Täuschend echt

Buch von Charles Lewinsky

Cover zum Buch Täuschend echt

Titel: Täuschend echt

4,5 von 5 Sternen bei 5 Bewertungen

90% Zufriedenheit

Verlag: Diogenes

Format: Gebundene Ausgabe

Seitenzahl: 352

ISBN: 9783257073065

Termin: Neuerscheinung Oktober 2024

Aktion

Zusammenfassung

Inhaltsangabe zu Täuschend echt

Ein Werbetexter verliert alles auf einen Schlag: Liebe, Geld und Karriere. Dank künstlicher Intelligenz schafft er es, sich wieder aufzurappeln. Die neue Technologie hilft ihm, ein Buch zu schreiben, das große Beachtung findet, weil es angeblich die »Geschichte eines wahren Schicksals« erzählt. Nur eine Frau weiß, dass das nicht stimmt: die ehemalige Geliebte, die den nun so gefeierten Autor schon einmal um alles gebracht hat.
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Bewertungen

Täuschend echt wurde insgesamt 5 mal bewertet. Die durchschnittliche Bewertung liegt bei 4,5 Sternen.

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Meinungen

  • Lewinsky garantiert einfach Lesespaß

    Maesli

Rezensionen zum Buch

  • Rezension zu Täuschend echt

    • 4. Dezember 2024 um 12:42
    Der Ich-Erzähler steht vor einem Dilemma: seinen Job als Müsliwerbetexter ist er los, seine Freundin hat ihn samt seiner Kreditkarte verlassen. Er fühlt sich gerade psychisch und physisch am Ende. Wären da nicht die beiden Nachbarn Belle und Bill, die in ihm den genialen Schreiber für Franks Buchprojekt sehen.
    „Belle meint, Sie seien genau der Mann, den wir dazu brauchen“, sagt er. „Jemand, der populär denken kann. Der sich mit PR auskennt. Der weiß, wie ein Text gestaltet sein muss, damit er wirkungsvoll ist.“
    So kommt er auf die Idee, zuerst aus Langeweile, dann aber mit System, sich die KI zunutze zu machen und eine wahre Geschichte um eine junge afghanische Frau mit dem schönen Namen Shabnam zu erfinden. Wie der Zauberlehrling bedient er sich der neuen Technologie und stellt seine durchaus passable Fähigkeit Texte so zu formulieren, dass sie klingen, als kämen sie aus Shabnams Feder, zur Schau. Es entsteht ein Zerrbild, das durch immer neue Filter gejagt, so aussieht, wie jemand gedacht hat, dass es aussehen müsste. Fake News. Fake Feelings.
    Das Buch wird, es ist wenig erstaunlich, ein Erfolg und Frank, Herausgeber und Geldgeber, möchte nun endlich die Protagonistin kennenlernen.
    Schabnam wird zum Problem. 1
    Die Frage stellt sich von allein: wie will er jetzt aus der Nummer wieder rauskommen?
    Meine persönlichen Leseeindrücke
    Charles Lewinsky verpackt in „Täuschend echt“ eine an sich abstruse Geschichte in ein literarisch gut gestricktes Kleid, in der er auf einige Aspekte der künstlichen Intelligenz in unserer Gesellschaft aufmerksam macht.
    Große Literatur bietet der Roman nicht, dennoch er ist sehr unterhaltsam in seiner grotesken Darstellung der Literaturwelt. Er bietet auch keine Vertiefung des Themas KI, sondern ist für mich eine Persiflage auf den Literaturbetrieb und allgemein den irren Auswüchsen der digitalen Welt, in der wir immer mehr versinken und die uns immer mehr dazu bewegt, unser Hirn weniger anzustrengen.
    Aber was jeden Tag milliardenfach über diese Netzwerke ausgekotzt wird, ist nicht die Gegenwart. Schon gar nicht die Wirklichkeit
    Seine bewusst überzeichneten Romanfiguren finde ich witzig. So ist die Wandlung des Ich-Erzählers, der vom Nerds in einen cleveren Autoren mutiert, nur mit Humor und Phantasie zu ertragen, die Freundin, eine geldgeile Lebedame, mit Dreistheit und Dummheit gesegnet und die beiden Nachbarn, die ich in die moderne umweltfreundlich alternative Ecke stelle, sind in ihrer Einfältigkeit kaum zu übertrumpfen.
    Einmal im Lesefluss, der Roman entpuppt sich als echter Pageturner, bin ich von den KI – Texten, deren es viele und auch mit längeren Absätzen im Buch gibt, immer wieder erstaunt, was Computerprogramme tatsächlich können. Wen wunderts, dass der Nerd mit der KI eine fast intime Beziehung eingeht, und dem digitalen „ES“ einen Namen gibt.
    Ich nenne die jetzt auch nur mehr Kirsten. Und somit erinnere ich mich mein Leben lang an ihn, den Charles mit seinem Roman „Täuschen echt“. Danke auch.
    Fazit
    Dass Charles Lewinsky vieles kann und wenig scheut, beweist er seit Jahrzehnten. Oliver Jungen – FAZ .
    „Täuschend echt“ ist ein Beweis dafür, dass man mit KI einen unterhaltsamen Roman schreiben kann, vorausgesetzt man kann schreiben und mit der KI umgehen. Allzu ernst sollte man aber die Handlung nicht nehmen, dafür ist der Roman zu oberflächlich. Und trotzdem habe ich ihn gerne gelesen.
    „Wer neue Wörter erfinden muss, hat mit den alten nichts zu sagen.“ Von wem ist das Zitat?
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  • Rezension zu Täuschend echt

