Mitte des Lebens
Buch von Barbara Bleisch
Titel: Mitte des Lebens
Barbara Bleisch (Autor)
Verlag: Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG
Format: Gebundene Ausgabe
Seitenzahl: 272
ISBN: 9783446279681
Termin: Neuerscheinung Juli 2024
Aktion
-
Kurzmeinung
Farast Interessante, philosophische Gedanken. Ich fand es recht kurzweilig.
Zusammenfassung
Inhaltsangabe zu Mitte des Lebens
Im Leben ist irgendwann vieles entschieden: wen wir lieben, wo wir arbeiten, wie wir wohnen. Manche sind froh, angekommen zu sein – andere fürchten, festzustecken in einem Leben voller Routinen, und fragen sich, ob es das schon war. Wie finden wir neue Lebensziele, wenn vieles erreicht ist? Wie gehen wir damit um, dass sich die Zeithorizonte langsam verengen und einige Züge mittlerweile abgefahren sind? Philosophisch fundiert und voller Bezüge aus dem Alltag denkt Barbara Bleisch nach über Lebenserfahrung, Leichtigkeit und Gelassenheit. Dem Klischee der „midlife crisis“ setzt sie eine Philosophie der Lebensmitte entgegen, die hineinführt in die existenziellen Fragen unserer Jahrzehnte als Erwachsene – und in die beste Zeit unseres Lebens.
Weiterlesen
Bewertungen
Mitte des Lebens wurde insgesamt 4 mal bewertet. Die durchschnittliche Bewertung liegt bei 3,8 Sternen.
Meinungen
-
Interessante, philosophische Gedanken. Ich fand es recht kurzweilig.
Rezensionen zum Buch
-
Rezension zu Mitte des Lebens
- Buchdoktor
-
18. Juli 2024 um 18:26
... Eine Philosophie der besten JahreWeiterlesen
Klappentext/Verlagstext
Im Leben ist irgendwann vieles entschieden: wen wir lieben, wo wir arbeiten, wie wir wohnen. Manche sind froh, angekommen zu sein – andere fürchten, festzustecken in einem Leben voller Routinen, und fragen sich, ob es das schon war. Wie finden wir neue Lebensziele, wenn vieles erreicht ist? Wie gehen wir damit um, dass sich die Zeithorizonte langsam verengen und einige Züge mittlerweile abgefahren sind? Philosophisch fundiert und voller Bezüge aus dem Alltag denkt Barbara Bleisch nach über Lebenserfahrung, Leichtigkeit und Gelassenheit. Dem Klischee der „midlife crisis“ setzt sie eine Philosophie der Lebensmitte entgegen, die hineinführt in die existenziellen Fragen unserer Jahrzehnte als Erwachsene – und in die beste Zeit unseres Lebens.
Die Autorin
Barbara Bleisch, geboren 1973, lebt mit ihrer Familie in Zürich und ist Mitglied des Ethik-Zentrums der Universität Zürich. Seit 2010 moderiert sie die Sendung "Sternstunde Philosophie" beim Schweizer Radio und Fernsehen SRF. Von 2017 bis 2019 war sie akademischer Gast am Collegium Helveticum. Bisher erschienen: „Warum wir unseren Eltern nichts schulden“ (2018) und „Kinder wollen. Über Autonomie und Verantwortung“ (2020).
Inhalt
Der kleine Moorsee Lai Nar im Engadin symbolisiert für Barbara Bleisch den Verlauf ihres Lebens – hier wanderte sie als Kind, Mutter und als Mutter Heranwachsender. Die Torfschicht des Moors könnte als Dokument des Werdens und Vergessen gesehen werden. Bleischs Bild einer erreichten Hochebene und ihre Vorstellung von Landkarten des Lebens, auf denen aus unterschiedlichen Blickwinkeln nur Ausschnitte fokussiert werden, verdeutlichen die erreichte Lebensmitte bildhaft. In ihrer philosophischen Betrachtung definiert sie Lebensmitte als Alter, in dem wir selbst über uns entscheiden und in dem die Fähigkeit eines Erwachsenen zur Impulssteuerung von uns erwartet wird. Ab Mitte der 30er setzt - in der Rushhour des Lebens - meist eine Rückschau auf das Erreichte ein, die mit Stagnation, Hadern über verpasste Chancen oder einem Richtungswechsel verbunden sein können. Die Einsicht in mittlerem Alter, nicht der Mittelpunkt des Universums zu sein, sieht die Autorin positiv, da sie mit Mustererkennung einhergeht und der Einsicht, dass schwere Lebenssituationen wieder vorbeigehen. Die Themen Abhaken einer Bucket List, Abschließen von Phasen, um Neues beginnen zu können, intrinsische Motivation zum Handeln und Generativität (Sorge für die nachfolgende Generation) nehmen bei Bleisch breiten Raum ein. Weitere Stichworte sind Lebendigkeit, Wundern, Ratlosigkeit, aber auch Double Standard of Aging. Beeindruckend fand ich Bleischs Wahl von Bertrand Russell als Vorbild, der einen hohen Preis für sein unabhängiges Denken zahlte und dennoch versöhnt auf sein Leben zurückblicken konnte.
Fazit
Barbara Bleischs philosophische Betrachtung will kein Ratgeber sein und gibt keine Ratschläge für konkrete Situationen. Ihr philosophischer Ansatz fordert, Vorannahmen loszulassen, das Thema von allen Seiten zu betrachten und neu zu beurteilen. Dazu liefert sie eine Fülle von Zitaten und Quellen, die sich als Gesprächseinstieg nutzen lassen. Mir war der Ansatz zu allgemein, zu wenig auf die aktuelle gesellschaftliche Situation bezogen, da gerade im fokussierten Alter im Hamsterrad von Familiengründung u. a. Care-Arbeit die „Mitte“ oft nur schwer zu finden ist.
Ausgaben von Mitte des Lebens
Besitzer des Buches 7
Update: 10. Januar 2025 um 10:44



