Elfen und Feen
Buch von Matthias Egeler
Titel: Elfen und Feen
Matthias Egeler (Autor)
Verlag: C.H.Beck
Format: Gebundene Ausgabe
Seitenzahl: 192
ISBN: 9783406813665
Termin: Neuerscheinung Februar 2024
Aktion
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Kurzmeinung
ViktoriaScarlett Das Sachbuch rund um die Feen und Elfen bot mir einen ungeahnt tiefen Einblick in die historische Entwicklung.
Zusammenfassung
Inhaltsangabe zu Elfen und Feen
VON DEN NATURGEISTERN ISLANDS UND IRLANDS NACH AVALON UND WEITER BIS IN DOBBYS REICH Welche Elfen mögen Sie lieber? Die kleinen Blumenelfen, deren Charme selbst Sir Arthur Conan Doyle einst erlag? Oder bevorzugen Sie die martialischen Elfen von J.R.R. Tolkien, deren literarische Ausgestaltung auf mittelalterliche Vorlagen zurückgeht? Und dann gibt es ja auch noch die Elfen der isländischen Elfenbeauftragten Erla Stefánsdóttir auf der Insel aus Feuer und Eis im fernen Norden. Oder wie steht es um die Hauselfen in J.K. Rowlings Harry-Potter-Romanen? In dieser Kulturgeschichte dürfen Sie sich auf ein zauberhaftes Stelldichein der Wunderwesen Islands, Irlands, Schottlands, Englands und ihrer mitteleuropäischen Verwandten freuen. Matthias Egeler nimmt seine Leserinnen und Leser mit in verwunschene Landschaften und Bücherwelten, wo Elfen und Feen bis heute heimisch sind. Er beschreibt ebenso ihre menschenfreundlichen wie ihre tödlich-gefährlichen Seiten. Wir begegnen ihnen in den Sagen der Artus-Runde und in Shakespeares Sommernachtstraum, in den furchtbaren Zeiten des Hexenwahns wie auch bei der friedlichen Eroberung der bürgerlichen Salons, in Gestalt des kinderfreundlichen Peter Pan und sogar als helfende Mächte beim Kampf gegen die Umweltzerstörung. Elfen und Feen – so wird in diesem Buch deutlich – haben ihren festen Platz in unserer Anderwelt. 'Es gibt einen Ort, der Álfheimr (Elfenheim) genannt wird. Dort wohnt das Volk, das Lichtelfen heißt, aber Dunkelelfen wohnen unter der Erde.' Snorri, Edda Die Welt der Feen und Elfen von Island bis Mitteleuropa Große und kleine Geschichten aus der Anderwelt – kundig erklärt und gedeutet
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Bewertungen
Elfen und Feen wurde insgesamt 3 mal bewertet. Die durchschnittliche Bewertung liegt bei 4,3 Sternen.
Meinungen
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Das Sachbuch rund um die Feen und Elfen bot mir einen ungeahnt tiefen Einblick in die historische Entwicklung.
Rezensionen zum Buch
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Rezension zu Elfen und Feen
- findo
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25. Juli 2024 um 21:42
Autor: Matthias EgelerWeiterlesen
Titel: Elfen & Feen
Seiten: 192
ISBN: 978-3-406-81366-5
Verlag: C. H. Beck
Autor:
Matthias Egeler studierte zunächst Indologie, Nordistik und Indogermanistik, bevor er verschiedene Stationen in Oxford, Cambridge und München durchlief. An der Goethe-Universität Frankfurt/Main lehrt er als Professor für Altskandinavistik. Zu seinen Forschungsgebieten zählen die altnordische Literatur- und Kulturgeschichte, sowie des mittelalterlichen Irlands.
Inhalt:
Dieser Band bietet kompetent und unterhaltsam einen Überblick über Geschichte und Geschichten der Elfen und Feen von ihren Ursprüngen in keltischen und nordischen Mythen bis in die Welt der isländischen "Elfenbeauftragten" und von Harry Potter. Mal verstörende, mal zauberhafte Begegnungen mit Naturgeistern oder Gestalten wie etwa den Herrinnen von Avalon (Artussage), mit Elrond und Galandriel (Herr der Ringe), Titania und Oberon (Mittsommernachtstraum) oder auch Peter Pan verheißen Abenteuer und Lesevergnügen.
