Einer muss den Job ja machen

Buch von Lars Haider

  • Kurzmeinung

    wampy
    Für mich war es nahezu perfekt mit leichter Hand
  • Kurzmeinung

    Bellis-Perennis
    Hat noch ein wenig Luft nach oben

Zusammenfassung

Inhaltsangabe zu Einer muss den Job ja machen

'Mein Kommissar Weller ist Fan von Hammerstein! Er wäre gerne wie er.' Klaus-Peter Wolf Intrigen, Machtspiele, ein berühmter Musiker und ein durchgeknallter Dackel Hamburg, 2017: Die Elbphilharmonie ist eröffnet, die Rolling Stones spielen im Stadtpark, beim G20-Treffen brennt das Schanzenviertel – und Lukas Hammerstein kann nicht mehr. Der Reporter hat das ganze Jahr durchgearbeitet und freut sich auf ein Sabbatical. Wenn nur Dackeldame Finchen nicht wäre, die Lukas aufgenommen hat, ohne zu wissen, dass der Hund einen kleinen Schaden hat … Und es kommt noch schlimmer: Ein Journalist wird ermordet, die Polizei ist ratlos. Lukas bleibt keine Wahl, denn: »Einer muss den Job ja machen« – wie es in einem Song seines guten Freundes Udo heißt.
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Serieninfos zu Einer muss den Job ja machen

Einer muss den Job ja machen ist der 1. Band der Reporter Lukas Hammerstein Reihe. Diese umfasst 3 Teile und startete im Jahr 2023. Der letzte bzw. neueste Teil der Serie stammt aus dem Jahr 2024.

Bewertungen

Einer muss den Job ja machen wurde insgesamt 2 mal bewertet. Die durchschnittliche Bewertung liegt bei 4 Sternen.

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Meinungen

  • Für mich war es nahezu perfekt mit leichter Hand

    wampy

  • Hat noch ein wenig Luft nach oben

    Bellis-Perennis

Rezensionen zum Buch

  • Rezension zu Einer muss den Job ja machen

    Ein nahezu perfekter Kriminalroman
    Buchmeinung zu Lars Haider – Einer muss den Job ja machen
    Einer muss den Job ja machen ist ein Kriminalroman von Lars Haider, der 2023 bei HOFFMANN UND CAMPE VERLAG erschienen ist.
    Zum Autor:
    Lars Haider, geboren 1969 in Hamburg, ist seit 2011 Chefredakteur des Hamburger Abendblatts. Zuvor arbeitete er für verschiedene Zeitungen. Haider ist zusammen mit zwei Freunden Gastgeber des Wein-Podcasts Vier Flaschen, der alle zwei Wochen erscheint, und pflegt eine WhatsApp-Freundschaft mit Udo Lindenberg. Er ist ein fanatischer Krimileser und großer Fan von Agatha Christie.
    Zum Inhalt:
    Hamburg 2017: Nach einem anstrengenden Jahr mit dem von Gewaltausbrüchen überschatteten G20-Gipfel legt der Journalist Lukas Hammerstein ein Sabbatical ein. Zusammen mit seiner Lebensgefährtin bereitet er sich auf die Geburt ihres ersten Kindes vor. Als ein Journalist ermordet wird ist das Interesse von Lukas geweckt.
    Meine Meinung:
    Die Ermittlungen im Journalistenmilieu haben mich von Anfang an mitgenommen. Jederzeit ist das Hamburger Flair spürbar. Neben der sympathischen Hauptfigur Lukas Hammerstein spielt die allzeit gendernde Kriminalreporterin Kara eine wesentliche Rolle als Informationsbeschafferin. Seine drei Freunde aus dem Weinclub sind ein Immobilienmakler, der Hamburger Bürgermeister und ein reicher Clubbesitzer mit besten Kontakten unterstützen Lukas nach Kräften. Udo Lindenberg gibt ein kurzes Gastspiel und auch die Problemlöserin lträgt mit ihren Gedanken und Taten zur Geschichte bei. Dackeldame Finchen ist ein wiederkehrender Träger humoristischer Einlagen. Der Schreibstil ist entspannt und mit Humor durchsetzt. Das Tempo ist meist gemächlich und trotzdem ist es jederzeit spannend. Der Leser kennt die Täterin von Anfang an und weiß um ihren Auftrag, während die handelnden Figuren auf der Suche nach Motiv, Täter und Auftraggeber sind. Der Zwiespalt zwischen Sabbatical und journalistischem Interesse hat etwas Faszinierendes und all die Verrenkungen von Lukas, um Zeit für die Ermittlungen zu schinden, erzeugen einen Suchtfaktor. Man spürt die ruhige sachliche Hamburger Art, die das Handeln der Menschen bestimmt. Auch der Wandel der Medienbranche wird thematisiert und spielt seine Rolle. Die Polizei spielt eher eine Nebenrolle, während das Hoch auf die aufrichtigen Journalisten seinen Lauf nimmt. Die Figuren waren liebevoll mit Ecken und wenigen Kanten gezeichnet und überraschten mit einigen Taten. Sogar die Täterin hatte ihre sympathischen Momente.
    Die Geschichte wirkt stimmig und bis zum Ende hatte ich keine Ahnung, wer denn Täter und Auftraggeber sind. Das Finale auf einer großen Feier ist ein würdiger Abschluss dieses großartigen Buches. Dieser Titel hat mich bestens unterhalten und Lust auf mehr gemacht.
    Fazit:
    Ein wunderbares Buch, das mich in fast jeder Hinsicht begeistert hat. Folglich bewerte ich den Titel mit fünf von fünf Sternen (95 von 100 Punkten) und fiebere der Fortsetzung entgegen. Selbstverständlich spreche ich eine Leseempfehlung aus, denn das Buch ist ein Knaller.
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  • Rezension zu Einer muss den Job ja machen

