Wir mussten flüchten: Was es bedeutet, die Heimat zu verlassen und irgendwo neu anzufangen
Buch von Christoph Drösser, Nora Coenenberg
Titel: Wir mussten flüchten: Was es bedeutet...
Christoph Drösser (Autor) , Nora Coenenberg (Illustrator)
Verlag: Gabriel Verlag
Format: Gebundene Ausgabe
Seitenzahl: 112
ISBN: 9783522306331
Termin: März 2023
Aktion
Zusammenfassung
Inhaltsangabe zu Wir mussten flüchten: Was es bedeutet, die Heimat zu verlassen und irgendwo neu anzufangen
Ein Sachbuch über Flüchtlinge, Fluchtursachen und Integration für Kinder ab 8 von den Jugendliteraturpreis-Gewinner*innen Christoph Drösser und Nora Coenenberg. Fast jedes Kind kommt in der Schule in Kontakt mit geflüchteten Kindern, zum Beispiel aus der Ukraine. Doch was haben sie auf der Flucht erlebt und warum sind sie hier? Dieses Buch zeigt anschaulich, was es heißt, fliehen zu müssen und irgendwo neu anzufangen. Es erklärt, was in der Genfer Flüchtlingskonvention steht, wie ein Flüchtlingslager aussieht und wirft einen Blick zurück in die Geschichte. Ganz praktisch wird es zum Schluss: Die Kinder erfahren, wie jede und jeder von uns den Flüchtlingen das Einleben erleichtern kann und wie man Vorurteilen entgegenwirkt.
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Bewertungen
Wir mussten flüchten: Was es bedeutet, die Heimat zu verlassen und irgendwo neu anzufangen wurde bisher einmal bewertet.
Rezensionen zum Buch
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Rezension zu Wir mussten flüchten: Was es bedeutet, die Heimat zu verlassen und irgendwo neu anzufangen
- Buchdoktor
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20. April 2023 um 14:16
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Klappentext/Verlagstext
Ein Sachbuch über Geflüchtete, Fluchtursachen und Integration für Kinder ab 8 von den Jugendliteraturpreis-Gewinner*innen Christoph Drösser und Nora Coenenberg.
Fast jedes Kind kommt in der Schule in Kontakt mit geflüchteten Kindern, zum Beispiel aus der Ukraine. Doch was haben sie auf der Flucht erlebt und warum sind sie hier? Dieses Buch zeigt anschaulich, was es heißt, fliehen zu müssen und irgendwo neu anzufangen. Es erklärt, was in der Genfer Flüchtlingskonvention steht, wie ein Flüchtlingslager aussieht und wirft einen Blick zurück in die Geschichte. Ganz praktisch wird es zum Schluss: Die Kinder erfahren, wie jede und jeder von uns den Geflüchteten das Einleben erleichtern kann und wie man Vorurteilen entgegenwirkt.
Der Autor
Christoph Drösser lebt als freier Journalist und Autor in San Francisco (USA). Davor war er 18 Jahre lang bei der Wochenzeitung DIE ZEIT Redakteur im Ressort Wissen. Dort schuf er unter anderem die Kolumne "Stimmt's?“, in der er Fragen seiner Leser nach Alltagsphänomenen beantwortet. Christoph Drösser hat 20 Bücher veröffentlicht, darunter auch zwei Kinderbücher zu Wissensthemen. Sein Buch "100 Kinder" wurde mit dem Jugendliteraturpreis 2021 ausgezeichnet.
Die Illustratorin
Nora Coenenberg ist Illustratorin, Infografikerin und Editorial Designerin und wohnt in Hamburg. Seit 2012 gehört sie zum Team von DIE ZEIT und konzipiert hier u.a. die wöchentliche Infografikseite. Neben dieser Tätigkeit gestaltet sie gern alles, worin Zahlen vorkommen, zum Beispiel Geschäftsberichte und Kindersachbücher. Außerdem unterrichtet sie, berät andere Künstler bei der Gestaltung ihres Portfolios und hält Vorträge zum Thema Grafikdesign. Ihr Buch "100 Kinder" wurde mit dem Jugendliteraturpreis 2021 ausgezeichnet.
