Fräulein Gold: Nacht über der Havel
Buch von Anne Stern
Titel: Fräulein Gold: Nacht über der Havel
Anne Stern (Autor)
Band 7 der Fräulein Gold / Hebamme Hulda Gold-Reihe
Verlag: Rowohlt E-Book,
Format: E-Book
Seitenzahl: 449
ISBN: 9783644018389
Termin: Neuerscheinung November 2024
Aktion
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Kurzmeinung
Cordi Die Story mit / über Hulda Gold sind so vieles… spannend, unterhaltsam, Herz erwärmend, lustig & regt zum nachdenken an.
Zusammenfassung
Inhaltsangabe zu Fräulein Gold: Nacht über der Havel
Berlin, 1930: In der Stadt brodelt es gewaltig. Wirtschaftskrise und politische Instabilität rufen immer radikalere Kräfte auf den Plan. Auch Hulda spürt, dass die vermeintlich goldenen Jahre vorbei sind. Umso engagierter kümmert sie sich als Hebamme um die Belange von Frauen und Müttern. Als sie einer Schwangeren helfen will, stößt sie auf einen mysteriösen Todesfall im Dunstkreis der Familie: Die jüngere Schwester Jutta ist Teil einer Jugendgruppe, die sich nachts an der Havel trifft. Die Jugendlichen singen und feiern zusammen. Doch dann wird am Ufer ein Student tot aufgefunden. Er war der Anführer von Juttas Gruppe - und ihr heimlicher Schwarm. Aber war sein Tod wirklich ein Unfall bei einem nächtlichen Abenteuer? Bald ahnt Hulda, dass die Zusammenhänge größer sind als angenommen. Eine Jugend ohne Zukunft sucht in unruhigen Zeiten verzweifelt nach Halt. Und ist bereit, einen hohen Preis dafür zu zahlen ...
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Serieninfos zu Fräulein Gold: Nacht über der Havel
Fräulein Gold: Nacht über der Havel ist der 7. Band der Fräulein Gold / Hebamme Hulda Gold Reihe. Diese umfasst 8 Teile und startete im Jahr 2020. Der letzte bzw. neueste Teil der Serie stammt aus dem Jahr 2025.
Bewertungen
Fräulein Gold: Nacht über der Havel wurde insgesamt 7 mal bewertet. Die durchschnittliche Bewertung liegt bei 4,6 Sternen.
Meinungen
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Die Story mit / über Hulda Gold sind so vieles… spannend, unterhaltsam, Herz erwärmend, lustig & regt zum nachdenken an.
Rezensionen zum Buch
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Rezension zu Fräulein Gold: Nacht über der Havel
- Bellis-Perennis
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24. Januar 2026 um 08:26
Nicht ganz so gut wie die VorgängerIn diesem 7. Band der Reihe um die Hebamme Hulda Gold entführt uns Autorin Anne Stern in das Jahr 1930. Nicht nur über der Havel senkt sich die Nacht, sondern über ganz Deutschland. Die wirtschaftliche Lage der Weimarer Republik ist am Boden und die Menschen haben die dauernden Regierungswechsel satt. Kein Wunder, dass man nach einem starken Mann ruft und im Sommer wird gewählt.Weiterlesen
Doch bevor es noch dazu kommt, wird Hulda wieder einmal in einen Kriminalfall hineingezogen. Sie ist bei der Mütterberatung fix angestellt, um den Lebensunterhalt für sich und ihre kleine Tochter zu bestreiten. Gleichzeitig sieht sie das Elend der Frauen, kann dem aber außer Keksen und Lebertran nichts entgegensetzen.
Dann wird sie von Frau Rosenzweig, einer Bekannten ihres Freundes Max Dessauer, deren schwangere Tochter unbedingt eine Hausgeburt wünscht, angesprochen. In den Vorgesprächen merkt Hulda, dass die jüngere Tochter Jutta ganz andere Probleme quälen. Es scheint, als wäre Jutta die einzige Zeugin des Mordes an einem der zahlreichen Anführern einer Jugendgruppe, die es aktuell in Berlin gibt. Hulda versucht ihr Vertrauen zu gewinnen, um herauszufinden, was passiert ist.
Meine Meinung:
Mir hat dieser 7. Fall nicht ganz so gut gefallen wie seine Vorgänger. Es scheint, als könnte sich Anne Stern nicht ganz entscheiden, ob sie einen historischen Roman oder einen Krimi schreiben wollte. Die Auflösung des Kriminalfalls tritt zu Gunsten der Beschreibung des historischen Umfelds in den Hintergrund. Allerdings muss ich berücksichtigen, dass Hulda ihre Verantwortung ihrer Tochter gegenüber sehr ernst nimmt und versucht, sich nicht in Gefahr zu bringen. Ob das gelingt?
Huldas Privatleben ist nach wie vor ein wenig unübersichtlich, zumal sie wieder auf Karl trifft, der in seiner Ehe unglücklich ist.
Die Gefahr droht allerdings von ganz anderer Seite, die noch immer nicht richtig wahrgenommen wird. Ich gehe davon aus, dass die rasante politische Entwicklung der nächsten Monate Eingang in den nächsten Band finden wird. Es ist zu hoffen, dass Hulda und Max die Zeichen der Zeit rechtzeitig erkennen.
Fazit:
Obwohl ich ein klein wenig unzufrieden bin, gebe ich diesem Roman, der die Stimmung in Berlin um 1930 sehr gut beschreibt, 5 Sterne. -
Rezension zu Fräulein Gold: Nacht über der Havel
- dreamworx
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3. Februar 2025 um 11:52
Der Hass der Schwachen ist nicht so gefährlich wie ihre Freundschaft. – Luc de ClapiersWeiterlesen
1930 Berlin. Während die Stadt durch die Wirtschaftskrise immer mehr einem Pulverfass gleicht und die Nationalsozialisten immer mehr Zulauf bekommen, arbeitet Hulda in der Mütterberatungsstelle im Stadtteil Schöneberg am Nollendorfplatz als Hebamme, wo sie viele schwangere Frauen nach Kräften unterstützt, obwohl sie sich nach mehr sehnt. Privat hofft sie, endlich mit Max ihr Glück gefunden zu haben, der sich rührend um sie und ihr 5-jähriges Töchterchen Meta kümmert. Als Hulda die schwangere Hella betreut, erfährt sie, dass deren 18-jährige Schwester Jutta einer Jugendgruppe namens „Steglitzer Wandervögel“ angehört, die nachts an der Havel trinken und feiern. Eines Morgens wird der Anführer der Gruppe tot aufgefunden, in den Jutta heimlich verliebt war. Hulda wittert einen Fall und stellt ihre detektivischen Fähigkeiten wieder auf die Probe...
Anne Stern hat mit „Nacht über der Havel“ den 7. Teil ihrer wunderbaren historischen Fräulein Gold-Reihe vorgelegt, der den Leser nicht nur ins Berlin der 30er Jahre entführt, sondern mit Hulda Gold auch eine sympathisch-unangepasste Protagonistin mit einem Hang zu ungelösten Kriminalfällen erschaffen hat, die dem Leser sofort ans Herz wächst und ihn nicht von ihrer Seite weichen lässt. Der flüssige, farbenfrohe und empathische Erzählstil wirft den Leser direkt zurück in die vergangenen 30er Jahre des vergangenen Jahrhunderts, wo er sich sofort an Huldas Fersen heftet. Die Umbrüche in Berlin durch die wachsende Arbeitslosigkeit und Armut sind gut zu spüren, die Nazis gewinnen mit ihren schrecklichen Parolen und Versprechungen immer mehr an Boden. Als sie schwangere Hella betreut und in deren nächstem Umfeld ein Mord geschieht, folgt Hulda wieder ihrer kribbelnden Spürnase und macht sich auf eigene Faust daran, die Umstände aufzuklären, obwohl Kommissarin Irma Siegel und auch der mittlerweile verheiratete Detektiv Karl North ebenfalls an der Lösung des Falls arbeiten. Stern hat ein besonderes Händchen dafür, ihre Handlung mit dem exzellent recherchierten politischen und gesellschaftlichen Zeitgeist der damaligen Zeit zu verbinden. Die damalige Zeit war für alle eine große Herausforderung, der Leser spürt die aufkommende drohende Gefahr der Nationalsozialisten, während er mit Hulda gemeinsam eine wahre Gefühlsachterbahn durchläuft bei der Lösung des Falls. Dabei schraubt sich die Spannung bis zum Ende immer weiter in die Höhe. Stern versteht es wunderbar, ihre Leser in ihre Handlung mit einzubinden und sie an die Seiten zu fesseln.
Die Charaktere sind mit menschlichen Eigenschaften sehr lebendig gezeichnet, der Leser fühlt sich ihnen sehr verbunden und folgt ihnen nur zu gern auf Schritt und Tritt. Hulda überzeugt einmal mehr mit ihrer unangepassten offenen und direkten Art. Sie ist hilfsbereit, verantwortungsbewusst und mutig, dabei eine liebevolle ledige Mutter, die es in jenen Zeiten gar nicht leicht hat. Max ist ein toller Mann, der Hulda und Meta zur Seite steht, jedoch gerade nicht erreichbar ist. Meta hat ihren eigenen Kopf, mit ihrem kindlichen Wissensdurst bringt sie Hulda oft an ihre Grenzen. Bert ist Huldas Schulter zum Anlehnen und ihre erste Anlaufstelle bei Problemen. Aber auch Irma und Karl sowie weitere Protagonisten machen die Geschichte durchweg spannend und lebendig.
„Nacht über der Havel“ überzeugt mit einem exzellent recherchierten historischen Hintergrund, einer starken liebenswerten Hauptprotagonistin sowie einem fesselnden Kriminalfall, bei dem der unsichtbare Leser von Anfang an zum Ermittlerteam gehört. Anne Stern besitzt das Talent, das Kopfkino des Lesers auf Hochtouren zu bringen, ihn an die Seiten zu fesseln und die Zeit zu vergessen. Absolute Leseempfehlung – einfach wunderbar!!!
Ausgaben von Fräulein Gold: Nacht über der Havel
Besitzer des Buches 19
Update: 24. Januar 2026 um 11:41





