Das Reich der Verdammten

Buch von Jay Kristoff, Kirsten Borchardt

  • Kurzmeinung

    Sushan
    Noch düsterer und brutaler als sein Vorgänger, ein paar Längen hier und da.

Zusammenfassung

Inhaltsangabe zu Das Reich der Verdammten

Der Name des Windes meets Interview mit einem Vampir - Das Reich der Verdammten ist der zweite Band von Jay Kristoffs epischer Fantasyserie. Band 1 stand 10 Wochen auf der Spiegel-Bestsellerliste! Nachdem Gabriel de León den Orden der Silberwächter verlassen hat, begibt er sich zusammen mit seiner mysteriösen Verbündeten Liathe auf die Suche nach dem Ursprung der Vampirherrschaft: Er soll den Gral zu einem Weisen des uralten Volks der Esani bringen, um zu erfahren, wann der Fluch begann - und wie er sich beenden lässt. Doch verfolgt von den Kindern des Ewigen Königs und der Heiligen Inquisition, ist kein Schritt gefahrlos, denn Verrat lauert hinter jeder Ecke. Und dass Gabriel und seine Gefährten in einen Krieg hineingezogen werden, der seit Jahrhunderten in der Dunkelheit ausgefochten wird, verbessert ihre Erfolgsaussichten auch nicht gerade ... Für Leser*innen von Holly Black, V.E. Schwab, Ann Rice und Justin Cronin.
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Serieninfos zu Das Reich der Verdammten

Das Reich der Verdammten ist der 2. Band der Das Reich der Vampire Reihe. Diese umfasst 5 Teile und startete im Jahr 2021. Der letzte bzw. neueste Teil der Serie stammt aus dem Jahr 2025.

Über Jay Kristoff

Der australische Autor Jay Kristoff erlangte internationale Bekanntheit durch seine Fantasy- und Science-Fiction-Romane für junge Erwachsene. Im Jahr 1973 wurde Jay Kristoff in Perth geboren. Mehr zu Jay Kristoff

Bewertungen

Das Reich der Verdammten wurde insgesamt 5 mal bewertet. Die durchschnittliche Bewertung liegt bei 4,9 Sternen.

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Meinungen

  • Noch düsterer und brutaler als sein Vorgänger, ein paar Längen hier und da.

    Sushan

Rezensionen zum Buch

  • Rezension zu Das Reich der Verdammten

    Blutrünstige und grandiose Fortsetzung
    Die letzten Ereignisse haben dem ehemaligen Silberwächter Gabriel de Léon eine ungewöhnliche Verbündete verschafft, die geheimnisvolle Liathe. Gemeinsam wollen sie die Entstehung der Vampire ergründen und hoffentlich mit Hilfe des Grals das Sonnenlicht zurückbringen. Doch auf ihrer Reise lauern überall Gefahr und Verrat ...
    Das Cover ist wieder einmal wunderschön, die verschiedenen Symbole und (Tier-)Figuren greifen Aspekte der Geschichte auf und der Stil passt zum ersten Band. Auch die Illustrationen von Bon Orthwick geben uns wieder eine Möglichkeit, tiefer in die Geschehnisse einzutauchen.
    Nach fast zwei Jahren ungeduldigen Wartens wurden wir nun endlich von der Qual erlöst! Die Freude war groß, als ich mir das Buch endlich schnappen konnte. Am Anfang des Buches gibt es immer mal wieder Rückblicke, die den Einstieg erheblich erleichtern. Man ist sofort wieder mitten im Geschehen und verfolgt gespannt, wie Gabriel seine Geschichte erzählt. Die Passagen aus Jean-François' Sicht bieten dazu noch Abwechslung und einen genaueren Einblick. Ich konnte gar nicht mehr aufhören, immer weiter zu lesen, weil das Buch einfach so eine Sogwirkung hatte. Schön viel Blut, Gewalt, tragische Tode und einige überraschende Wendungen. Die Charaktere haben sich ebenfalls glaubwürdig weiterentwickelt. Mehr möchte ich gar nicht über den Inhalt verraten, findet es selbst heraus, was das Buch so toll macht. Auf jeden Fall sollte man zuerst den Vorgänger gelesen haben, daran führt kein Weg vorbei.
    Ich kann Das Reich der Verdammten als auch den ersten Band der Reihe, Das Reich der Vampire, nur empfehlen und gebe 5 Sterne.
    Jetzt stehen wir dafür vor dem nächsten Problem: die Wartezeit bis zum Finale, die aber wenigstens nicht ganz so lange dauern wird, denn mindestens 80 % davon sind wohl schon fertig!
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  • Rezension zu Das Reich der Verdammten

    Inhalt:
    Gabriel De Leon, der schwarze Löwe von Lorson, ehemaliger Silberwächter und zynischer Anti Held, sitzt noch immer in den dunklen Verließen der Schreckensherrscherin Margot Chastain. Interviewt von deren Geschichtsschreiber, Jean Francois, erzählt er die Geschichte seiner Suche nach Dior, dem heiligen Gral von San Michon und letzter Hoffnung der Menschheit.
    Zusammen mit der geheimnisvollen Liathe und neuen Verbündeten, zieht er durch das sterbende Eladien, um den Ursprung der Vampirherrschaft zu ergründen und den Tagestod zu beenden. Immer verfolgt von einer ganzen Schar an Feinden, wie dem Ewigen König Fabien Voss oder der menschlichen Inquisition. Freundschaft, Liebe und Verrat, Gefangenschaft und Hoffnungslosigkeit - doch hier ist nichts wie es auf den ersten Blick scheint.
    Der Autor:
    Jay Kristoff verbrachte den Großteil seiner Jugend mit einem Haufen Bücher und zwanzigseitiger Würfel in seinem spärlich beleuchteten Zimmer. Als Master of Arts verfügt er über keine nennenswerte Bildung. Er ist zwei Meter groß und hat laut Statistik noch 11.000 Tage zu leben. Zusammen mit seiner Frau und dem faulsten Jack-Russell-Terrier der Welt lebt er in Melbourne. Jay Kristoff glaubt nicht an Happy Ends.
    Quelle: Amazon
    Eigene Meinung:
    Zwei Jahre lang habe ich dieser Fortsetzung entgegengefiebert, ich wollte unbedingt wissen wie es weitergeht.
    Zunächst sah es leider danach aus, als könne Das Reich der Verdammten meine hohen Erwartungen nicht erfüllen, denn Jay Kristoff nimmt sich sehr viel Zeit für den Einstieg. Dieser ist nicht einmal besonders zäh, nur eben sehr lang.
    Das Buch beginnt in den Verließen der Schreckensherrscherin Margot Chastain, deren Gefangener Gabriel de Leon noch immer ist.
    Im Vorgänger hatte ich großen Spaß an den witzig-tödlichen Wortgefechten zwischen dem Gefangenen und seinem Interviewer, dem vampirischen Geschichtsschreiber, Jean Francois. Weil es die Geschichte außerhalb der Geschichte ist und zudem angedeutet wurde, dass der ehemalige Silberwächter vielleicht doch kein so hilfloser Gefangener ist, wie es auf den ersten Blick scheint.
    Doch Jay Kristoff wählt hier einen anderen Weg für seinen Einstieg und liefert einigen Kontext über die Abläufe in der Burg, die Schreckensherrscherin Margot und die Beziehung zu ihrem Geschichtsschreiber, Jean Francois.
    Das ist nicht uninteressant, zieht sich aber über die ersten hundert Seiten, inklusive ein paar kurzen Besuchen und Wortgefechten mit dem wichtigen Gefangenen. Hierbei ist der Autor, für meinen Geschmack etwas zu nah an den Figuren gewesen, was ich zu einem gewissen Grad aber auch meiner Ungeduld zuschreibe. Ich wollte endlich wissen wie es weiterging und mit jeder gelesenen Seite machte sich ein gewisser Unmut breit. Nach etwa 150 Seiten war ich wirklich enttäuscht, weil die eigentliche Geschichte noch immer nicht gestartet war und ich langsam die Befürchtung hatte, dieses Buch verliere sich im Klein-Klein und ignoriere die epische Welt, die Jay Kristoff im Vorgänger so wunderbar konstruiert hatte und die ich so liebe.
    Oh, wie habe ich mich getäuscht! Denn just in diesem Moment ging die Geschichte nach der Gralssuche weiter und der Autor entfesselt jene epische Dramatik, die mich sofort wieder in ihren Bann gezogen hat.
    Ein Punkt den man wohl ansprechen muss, ist die Brutalität:
    Schon der Vorgänger war nichts für zarte Gemüter und "Das Reich der Verdammten" legt nochmal eine ganze Schippe drauf.
    "Das Reich der Verdammten" ist wahrscheinlich die zynischste und brutalste Fantasy die ich bisher gelesen habe.
    Gabriel de Leon zieht noch immer durch das sterbende Eladien, die Menschheit steht kurz vor dem Abgrund. Die mächtigen Vampir Sippen sind überall auf dem Vormarsch und errichten ihre Blutshöfe in den eroberten und zerschlagenen Städten.
    Die einzige Hoffnung ist Dior, der Heilige Gral, der prophezeit wurde den Tagestod zu beenden und der Vampirherrschaft ein Ende zu bereiten. Doch weder der ehemalige Silberwächter, die Gestaltwandlerin Phoebe, noch Dior selbst haben eine Vorstellung wie das zu bewerkstelligen ist oder wo ihre Suche beginnen soll. Nur die geheimnisvolle Blutzauberin und Vampirin Liathe scheint einige Antworten zu kennen. Doch steht sie wirklich auf der Seite des Grals und verfolgt dieselben Ziele? In Ermangelung anderer Optionen folgen de Leon und Gabriel ihr, um einen der Großmeister ihrer Blutsippe aufzusuchen, der angeblich die Antworten kennt.
    Auf ihrer Reise geraten sie dann allerdings zwischen alle Fronten, verfolgt von den Töchtern des ewigen Königs, Fabien Voss, und dem mächtigen Dyvok Clan, dessen Gebiet sie durchqueren müssen. Und auch die menschliche Inquisition, sowie die Reste des Silberordens sind ihnen auf den Fersen. Sie alle jagen Dior, den Heiligen Gral, und jeder Fraktion hat ihre eigenen Pläne mit dem Mädchen. Schließlich wird die Gruppe getrennt, Dior gerät in Gefangenschaft und findet sich bald am Blutshof der Dyvoks wieder, wo der grausame Nikita und seine Schwester herrschen. Es dauert dann auch nicht lange, bis diese erkennen das an dem Mädchen etwas Besonderes ist. Zumal kurz darauf mehrere feindliche Armeen vor ihren Toren stehen und die Herausgabe fordern....
    Am Blutshof Nikitas, Laerd der Dyvok Sippe, entfaltet sich dann auch der gesamte Terror dieser fast verlorenen Welt.
    Die Geschichte wird hier derart düster und explizit, dass ich mich unweigerlich an die Konzentrationslager der Nationalsozialisten erinnert fühlte. Bisher habe ich keinen anderen Autor gelesen, der Vampire derart schrecklich dargestellt hat. Bei all dem Morden und den Grausamkeiten, gelingt es Jay Kristoff dennoch, auch diesen Schreckenswesen eine gewisse Schönheit zu verleihen, sogar einen gewissen erotischen Zauber, den sie auf ihre Beute ausüben. Hier spielt auch ein gehöriger Anteil von Homo Erotik hinein, den ich bereits im Vorgänger wahrzunehmen glaubte. Im Reich der Verdammten ist er dann nicht mehr zu übersehen. Hier beweist der Autor aber durchaus Fingerspitzengefühl, denn es wird niemals penetrant oder auch nur plakativ. Ebenso verhält es sich auch mit der Motivation der blutrünstigen Monster. Bei all ihrem Schrecken und den Untaten, verfolgen sie doch nachvollziehbare Motive und bieten zumindest Anflüge von Identifikationsmöglichkeiten. Und das verleiht nicht nur Glaubwürdigkeit, sondern zeugt auch von der Genialität des Autors!
    Wer nach diesem langen Text nun glaubt, diese wäre alles, den muss ich leider enttäuschen. Denn "Das Reich der Verdammten" hat noch mehr zu bieten: Nämlich wieder die Geschichte außerhalb der Geschichte, die als spannende Rahmenhandlung fungiert.
