Zerbrochene Stille
Buch von Arnaldur Indriðason, Freyja Melsted
Titel: Zerbrochene Stille
Arnaldur Indriðason (Autor) , Freyja Melsted (Übersetzer)
Band 6 der Kommissar Konrad-Reihe
Verlag: Bastei-Lübbe
Format: Taschenbuch
Seitenzahl: 368
ISBN: 9783404196241
Termin: Neuerscheinung November 2025
Aktion
Zusammenfassung
Inhaltsangabe zu Zerbrochene Stille
Im Hafravatn, einem See in der Nähe von Reykjavík, wird ein Tourist mit schweren Kopfverletzungen tot aufgefunden. Der Mann wurde offenbar ermordet. Erste Ermittlungen ergeben, dass er der Freund eines vor Jahrzehnten verschwundenen Mannes war. Als der pensionierte Kommissar Konrád davon erfährt, wird er hellhörig und beginnt auf eigene Faust zu ermitteln. Mit der Verbindung des Ermordeten zu dem Vermisstenfall aus den 1970er Jahren holt ihn dann seine eigene Vergangenheit ein. Je intensiver Konráð sich mit dem Fall beschäftigt desto, mehr wird ihm die Atmosphäre aus der Zeit des Kalten Krieges wieder gegenwärtig, das unbestimmte Gefühl von Wut - und das Denken in Gut-Böse-Kategorien ...
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Serieninfos zu Zerbrochene Stille
Zerbrochene Stille ist der 6. Band der Kommissar Konrad Reihe. Diese umfasst 8 Teile und startete im Jahr 2013. Der letzte bzw. neueste Teil der Serie stammt aus dem Jahr 2026.
Über Arnaldur Indriðason
Arnaldur Indriðason wurde 1961 in Reykjavik geboren. Das Talent zum Schreiben wurde ihm vom Vater vererbt, denn auch der war ein bekannter isländischer Autor. Mehr zu Arnaldur Indriðason
Bewertungen
Zerbrochene Stille wurde insgesamt 5 mal bewertet. Die durchschnittliche Bewertung liegt bei 4 Sternen.
Rezensionen zum Buch
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Rezension zu Zerbrochene Stille
- Buchdoktor
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30. November 2025 um 12:06
InhaltWeiterlesen
Als an einem See in der Nähe von Reykjavík der tote Skafti Hallgrimsson gefunden wird, ist der isländische Kommissar Konrað bereits in Rente. Der Mann, der die Tat damals gestand, ist längst verstorben, der Fall lässt dem verwitweten und vereinsamten Ermittler jedoch keine Ruhe. Mit seinem Talent, andere Menschen so lange reden zu lassen, bis er Entscheidendes erfährt, sticht Konrað in ein dichtes Netz aus mehreren Alt-Fällen aus der Zeit von 1960 bis 1985 (darunter einem weiteren Vermisstenfall) und der Kriminalität seines verstorbenen Vaters. Auch wenn Angehörige der Toten nun hoffentlich Gewissheit erlangen, was ihren Familienmitgliedern geschah, ist nicht zu übersehen, dass Konrað selbst mit den Ereignissen noch nicht abgeschlossen hat.
Der vermisste Pétur ist der Vater von Ívan, in dessen Wäscherei Konrað Kunde ist. Da Pétur ein zugewandter allein erziehender Vater war, waren damals alle überzeugt, dass er sein Kind nie im Stich gelassen hätte und sich daher nicht abgesetzt haben konnte. Pétur hatte in Russland studiert und enge Verbindungen dahin, zu einer Zeit, in der angebliche russische Heringstrawler verdächtige Aktivitäten vor Island unternahmen und es im Land diverse Protestgruppen gegen die US-Militärbasis gab. Die weiteren sonderbaren Ereignisse drehen sich um den Tod eines Isländers 1983 in Österreich und um gebrauchte Ladas, die von Bord russischer Schiffe angeblich aufgekauft wurden, um sie wegen der Ersatzteile auszuschlachten. Konrað sieht sich vor zahlreichen Verknüpfungen zwischen den beteiligten Personen durch Péturs Handballmannschaft, die Freimaurer, Protestgruppen, Fälle aus Vorgängerbänden der Serie, das Medium Eygló (w), und seine eigene Verstrickung in Korruption während der Nachkriegszeit. Mit seinen Ermittlungen hat Konrað praktisch an einem Faden gezogen, der ihn selbst und seinen Ex-Kollegen Léo zu Fall bringen könnte, aber auch neue Informationen zu kriminellen Verstrickungen seines Vaters liefert.
Fazit
Aus drei sonderbaren Fällen während drei Jahrzehnten spinnt Arnaldur Indriðason einen komplexen Plot mit zahlreichen miteinander verbandelten Figuren und Bezügen zu Konraðs früheren Ermittlungen. Der Rückblick in die 60er Jahre konnte mich in diesem Band wie gewohnt fesseln, auch wenn ich die Serie eher wegen Konraðs widersprüchlicher Persönlichkeit verfolge.