Zugleich wird deutlich, wie jede Epoche ihre eigenen Feen und Elfen hervorgebracht hat - und in den sich wandelnden Vorstellungen vom Übernatürlichen erkennen wir die Ängste und Sehnsüchte der jeweiligen Zeiten bis in unsere Tage. (Klappentext)
Rezension:
Heute ein fester Bestandteil der westlichen Populärkultur, haben seit ihrem Ursprung in der nordischen und keltischen Mythologie Elfen und Feenfiguren einen Wandel durchgemacht, der auf uns blicken lässt, die wir von ihnen erzählen. Dies gilt für ihre Gestalt, ebenso für ihre Fähigkeiten oder auch Rolle in unseren Gesellschaften. Jede Epoche hat eine eigene Anderwelt. Auf eine Reise durch die Geschichte bis zur Gegenwart nimmt uns der Autor Matthias Egeler mit und wirft damit auch einen Blick auf uns selbst.
Wenn es um Mythen und Legendengestalten geht, muss ein Rahmen abgesteckt werden, innerhalb dessen man sich orientiert, sonst ist die Gefahr sich zu verzetteln zu groß, gibt es doch von allen Geschichten regionale oder zeitlich zu verortende Varianten, weshalb sich der Experte für Altskandinavistik auf sein Fachgebiet konzentriert. Viele andere Figuren, mit denen man sich etwa im Mittelalter oder noch früher Naturphänomene oder Schicksalsschläge wie Krankheiten erklärt hat, hier nicht behandelt werden. Diese Beschränkung tut dem kompakt gehaltenen Sachbuch gut, gibt es doch immer noch genug Stoff zu erzählen.
Zwei Themenkomplexe werden hier abgebildet, zum einen der geschichtliche Wandel des Feenmythos im keltischen Raum, zum anderen der Bogen von den Gehöft ansässigen Elfengestalten im nordischen Island bis hin zur "Elfenbeauftragten", die ursprünglich nur für den Tourismus eine Karte der verorteten historischen Plätze, derer man diesen Figuren auf dieser Insel zuspricht, zeichnen sollte.
Spannend wird hier beschrieben, wie Mythengestalten früher genutzt wurden, sich Krankheiten oder Kindersterblichkeit zu erklären, aber auch wie deren Rollen sich im Laufe der Zeit verändert haben. Mit zunehmender Modernisierung nahmen Kunst und Kultur der Anderwelt Macht und Einfluss, erst viel später etwa kam es zur Rückbesinnung auf die alten Geschichten.
Matthias Egeler räumt dabei auch Nebenkriegsschauplätze populärer Diskussionen auf Social Media auf, wenn es etwa um die Gestalt von Elfen und Kobolden der Harry Potter Filme und Bücher geht, ohne diese Auseinandersetzung explizit zu erwähnen, zeigt aber auch was Tolkin und andere bewirkt haben, aber auch wie die Theosophie ihre Zeichen gesetzt hat, bis hin zu gefälschten Fotos und Träumereien.
Zumindest letztere haben ein längeres Leben und so wird die Geschichte, wie sie Matthias Egeler zu erzählen weiß, wohl auch künftig fortgesetzt werden können. Dieses durchaus für den Verlag ungewöhnliche, jedoch gut recherchierte Sachbuch ist ein guter Einstieg in diese Welt. -
Rezension zu Elfen und Feen
- ViktoriaScarlett
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11. Mai 2024 um 14:36
Das Sachbuch rund um die Feen und Elfen bot mir einen ungeahnt tiefen Einblick in die historische Entwicklung. Im Text berichte ich dir mehr darüber.Weiterlesen
[…]
Meine Meinung zum Cover:
Das Cover ist einfach gehalten. Es zeigt vermutlich einen geheimnisvollen Ort der mit den Elfen und Feen zu tun hat. Man könnte fast meinen, es ist ein Portal in deren Welten. Titel und Autorenname wurden schlicht auf das Bild gesetzt.