    Jay Kristoff bringt hier sehr geschickt noch eine zweite Perspektive ein, denn Gabriel de Leon ist nicht der einzige Gefangene der Chastains. Sie haben sich nämlich auch der Vampirin/Blutmagierin Liathe bemächtigt, um die Teile der Gralsgeschichte zu erzählen, die der letzte Silberwächter nicht miterleben konnte. Das verstärkt nochmal das Gefühl, dass hier nichts so ist, wie es scheint, denn Liathe stellt manche Abläufe ganz anders dar und sie und de Leon bezichtigen sich gegenseitig der Lüge.
    Auch das ist noch nicht alles, denn schon im letzten Buch wurde angedeutet, dass de Leon vielleicht nicht ganz hilflos ist und sogar in seinem Verließ sein möchte. Genau wie Liathe, die in ihrem Verließ scheinbar ebenfalls Pläne verfolgt. Wer ist hier Gefangener, wer ist Opfer und wer sind die Jäger? Wer hat hier die Oberhand?
    Diese Fragen bleiben leider ein weiteres Mal offen, denn auch weitere 1000 Seiten waren noch immer nicht genug, diese epische Geschichte zu erzählen.
    Kritik:
    Etwas zu meckern habe ich, wenn auch auf hohem Niveau. Denn dieses Buch hat nicht nur am Anfang einige Längen.
    Bei manchen Parts der Geschichte habe ich mich gefragt, ob man die in so epischer Breite hätte auswälzen müssen. Man weiß am Ende der Abschnitte immer wozu sie dienten, aber es bedeutet eben auch manchmal 100 Seiten relativen Leerlauf, wenn man noch nicht erkennt wohin es führen soll. Ein oder zweimal hatte ich sogar den Eindruck, der Autor wollte hier einen anderen Faden verfolgen und hat diese Idee dann doch wieder verworfen. Das tut dem Gesamtbild keinen Abbruch, aber es wirkt nicht mehr ganz so stringent, wie der Vorgänger. Der hatte auch über 1000 Seiten, wirkte auf mich dennoch wesentlich kompakter. Aber das bleibt wohl nicht aus, bei so einem gewaltigen Konstrukt. Jay Kristoff fängt die vielen Bälle auch immer wieder auf, mit denen er hier jongliert und belohnt einen für das Durchhaltevermögen.
    Fazit:
    Wow! Eine unglaublich düstere und brutale Vampirgeschichte, voller Gewalt und Dramatik, Homo Erotik, Liebe, Hass, Freundschaft und Verrat. Oben drauf eine Gralsgeschichte, mit eindeutig religiösen Zügen und einer Rahmenhandlung, die etliche Rätsel und Geheimnisse birgt. Dies alles in einer alten und geschichtsträchtigen Welt, die über Jahrhunderte gewachsen ist. Man hört förmlich wie mächtige Zahnräder quietschen und blutige Puzzlestücke ineinander fallen, wenn wieder ein Stück des großen Geheimnisses gelüftet wird.
    Das Reich der Verdammten ist eine wahrhaft epische Geschichte mit einem Overkill an Thematiken und Storylines.
    Jay Kristoff schafft es dennoch mit all diesen Bällen zu jonglieren und erschafft hier die wahrscheinlich größte Vampir Legende aller Zeiten. Leider endet es wieder mit einem Cliffhänger und lässt uns mit all den Fragen allein. Ich freue mich schon auf das nächste Buch und beschäftige mich bis dahin wahrscheinlich mit all den offenen Fragen und meinen eigenen Theorien.
    Wer sich fragt, warum ich bei all der Lobhudelei dennoch einen Stern abziehe: Ich hätte mir etwas mehr Stringenz und Kompaktheit gewünscht. Vielleicht hätten 200 Seiten dem Buch gar nicht schlecht getan. Und dennoch, und dennoch...
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Ausgaben von Das Reich der Verdammten

Hardcover

Seitenzahl: 1.008

E-Book

Seitenzahl: 958

Das Reich der Verdammten in anderen Sprachen

  • Deutsch: Das Reich der Verdammten (Details)
  • Englisch: Empire of the Damned (Details)

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