Am Tag des Weltuntergangs verschlang der Wolf die Sonne: Wer kann ich sein, wenn ich es nicht mehr a

Buch von Sina Scherzant

Zusammenfassung

Inhaltsangabe zu Am Tag des Weltuntergangs verschlang der Wolf die Sonne: Wer kann ich sein, wenn ich es nicht mehr a

Katha ist eine Instanz in ihrem 1-Personen-Betrieb, der sich der Aufgabe verschrieben hat, es allen recht zu machen. Von klein auf hat Katha gelernt, sich anzupassen, sich zu kümmern und keinen Ärger zu machen. So macht sie es auch in Dortmund, wo sie seit der Scheidung der Eltern zusammen mit Mutter und Schwester lebt. Doch dann trifft sie auf Angelica. Angelica ist für die Mädchen rund um Katha etwas zwischen Freundin und Ersatzmutter. Eine Frau, die sieht und zuhört. Ein Jahr folgt, in dem nicht nur verstorbene Hamster wiederauftauchen und Kindmänner vertrieben werden, sondern in dem Katha ihre Rolle als Dienstleisterin für das Wohlergehen der anderen mehr und mehr hinterfragt. Als Angelica schwer krank wird, gerät ihre ganze Welt ins Wanken. Dies ist die Geschichte einer jungen Frau, in der sich so viele wiedererkennen werden, die glauben, sich den Menschen um sich herum sowie dem Rest des Lebens anpassen zu müssen. „Am Tag des Weltuntergangs verschlang der Wolf die Sonne“ handelt von Freundschaft und Verbundenheit, von Schmerz und Verlust, davon, wie bedeutsam eine Begegnung, wie wichtig ein anderer Mensch für unser Leben, wie lebensverändernd er sein kann. Sina Scherzant erzählt davon zeitgemäß, reflektiert, intensiv und mit großer sprachlicher Kraft.
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Bewertungen

Am Tag des Weltuntergangs verschlang der Wolf die Sonne: Wer kann ich sein, wenn ich es nicht mehr a wurde insgesamt 3 mal bewertet. Die durchschnittliche Bewertung liegt bei 3,7 Sternen.

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Rezensionen zum Buch

  • Rezension zu Am Tag des Weltuntergangs verschlang der Wolf die Sonne: Wer kann ich sein, wenn ich es nicht mehr a

    Ungeschont, ehrlich und alle Konventionen ignorierend erzählt Sina Scherzant Katas Geschichte.
    In dieser Geschichte geht es um Freundschaft, Liebe, Sexualität, Verlust, Erwachsenwerden und um alles dazwischen.
    Volkommen ungeschönt erzählt die Autorin auch von den vermeintlich langweiligsten Details eines Lebens. Doch gerade das hat diesen Roman für mich so echt und zugänglich gemacht. Ich konnte mich sehr oft in Katas Gefühls- und Gedankenwelt wieder finden. Die authentische Erzählweise gab mir auch den ganzen Roman über das Gefühl über das tatsächliche Leben der Autorin zu erfahren.
    Am besten gefiel mir ihre Beschreibung dessen, wie es sich anfühlt immer durch einen Nebel zu gehen und das sie es anspricht, dass es vorkommen kann durch Depression oder Trauerphasen kaum mehr etwas mitzubekommen, sodass man sich später gar nicht erinnern kann bei Gesprächen oder Ereignissen anwesend gewesen zu sein. Oder einen ganzen Tag lang ein Haar anzustarren. Die Autorin erzählt aber auch davon, dass man sich am Ende auch selbst heilen kann und geliebte Menschen bei sich behalten kann, auch wenn sie nicht mehr anwesend sind.
    Der Roman hat mich sehr berührt und persönlich angesprochen und Jodie Ahlborn hat diesen perfekt vorgetragen.
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  • Rezension zu Am Tag des Weltuntergangs verschlang der Wolf die Sonne: Wer kann ich sein, wenn ich es nicht mehr a

