Verschwinden in Lawinen

Buch von Robert Prosser

Cover zum Buch Verschwinden in Lawinen

Titel: Verschwinden in Lawinen

5 von 5 Sternen bei 1 Bewertung

Verlag: Jung u. Jung

Format: Gebundene Ausgabe

Seitenzahl: 192

ISBN: 9783990272732

Termin: März 2023

Aktion

  • Kurzmeinung

    Maesli
    Der Roman überzeugt. Geschickt konstruierte Handlung, sprachlich klar, Spannung bis zum Schluss.
  • Cover zum Buch Das geplünderte Nest Cover zum Buch Phantome Cover zum Buch Geister und Tattoos

Zusammenfassung

Inhaltsangabe zu Verschwinden in Lawinen

In einem Bergdorf in Tirol herrscht am Ende der Wintersaison gespannte Stille: Zwei Einheimische sind von einer Lawine verschüttet worden. Während die junge Frau um ihr Leben kämpft, fehlt von ihrem Freund vorerst jede Spur. Auch Xaver beteiligt sich an der Suche im Unwegsamen, zuerst als einer der vielen Freiwilligen, dann auf eigene Faust. Als Heranwachsender hatte er erleben müssen, wie der geliebte Großvater in den Bergen verschwunden war. Erst der Hinweis von Mathoi, eines Heilers, der sich hoch oben über dem Tal als Einsiedler versteckt hält, führte Xaver und seine Mutter zu ihm – zu spät allerdings, der Großvater war tot. Hätte Xaver ihn retten können? Und was kann er jetzt tun, um sich von den Zweifeln an seiner Schuld zu befreien? Er macht sich auf die Suche nach Mathoi. Doch dazu muss er erst seine Mutter finden, die sich nach dem Zerfall der Familie, vom Alkohol und der Arbeit im Tourismus gezeichnet, ins Hochgebirge zurückgezogen hat. Aber wo ist Xavers Platz? Wo liegt sein Glück? Und ist mit der Lawine endlich seine Chance gekommen, beides zu finden und sich zu beweisen?
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Bewertungen

Verschwinden in Lawinen wurde bisher einmal bewertet.

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Meinungen

  • Der Roman überzeugt. Geschickt konstruierte Handlung, sprachlich klar, Spannung bis zum Schluss.

    Maesli

Rezensionen zum Buch

  • Rezension zu Verschwinden in Lawinen

    • 6. Juni 2024 um 11:17
    In einem Bergdorf in Tirol sind zwei Einheimische sind von einer Lawine verschüttet worden. Während Tina um ihr Leben kämpft, fehlt von ihrem Freund jede Spur. Als einer der vielen Freiwilligen beteiligt sich auch ihr Onkel Xaver an der Suche im unwegsamen Gelände. Als Heranwachsender hatte er erleben müssen, wie der geliebte Großvater in den Bergen verschwunden war. Damals hatte der Einsiedler Mathoi die richtigen Hinweise zum Auffinden des Mannes gegeben, aber Xaver und seine Mutter kamen zu spät - der Großvater war tot. Jahrelang lastet schwere Schuld auf Xavers Schultern und der Zweifel, ob er seinen Großvater hätte retten können.
    Getrieben von der Hoffnung auf Befreiung der alten schweren Fesseln macht er sich auf eigen Faust auf die Suche nach Mathoi. Doch dazu muss er erst seine Mutter finden, die sich nach dem Zerfall der Familie, vom Alkohol und der Arbeit im Tourismus gezeichnet, ins Hochgebirge zurückgezogen hat.
    Für Anna dagegen war die Erinnerung fest an Orte geknüpft, die sich hier im Gebirge fanden. Vielleicht war das einer der Gründe, weshalb sie es oben aushielt. Unten mochte alles verändert sein, aber in der Höhe, die mit Flechten bewachsen und von dürrem Gehölz durchsetzt war, schien die Vergangenheit greifbar.
    Bei all dem sich abspielenden Drama versucht Xaver seinen Platz im Leben und mit der Lawine seine Chance zu finden, um sich zu beweisen.
    Aber schau, was ich stattdessen hab. Dich. Zusammen schaffen wir das.
    Meine persönlichen Leseeindrücke
    Es war wahrlich kein leichter Einstieg in diese Lektüre, ein schmales Büchlein, des Tiroler Autors Robert Prosser, der mit seinem Roman Phantome 2017 auf der Longlist des Deutschen Buchpreises stand. Als Finalist des XV. Internationalen Literaturpreises Merano-Europa darf ich dieses Werk lesen und bin überrascht von der Kraft, die von der Geschichte ausgehen. „Unter den Lawinen“ überzeugt durch eine geschickt konstruierte Handlung, klarer Sprache, mit gut platzierten Rückblenden, und einem Spannungsbogen, der bis zur letzten Seite aufrecht bleibt.
    Es erwachen eigene Kindheitserinnerungen an den Wandel der Zeit mit den Anfängen des Tourismus in Südtirol und an den Weg, den meine Mutter in ähnlicher Weise gegangen ist. Ich kann mich in Anna wiederfinden, und auch in Xaver, zu beiden kann ich eine Verbindung herstellen, die über eine oberflächliche Lektüre hinausgeht. Stellenweise ist das auch meine Geschichte, nicht bloß als erinnerte Vorstellung, sondern als körperliches Erleben. Das ist unglaublich!
    „Unter den Lawinen“ ist eine kraftvolle Geschichte über ein tragisches Schicksal, das in Annas und Xavers Herzen tiefe Spuren hinterlassen und beide stark gezeichnet zurückgelassen hat. Und gleichzeitig gibt es Hoffnung auf Vergebung und die Chance, etwas wiedergutmachen zu können, das vor vielen Jahren klaffende Wunden in die Seele getrieben hat. Passend dazu das Setting in den Tiroler Alpen, mit ihrem schroffen Charme und der unberechenbaren Natur, die sich im Charakter der Romanfiguren mit feinen Nuancen widerspiegelt; das hat mich vollends überzeugt.
    Fazit
    Mit stiller Wucht erzählt der Roman „Verschwinden in Lawinen“ von der Suche nach der richtigen Rolle, dem richtigen Abstand zu den Menschen wie zur eigenen Vergangenheit. Und nicht zuletzt von der Sehnsucht nach Versöhnung und Erlösung. .
    Bis jetzt hatte er geglaubt, das Versagen bei der Suche nach dem Großvater wiedergutmachen zu können.
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Ausgaben von Verschwinden in Lawinen

Hardcover

Cover zum Buch Verschwinden in Lawinen

Seitenzahl: 192

Besitzer des Buches 2

Update: 6. Juni 2024 um 11:17