Meine Meinung zum Inhalt:
Über die Jahre hatte ich immer wieder in unzähligen Geschichten mit Elfen und Feen zu tun. Die Darstellungsweisen waren dabei komplett unterschiedlich. Natürlich ließen sich Grundelemente eingrenzen und kategorisieren. Doch wie kam es eigentlich dazu? Wie wurden diese Wesen ursprünglich gesehen? Aus diesen Fragen heraus entschloss ich mich das Buch als Rezensionsexemplar anzufragen.
Ich war erstaunt, wie tief der Autor Matthias Egeler in das Thema eintauchte. Das Buch beschäftigte sich anfangs vor allem mit den isländischen und irischen Elfen bzw. Feen. Zeitlich angesiedelt war das Ganze im Mittelalter. Für die Menschen waren die Wesen etwas Gutes und Böses zugleich. Man band sie in den Alltag ein und wusste vieles zu berichten. Manche Menschen hatten Begegnungen, erlebten schlimme Dinge oder bekamen etwas Schönes. Mir wurde beim Lesen bewusst, wie facettenreich die Menschen schon damals über sie dachten. Feenwelten, Feensteine, Feeninseln, Portale – es gab so viel, man beachten sollte.
Der Autor schuf folgende Themenbereiche, auf die er mit verschiedenen Unterkapiteln einging: Ländliche Feen und Elfen, Höfische Feen und Elfen, Städtische Feen und Elfen, Rück- und Ausblick. Am Ende nach der Danksagung waren noch Leseempfehlungen und Literatur zu finden. Insgesamt entstand dadurch ein tiefer Einblick, durch den ich die Feen und Elfen mit anderen Augen zu sehen begann. Im Fokus des Textes blieben die europäischen Formen, Prägungen und Entwicklungen.
Es ging um zahlreiche Mythen und Legenden. Es wurde zudem beschrieben, wie die Menschen die Feen und Elfen in ihrem Alltag eingebunden hatten. Auch die Veränderungen durch die Gesellschaft, Thomas der Reimer, Tam Lin, oder Personen wie William Shakespeare oder J.R.R. Tolkien (und vielen anderen) wurden behandelt. Die schottischen Hexenprozesse durch König James I. fanden ebenso Erwähnung. Auch über Peter Pan und seine Tinker Bell erfuhr ich überraschendes.
Wenn ich alles erwähnen wurde mit dem sich der Autor auseinander gesetzt hat, dann wäre der Rahmen der Rezension gesprengt. Man kann sagen, dass er sich mit der Geschichte der Elfen und Feen aus den letzten 500 Jahren beschäftigte. Vor allem vom 18. bis ins 20. Jahrhundert gab es massivste Verschiebungen in der Wahrnehmung und den Darstellungen. Praktisch fand ich am Ende den Rückblick, der die wichtigsten Fakten zusammenfasste. Außerdem erklärte der Autor kurz auf was er nicht eingehen konnte.
Mein Fazit:
Dieses Buch ist etwas für jene Leserinnen und Leser, die die Ursprünge der Elfen und Feen in Europa kennenlernen wollen. Ich selbst habe viel erfahren, was ich nicht wusste und sehe sie stellenweise mit neuen Augen. Zu manch Informationen konnte ich Verbindungen knüpfen und mit Bekanntem vereinen. Stellenweise mag der Text vielleicht etwas trocken sein, doch ist er gleichzeitig aufschlussreich und lehrreich. Der Autor hat in meinen Augen einen guten Weg gefunden, die Fülle an Wissen aufzubereiten.
Ich vergebe 5 von 5 möglichen Sternen!
Das Buch wurde mir als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst!
Ausgaben von Elfen und Feen
Besitzer des Buches 3
Update: 25. Juli 2024 um 21:42

