Stürzende Imperien: Rom, Amerika und die Zukunft des Westens
Buch von Peter Heather, John Rapley, Thomas Andresen
Titel: Stürzende Imperien: Rom, Amerika und ...
Peter Heather (Autor) , John Rapley (Autor) , Thomas Andresen (Übersetzer)
Verlag: Klett-Cotta
Format: Gebundene Ausgabe
Seitenzahl: 288
ISBN: 9783608982367
Termin: Neuerscheinung Juli 2024
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Zusammenfassung
Inhaltsangabe zu Stürzende Imperien: Rom, Amerika und die Zukunft des Westens
Was wir vom Untergang Roms für die Zukunft des Westens lernen können Der Westen befindet sich in einer Krise: Unsere Demokratie ist angeschlagen, die Deindustrialisierung bedroht den Wohlstand und Flüchtende machen sich auf in westliche Länder und stehen vor den Toren. In diesem außergewöhnlichen historischen Vergleich erkunden die Autoren die unheimlichen Parallelen – und produktiven Unterschiede – zwischen dem Untergang Roms und dem Fall des Westens, um aus der antiken Geschichte neue Lehren zu ziehen. Die Ära der westlichen globalen Dominanz hat ihr Ende erreicht – doch was kommt als Nächstes? In den letzten drei Jahrhunderten stieg der Westen auf, um den Planeten zu dominieren. Doch plötzlich, um die Jahrtausendwende, kehrte sich die Geschichte um. Angesichts wirtschaftlicher Stagnation und innerer politischer Spaltung befindet sich der Westen in einem rapiden Niedergang. Es ist nicht das erste Mal, dass die globale Ordnung einen solch dramatischen Aufstieg und Fall erlebt. Das Römische Reich folgte einer ähnlichen Entwicklung von überwältigender Macht bis zum Zerfall – eine Tatsache, die mehr ist als ein seltsamer historischer Zufall. In diesem fesselnden Buch nutzen der Historiker Peter Heather und der politische Ökonom John Rapley diese römische Vergangenheit, um über den zeitgenössischen Westen, seinen Zustand der Krise und mögliche Wege heraus neu nachzudenken.
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Bewertungen
Stürzende Imperien: Rom, Amerika und die Zukunft des Westens wurde bisher einmal bewertet.
Rezensionen zum Buch
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Rezension zu Stürzende Imperien: Rom, Amerika und die Zukunft des Westens
- Bellis-Perennis
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16. August 2024 um 12:29
Lassen sich aus dem Untergang des Römischen Reiches Lehren für die aktuelle Situation des Westens ableiten? Steht dem Westen, vornehmlich den USA, demnächst ein ähnliches Schicksal bevor wie dem Römischen Reich das im 5. Jahrhundert untergegangen ist?Weiterlesen
Dieser kniffligen Frage gehen der Historiker Peter Heather und der politische Ökonom John Rapley nach. Dazu ziehen sie zahlreiche Vergleiche, die die Parallelen und Unterschiede darstellen.
Nach einer längeren Einleitung legen sie Autoren in acht Kapiteln plus einem Abschluss ihre Argumente dar:
Feiern wie um 399Imperium und BereicherungÖstlich des Rheins, nördlich der DonauDie Macht des GeldesAlles fällt auseinanderBarbareneinfälleMacht und PeripherieTod der Nation?Schluss: Tod des Imperiums? „Wenn die Bürger der westlichen Länder imstande sind, die vor ihnen liegenden Schlüsselaufgaben zu begreifen und unvermeidlich spaltende Meinungsverschiedenheiten demokratisch zu lösen, und das in einer Weise, die der breiten Bevölkerung das Gefühl der Einbeziehung und Fairness vermittelt, und insbesondere, wenn sie das in einer Weise tun können, die den Bürgern der aufstrebenden Peripheriestaaten das Gefühl vermittelt, dass auch ihnen ein Anteil an einer gleichberechtigteren Zukunft innerhalb eines umfassenderen Systems angeboten wird, das auf denselben gemeinsamen Werten beruht, sind die Gewinnen kolossal. Dann hätte es der westliche Nationalstaat - ursprünglich errichtet aus umgelenkten Wohlstandsströmen der übrigen Welt - nicht nur geschafft, eine potentielle Krise zu überwinden, sondern er hätte auch ein postkoloniales Erbe echter Größe hervorgebracht, auf das seine Bürger zu Recht stolz sein dürften.“
Meine Meinung:
Grundsätzlich ist die Idee einen Vergleich zwischen dem Römischen Imperium und dem Westen zu ziehen eine recht interessante Idee. Leider werden so manche nachdenklich machende Gedanken in langen Schachtelsätzen, die sich über mehrere Zeilen erstrecken, erstickt. Ob das im englischen Originaltext auch so ist? Oder liegt es an der Übersetzung? Ich mag lange Sätze ja recht gerne, aber wenn ich jeden Satz mehrmals lesen muss, um den Sukkus zu erfahren, hält sich meine Begeisterung letztlich in Grenzen.
Wer die Zielgruppe für dieses Buch sein soll, erschließt sich mir nicht ganz. Historisch und/oder ökonomisch interessierte Leser? Politiker? - Nein, die wohl kaum, sind sie ja in ihren eigenen Interessen verstrickt.
Die Vorschläge, wie internationale Abkommen zu einer gleichen Besteuerung, um Steueroasen abzuschaffen, Verträge zu einer Treibhausgasreduktion etc. abzuschließen, sind recht nett gemeint. Solche Abkommen gibt es bereits, allerdings weigern sich zahlreiche Länder danach zu handeln bzw. sie überhaupt zu ratifizieren. Allen voran die USA, die sich mit ihren Slogan „America First“ selbst aus dem Spiel nimmt und sich von den riesigen Konzernen, die ihre Vormachtstellung rücksichtslos ausnützen, gegängelt werden.
Fazit:
Ein interessantes Buch, das mich allerdings nicht wirklich überzeugt hat. 3 Sterne.
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Besitzer des Buches 1
Update: 4. Juni 2025 um 13:35



