Kleine Probleme

Buch von Nele Pollatschek

Cover zum Buch Kleine Probleme

Titel: Kleine Probleme

3,6 von 5 Sternen bei 14 Bewertungen

72,9% Zufriedenheit

Verlag: KiWi-Taschenbuch

Format: Taschenbuch

Seitenzahl: 208

ISBN: 9783462008104

Termin: Neuerscheinung März 2025

Aktion

  • Kurzmeinung

    mhameist
    Ein tolles kleines intelligentes Buch
  • Kurzmeinung

    Marie
    Schrecklich, sich so verstanden zu fühlen
  • Cover zum Buch Nach dem 7. Oktober: Essays über das ... Cover zum Buch Dear Oxbridge: Liebesbrief an England Cover zum Buch Das Unglück anderer Leute

Zusammenfassung

Inhaltsangabe zu Kleine Probleme

Ein tragikomischer Roman über unser Leben mit tausend unerledigten Dingen, die man später, also morgen, also eigentlich jetzt, noch schnell tun müsste 31. Dezember. Steuererklärung, Wohnung putzen, Bett für die Tochter zusammenschrauben, Lebenswerk schreiben, mit dem Rauchen aufhören – eigentlich wollte Lars, neunundvierzigjähriger Vieldenker und angehender Schriftsteller, die Lücke zwischen den Jahren dafür nutzen, endlich alles zu erledigen, was in den letzten Dekaden so auf der Strecke geblieben ist. Das neue Jahr, so der Plan, soll in einem aufgeräumten Leben beginnen. Der Zeitpunkt dafür schien perfekt: Frau und Kinder sind unterwegs. Keiner da, der stören könnte. Doch die Woche, in der noch alles zu schaffen gewesen wäre – plötzlich ist sie aufgebraucht. Der letzte Tag des Jahres ist angebrochen, das Haus ist immer noch chaotisch. Als Lars den ersten Punkt seiner To-do-Liste ansteuert, fühlt es sich an, als müsse er nicht nur sich selbst, sondern eine ganze Welt neu erfinden.
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Bewertungen

Kleine Probleme wurde insgesamt 14 mal bewertet. Die durchschnittliche Bewertung liegt bei 3,6 Sternen.

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Meinungen

  • Ein tolles kleines intelligentes Buch

    mhameist

  • Schrecklich, sich so verstanden zu fühlen

    Marie

  • Ein spannender Einblick in eine absolut chaotische Welt - leider ein unglaubwürdiges Ende!

    towonder

Rezensionen zum Buch

  • Rezension zu Kleine Probleme

    • 27. April 2025 um 20:16
    Klappentext:
    31. Dezember. Steuererklärung, Wohnung putzen, Bett für die Tochter zusammen schrauben, Lebenswerk schreiben, mit dem Rauchen aufhören – eigentlich wollte Lars, 49-jähriger Vieldenker und angehender Schriftsteller, die Lücke zwischen den Jahren dafür nutzen, endlich alles zu erledigen, was in den letzten Dekaden auf der Strecke geblieben ist. Das neue Jahr, so sein Plan, sollte in einem aufgeräumten Leben beginnen. Der Zeitpunkt dafür schien perfekt: Die Kinder waren im Auslandsjahr, die Frau unterwegs. Keiner da, der stören könnte. Doch die Woche, in der noch alles zu schaffen gewesen wäre – plötzlich ist sie aufgebraucht. Der letzte Tag des Jahres hat begonnen. Das Haus ist immer noch chaotisch. Das Leben sowieso. Und als Lars den ersten Punkt seiner To-do-Liste ansteuert, fühlt es sich an, als müsse er nicht nur sich selbst, sondern eine ganze Welt neu erfinden.
    Für welche Art Leser fühlt sich das Buch schrecklicher an, für diejenigen, die verstehen, mitfühlen und Anteil nehmen, weil sie das Echo in ihrem Kopf (ihrer Brust) spüren? Oder für jene, die an denen leiden, die immer wieder alles versprechen und sich zu nichts durchringen können?
    Der / die eine: Ich würde dir gerne helfen, Lars, aber ich weiß ja, das klappt auch nicht, weil wir beide uns dann hinsetzen, Kaffee kochen und darüber plaudern, was als nächstes geschafft wird und wie wir es in Angriff nehmen und dann ist der Kaffee kalt, und wir kochen noch eine Kanne, und sicher würde auch Kuchen dazu schmecken, sollen wir nicht beim Bäcker drei Straßen weiter, willst du lieber Apfel oder Kirsch oder ein Streuselchen...
    Der / die andere: LARS! Du bist unerträglich! Ich versteh das nicht. Du brauchst doch nur anzufangen. Am besten sofort, umso schneller bist du fertig. Mach endlich!!!
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  • Rezension zu Kleine Probleme

