Die Leuchttürme der Stevensons

Buch von Sabine Weiß

Cover zum Buch Die Leuchttürme der Stevensons

Titel: Die Leuchttürme der Stevensons

4,3 von 5 Sternen bei 4 Bewertungen

Verlag: Bastei-Lübbe

Format: Broschiert

Seitenzahl: 464

ISBN: 9783757700300

Termin: Neuerscheinung August 2024

Aktion

  • Kurzmeinung

    claudi-1963
    Eine beeindruckende, interessante Biografie von der für mich bisher unbekannten Seite des Robert Louis Stevensons.
  • Cover zum Buch Der Schrein der Könige: Des Dreikönig... Cover zum Buch Stürmische Klippe Cover zum Buch Höllische Küste

Zusammenfassung

Inhaltsangabe zu Die Leuchttürme der Stevensons

Vom schwarzen Schaf der Familie zum weltberühmten Schriftsteller - ein packender Roman über eine Leuchtturmbauer-Dynastie und die frühen Jahre Robert Louis Stevensons, Autor von DIE SCHATZINSEL und DR. JEKYLL UND MR. HYDE Schottland, 1868. Der fast 18-jährige Robert Louis Stevenson träumt von einem Leben als Schriftsteller. Eine Zeitlang lässt sein Vater ihn gewähren, doch als Robert sein Studium vernachlässigt und sich unstandesgemäß verliebt, muss er Edinburgh verlassen. Wenig später nimmt sein Vater ihn mit auf eine Inspektionsreise zu den Leuchttürmen, für deren Konstruktion die Männer der Familie berühmt sind: wahnwitzigen Bauten inmitten der schottischen See. Zum ersten Mal sieht Robert auch den Dubh Artach, den sein Vater gerade auf einem Riff im Atlantik errichtet - und riskiert auf der kleinen, sturmumtosten Felseninsel sein Leben. Er weiß: Bricht er mit der Tradition, wird er seine Familie verlieren. Aber kann er so wirklich leben? Ein beeindruckender Roman über eine heute wenig bekannte Lebensphase des weltberühmten Schriftstellers
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Über Sabine Weiß

Die Schriftstellerin Sabine Weiß wurde 1968 in Hamburg geboren. Sie studierte Geschichte, Germanistik und Erziehungswissenschaften an der Universität Hamburg und fing danach an, als Journalistin im Kultur- und Medienbereich zu arbeiten und Bücher zu schreiben. Mehr zu Sabine Weiß

Bewertungen

Die Leuchttürme der Stevensons wurde insgesamt 4 mal bewertet. Die durchschnittliche Bewertung liegt bei 4,3 Sternen.

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Meinungen

  • Eine beeindruckende, interessante Biografie von der für mich bisher unbekannten Seite des Robert Louis Stevensons.

