Die liegende Frau
Buch von Laura Vogt
Titel: Die liegende Frau
Laura Vogt (Autor)
Verlag: Frankfurter Verlagsanstalt
Format: Gebundene Ausgabe
Seitenzahl: 320
ISBN: 9783627003142
Termin: September 2023
Aktion
Zusammenfassung
Inhaltsangabe zu Die liegende Frau
Romina, Romi genannt, erwartet ihr zweites Kind, und seit kurzem gibt es da auch einen zweiten Mann. Szibilla findet es grundsätzlich unverantwortlich, Kinder in die Welt zu setzen, und Romis Polyamorie ist für sie nichts anderes als eine Möglichkeit, sich noch mehr von Männern abhängig zu machen. Was sie verbindet, ist ihre beste Freundin Nora. Doch Nora flieht mit ihrer kleinen Tochter zu ihrer Mutter ins Schweizer Rheintal, legt sich geradewegs ins Bett ihres Jugendzimmers – und schweigt. Ratlos reisen die Freundinnen ihr nach, mieten sich in ein billiges Wellnesshotel ein. Während Romi sich Sorgen um Nora macht, ist Szibilla überzeugt, dass sie diese Auszeit braucht, um wieder zu sich selbst zu kommen. In den fünf Tagen, in denen sie Lebensentwürfe diskutieren, reißen die Gräben zwischen Romi und Szibilla immer weiter auf – bis Nora schließlich ihr Schweigen bricht. Was bedeutet Freiheit, was Verantwortung? Was prägt uns, was wollen wir weitergeben? In ihrem dritten Roman taucht Laura Vogt tief ein in die Gefühlswelt ihrer Figuren, Frauen um die dreißig, und zeigt sie uns mit all ihren Schwächen und Stärken, Enttäuschungen und Hoffnungen. Ein lebendiger, lebensbejahender Roman, der deutlich macht, wie Individualismus, Mutterschaft und Selbstbestimmung ständig neu verhandelt werden müssen.
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Bewertungen
Rezensionen zum Buch
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Rezension zu Die liegende Frau
- Brombeere
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24. September 2023 um 18:35
Worum geht es?Weiterlesen
Drei Freundinnen, eine liegt im Bett und spricht nicht und die beiden anderen versuchen den Grund herauszufinden. Eine ist Mutter und hat mehrere Partner, die andere ist gegen Kinderbekommen und sieht die Zukunft der Welt recht hoffnungslos.
Worum geht es wirklich?
Lebensentscheidungen, Schweigen und Familie.
Lesenswert?
Nein, war für mich nicht so gut wie erhofft. Der Inhalt klingt durchaus ansprechend und hat neugierig gemacht.
Obwohl das Buch nicht sehr umfangreich ist, verläuft das Lesen dennoch recht schleppend. Dieses Buch nebenbei zu lesen (oder im Wechsel mit anderen) ist nahezu unmöglich, da der Satzbau eher ungewöhnlich ist und man jedes Mal eine Weile braucht um sich einzufinden.
Die drei Frauen sind nicht untereinander befreundet, sondern über die liegende Frau miteinander verbunden. So kommt es, dass zwei Menschen, die sehr gegensätzlich sind und sich nicht wirklich verstehen, miteinander auskommen müssen, um der dritten Person zu helfen.
Mich hat keine der Figuren wirklich überzeugt, weil sie gefühlt sehr einseitig waren. Die eine liegt eh nur, die andere versinkt in Familienkonstrukten und den Themen Affäre, mehrere Partner und Kinder. Wobei ich hierbei hinterfrage, ob das wirklich das Konzept von Polyamorie darstellt und nicht viel eher einfach nur Betrug. Fehlender Konsens ist hier irgendwie immer wieder präsent. Die dritte Frau ist radikal gegen Kinder, kann ihren eigenen Körper und ihre Menstruation nur schwer ertragen und wirkt so voller Hass auf ihre Organe. So als könnte es nicht durchaus gute Gründe geben, sich gegen Kinder zu entscheiden. Stattdessen tritt sie radikal und hart auf.
Ein richtiger Plot ist leider auch nicht vorhanden und die Handlung findet verdichtet an einigen wenigen Tagen statt, allerdings immer von Rückblicken geprägt. Eine richtige Auflösung gibt es meiner Meinung nach aber nicht und am Ende ist man als Leser*in genau so ratlos wie zu Beginn.
Positiv an dem Buch war ein bisschen das Spiel mit Satzbau und eingefügten Notizen.
Ebenso finde ich viele Themen, die zwischen den Frauen angesprochen werden, höchst spannend und auch wichtig. Gerade zum Ende hin entstehen hier wertvolle Gespräche.
Die Umsetzung hat mich aber dennoch nicht überzeugt und das Buch geht in meinen Erinnerungen an gelesene Bücher komplett unter. Schade!
Ausgaben von Die liegende Frau
Update: 24. September 2023 um 18:35