    • 29. Dezember 2024 um 18:32
    Ein Alltag in all seiner Tragikomik, aber auch etwas anstrengend zu verfolgenDen Aufhänger eines an der Fülle alltäglicher Aufgaben verzweifelnden Protagonisten fand ich sehr reizvoll. Und im Endeffekt hat Nele Pollatschek auch ziemlich genau das geliefert, ich bin aber trotzdem ziemlich zwiegespalten, was meine Einschätzung angeht.
    Eines muss ich der Autorin auf jeden Fall lassen: Sie kann sich unglaublich gut in ihren Protagonisten hineinversetzen. Das gibt dem Text oft etwas Rasantes, fühlt sich phasenweise aber auch an wie ein Fiebertraum. Lars wird im Klappentext als Vieldenker beschrieben und hell yes, das ist er! Da kann es angesichts der sehr vollen ToDo-Liste am letzten Tag des Jahres schon einmal passieren, dass beim Bettaufbau über die Bezeichnungen der einzelnen Bauteile philosophiert wird und neue Wortschöpfungen wie Knülp, Pleumel oder Wü kreiert werden (mein unangefochtener Favorit selbstverständlich: Henriette Hannelore von Hoffmannsthal - die besonderste unter den Schrauben). Oder dass im Zuge der dringend nötigen Steuererklärung über das eigene Lebenswerk, das patriarchale Konstrukt der Ehe oder einen vergangenen Streit mit der Partnerin sinniert wird.
    Bei allen Gedankenverknotungen kristallisiert sich auch langsam heraus, dass Lars' Beziehung zu Johanna mindestens auf der Kippe steht und er sie mit einem überaus tatkräftigen 31. Dezember zurückgewinnen will. Und während ich bis zur Hälfte wirklich noch an einigen Stellen lachen musste, weil die ständige Ablenkung bei der Erledigung von Alltagsaufgaben mir nur allzu vertraut ist, wurde es mir am Ende einfach zu abstrus. Ich konnte der Handlung sowie den immer absurderen philosophischen Ausführungen nicht mehr so recht folgen und es wurden mir zunehmend übertrieben. Auch das Ende bleibt mir ein Rätsel und vielleicht ist genau das der Punkt (was findet im Kopf statt und was ist echt?), aber es war schlicht nichts für mich.
    Insgesamt komme ich zu dem Ergebnis, dass die Geschichte durchaus tragikomisch daherkommt und heilsam sein kann für Menschen, die sich überfordert fühlen von der Masse an (alltäglichen) Aufgaben, sie aber für mich mit zu großen Schwächen endet und sich zunehmend zäh anfühlte. Es ist wirklich kein schlechtes Buch und ein wirklich außerordentliches Charakterportrait, aber es wird mir nicht sonderlich stark in Erinnerung bleiben.
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  • Rezension zu Kleine Probleme

