Wiederholung
Buch von Vigdis Hjorth, Gabriele Haefs
Titel: Wiederholung
Vigdis Hjorth (Autor) , Gabriele Haefs (Übersetzer)
Verlag: S. Fischer
Format: Gebundene Ausgabe
Seitenzahl: 160
ISBN: 9783103976908
Termin: Neuerscheinung Februar 2025
Aktion
Zusammenfassung
Inhaltsangabe zu Wiederholung
Eine Frau geht durch den Wald, und alles, was sie vergessen will, kehrt zu ihr zurück. So nähert sie sich Atemzug für Atemzug dem sechzehnjährigen Mädchen, das sie einmal gewesen ist. Der erste Kuss auf einer Party. Der erste überwältigende Rausch, der den Körper so leicht werden ließ. Die Mutter, die mit Argusaugen über sie wacht und ihren unbändigen Lebenshunger kontrolliert. Der Vater, der sich immer weiter distanziert. In ihrem neuen Roman, der mit dem wichtigsten Literaturpreis Norwegens, dem Kritikerpreis, ausgezeichnet wurde, kehrt Vigdis Hjorth zu ihren großen Lebensthemen zurück: Sie erzählt vom schmerzhaften Kampf einer jungen Frau gegen das Geheimnis einer Familie, vom Ringen um die eigene Wahrheit und davon, dass manche Erinnerung einen so lange heimsucht, bis neues Erkennen möglich ist. Ein essenzielles, universelles Buch von der bedeutendsten Gegenwartsautorin Norwegens.
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Bewertungen
Wiederholung wurde insgesamt 4 mal bewertet. Die durchschnittliche Bewertung liegt bei 4,3 Sternen.
Rezensionen zum Buch
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Rezension zu Wiederholung
- Buchdoktor
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25. Februar 2025 um 23:16
Klappentext/VerlagstextWeiterlesen
Eine Frau geht durch den Wald, und alles, was sie vergessen will, kehrt zu ihr zurück. So nähert sie sich Atemzug für Atemzug dem sechzehnjährigen Mädchen, das sie einmal gewesen ist. Der erste Kuss auf einer Party. Der erste überwältigende Rausch, der den Körper so leicht werden ließ. Die Mutter, die mit Argusaugen über sie wacht und ihren unbändigen Lebenshunger kontrolliert. Der Vater, der sich immer weiter distanziert.
In ihrem neuen Roman, der mit dem wichtigsten Literaturpreis Norwegens, dem Kritikerpreis, ausgezeichnet wurde, kehrt Vigdis Hjorth zu ihren großen Lebensthemen zurück: Sie erzählt vom schmerzhaften Kampf einer jungen Frau gegen das Geheimnis einer Familie, vom Ringen um die eigene Wahrheit und davon, dass manche Erinnerung einen so lange heimsucht, bis neues Erkennen möglich ist. Ein essenzielles, universelles Buch von der bedeutendsten Gegenwartsautorin Norwegens.
Die Autorin
Vigdis Hjorth, 1959 in Oslo geboren, ist eine der meistrezipierten Gegenwartsautorinnen Norwegens. Sie ist vielfache Bestsellerautorin, wurde für ihr Werk unter anderem mit dem norwegischen Kritikerprisen und dem Bokhandlerprisen ausgezeichnet und war für den Literaturpreis des Nordischen Rates, den National Book Award sowie den International Booker Prize nominiert. Im Herbst 2023 erschien »Die Wahrheiten meiner Mutter«, 2024 »Ein falsches Wort«. Nach Stationen in Kopenhagen, Bergen, in der Schweiz und in Frankreich lebt Vigdis Hjorth heute in Oslo.
Inhalt
Durch die gedankliche Begegnung mit ihrem jugendlichen schlechtgelaunten Ich als 16-Jährige wird Vigdis Hjorths Icherzählerin heimgesucht von der Erinnerung an ihr schwieriges Verhältnis zu ihrer Mutter in den 70ern. Obwohl sie mit einem älteren Bruder und zwei jüngeren Schwestern aufwuchs, stand nur die Erzählerin im Focus einer kontrollierenden Mutter. Deren Unterstellungen, auf welche schiefe Bahn die Tochter durch Kontakt zu gleichaltrigen Jungen geraten würde, bilden jedoch zunehmend die Ängste der Mutter ab, ein unausprechliches Familiengeheimnis könnte ans Licht kommen, sollte die Tochter eine Beziehung zu gleichaltrigen Jungen haben. Das für die Jugendliche erschöpfende Misstrauen der Mutter umfasst inzwischen die neue Schule in der Oberstufe, aber auch Milieu und Slang der Sozialistischen Jugend, in der die Freundin der Erzählerin aktiv ist. Mit der Erinnerung an den Moment, als der Erzählerin als Schülerin klar wurde, wie viel Macht ihr das Talent verleiht, sich (schriftlich) auszudrücken, vollzieht sie einen wichtigen Schritt, Verdrängtes und Verleugnetes zu entpacken. Es sind offensichtlich die Mutter und ihre finanzielle Versorgung durch die Ehe, die hier gerettet werden müssen, nicht die Jungfräulichkeit und unbeschwerte Jugend der Tochter.
Fazit
Vigids Horths Icherzählerin wächst in exakt der Familienkonstellation auf, die Hjorths Leser:innen aus „Ein falsches Wort“ vertraut ist. Darin zeigt sich ein vorgeblicher Streit um die Erbschaft der Ferienhäuser der Familie als Katalysator, sexuelle Gewalt an der älteren Tochter zu entlarven, aber auch die unterschiedliche Behandlung der Kinder, die eine bravere (jüngere) Fraktion und eine kritischere (ältere) bildeten. "Wiederholung" als kürzerer Roman spielt zeitlich vor „Ein falsches Wort" und bildet einen weiteren Baustein zu sexueller Gewalt als Vigdis Hjorths Lebensthema. Er wirkt wie eine weitere Schleife im Grübeln der knapp 50-jährigen Erzählerin, die noch nicht damit abgeschlossen hat, dass ihr als kleinem Mädchen nicht geglaubt und nicht geholfen wurde.
Ausgaben von Wiederholung
Besitzer des Buches 6
Update: 7. Dezember 2025 um 08:18




