Eva: Das Wunder des weiblichen Körpers und wie er seit 200 Millionen Jahren die Entwicklung des Leb
Buch von Cat Bohannon, Ursula Held, Sigrid Schmid, Rita Gravert, Weitere s. u.
Titel: Eva: Das Wunder des weiblichen Körper...
Cat Bohannon (Autor) , Ursula Held (Übersetzer) , Sigrid Schmid (Übersetzer) , Rita Gravert (Übersetzer) , Christina Hackenberg (Übersetzer)
Verlag: C.Bertelsmann Verlag
Format: Gebundene Ausgabe
Seitenzahl: 768
ISBN: 9783570102091
Termin: Neuerscheinung Mai 2024
Aktion
Zusammenfassung
Inhaltsangabe zu Eva: Das Wunder des weiblichen Körpers und wie er seit 200 Millionen Jahren die Entwicklung des Leb
NEW YORK TIMES BESTSELLER UND AUF DER SHORTLIST ZUM »WISSENSCHAFTSBUCH DES JAHRES« 2025: Ein völlig neuer Blick auf den Ursprung der Menschheit, der unser Denken über den weiblichen Körper grundlegend verändern wird: »EVA überrascht, klärt auf und macht Mut.« – Bonnie Garmus, Bestsellerautorin von »Eine Frage der Chemie« Warum menstruieren Frauen? Sind sie immer das schwächere Geschlecht? Ist Sexismus nützlich für die Evolution? Und wie haben Ammen die Zivilisation vorangetrieben? Viel zu lange hat sich die Wissenschaft fast ausschließlich auf den männlichen Körper konzentriert. Erst in den vergangenen 15 Jahren haben Forscher verschiedener Fachbereiche neue spannende Entdeckungen dazu gemacht, wie sich der weibliche Körper in den letzten 200 Millionen Jahren entwickelt hat, wie er funktioniert und was es wirklich bedeutet, biologisch eine Frau zu sein. Auf der Basis dieser Erkenntnisse unternimmt die Forscherin und Journalistin Cat Bohannon eine Neubeschreibung der Geschichte des Frauseins. Akribisch recherchiert und lebendig erzählt zeichnet sie den Entwicklungsverlauf des weiblichen Körpers nach und rückt dabei unser Wissen über die Evolution und darüber, warum der Homo sapiens eine so erfolgreiche und dominante Spezies geworden ist, in ein ganz neues Licht. »Eva« knüpft dort an, wo Hararis »Sapiens« aufgehört hat. Das Buch ist nicht nur eine tiefgreifende Revision der Menschheitsgeschichte, sondern auch ein dringend notwendiges Korrektiv für eine Welt, die bis vor kurzem vor allem den Mann im Blick hatte. Ausstattung: mit 23 S/W-Abb.
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Bewertungen
Eva: Das Wunder des weiblichen Körpers und wie er seit 200 Millionen Jahren die Entwicklung des Leb wurde bisher einmal bewertet.
Rezensionen zum Buch
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Rezension zu Eva: Das Wunder des weiblichen Körpers und wie er seit 200 Millionen Jahren die Entwicklung des Leb
- Buchdoktor
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22. Juni 2024 um 14:14
... Das Wunder des weiblichen Körpers – und wie er seit 200 Millionen Jahren die Entwicklung des Lebens auf der Erde vorantreibtWeiterlesen
Klappentext/Verlagstext
Warum menstruieren Frauen? Sind sie immer das schwächere Geschlecht? Ist Sexismus nützlich für die Evolution? Und wie haben Ammen die Zivilisation vorangetrieben? Viel zu lange hat sich die Wissenschaft fast ausschließlich auf den männlichen Körper konzentriert. Erst in den vergangenen 15 Jahren haben Forscher verschiedener Fachbereiche neue spannende Entdeckungen dazu gemacht, wie sich der weibliche Körper in den letzten 200 Millionen Jahren entwickelt hat, wie er funktioniert und was es wirklich bedeutet, biologisch eine Frau zu sein. Auf der Basis dieser Erkenntnisse unternimmt die Forscherin und Journalistin Cat Bohannon eine Neubeschreibung der Geschichte des Frauseins. Akribisch recherchiert und lebendig erzählt zeichnet sie den Entwicklungsverlauf des weiblichen Körpers nach und rückt dabei unser Wissen über die Evolution und darüber, warum der Homo sapiens eine so erfolgreiche und dominante Spezies geworden ist, in ein ganz neues Licht. »Eva« knüpft dort an, wo Hararis »Sapiens« aufgehört hat. Das Buch ist nicht nur eine tiefgreifende Revision der Menschheitsgeschichte, sondern auch ein dringend notwendiges Korrektiv für eine Welt, die bis vor kurzem vor allem den Mann im Blick hatte.
Die Autorin
Cat Bohannon hat über die Evolution des Denkens und Geschichtenerzählens promoviert und arbeitet heute als Forscherin und Autorin. Ihre Essays und Gedichte erschienen unter anderem in Scientific American, Mind, Science Magazine sowie in literarischen Zeitschriften. »Eva« ist ihr erstes Buch, das sofort ein New-York-Times-Besteller wurde, auf zahlreichen Listen als bestes Sachbuch des Jahres 2023 und auf der Longlist des Women‘s Prize for Nonfiction 2024 stand. Bohannon lebt mit ihrer Familie in Seattle.
