahrsten Sinne des Wortes mit dem Feuer...
Von mir gibt’s eine klare Leseempfehlung und 5 Sterne!! -
Rezension zu Devil's Kitchen
- Flyspy
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30. April 2025 um 13:25
Es geht heiß her bei der FeuerwehrWeiterlesen
Bei einem Elite-Trupp der New Yorker Feuerwehr ist nicht alles so, wie es den Anschein hat. Sie bekämpfen zwar Brände, schrecken aber auch nicht vor Brandlegung zurück, wenn sie sich dadurch Vorteile auf ihren Raubzügen verschaffen können. Und wie sieht es mit Mord aus? Die private Ermittlerin Andy Nearland, wie sie sich bei ihrem Undercover-Einsatz nennt, will hier Licht ins Dunkle bringen und arbeitet mit Ben, einem der Teammitglieder, als dessen vorgebliche Freundin zusammen. Ben hat damit verbunden selbst ein persönliches Interesse an ihren Nachforschungen, hat er doch letztendlich den Stein ins Rollen gebracht.
Als ich den Prolog las, dachte ich zunächst, dass zu viel vorweggenommen werden würde. Aber dem ist nicht so, der Spannungsbogen bleibt sehr lange erhalten, ohne dass der Schluss zu offensichtlich ist. Und der Schreibstil liest sich einfach gut, wie man es von der Autorin kennt.
Der Krimi hat viel Thrill, die Story fesselt und unter den Protagonisten sind vielfältige, bunte Charaktere vertreten. Jeder hat seine persönliche Bürde zu tragen, die einzelnen Lebensgeschichten verdeutlichen, warum sich dieser Trupp zusammengefunden hat, zu einem Team mit kriminellen Ambitionen, die durchaus auch zum Erfolg führen. Andy muss sich behaupten, erst um ihren Platz in der Crew finden, um dann selbst erfolgreich ihr Ziel zu erreichen. Aber auch ihr Lebensweg war alles andere als einfach. Es fällt ihr schwer, Menschen zu vertrauen und daher weiß sie auch nicht, ob sie sich auf Ben einlassen kann.
Ein Stern Abzug, weil die Geschichte doch insgesamt nicht sehr glaubwürdig rüberkommt. Reizvoll ist sie allemal, für mich gute und spannende Lektüre für die heißen Sommertage! -
Rezension zu Devil's Kitchen
- antjemue
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16. April 2025 um 19:49
Düster und brutal, aber unheimlich spannendWeiterlesen
Vor einigen Jahren habe ich die Hades Trilogie der australischen Autorin Candice Fox nahezu verschlungen. Als ich vor ein paar Wochen bei Vorablesen die Ankündigung für diesen Thriller sah, erinnerte ich mich daran und wollte ihn unbedingt lesen.
Ben Heigh ist Feuerwehrmann bei der Engine 99. Doch er, sein Chief Matt sowie seine Kameraden Engo und Jake sind nicht nur die mutigen und unerschrockenen Retter, für die sie von der Öffentlichkeit gehalten werden. Schon seit etlichen Jahren nutzt Truppe ihren Job als Tarnung für gewinnbringende Raubzüge und dabei gab es auch schon Tote. Nun hat Ben jedoch das Vertrauen in seine Truppe verloren. Vor einiger Zeit ist seine Lebensgefährtin zusammen mit ihrem kleinen Sohn spurlos verschwunden und er ist sich sicher, dass sie ihn nicht einfach verlassen hat, sondern dass seine Kameraden dafür verantwortlich sind.
Deshalb hat er den Behörden in einem Brief Tipps zu ungeklärten Raubüberfällen versprochen und fordert im Gegenzug umfangreiche Ermittlungen zum Verschwinden seiner Familie. FBI Agent Tony Newler setzt die von ihm ausgebildete freiberufliche Ermittlerin Andy Nearland auf die räuberischen Feuerwehrmänner an. Wird sie es schaffen, sich Undercover in dieser toxischen Männerwelt zu behaupten, die Vermissten finden und die Verbrecher überführen?
Leicht und flüssig konnte ich diesen Thriller lesen. Geschrieben ist er in der dritten Person. Nach der gefährlichen Situation im Prolog geschieht das abwechselnd aus den Perspektiven von Ben und Andy. Meistens in der Gegenwart. Es gibt aber bei beiden auch gelegentliche Rückblicke in die Vergangenheit. Die Sprache ist einfach. Die Ausdrucksweise häufig sehr rau und brutal. Von Anfang an verspürte ich eine düstere Grundspannung, die mich immer weiterlesen ließ und wegen der ich das Buch für notwendige Lesepausen eigentlich immer nur sehr ungern aus der Hand legte. Diese wurde vor allem durch die gut gesetzten Szenen- und Perspektivwechsel erreicht.
Obwohl beide Hauptfiguren keine klassischen Helden sind, entwickelte ich Sympathien für sie. Bei Ben war es vor allem die ehrlich rüberkommende Sorge um seine Familie, die ich an ihm mochte. An Andy gefiel mir von Anfang an ihre taffe Art und ihr Erfindungsreichtum. Beide haben auch immer wieder mit Dämonen aus ihrer Vergangenheit zu kämpfen. Im letzten Viertel gab es dann einige Überraschungen, mit denen ich so nicht gerechnet hätte. Etwas schade fand ich dabei jedoch, dass auf das weitere Schicksal von Gabriel nicht noch mal eingegangen wurde. Mit dem ansonsten ebenfalls offenen Ende kann ich allerdings gut leben. Die Autorin hat sich damit aber auch den Weg für eine Fortsetzung offengehalten.