    • 19. Juni 2024 um 14:20
    Lars ist ein sehr gewöhnungsbedürftiger Zeitgenosse. Er ist nicht nur von der aktuellen Situation, sondern vom Leben im Allgemeinen überfordert. Das wäre an sich nicht so schlimm, aber er fühlt sich in der Rolle des Intellektuellen mit zwei linken Händen so wohl, dass er sie förmlich zelebriert. Wie das für seine Familie sein muss, kann ich aus den Gesprächen mit Kindern und Ehefrau, an die er sich erinnert, ungefähr vorstellen und bin zu dem Schluss gekommen, dass es für sie nicht einfach sein kann.  
    Dass diese Woche zum Jahresende für ihn der Horror sein muss, kann ich gut nachvollziehen. Das ganze Jahr über hat er sich durchmogeln können, aber jetzt muss er Farbe bekennen und kann die Dinge nicht mehr aufschieben und ich gönne ihm jede Sekunde davon. Dass er sich konzentrieren und seine geplanten Aufgaben erfüllen kann, zeigt er immer wieder. Allerdings hat er auch die Aufmerksamkeitsspanne einer Eintagsfliege und lässt sich immer wieder und immer wieder gerne ablenken. Das mag bei kleinen Kindern niedlich sein, bei einem erwachsenden Mann gerade vom Typ Lars fand ich es aber anstrengend. Zu anstrengend, als dass die kleinen Highlights wie die Suche nach dem Rezept für den perfekten Kartoffelsalat oder die Begeisterung über die Bauanleitung für das Bett seiner Tochter das wettmachen konnten. 
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  • Rezension zu Kleine Probleme

    • 29. Januar 2024 um 07:09
    Als ich das Cover gesehen habe, war ich sofort neugierig. Warum, weiß ich gar nicht, es sieht auf jeden Fall total strange aus und der Titel verrät jetzt nicht auch so wirklich viel. Aber auch der Klappentext hat mich angesprochen und dass alles an Silvester spielt, was hier passiert. Da war für mich klar, dass ich dieses doch relativ kurze Büchlein dann auch an Silvester lesen werde.
    Die Meinungen hierzu fallen ja sehr unterschiedlich aus und bin mit keiner großen Erwartung an die Geschichte gegangen - und hab niemals vermutet, dass sich dahinter eine so tiefgehende und berührende Geschichte verbergen wird!
    Erzählt wird sie von Lars. Er ist 49 und steht mehr oder weniger vor seinem gescheiterten Leben, in dem er es zu nichts gebracht hat. Zumindest nicht das auf die Reihe gebracht hat, dass er sich vor so vielen Jahren alles vorgenommen hat.
    Die Autorin beweist ein ungemein feinfühliges Gespür, Lars für uns greifbar zu machen. Dabei wirkt das erste Kapitel noch etwas seltsam. Denn über das Wetter zu sprechen klingt sehr nach Small Talk und warum ist der Nieselregen so ausführlich und prägnant erwähnt?
    Wenn man dann weiterliest spürt man aber sehr genau, dass dieses Wetter genau die Stimmung von Lars widerspiegelt. Eine Antriebslosigkeit, eine Kette von Gedankengängen, die ihn immer weg führt von dem, dem er sich eigentlich widmen sollte: seinen Problemen. Großen oder kleinen. Doch er hat mit den Jahren gelernt, nicht hinzusehen, auf diese Probleme - und macht sehr deutlich, wie anstrengend es sein kann, immer wegzuschauen.
    Also sieht man besser nicht hin.
    Und die Welt denkt dann vielleicht, man sei faul, dabei ist man den ganzen Tag schwer damit beschäftigt, nicht hinzusehen. Und das wissen die wenigsten, wie anstrengend es ist, nicht hinzusehen, wie viel Kraft es kostet, den Fuß nach jedem Schritt am Hosenbein abzustreifen und trotzdem nicht zu putzen.
    Zitat Seite 52
    Jedenfalls ist Silvester und hat einige Dinge auf seiner to-do Liste und sieht keine Möglichkeit, wie er diese bis Mitternacht erledigen soll! Die Kapitel sind in die Punkte dieser Liste unterteilt und ich war fasziniert, wie der Aufbau eines Bettes für seine Tochter oder das Putzen solch philosophische und in Zusammenhang b ringende Gedanken hervorrufen kann, die Nele Pollatschek mit einigem Witz aber auch tragischen Blick auf die Menschen formuliert.
    Dabei fließen sehr kuriose Wörter und Wortverbindungen mit ein, die erfrischend anders sind und die Sprunghaftigkeit von Lars´ Gedankenwelt gut unterstreichen. Und zeigen auch wie die Autorin wunderbar mit den Worten jonglieren kann und wie die Bedeutungen wechseln, je nachdem in welchem Zusammenhang man sie sieht bzw. liest.
    Dabei zeigt sie ohne Scheu und offen die Gedanken von Lars, die wir oftmals sicher schon selbst gehabt haben.
    Der Stil ist vielleicht gewöhnungsbedürftig, aber ich hab mich schnell in die Gedankenwelt von Lars einfinden können, der ein ständiges Scheitern hinter sich hat und sich beständig die Frage stellt, wozu er noch Motivation aufbringen soll. All seine Erwartungen sind unerfüllt, gefühlt hat er nichts zuwege gebracht und die Gedanken, dem Leben ein Ende zu setzen, grummeln im Hintergrund.
    Das Gefühl, im Alltag "einfach" funktionieren zu müssen und allen Anforderungen gerecht zu werden lasten so schwer auf seinen Schultern, dass alleine das Aufstehen ein unglaublicher Kraftakt ist.
    Gerade auch so Momente, in dem das Alleinsein nicht mehr ertragen wird und auf welche Mittel er (und auch wir) zurückgreifen, um uns nicht einsam zu fühlen, ist besonders berührend.
    Diese to-do Liste abzuhaken hat allerdings eine ganz besondere Wirkung auf ihn. Bei jedem Punkt geht die Autorin auf philosophische Wahrheiten des Lebens ein, die aus verschiedenen Blickwinkeln plötzlich ganz andere Perspektiven eröffnen und somit keine "absolute" Wahrheit mehr zulassen können.
    Mich haben viele Passagen tief berührt und ich konnte so gut mit Lars mitfühlen, mit seiner Verzweiflung, seiner Angst, seiner Hoffnungslosigkeit - aber auch seiner Überwindung und die Freude, wie er mit kleinen Schritten seine Welt für sich zurückerobert.
    Mein Fazit: 5 Sterne
    Weltenwanderer
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  • Rezension zu Kleine Probleme