    • 26. November 2024 um 07:14
    Was für ein großartiger Autor! Für mich eine Neuentdeckung, mit der ich sehr glücklich bin, denn die Erzählart des Autors ist fesselnd und emotional. In der Geschichte "Täuschend echt" geht es um ein brandaktuelles Thema, und zwar KI. Künstliche Intelligenz ist inzwischen allen zugänglich. Wie viel Wert hat noch das schriftstellerische Können in den Zeiten, wo jeder mit Leichtigkeit KI generierte Texte erstellen kann. Mit einer gewissen Portion Ironie begibt sich Charles Lewinsky auf die Reise der Entdeckung von KI Fähigkeiten. Der Protagonist, ein Werbetexter, verliert unverhofft seinen Job, aber nicht nur das, seine Lebensgefährtin verlässt ihn ebenfalls, sodass der Mann, mittleres Alters, vor einem Neuanfang steht. Es ergibt sich, dass der Protagonist mithilfe des Textgenerators sich daran macht einen Roman zu schreiben, was zunächst als eine Art Spielerei beginnt, wird zu einem ernsten Anliegen, das Konsequenzen nach sich zieht. Geschickt baut der Autor KI generierten Passagen in vielen Variationen in seinen Roman ein. Die Geschichte ist sehr gut gelungen, nicht nur interessant und unterhaltsam, sondern auch nachdenklich stimmend und mit einem feinen Humor versehen. Sehr zu empfehlen. Sterne.
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  • Rezension zu Täuschend echt

    • 24. November 2024 um 18:02
    Für den Protagonisten kommt es dicke: Zuerst verlässt ihn seine Freundin, und dann verliert er auch noch seine Stelle als Werbetexter. Er beginnt zunächst eher spielerisch zum Frustabbau, sich von KI Geschichten schreiben zu lassen, um seine Rachegelüste an seiner Exfreundin auszuleben. Doch bald verschafft ihm KI eine unverhoffte Möglichkeit zu beruflichen Erfolg, und auch als persönliche Ratgeberin gewinnt KI immer mehr an Bedeutung für ihn…
    Charles Lewinsky stellt mit KI ein hochaktuelles Thema in den Mittelpunkt seines Romans. Wie wird KI die Erstellung von Texten verändern? Werden Werbetexter/innen, Schriftsteller/innen, Redenschreiber/innen bald überflüssig und Romane bald von Software generiert? In Genres wie Thrillern oder Romance, die klaren Mustern folgen und eher geringen literarischen Ansprüchen genügen, scheint dies durchaus in naher Zukunft möglich.
    Textpassagen, die Lewinsky durch KI erstellen ließ, sind im Buch kursiv gedruckt, und als Leserin empfand ich den Unterschied zwischen Lewinskys Text und den KI-generierten Einschüben als frappierend. Bei den eintönigen, sich inhaltlich und sprachlich wiederholenden computergenierten Texten ertappte ich mich dabei, dass ich gedanklich abschweifte oder nur oberflächlich las. Ein echter Genuss ist dagegen Lewinskys herrlich pointierter, teilweise boshafter und ironischer Stil. Den Protagonisten hatte ich auch sofort lebendig vor Augen, und ich schwankte immer wieder zwischen einem gewissen Mitgefühl für seine Situation und Abscheu für seine Rachephantasien. Die Geschichte ist wunderbar konstruiert, und auch, wenn ich gegen Ende ahnte, wie es ausgehen wird, ein absolutes Lesevergnügen.
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Ausgaben von Täuschend echt

E-Book

Cover zum Buch Täuschend echt

Seitenzahl: 333

Hörbuch

Cover zum Buch Täuschend echt

 

Hardcover

Cover zum Buch Täuschend echt

Seitenzahl: 352

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Update: 17. Januar 2025 um 13:44