Sollte es eine Solche geben, bin ich gern wieder mit am Start, denn insgesamt hat mir auch dieses Buch der Autorin wieder sehr gut gefallen. Inzwischen habe ich auch gesehen, dass nach der Hades Trilogie auch noch ein paar andere Bücher der Autorin in deutscher Sprache erschienen sind. Diese habe ich mir jetzt auch mal vorgemerkt. -
Rezension zu Devil's Kitchen
- Buchdoktor
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16. April 2025 um 14:04
Klappentext/VerlagstextWeiterlesen
Die Feuerwehrleute von »Engine 99« gelten als die Besten in New York – mutig, unerschrocken, verehrt. Doch was niemand ahnt: Sie selbst legen Brände, um im Chaos Banken und Juweliere auszurauben. Das FBI setzt die freiberufliche Ermittlerin Andy Nearland auf die Truppe an. Undercover muss sie sich in einer gefährlichen Männerwelt behaupten – stets zwischen Vertrauen und Verrat, Loyalität und Lüge. Doch als der größte Coup der Truppe bevorsteht, läuft Andy die Zeit davon.
Die Autorin
Candice Fox stammt aus einer eher exzentrischen Familie, die sie zu manchen ihrer literarischen Figuren inspirierte. Nach einer nicht so braven Jugend und einem kurzen Zwischenspiel bei der Royal Australian Navy widmet sie sich jetzt der Literatur, mit akademischen Weihen und sehr unakademischen Romanen. Für den ersten und zweiten Teil ihrer Trilogie, „Hades“ und „Eden“, wurde sie 2014 und 2015 mit dem Ned Kelly Award ausgezeichnet.
Inhalt
Der New Yorker Feuerwehrmann Ben hat sich gegenüber seinem Team „Engine 99“ für Andrea/Andy Nearland als neue Kollegin verbürgt und muss nun dafür geradestehen, dass Andy sich in der extrem harten Probezeit bewährt. Wer unter Bens Boss Big Matt dient, muss jederzeit mit einer mörderischen Bewährungsprobe rechnen, die ihn oder sie das Leben kosten kann. Andy wäre verdeckte Ermittlerin des FBI, die sich akribisch auf diesen Einsatz vorbereitet hat – sagt sie. Andy und Ben haben den Deal, dass sie als Gegenleistung für ihr Einschleusen in sein Team nach seiner verschwundenen Frau Luna und deren kleinem Sohn Gabriel suchen wird. Ben ist nicht irgendein Feuerwehrmann, sondern Sozialwaise, in Pflegefamilien aufgewachsen und war bereits erziehungsberechtigt für seinen jüngeren Bruder Kenny, kaum dass er volljährig war. Sollten Matt und die Kollegen Engo/Engelman und Jake nur die geringsten Zweifel an Andys Loyalität haben, würde Ben seinen Job verlieren. Obwohl Kenny inzwischen längst erwachsen und finanziell unabhängig ist, ist Bens Existenzangst noch immer sein schwacher Punkt.
Die legendäre Eliteeinheit der New Yorker Feuerwehr hat offenbar das FBI im Nacken, weil vor spektakulären Raubüberfallen in der Nähe der Tatorte stets kurz zuvor Brände ausbrachen, zu denen jedes Mal Engine 99 ausrückte. Bei der letzten Tat kam ein pensionierter Polizist ums Leben, der offenbar im falschen Moment durch die falsche Gasse spazierte – nicht der erste Tote im Blaulichtmilieu.
Zwischen Big Matt, Ben und Andy hat sich inzwischen ein Dreieck des Misstrauens aufgebaut, in dem jeder jedem etwas schuldet. Ben zweifelt an Andy, u. a. weil er sie extrem attraktiv findet, und daran, dass Luna wirklich aus freien Stücken verschwunden sein soll, Matt fürchtet um die sprudelnden Nebeneinnahmen, Andy versucht vergeblich, ihren Vorgesetzten Nealer („Ich kenne dich besser, als du dich selbst“) abzuschütteln, der sie eher an der Arbeit hindert, solange er ihr im Nacken sitzt – und das Engine-99-Team lässt Andy und Ben derweil nicht aus den Augen.
Im Wechsel erzählen Andy und Ben in der Ichform und in rotzigem Ton, passend zum Pfuhl toxischer Männlichkeit. Rückblenden werfen für Candice Fox‘ Leser:innen nicht nur die Frage auf, welche Vorgeschichte Andy und Ben jeweils mitschleppen, sondern auch, wer von Big Matts Untertanen dessen Vorgeschichte kennt und an seiner Position als Mafia-Boss kratzen könnte.
Fazit
Durch das „Dreieck des Misstrauens“ ein fesselnder Krimi, für den es sich lohnt, eine Nacht durchzulesen. Mich hat besonders die Spannung eingefangen, wie lange Andy ihre Identität aufrechterhalten kann – und ob sie ein doppeltes Spiel spielt …
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Update: 25. Dezember 2025 um 11:33