    claudi-1963

Rezensionen zum Buch

  • Rezension zu Die Leuchttürme der Stevensons

    • 20. Februar 2026 um 15:36
    Louis ist ein junger Mann aus gutem Hause, der nichts lieber tut als Gedichte und Geschichten zu schreiben und das am allerliebsten zu seinem Beruf machen würde. Doch sein gestrenger Vater hat andere Pläne mit seinem einzigen Sprössling, denn Louis heißt mit vollem Namen Robert Louis Stevenson und entstammt einer angesehenen Dynastie von Leuchtturmspezialisten. Zahlreiche Türme entlang der schottischen Küste, auf Inseln und Riffen haben sein Vater, sein Großvater und andere Verwandte bereits gebaut, um den Schiffen in den gefährlichen Gewässern Warnung und sicheres Geleit zu sein. Für Tom Stevenson kommt somit nichts anderes in Frage, als dass Louis in seine Fußstapfen tritt, ein Ingenieursstudium absolviert und in das Familienunternehmen einsteigt, das immer noch zahlreiche Bauprojekte am Laufen hat.
    Louis ist mehr als unglücklich damit. Er hat kein Händchen für Zahlen und Berechnungen und ist von seinem Studium abwechselnd gelangweilt und überfordert. Die Schriftstellerei, in der er seine Erfüllung finden könnte, ist für seinen Vater nur alberne Spielerei, ungefähr auf gleicher Stufe mit studentischen Trinkgelagen und anderen Vergnügungen, denen Louis und seine Kumpels sich gerne mal widmen. Tom duldet keine Widerrede und Louis muss sich in sein Schicksal fügen. Selbst die vorlesungsfreie Zeit kann er nicht zum Schreiben und Ausspannen nutzen, wie er sich das eigentlich vorgestellt hatte - dann sind praktische Lektionen im Leuchtturmbau und -unterhalt angesagt, in Form von Reisen zu den abgelegensten Leuchttürmen und Baustellen.
    Ein kleiner Lichtblick ist sein zumindest zwischenmenschlich gutes Verhältnis zu seinem Professor Fleeming Jenkin, der in seiner Freizeit gerne Theateraufführungen organisiert, und von den Leuchtturmwärtern und der immensen Leistung der Ingenieure und Arbeiter bei Planung und Bau ist er durchaus fasziniert, auch wenn die Überzeugung wächst, dass das nicht sein Lebensinhalt bleiben kann.
    Einen sehr interessanten historischen Stoff hat sich Sabine Weiß, deren Buch über Madame Tussaud ich gerne mochte, sich hier ausgesucht. Die Stevensons waren im 18. Jahrhundert DIE Koryphäen in Sachen Leuchttürme, sowohl was den Bau selbst unter schwierigsten Umständen auf kleinen, nur bei Ebbe zugänglichen Felsen anging als auch in der verwendeten Lichttechnik. Ironie des Schicksals, dass der heute wohl der breiten Masse bekannteste Spross der Familie das damalige schwarze Schaf ist, Robert Louis Stevenson, der Autor so berühmter Werke wie der "Schatzinsel" oder "Dr. Jekyll und Mr. Hyde".
    Louis, wie er im Buch genannt wird, war ein kränkliches Kind und auch als Erwachsener mit einer fragilen Gesundheit geschlagen und eher phantasievoller Schöngeist als pragmatischer Ingenieur. So oft er versucht, seinen eigenen Weg zu gehen, dräut wieder eine Auseinandersetzung mit dem Vater, bei der er meist den kürzeren zieht. Das ist die beherrschende Thematik des Buches, und lange Zeit wirkte die Figur des Louis auf diesen Aspekt reduziert, was ich ein bisschen schade fand. Erst spät konnte ich wirklich eine Beziehung zu ihm aufbauen, nämlich als er allmählich ernsthaft beginnt, sich freizuschwimmen und gleichzeitig sein Verständnis für die Welt des Leuchtturmbaus wächst.
    Die restlichen Charaktere bleiben auch eher Typen, wobei dem informativen Nachwort der Autorin zufolge viele Begebenheiten an Tatsachen angelehnt sind und das Verhältnis zwischen Vater und Sohn wohl wirklich ein schwieriges war. Zu Beginn steppte überdies in den Dialogen arg der ungeliebte Erklärbär, aber das hat sich mit der Zeit zum Glück komplett gelegt und es gibt viele eindrucksvolle Szenen von den wellenumtosten, gefahrvollen Standorten der entlegensten Leuchttürme. Diese gefielen mir an dem Buch mit am besten, wobei auch die Handlung auf den letzten 100 Seiten mich noch mal deutlich stärker begeistern konnte. Das schön zurückhaltend gestaltete Cover hat schließlich noch eine Extra-Erwähnung verdient.
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  • Rezension zu Die Leuchttürme der Stevensons