Serieninfo
Die Serie sollte in der Reihenfolge des Erscheinens gelesen werden – auch wenn die Altfälle in diesem Band kurz genannt werden. -
Rezension zu Zerbrochene Stille
- €nigma
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12. August 2025 um 16:30
Kurzbeschreibung (Quelle: Amazon)Weiterlesen
Auf der Anhöhe Öskuhlið in Reykjavík werden die sterblichen Überreste eines Mannes gefunden, der in den 70er-Jahren als vermisst gemeldet worden war. Skafti war von einem Tag auf den anderen verschwunden. Man war schließlich von einem Mord ausgegangen, und hatte einen Mann, Natan, festgenommen. Als dieser nach langer Untersuchungshaft und unzähligen Verhören im Gefängnis gestand, schien der Fall gelöst. Nun, nach vielen Jahrzehnten, stellt sich heraus, dass er nicht der Mörder gewesen sein kann und unschuldig im Gefängnis saß. Was ist damals vorgefallen? Wurde Natan mit gewaltsamen Methoden zu einem falschen Geständnis gezwungen? Kommissar Konráð kontaktiert Léo, seinen ehemaligen Kollegen und vormals besten Freund. Denn es war Léo, der damals die Ermittlungen leitete ...
Autor (Quelle: Amazon)
Arnaldur Indriðason ist der bedeutendste Krimiautor Islands. Seine Bücher werden in zahlreiche Sprachen übersetzt und sind mit renommierten Literaturpreisen ausgezeichnet, unter anderem mit dem GOLD DAGGER. Der sechste Band seiner Kommissar-Konráð-Reihe, ZERBROCHENE STILLE, stand wochenlang auf Platz 1 der isländischen Bestsellerliste. Arnaldur Indriðason lebt mit seiner Familie in der Nähe von Reykjavík. Er erhielt 2021 den JÓNAS-HALLGRIMSSON-PREIS.
Allgemeines
Titel der isländischen Originalausgabe:“ Sæluríkið“, ins Deutsche übersetzt von Freyja Melsted
Sechster Band der Reihe um Kommissar Konráð
Erschienen bei Bastei Lübbe am 23.12.2024 als HC mit 368 Seiten
Gliederung: Roman in 63 Kapiteln, Landkarte von Island im vorderen und Stadtplan von Reykjavík im hinteren Einband
Erzählung in der dritten Person aus wechselnden Perspektiven
Handlungsort und -zeit: Reykjavík in der Gegenwart, mit Rückblenden auf die Sechziger-, Siebziger- und Achtzigerjahre des 20. Jahrhunderts
Inhalt und Beurteilung
Auch der sechste Band der Reihe besteht aus mehreren verschachtelten Handlungssträngen, die teilweise auf die Handlung der vorausgehenden Bände Bezug nehmen, sodass es empfehlenswert ist, die Romane in der korrekten Reihenfolge zu lesen.
In einem Handlungsstrang werden Details um Fälle von Kindesmissbrauch in den Sechzigerjahren thematisiert, diese alte Geschichte steht im Zusammenhang mit Seppi, dem vor Jahrzehnten ermordeten Vater des Protagonisten Konráð.
Der zweite Handlungsstrang dreht sich um einen Vermisstenfall aus den Siebzigerjahren. Damals verschwand ein junger Mann namens Skafti spurlos. Der mutmaßliche, damals geständige Mörder Natan verstirbt im Gefängnis. Es kommen neue Fakten zutage, die auf Natans Unschuld hindeuten. Konráð ist sehr bestürzt, denn sein damaliger Kollege und bester Freund Léo leitete damals die Ermittlungen und brachte Natan ins Gefängnis. War Léo seinerzeit korrupt?
Im dritten Handlungsstrang geht es um einen Vermisstenfall aus den Achtzigerjahren. Damals verschwand Pétur, der Inhaber einer Wäscherei, als er sich zum Hafen begab, um für seinen Sohn Ívan einen gebrauchten Lada zu kaufen. Es ergeben sich Hinweise darauf, dass dieser Fall mit Spionage durch Russen zusammenhängen könnte, die mithilfe isländischer Helfer amerikanische Militäranlagen ausspionierten.
Die drei Fälle, in denen es teilweise „personelle Überschneidungen“ gibt, werden abwechselnd und ohne deutliche optische Unterscheidung präsentiert, was für den Leser manchmal ziemlich verwirrend ist. Es erfordert Konzentration – und möglichst Vorkenntnisse früherer Bände -, um der Handlung folgen zu können. Neben den Hauptfiguren in den drei Fällen kommen auch noch einige Nebenfiguren vor, die am Rande in den einen oder anderen Fall verwickelt waren.
Die Handlung ist intelligent und komplex konstruiert – vielleicht zu komplex, was zu Lasten der angenehmen Lesbarkeit und vor allem der Spannung geht.
Die Charakterisierung des Protagonisten Konráð ist gelungen und seit dem ersten Band der Reihe konsistent. Er ist intelligent, äußerst beharrlich – geradezu eine Nervensäge – und moralisch integer, auch wenn er es bei der Wahl seiner Mittel für den guten Zweck nicht immer so genau nimmt…
Fazit
Ein intelligent konstruierter Krimi, der aber mit gleich drei Handlungssträngen etwas überfrachtet und deshalb nicht so flüssig lesbar ist, die Lektüre erfordert Konzentration und idealerweise auch Vorkenntnisse aus den früheren Bänden der Reihe.
Ausgaben von Zerbrochene Stille
Besitzer des Buches 12
Update: 29. April 2026 um 18:47