    • 5. September 2023 um 01:56
    "Kleine Probleme" von Nele Pollatschek war für mich eine echte Achterbahnfahrt. Passagen, die so treffend, pointiert und mit so viel Wortwitz geschrieben waren, dass ich sie mir im ebook markierte, wechselten sich mit solchen ab, die mich so sehr nervten, dass ich sie am liebsten nur quergelesen hätte. Der Protagonist und Ich-Erzähler Lars ist ein Meister der Prokrastination, und leider auch ziemlich unbeholfen und selbstmitleidig. Er wirkt wie ein ewiges Kleinkind, und ich ertappte mich immer wieder dabei, dass ich mich fragte, wie es seine Frau Johanna überhaupt so lange mit ihm ausgehalten hatte - ich hätte ihn vermutlich nach wenigen Monaten hochkant rausgeschmissen, da er mich schon beim Lesen auf die Palme brachte. Ich sehe zwar sein Bemühen am Silvesterabend, traue ihm aber keine nachhaltige Veränderung zu, und fürchte, dass er in einer Beziehung sofort wieder in seine alten Verhaltensmuster zurückfällt. Da mir der Protagonist mit Fortschreiten des Romans bis auf wenige Kapitel immer unsympathischer wurde und ich mit seinen Tagträumen und Realitätsfluchten absolut nichts anfangen konnte, bin ich sehr zwiegespalten. Der Schreibstil der Autorin gefiel mir an sich wirklich gut, und ich kann mir sehr gut vorstellen, ein weiteres Buch von ihr zu lesen, doch diese Geschichte konnte mich insgesamt nicht überzeugen.
    4 Sterne.
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Ausgaben von Kleine Probleme

Hardcover

Cover zum Buch Kleine Probleme

Seitenzahl: 208

E-Book

Cover zum Buch Kleine Probleme

Seitenzahl: 192

Hörbuch

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Taschenbuch

Cover zum Buch Kleine Probleme

Seitenzahl: 208

Besitzer des Buches 28

Update: 9. Oktober 2025 um 10:24