    "Am Tag des Weltuntergangs verschlang der Wolf die Sonne" ist ein literarisches Debüt der Autorin. Gleich zu Beginn hat mich der Titel sehr neugierig gemacht. Nach der Kurzbeschreibung wusste ich, dass ich den Roman lesen möchte, denn Coming-Of-Age Romane sind bei mir willkommen. Und dies hier ist ein typischer Roman über das Erwachsenwerden.
    Die Hauptprotagonistin der Geschichte Katha ist eine von zwei Töchtern der Familie. Sie steht an der Schwelle des Erwachsenwerdens, wohingegen ihre Schwester Nadine noch zarte 8 Jahre alt ist. Katha fühlt sich seit ihrer Kindheit für ihre Lieben verantwortlich. Sei es die Eltern, die eine Krise nach der anderen durchleben, ohne diese zu meistern, sei es die kleine Schwester, die möglichst nichts von alledem mitbekommen soll. Ganz bewusst übernimmt die Katha die Verantwortung für vieles, auch für Dinge, für die sie noch klar viel zu jung ist.
    Am Beispiel dieser Familie zeigt die Autorin hervorragend die Vorgänge, die die Kinder betreffen können, wenn die Eltern sich nicht mehr lieben, scheiden lassen, in Trennung leben, neue Partner haben. Besonders die Eltern von Katha sind maßlos überfordert und um ehrlich zu sein, kümmern sich nicht um das Wohlergehen ihrer Kinder.
    Mit einer Präzision eines Menschen, der die Zusammenhänge gut erkennen kann und auch dem Leser bildlich aufzeichnen, berichtet die Autorin über das Leben der Mädchen, ihrer Mutter und Vater. Bei Lesen kann man nicht anders, als Mitgefühl mit Katha zu haben, denn viel zu früh muss das Mädchen die Bürde der Verantwortung tragen und eine Menge Traurigkeit einstecken.
    Der Debütroman ist meiner Meinung nach gut gelungen, auch wenn er hier und da mal kleinen Längen aufweist. Ein berührendes, nachdenklich stimmendes Buch, das ich gerne an die Liebhaber der Coming-Of-Age Romane weiterempfehlen würde.
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  • Rezension zu Am Tag des Weltuntergangs verschlang der Wolf die Sonne: Wer kann ich sein, wenn ich es nicht mehr a

    "Am Tag des Weltuntergangs verschlang der Wolf die Sonne" von Sina Scherzant lässt mich mit gemischten Gefühlen zurück. Das aus drei Teilen bestehende Buch beginnt zunächst sehr vielversprechend. Teil 1 spielt im Jahr 2003, die Protagonistin und Ich-Erzählerin Katharina ist 14 Jahre alt und nach der Scheidung ihrer Eltern mit ihrer kleinen Schwester Nadine uns ihrer Mutter nach Dortmund gezogen. Katha ist ein angepasstes Mädchen, das versucht, alle in sie gesetzten Erwartungen zu erfüllen, Fehler anderer zu kompensieren und möglichst nicht aufzufallen. Sie bezeichnet sich selbst als "Lebenshandwerkerin". Ich konnte mich von Anfang an sehr gut in Kathas Gefühlswelt hineinversetzen, und wurde öfter an meine eigene Jugend erinnert. Auch der flüssige, direkte und moderne Schreibstil gefiel mir gut. Als etwas zu offensichtlich empfand ich allerdings den feministischen Tenor des Buches, der es sich zu leicht macht. Ob Zickenkrieg, der Wunsch, als Frau anderen zu gefallen oder die Angewohnheit, die Schuld an allem bei sich selbst zu suchen - die Wurzel allen Übels ist angeblich stets das Patriarchat. Alle Männer im Buch sich schwache egoistische Figuren, verantwortungslos und lächerlich. Das ist mir doch zu einfach und einseitig, und entspricht auch nicht meiner eigenen Wahrnehmung in meiner Generation, die nur wenig älter als Katha ist. Als etwas nervig empfand ich zudem, dass Kathas Prinzip der Lebenshandwerkerin immer und immer wieder betont wurde - da wäre weniger mehr gewesen.
    Das Ende des ersten Teils stellt für mich einen Bruch dar, ab dem die Geschichte dann deutlich schwächer wurde. Mit dem zweiten Teil, der eine Mischung aus Tagträumen, Realitätsfluchten und Erlebtem darstellt, konnte ich so gar nichts anfangen, und das Buch zog sich hier für mich sehr in die Länge. Teil 3, der 14 Jahre später spielt, las sich zwar wieder angenehmer, konnte mich aber inhaltlich nicht mehr greifen.
    Insgesamt hatte ich mir nach einem starken Beginn deutlich mehr von diesem Buch erwartet. Es zog sich ab dem zweiten Teil zusehends in die Länge, und ich war letztlich froh, als ich durch war. Die grundsätzlich interessanten Gedanken zur Sozialisation junger Frauen und Rollenmustern wurden mir zudem zu einseitig und plakativ dargestellt.
    3 Sterne
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Ausgaben von Am Tag des Weltuntergangs verschlang der Wolf die Sonne: Wer kann ich sein, wenn ich es nicht mehr a

Hardcover

Seitenzahl: 368

E-Book

Seitenzahl: 369

Besitzer des Buches 2

  • Mitglied seit 7. April 2006
  • Mitglied seit 31. August 2007
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