    • 9. Januar 2025 um 16:21
    Robert Louis Stevenson ist als Schriftsteller berühmt. Kaum jemand weiß jedoch, dass die Männer in seiner Familie einer Dynastie von Ingenieuren angehörten, die entlang der schottischen Küste eine Vielzahl bedeutender Bauwerke konstruiert haben: Leuchttürme.
    Auch Louis soll der Tradition folgen, und so studiert er 1869 an der Universität in Edinburgh. Aber ohne Enthusiasmus, denn in seinen Augen fehlt ihm das Talent zum Ingenieur. Stattdessen möchte er seine Gedanken in Worte fassen, beflügelt von seiner Fantasie Geschichten schreiben, ein Dichter sein.
    Zugleich will er indes auch die Erwartungen seines strengen Vaters nicht enttäuschen und bemüht sich, diesen gerecht zu werden. Zumal der Vater für die „Launen“ seines Sohnes wenig Interesse zeigt, ja sie sogar ablehnt.
    Aus diesem Grund besteht er auch darauf, dass Louis ihn auf mehreren Inspektionsreisen begleitet oder sich allein an verschiedene Bauplätze begibt. Vor Ort soll er das Handwerk (er)lernen und das passende berufliche Rüstzeug erhalten.
    Bei diesen Gelegenheiten erfährt der angehende Ingenieur von den Bedingungen und Widrigkeiten, die mit der Errichtung eines Leuchtturms einhergehen, riskiert sogar das eigene Leben. Das erhöht seinen Respekt vor den in diesem Zusammenhang zu bewältigenden Aufgaben und Gefahren, glücklich macht es ihn allerdings nicht ...
    Sabine Weiß beeindruckt in ihrem neuen historischen Roman „Die Leuchttürme der Stevensons“ mit ihrer akribischen Recherchearbeit, so dass nicht nur ein authentisches Porträt des Schriftstellers Robert Louis Stevenson in seinen Jugendjahren entsteht, sondern gleichzeitig auch dem Wirken seiner Familie ein kleines Denkmal gesetzt wird.
    Der Autorin gelingt es von Anfang an, einen Teil wichtiger Lebensthemen und -zeiten von Stevenson anzusprechen und mit visueller Kraft darzustellen. Sie formuliert ausführlich und leidenschaftlich, fängt den damals herrschenden Zeitgeist in Anbetracht der religiösen und gesellschaftlichen Vorstellungen der Menschen ein und charakterisiert vor allem ihre Hauptfigur mit augenfälliger Gründlichkeit.
    Außerdem faszinieren ihre mit intensiver Ernsthaftigkeit ausgeführten Beschreibungen von Natur und Bauwerken, bei denen die epische Fabulierfreude der Autorin manchmal überschwänglich zum Ausdruck kommt. Wir lernen hautnah schottische Inseln, Wellenbrecher und Leuchttürme kennen und setzen uns mit der Gefährlichkeit der Errichtung solcher Projekte auseinander wie auch mit der Tatsache, was die Menschen dafür mit welchen Schwierigkeiten auf sich genommen haben. Dramatische Ereignisse werden mit wenigen Spannungsmomenten und in direkter Schlichtheit geschildert, hingegen wiederholen sich gelegentliche Überlegungen und Gedankenspiele jungen Mannes.
    Davon einmal abgesehen, hat Sabine Weiß die Fähigkeit, Stimmungen auf bemerkenswerte Art auszudrücken. So vermittelt sie mit Können und Nachvollziehbarkeit nicht nur den Konflikt zwischen Vater und Sohn, in dem es um das Erfüllen von Erwartungen und Familientraditionen geht. Sie thematisiert auch den inneren Zwiespalt, den Drang und den Wunsch von Robert Louis Stevenson, seinen Geist mit Dichtkunst zu entfalten und zu schreiben, was letzten Endes – wie wir wissen – erfolgreich sein wird.
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  • Rezension zu Die Leuchttürme der Stevensons