Inhalt
Cat Bohannon blickt zurück bis auf das 1947 in Wales gefundene Säugetierweibchen „Morgie“ (z. B. in Kielan-Jaworowska, Cifelli und Luo 2005), um die Entwicklung zum heutigen aufrechtgehenden weiblichen Menschen zu erläutern, dessen Nachkommen in einer Gebärmutter heranwachsen, mit Risiken für Mutter und Kind geboren werden, gestillt werden können und lange von einer Betreuungsperson abhängig bleiben.
Gegliedert nach weiblichem Körper, Sinnesorganen, Werkzeuggebrauch, Gehirn, Stimme, Menopause und Partnerbeziehung stellt die amerikanische Wissenschaftlerin zahlreiche Verknüpfungen zwischen einzelnen Erkenntnissen her, die zwar im Prinzip bekannt sind, aber nicht im genannten Zusammenhang. So hat sich die Einschätzung, dass Stillzeiten das Brustkrebsrisiko verringern, durch Nichols et al (2019) offenbar verändert. Wer sich z. B. für Schwangerschaft, Geburt, Altern und Klimakterium interessiert, wird von den entsprechenden Kapiteln profitieren. Bohannon kommt dabei stets auf die Frage zurück, was Männer- und Frauenkörper unterscheidet, was die jeweilige Entwicklung zur Arterhaltung beiträgt und mit welchen Risiken für Mutter (Krebsrisiko) und Nachwuchs sie erkauft wird. Grundlage für genau diese Verknüpfungen ist Bohannons interdisziplinäre Arbeitsweise in mindesten drei Fachgebieten, die verblüffend an die Sicht feministischer Archäologinnen in Bojs „Mütter Europas“ erinnert. Sehr positiv erlebe ich Bohannons Hinweise, dass in einigen Forschungsgebieten endgültige Bewertungen noch ausstehen, u. a. wenn die Auswahl der Probanden für Studien nicht repräsentativ gewesen ist. Ihr Buch enthält einige Beispiel für den White oder Male Bias, der ignoriert, dass Frauen, Schwarze, umso stärker natürlich schwarze Frauen und (erst neuerdings wahrgenommen) trans Personen von Forschenden ignoriert wurden.
Die nicht weniger faszinierenden weiteren Kapitel behandeln Muskulatur und Skelett von Frauen, Gehirntätigkeit und psychische Erkrankungen, das „Blooming and Pruning“ in der kindlichen Entwicklung, die Macht der Stimme, nicht unbedingt neutrale Testverfahren uvm. Vom Kapitel „Mädchenzeit“ an wird das Werk explizit feministisch, wenn es um das Heranreifen jugendlicher Mädchen und gesellschaftlicher Reaktion drauf geht und später um die Rolle der postmenopausalen Großmutter für das Überleben der Art. Dass Großmütter entscheidenden Einfluss auf die Lebenserwartung von Kindern haben, ist zwar bekannt, aber dass die Funktion der erfahrenen vertrauten Hebamme und Wochenpflegerin so entscheidend ist, hatte ich mir vorher nicht ausgemalt. Immerhin wissen wir ja durch die Arbeit des Ehepaars Billings, dass natürliche Verhütungsmethoden, wenn sie ohne paternalistisches Gehabe oder eugenische Absichten gelehrt wird, in Entwicklungsländern zum Abstand von rund 3 Jahren zwischen Geburten genutzt wurde, die wiederum optimal für das Überleben von Mutter und Kind waren.
Über unsere moderne Welt gibt es dagegen weniger Positives zu berichten. Cat Bohannon knallt konservativen Kreisen sehr direkt vor den Latz, dass überall dort, wo in den USA Sexualerziehung sich traditionell auf den Appell zur Enthaltsamkeit beschränkt, Risikoschwangerschaften bei sehr jugendlichen Müttern und sexuell übertragbare Krankheiten in wenigen Jahren dramatisch zugenommen haben. Ihr Fazit, dass patriarchalische Strukturen, die Frauen Kleidervorschriften machen, sie ins Haus verbannen, von schulischer Bildung und Entscheidung über die gewünschte Kinderzahl ausschließen, sich damit selbst ausrotten. Eine Spezies in der Natur würde so nicht handeln, so die Autorin. Der Zusammenhang zwischen mangelhafter Sexualerziehung in der Kindheit, sexuell übertragbaren Krankheiten und abnehmender Fruchtbarkeit hätte m. A. drastischer ausgedrückt und explizit an den Klerus gerichtet sein dürfen.
Das Handwerkliche
Mit lesefreundlichem Haupttext, Seitenüberschriften und zwei Arten von Anmerkungen lässt sich das Buch flüssig weglesen. Das sehr umfangreiche Quellen- und Literaturverzeichnis im Anhang entspricht dem üblichen Standard. Die persönlichen Anmerkungen direkt auf der Seite (im Stil „Was ich zu dem Thema unbedingt noch sagen muss …) sind allerdings sehr klein gedruckt und kaum lesefreundlich, da häufig innerhalb des Anmerkungstexts umgeblättert werden muss.
Fazit
Ein aus persönlicher Perspektive geschriebenes, interdisziplinäres Sachbuch, an dem ich mit Gewinn ungewöhnlich lange gelesen habe - einschließlich aller Anmerkungen.
Ausgaben von Eva: Das Wunder des weiblichen Körpers und wie er seit 200 Millionen Jahren die Entwicklung des Leb
Eva: Das Wunder des weiblichen Körpers und wie er seit 200 Millionen Jahren die Entwicklung des Leb in anderen Sprachen
Besitzer des Buches 1
Update: 12. April 2026 um 20:22