Inhalt
Christoph Drösser wirft seine jungen Leser:innen direkt ins Geschehen. „Stell dir vor, deine Eltern wecken dich mitten in der Nacht“ … und die Familie muss flüchten. Alles muss schnell gehen, auch die Eltern wirken verstört, selbst wenn Krieg und Gefahr schon vorher spürbar gewesen sind. Dass die gesamte Familie alles zurücklässt, das ihr bis dahin liebgeworden war, wird in dieser Szene kindgerecht vermittelt. Mit direktem Bezug ins Jahr 2015 und auf die Ukrainekrise vermitteln Autor und Illustratorin, dass Flüchtende häufig durch Hautfarbe und Haartracht fremd wirken können. Sie verdeutlichen aber auch, dass in Deutschland von 20 Kindern 8 eine Migrationsgeschichte haben, 6 von diesen 8 jedoch inzwischen Deutsche sind. Die 20 Kinder sind als Gruppe abgebildet, die 8 Zuwanderer werden im Bild mit ihrem Namen genannt.
Mit der von Nora Coenenberg bekannten „Handschrift“ werden Mengen und Zahlenverhältnisse anschaulich dargestellt. So erfahren wir aus einer Karte und aus Kreisdiagrammen, aus welchen Ländern die meisten Flüchtenden kommen (Syrien und Ukraine), welche Länder die meisten Menschen absolut (Türkei) und die meisten im Verhältnis zur Einwohnerzahl (Jordanien) aufnehmen. Diese belebt wirkenden Diagramme kommen bei jugendlichen Lesern stets gut an und bieten Diskussionsanreize. Als Fluchtursachen werden unmittelbare Gefahren genannt (Krieg, Bürgerkrieg, Revolution, Naturkatastrophen, Folgen des Klimawandels) und persönliche Gründe (Arbeitssuche, Suche nach ärztlicher Behandlung, Einschränkung persönlicher Freiheit). Die abgebildeten Personen sind divers in Hautfarbe, Frisur, dem Klima und Setting ihrer Heimat, fremden Uniformen.
Schließlich werden 10 Einzelschicksale erzählt (die Quellen zum Nachlesen sind im Anhang angegeben). Die betroffenen Kinder stammen aus Syrien, Südsudan, Ukraine, Afghanistan, Myanmar und Nigeria. Gefallen hat mir die Vielfalt der Schicksale, wie auch die unterschiedlichen Lebenswege im aufnehmenden Land.
Mit Begriffen wie Lager, Schleuser, Resettlement, unbegleitete Minderjährige, Integration und Migration werden vielfältige Aspekte aufgenommen. Ein Realitätscheck befasst sich mit dem, was so über Geflüchtete geredet wird im Verhältnis zu den Fakten. Wie selbstverständlich Flucht und Migration inzwischen zu unserem Alltag gehören, vermitteln Kurzbiografien von prominenten Geflüchteten wie Freddie Mercury oder Albert Einstein. Die Abschluss-Bemerkung, dass einem diese vielen Schicksale auch mal zu viel sein dürfen, holt junge und ältere Nutzer:innen des Buchs wieder in die Komfortzone zurück. Nicht zu vergessen die Frage: was können Kinder konkret tun im Umgang mit geflüchteten Mitschülern oder um Spenden zu sammeln.
Fazit
Wenn es um Mengen und Verhältnisgrößen geht, sind Nora Coenenbergs Illustrationen unschlagbar. Mit einem Text-Bild-Verhältnis von 1:1 spricht das Buch auch ungeübte Leser ab 8 Jahre an.
Ausgaben von Wir mussten flüchten: Was es bedeutet, die Heimat zu verlassen und irgendwo neu anzufangen
Besitzer des Buches 1
Update: 20. April 2023 um 14:16



