Die Ermittler: Wahre Verbrechen, echte Polizeiarbeit

Buch von Niels Lynnerup, Hans Petter Hougen, Bent Isager-Nielsen, Sebastian Dunkelberg, Weitere s. u.

  • Kurzmeinung

    SaintGermain
    Einblick in die dänische Polizeiarbeit, wobei der Fall der verbrannten Frauenleiche nicht mehr als eine Rahmenhandlung d

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  • Einblick in die dänische Polizeiarbeit, wobei der Fall der verbrannten Frauenleiche nicht mehr als eine Rahmenhandlung d

    SaintGermain

Rezensionen zum Hörbuch

  • Rezension zu Die Ermittler: Wahre Verbrechen, echte Polizeiarbeit

    Kinder finden in Dänemark die Reste einer verbrannten Frauenleiche. Der dänische Kriminalexperte Bent Isager-Nielsen gibt anhand dieses Mordes Einblicke in die Arbeit der dänischen Polizei und des dänischen Rechtssystems. Zusammen mit dem Gerichtsmediziner Hans Petter Hougen und dem forensischen Anthropologen Niels Lynnerup zeigt er, wie es gelingen kann, schwierige Fälle in Teamarbeit zu lösen.
    Das Cover passt natürlich perfekt zum Genre des Buches und zu einem Buch über wahre Verbrechen.
    Der Schreibstil des Autors ist gut, aber etwas selbstgefällig. Der beschriebene Fall um die verbrannte Frauenleiche ist eigentlich nur eine Rahmenhandlung rund um die Ermittlungen der dänischen Polizei und bietet an sich auch nicht wirklich Potential für ein ganzes Buch, da der Täter eigentlich logisch ist, auch wenn die Polizei dies natürlich beweisen muss. Nichtsdestotrotz hätte dieser Fall alleine vielleicht 50 Seiten gefüllt.
    Zum Sprecher des Hörbuchs: Sebastian Dunkelberg hat eine angenehme Stimme, ein angenehmes Tempo und eine gute Betonung, allerdings brauchte ich einige Kapitel, bis er mir als Sprecher wirklich gefiel.
    Insgesamt bietet das Buch einen interessanten Einblick in die dänische Ermittlungsarbeit und in das dänische Rechtssystem, das sicher kontrovers ist. Denn wenn das amerikanische System praktisch jeden Fall vor Gericht bringt, ist es im dänischen Recht umgekehrt und nur die ganz sicheren Fälle werden von den Staatsanwälten vor Gericht gebracht, sodass viele Fälle zwar von der Polizei gelöst werden, aber trotzdem der Fall eigentlich ungeklärt bleibt, weil nie ein Täter schuldig gesprochen wurde.
    Auch die Erklärung, warum es in Dänemark so wenige Serienmore gibt, finde ich etwas an den Haaren herangezogen. Als Grund gibt der Autor an, dass der Großteil der Morde eben schnell aufgeklärt wird, bevor der Täter auf den Geschmack kommt und sich ein weiteres Opfer sucht. Das widerspricht nicht nur dem dänischen Rechtssystem (siehe oben), sondern auch, dass Serienmörder eigentlich willkürlich ihre Opfer aussuchen und so der erste Mord kaum geklärt werden kann.
    So empfinde ich insgesamt das ganze Buch sehr selbstgefällig und durch die rosarote Brille gesehen, und wirklich wahres Neues habe ich nicht erfahren, mit Ausnahme des Rechtssystems, das Verbrechen meiner Meinung nach fast schon begünstigt, da man vor einer Anklage kaum Angst haben muss.
    Fazit: Die dänische Ermittlungsarbeit allgemein mit viel Selbstbeweihräucherung. 4 von 5 Sternen
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