Wir sehen uns im August
Buch von Gabriel García Márquez, Dagmar Ploetz
Titel: Wir sehen uns im August
Gabriel García Márquez (Autor) , Dagmar Ploetz (Übersetzer)
Verlag: FISCHER Taschenbuch
Format: Taschenbuch
Seitenzahl: 144
ISBN: 9783596711949
Termin: Neuerscheinung September 2025
Aktion
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Kurzmeinung
towonder Da es unvollendet ist, bleiben die Figuren und Handlungen fragmentarisch. Trotzdem lesenswert! -
Kurzmeinung
Marie Es bleibt, wie Márquez es zurückgelassen hat: Unfertig
Zusammenfassung
Inhaltsangabe zu Wir sehen uns im August
Jedes Jahr im August nimmt Ana Magdalena Bach die Fähre zu einer Karibikinsel, um das Grab ihrer Mutter zu besuchen. Sie legt einen Gladiolenstrauß nieder, bezieht ein Zimmer in einem Touristenhotel und bestellt sich einen Käse-Schinken-Toast an der Bar. Aber dieses Jahr wird sie von einem Mann zu einem Drink eingeladen. Sie vergisst ihre Prinzipien und die eheliche Treue, als sie auf die Avancen eingeht und den Unbekannten mit auf ihr Zimmer nimmt. Ein Jahr später kehrt sie erwartungsvoll auf die Insel zurück. Mit »Wir sehen uns im August« hat der Weltautor Gabriel García Márquez ein kleines Kunstwerk hinterlassen, das nicht nur die treue Leserschaft dieses Autors begeistern wird. Die kunstvolle Figurenzeichnung, der heitere Ton, die große Musikalität seiner Sprache laden zur Neuentdeckung dieses grandiosen Autors ein.
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Bewertungen
Wir sehen uns im August wurde insgesamt 8 mal bewertet. Die durchschnittliche Bewertung liegt bei 3,7 Sternen.
Meinungen
Rezensionen zum Buch
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Rezension zu Wir sehen uns im August
- drawe
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29. März 2024 um 14:42
Klappentext:Weiterlesen
Jedes Jahr fährt Ana Magdalena Bach im August mit der Fähre zu einer Karibikinsel, um dort auf das Grab ihrer Mutter einen Gladiolenstrauß zu legen. Jedes Jahr geht sie danach in ein Touristenhotel und isst abends allein an der Bar ein Käse-Schinken-Toast. Dieses Mal jedoch wird sie von einem Mann zu einem Drink eingeladen. Es entspricht weder ihrer Herkunft oder Erziehung noch ihrer Vorstellung von ehelicher Treue, doch geht sie dennoch auf seine Avancen ein und nimmt den Unbekannten mit auf ihr Zimmer. Das Erlebnis hat sie und ihr Leben verändert. Und so fährt sie im August des kommenden Jahres wieder erwartungsvoll auf die Insel, um nicht nur das Grab ihrer Mutter zu besuchen.
Mein Lese-Eindruck:
Eigentlich stellt die Veröffentlichung dieses kurzen Romans einen Verrat dar. Der Autor selber war der Meinung: „Dieses Buch taugt nichts“, und das Buch blieb daher als unveröffentlichtes Fragment im Nachlass. Die beiden Söhne entschieden sich dennoch für eine Veröffentlichung und ließen das Fragment aus mehreren verschiedenen Textfassungen von Cristobal Pera rekonstruieren, der im Nachwort einen interessanten Einblick in seine Arbeit gibt.
Ob es sich gelohnt hat, muss nun der Leser entscheiden! Ich finde: UNBEDINGT!
An jedem 16. August, dem Todestag ihrer Mutter, fährt Ana Magdalena Bach – auch sie ist Ehefrau eines Musikers - zum Grab ihrer Mutter auf einer kleinen Karibikinsel. Sie ist 46 Jahre alt und glücklich mit einem attraktiven und erfolgreichen Mann verheiratet. Die Blumenfrau bindet ihr schon vorausschauend den alljährlichen Gladiolenstrauß, den sie zum Grab der Mutter bringt und dort ihrer Mutter die familiären Neuigkeiten mitteilt, um dann wieder mit der Fähre nach Hause zu fahren.
Bis sie in einem August den Einfall hat, aus dem alljährlichen Ritual auszubrechen. Mit einer Zufallsbekanntschaft verbringt sie die Nacht, und sie findet diese Änderung so erfrischend, dass sie diesen alljährlichen Ehebruch als neues Ritual etabliert. Sie verändert sich, genießt die Nächte mit ihrer exzessiven Lust und bekommt einen neuen Blick auf ihre Ehe und die damit verbundenen Konventionen.
Man merkt dem Text an, dass er nicht ausgefeilt ist und Lücken aufweist, wenn z. B. gegen Ende eine Person unmotiviert auftaucht. Aber Marquez erzählt einfach wunderbar. Mit einigen wenigen Strichen lässt er die Schauplätze vor dem inneren Auge seiner Leser sichtbar werden, und genauso leichthändig verleiht er seinen Figuren Konturen und Leben.
Das überraschende und zugleich so vielschichtige Ende der Geschichte macht den Leser sprachlos. Trotz seiner fortschreitenden Demenz erkennt man ihn hier wieder: den begnadeten Erzähler Marquez und seine unglaubliche Freude am Fabulieren.
Lesenswert!
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Besitzer des Buches 8
Update: 1. Februar 2026 um 22:51