    • 5. September 2024 um 13:44
    "Unsere Aufgabe im Leben ist es nicht, Erfolg zu haben, sondern unsere Mißerfolge guten Mutes zu ertragen." (Robert Louis Stevenson)
    Schottland 1868:
    Eigentlich will der 18-jährige Robert Louis Stevenson nur eines, Schriftsteller werden. Eine gewisse Zeit erlaubt sein Vater ihm diese Begabung neben seinem Studium als Ingenieur. Allerdings, als er sich in die nicht unstandesgemäße Jeannie verliebt, muss nicht nur sie, sondern auch Robert Edinburgh verlassen. Gemeinsam mit seinem Vater fährt er wenig später auf Inspektionsreise zu den Leuchttürmen seiner Familie. Diese stehen in vielen abgelegenen Winkeln Schottlands und der englischen Inseln. Robert ist erstaunt, wie man einige davon überhaupt erbauen konnte. Einer davon wird gerade auf der Felseninsel Dubh Artach erbaut, die nur schlecht zu erreichen und deren Bau auch schwierig ist. Ebenso der Wellenbrecher in Wick, dessen Erbauung immer wieder durch schwere Stürme erschwert wird. Erneut merkt er auf dieser Reise, dass der Ingenieurberuf nichts für ihn ist. Er muss nur den richtigen Zeitpunkt finden, um dies seinem Vater zu sagen.
    Meine Meinung:
    Das eher schlicht gehaltene Cover hat mich sofort in den Bann gezogen. Als ich dann las, dass es um den Autor Robert Louis Stevenson geht, wurde ich neugierig. Bisher habe ich mich mit diesem Autor nicht auseinandergesetzt und so wusste ich auch nichts über seine Vorfahren. Zu jener Zeit, als die Stevenson ihre Leuchttürme erbauten, waren diese enorm wichtig. Denn ohne Leuchttürme gab es viele Gefahren, in denen Schiffe und ihre Besatzungen ums Leben kamen. Davor musste man sich noch mit Strandfeuern und Fackeln behelfen, um die Gefahr der Felsen und Riffe anzuzeigen. Für den kränklichen Robert ist das Studium des Ingenieurs allerdings schon immer schwierig. In ihm stecken einfach nicht die Gene seiner Vorfahren, selbst wenn ihn der Bau der Leuchttürme beeindruckt. Oft ist es sogar seine Krankheit, die ihn immer wieder in seinem Studium zurückwirft und er deshalb größere Bildungslücken aufweist, die er nicht mehr aufholen kann. Die einzige Abwechslung findet er im Debattierclub "Spec", seinem Cousin Bob oder bei seinem Dozenten Fleeming Jenkins und dessen Familie. Trost sucht er oft im Alkohol oder bei Prostituierten. In den 3 Jahren, die dieses Buch näher beschreibt, erfahre ich viel über die Familie Stevenson. Roberts Vater ist kein einfacher Mensch. Er erwartet viel von seinem Sohn, ohne zu hinterfragen, ob er überhaupt seine Nachfolge antreten möchte. Was hauptsächlich an der damaligen Zeit und dem Stand der Familie Stevenson liegt. Damals trat man ohne Murren in die Fußstapfen des Vaters. Überrascht bin ich, wie kränklich Robert war. Er muss sogar später seine Heimat Schottland verlassen und lebt bis zu seinem Tod mit 44 Jahren auf Samoa. In diesem Buch durchforscht die Autorin eine wirklich schwere Zeit für den damals jungen Autor. Die Schriftstellerei war zu jener Zeit ein Beruf, mit dem kaum Geld zu verdienen war. Beeindruckt bin ich außerdem von den herrlichen Landschaftsbeschreibungen und den oft eigenwilligen Bewohnern Schottlands. Hier merkt man, wie intensiv die Autorin recherchiert hat. Trotz der starken Religiosität der Eltern habe ich eher den Eindruck, als sind die Gottesdienste für ihn eher eine Pflichtveranstaltung. Seine Liebe zum Schreiben begleitet ihn sein Leben lang, selbst wenn er für sich immer wieder Zweifel hat, ob er gut genug ist. Damit er seine Eltern nicht ganz konsterniert, beginnt er sogar ein Jurastudium, das er allerdings nur kurz ausübt. Dafür sind seine Romane "Die Schatzinsel" und "Der seltsame Fall des Dr. Jekyll und Mr. Hyde" noch heute Bestseller. Ich kann diese Biografie nur jedem wärmstens empfehlen, der mehr über Robert Louis Stevenson erfahren will, und gebe 5 Sterne.
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Ausgaben von Die Leuchttürme der Stevensons

Taschenbuch

Cover zum Buch Die Leuchttürme der Stevensons

Seitenzahl: 464

E-Book

Cover zum Buch Die Leuchttürme der Stevensons

Seitenzahl: 465

Hörbuch

Cover zum Buch Die Leuchttürme der Stevensons

 

Besitzer des Buches 14

Update: 10. März 2026 um 15:42