    Wer macht Jagd auf Journalisten? Und warum? Schauplatz dieses Krimis ist Hamburg im Jahr 2017. Der eben zu Ende gegangen G20-Gipfel hat in der Stadt und in der Bevölkerung tiefe Risse hinterlassen. Die einen wollen Sympathisanten der extremen Linken verhaftet wissen, die anderen schätzen Hamburgs Weltoffenheit. Der fiktive Oberbürgermeister Julius Wolff hat Ambitionen, Angela Merkel als Bundeskanzler zu beerben und will es sich daher mit keiner Gruppierung verscherzen. Wie es für Politiker dieses Ranges üblich ist, ist er von Speichelleckern und Einflüsterern umgeben. Entspannen kann er sich nur mehr im Kreise seiner Freunde Lukas Hammerschmidt, Clemens Engel und Niklas Claasen, bekannt als die Vier Flaschen, die einst die Welt verbessern wollte und mit denen er nun sündhaft teure Weine verkostet.
    Lukas, Journalist, nimmt sich gerade eine Auszeit, um gemeinsam mit seiner schwangeren Frau das Kinderzimmer einzurichten und einen Namen für den zu erwartenden Sohn zu finden, als die Nachricht über den Tod eines bekannten Journalisten in seinen Alltag hineinplatzt. Ohne lange zu überlegen, beginnt er heimlich Recherchen anzustellen. Dazu benutzt er die Dackeldame Fini, den Hund seiner Schwiegereltern, der während deren Kreuzfahrt bei Hammersteins logiert, als Alibi. Als wenig später ein zweiter Journalist getötet wird und eine Kollegin beinahe einem Autounfall zum Opfer fällt, ist klar, dass es jemand auf die schreibende Zunft abgesehen hat. Nur wer? Und was hat es mit der geheimnisvollen Liste aus dem Pressehaus auf sich?
    Meine Meinung:
    Ich habe mich auf diesen Hamburg-Krimi sehr gefreut, da ich die Hanseaten und ihre Stadt sehr schätze. Doch leider bin ich ein wenig enttäuscht zurückgelassen worden. Warum?
    Da ist zum einem diese Dackeldame Fini, die durch ihr neurotisches Gehabe wie alle Fußböden abschlecken oder in die eigene Pfote beißen, ziemlich nervt oder das Ehepaar Hammerstein selbst, das sich gegenseitig ziemlich inflationär als „Hasenzahn“ bezeichnet. Auch das andauernde Gendern der Polizeireporterin Kaja, die mit Enno, dem Leiter der SoKo ein Gspusi hat, ist über Gebühr anstrengend, zumal sie teilweise Nomen gendert, die nicht gegendert werden, weil sie erstens keine Personen bezeichnen oder zweitens sächlichen Geschlechts sind wie z.B. das Mitglied.
    Außerdem finde ich es ziemlich degoutant, dass die vier Freunde ihre Vorliebe für unverschämt teuren Wein so hervorkehren. Ja natürlich hat Niklas Claasen als Sohn einer Reederdynastie mehr Geld als er ausgeben kann, aber wäre ein Teil des verprassten Geldes nicht besser in Nützliches investiert? Auch ihn Hamburg gibt es Menschen, die an der Armutsgrenze leben. Dieses Hervorkehren des Vermögens passt irgendwie nicht zum hanseatischen Understatement.
    Die Charaktere wirken in ihrem Tun oberflächlich. Lediglich die Konkurrenzsituation zwischen den Journalisten der unterschiedlichen Blätter scheint der Wirklichkeit zu entsprechen.
    Die polizeiliche Ermittlungsarbeit wird durch Schilderungen von zahlreichen Nebensächlichkeiten überlagert.
    Sehr gut hat mir hingegen die Idee, Zitate aus Udo Lindenbergs Liedern zu verwenden, gefallen. sowie den Star zwischendurch auch vorbeischauen zu lassen, und sei es auch nur als „Whatsapp“-Freundschaft von Lukas Hammerstein.
    Ich werde dem Autor mit seinem nächsten Krimi, der „Ich lieb’ dich überhaupt nicht mehr“ heißen wird und bald erscheinen soll, noch eine Chance geben.
    Fazit:
    Dieser Krimi hat leider meine Erwartungen nicht erfüllt und bekommt daher nur 3 Sterne.
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Ausgaben von Einer muss den Job ja machen

Taschenbuch

Seitenzahl: 384

E-Book

Seitenzahl: 394

Besitzer des Buches 7

Update: