Die marmornen Träume

Buch von Jean-Christophe Grangé, Ina Böhme

  • Kurzmeinung

    Tine13
    Eindrucksvoller Krimi aus Nazi-Deutschland
  • Kurzmeinung

    Bellis-Perennis
    Die heilige Grenze zwischen Leben und Tod ist inzwischen aufgehoben.

Zusammenfassung

Inhaltsangabe zu Die marmornen Träume

Der Meister der französischen Spannung: so episch und böse wie nie! Berlin 1939: Während die Welt dem Grauen des Zweiten Weltkrieges entgegenblickt, treffen sich die schönen Damen der Nazi-Elite zum Champagner im Adlon. Sie scheinen unantastbar. Bis an der Spree eine brutal zugerichtete Frauenleiche gefunden wird. Sie war eine von ihnen, und die Spur des Täters reicht bis in die obersten Führungskreise des Regimes. Jean-Christophe Grangé mit seinem ersten historischen Berlin-Thriller: eine erbarmungslose Jagd in den finstersten Abgründen der menschlichen Existenz. Simon Kraus ist ein brillanter Psychoanalytiker und Traumforscher. Und er ist ein gerissener Gigolo: Erst verführt er seine Klientinnen, allesamt Ehefrauen hochrangiger Nazi-Funktionäre, dann erpresst er sie für sein Stillschweigen. Ein lukratives Geschäft. Doch eines Tages sucht ihn der SS-Offizier Franz Beewen auf: Eine von Kraus' Klientinnen wurde grausam ermordet. Sie gehörte zum Wilhelmklub, einem illustren Zirkel reicher Nazi-Frauen, der jeden Tag im Hotel Adlon zusammenkommt. Während Simon Kraus im Adlon unauffällig seine Kontakte spielen lässt, werden weitere Frauenleichen entdeckt. Unversehens gerät Kraus immer tiefer in die Ermittlungen der Gestapo gegen den brutalen Mörder - und mit ihm die Psychiaterin Minna von Hassel, die mit ganz eigenen Dämonen ringt. Gemeinsam müssen sie erkennen, dass das Böse bei Weitem nicht nur dort lauert, wo man es vermutet. »Grangés großer Coup.« RTL »Eine wahre Meisterleistung.« Le Figaro Magazine »Ein Thriller mit hohem Suchtfaktor.« 20 minutes »Ein Wendepunkt in der Karriere des Autors, ein Donnerschlag.« Libération
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Bewertungen

Die marmornen Träume wurde insgesamt 15 mal bewertet. Die durchschnittliche Bewertung liegt bei 3,6 Sternen.

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Meinungen

  • Eindrucksvoller Krimi aus Nazi-Deutschland

    Tine13

  • Die heilige Grenze zwischen Leben und Tod ist inzwischen aufgehoben.

    Bellis-Perennis

  • Als Thriller mittleres Niveau.

    rumble-bee

Rezensionen zum Buch

  • Rezension zu Die marmornen Träume

    Ich muss SUNNY-GIRL in einem Punkt zustimmen, es kostete mich viel Überwindung dieses Buch zu Ende zu lesen. 150 Seiten vor dem Schluß wollte ich auch aufgeben, quälte mich dann aber doch noch bis zum Ende. Es ist für mich das schwächste Buch des Autors.
    Zunächst einmal die drei Hauptdarsteller: ein gewalttätiger Gestapo-Offizier mit jeder Menge Blut und Mord an den Händen, eine Alkohol- und Drogensüchtige verzogene Hochadlige als Anstaltsleiterin und ein selbstsüchtiger narzisstischer Analytiker mit Erpressergenen bilden ein Ermittlerteam.
    Zu keiner dieser Personen konnte ich eine Bindung aufbauen und empfand eigentlich nur Abneigung.
    Inhaltlich fand ich keinen richtigen Spannungsbogen und die Story ging laufend rauf und runter. Mir drängte sich der Vergleich mit einer sexuellen Handlung auf. Es gibt Menschen denen es gelingt ihren Höhepunkt zu verzögern um höheren Genuss zu erreichen. Jedoch kann es passieren, wenn man ein Mal zu oft verzögert. das dann gar nichts mehr passiert. Dieses empfand ich jedenfalls bei diesem Buch. Irgendwann war mir die Handlung dann egal und ich las nur noch weiter um das Ende zu erleben.
    Dieses war für mich jedoch auch eine Enttäuschung, da es unrealistisch und unglaubwürdig beschrieben war.
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  • Rezension zu Die marmornen Träume

    Das Buch bietet einen interessanten Ansatz. Drei Frauen aus der gehobenen Gesellschaft, ihre Männer sind alle Nazi-Größen, werden bestialisch ermordet und verstümmelt. Die SS übernimmt die Ermittlungen. Alle Frauen sind Klientinnen des Psychologen Simon Kraus und haben von dem Marmormann geträumt. Simons Spezialgebiet ist Traumdeutung. Als Dritte haben wir noch Minna von Hassel. Sie hat mit Simon studiert und leitet eine heruntergekommene Irrenanstalt. Das Buch wird aus Sicht dieser drei Personen erzählt.
    Ich lese Bücher von Grange gern. Deshalb habe ich mich auch hier auf einen spannenden Krimi gefreut. Nur hat mich das Buch enttäuscht und ich habe es nach der Hälfte entnervt abgebrochen.
    Aus meiner Sicht ist der Autor auf die Welle der in Berlin der 20iger und Dreißiger Jahre spielenden Krimis aufgesprungen. Die Personen sind eindimensional dargestellt und entsprechen den Klischees. Berween ist ein Bilderbuchnazi. Groß, durchtrainiert und nicht allzu helle. Er ist ein Bauernbursche, der seinen Vater im Krieg gegen Frankreich rächen will. Dazu passen aber seine Gedanken zu der Politik überhaupt nicht. Simon ist versnobt und verfügt über eine überdurchschnittliche Intelligenz, hat aber ein Problem mit seiner Körpergröße (er ist etwas zu klein geraten). Minna hat ein Helfersyndrom. Außerdem ist sie lesbisch und Alkohol- und Drogenabhängig. Der Autor legt den Personen Gedanken und Worte in den Mund, die einfach nicht in die Zeit passen, z.B. Lesbe sagt zu dieser Zeit keiner.
    Darüber hätte ich noch hinwegsehen können, aber auch die Handlung plätscherte so vor sich hin. Es kam keinerlei Spannung auf. So haben mich die Ergüsse der Personen immer mehr genervt, so dass es mir egal war, wer der Mörder ist. Ehe ich mich noch mehr ärgere, habe ich das Buch abgebrochen.
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  • Rezension zu Die marmornen Träume

    Schönheit gepaart mit Irrsinn
    1939 in Berlin
    Im Adlon trifft sich die Elite des Reiches, darunter sind viele reiche Frauen der Nazi-Prominenz, die allesamt dem Wilhelm-Club angehören. Unter ihnen verkehrt auch deren Psychoanalytiker und Gigolo Simon Kraus, der sich mit allerlei intimen Erpressungen eine goldene Nase verdient. Simons Welt ändert sich bald schlagartig, denn eine seiner schönen Klientinnen wird grausam ermordet aufgefunden! SS-Offizier Franz Beewen bekommt den Auftrag, in diesem Mordfall zu ermitteln, aus dem sich bald eine ganze Serie entwickeln soll. Sie führt ihn direkt zu Simon und zu der Psychiaterin Minna von Hassel. Die drei bilden ein hartnäckiges Ermittlungs-Team, das trotz aller Gefahren niemals aufgeben wird.
    Dem erfolgreichen Autor Jean-Christophe Grangé ist ein spannender und fesselnder Krimi gelungen, der den Leser in das nationalsozialistische Berlin führt und dort tief in eine Nazi-Welt mit seiner kuriosen Rassen-Ideologie, brutalen Hierarchien und gnadenlosen Ansichten eintauchen lässt. Sogar der Hauptcharakter der hartgesottene SS-Gestapo Offizier Franz Beewen stößt bei seinen Ermittlungen an seine Grenzen, obwohl auch ihm Grausamkeit nicht fremd ist. Je weiter sich die Suche nach dem Mörder entwickelt, desto größer wird das Grauen, mit dem sich die Ermittler befassen müssen. Das forschende Trio ist dabei recht speziell aber interessant gewählt, robuste, gescheiterte aber unzerstörbare Persönlichkeiten, die ihrer Rolle gerecht werden.
    Der Inhalt des Buches sorgt wirklich für unruhige Träume, so erschreckend real und detailliert schildert uns der Autor den Wahnwitz der damaligen Zeit. Von erschreckend, über brutal und unmenschlich, steigert sich das Geschehen stetig, bis zum bitteren Ende!
    Mein Fazit:
    Kein Buch für schwache Nerven, denn nicht nur die Adlon-Frauen träumen schlecht, auch mich als Leserin verfolgten die Ereignisse des Thrillers. Die Lektüre ist zweifellos ein schockierendes und haarsträubendes Erlebnis, es beschreibt den unglaublichen Irrsinn des dritten Reichs ziemlich eindrucksvoll!
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  • Rezension zu Die marmornen Träume

    Mit diesem Buch ist dem französischen Autor Jean-Christophe Grangé ein Thriller gelungen, der drei höchst unterschiedliche Personen dazu zwingt, wider Willen miteinander zu kooperieren. Diese drei sind: der kleinwüchsige Psychoanalytiker und Traumdeuter Simon Kraus, der ehrgeizige SS-Mann Franz Beewen sowie die Psychiaterin Minna von Hassel, die gegen ihre eigenen Dämonen kämpft.
    Der Autor entführt uns in das Berlin von 1939. Der Zweite Weltkrieg steht unmittelbar bevor. Eine junge Frau wird grausam ermordet. Die Aufklärung des Verbrechens führt Beewen zu Simon Kraus, da die Tote bei ihm in Behandlung stand. Noch bevor hier Licht ins Dunkel gebracht werden kann, gibt es einen noch eine Tote, der noch weiter folgen.
    Die einzige Verbindung zwischen den Opfern scheint Simon Kraus zu sein, denn alle Opfer waren seine Klientinnen, in deren Träumen einen Kopf aus Marmor eine Rolle spielt. Wer oder was steckt hinter den Verbrechen? Handelt es sich um politische Morde? Können die illegal aufgenommenen Gespräche Simon entlasten?
    Meine Meinung:
    Wie wir es von Jean-Christophe Grangé gewöhnt sind, erzeugt er eine düstere Spannung, die die Leser kaum aus ihren Fängen lässt. Nur wenige ruhige Abschnitte lassen die Leser verschnaufen. Wer sich, wie ich, mit der Ideologie des NS-Regimes bereits auseinandergesetzt hat, ist klar im Vorteil, denn der brutale Umgang mit Menschen, die dem Weltbild des Nationalsozialismus nicht entsprechen, wird detailliert geschildert. Denn das, was die Ermittler wider Willen im Lauf der Zeit zu sehen bekommen, offenbart Abgründe der menschlichen Seele und die Verkommenheit eines völlig entmenschten Regimes.
    „Einfach so. Spaßeshalber. Die heilige Grenze zwischen Leben und Tod ist inzwischen aufgehoben. Man kann alles ausprobieren, ohne eine Verurteilung oder eine Strafe fürchten zu müssen.“
    Der Schreibstil ist wie immer düster und fesselnd. Manchmal schummeln sich moderne Ausdrücke in den Text, z.B. „Wir düsen ins Archiv“ (letzter Satz Kap. 55)
    Fazit:
    Diesem Thriller, der unter die Haut geht und nichts für schwache Nerven ist, gebe ich gerne 5 Sterne.
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  • Rezension zu Die marmornen Träume

    Sprachlich poliert, inhaltlich überfrachtet
    Das neueste Werk des Bestseller-Autors Jean-Christophe Grangé konnte mich leider nicht überzeugen. An das Niveau des Welterfolgs "Die Purpurnen Flüsse" reicht es kaum heran, wirkt eher wie eine "Kopfgeburt".
    Es ist schlicht und ergreifend zu lang. Die Handlung an sich bewegt sich auf gut mittlerem Thriller-Niveau, wird aber durch einen seltsamen erzählerischen Furor des Autors über Gebühr ausgewalzt. Nach 100 Seiten hatte ich durchaus begriffen, dass er von den damaligen Machthabern nicht viel hält - alles sadistische und intellektuell eher minder bemittelte Trunkenbolde. Dafür hätte ich aber keine 700 Seiten gebraucht.
    Sprachlich bietet das Buch durchaus genussvolle Stellen; gleichzeitig kommt es mir aber so vor, als habe die Übersetzung möglicherweise manche Stellen ins Flapsige gleiten lassen. Manche Ausdrucksweisen oder Dialoge ließen mich meine Augenbrauen heben.
    Am interessantesten fand ich nicht die Thriller-Handlung, sondern damalige Zu- und Umstände. Wie man zum Beispiel Geisteskranke "behandelte", oder der damalige Stand der Psychoanalyse- oder eben deren Fehlen. Sympathisch war mir keine einzige der drei Hauptfiguren. Sollten es wohl auch nicht sein.
    Wem kann man dieses Buch empfehlen? Fans des Autors vermutlich. Und Menschen, die bereit sind, in ein grelles Porträt der Nazi-Herrschaft einzutauchen.
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  • Rezension zu Die marmornen Träume

    Es mutet schon seltsam an, wenn ein so bekannter französischer Autor wie Jean-Christophe Grangé sich in so brandgefährliche deutsche Gefilde wagt. Also ins Berlin der Nazizeit, ist das nun mutig oder gewagt? Ich war also gleichermaßen skeptisch wie neugierig, auf was wir Leser hier stoßen würden. Auf jeden Fall schaffte es Grangé mich über 680 Seiten konstant bei der Stange zu halten und hier einen echten Pageturner abzuliefern.
    Das oben erwähnte so ungleiche Trio besteht aus – Ladies first – der zarten Baronin Minna von Hassel mit psychiatrischer Ausbildung, ihrem Berufskollegen, dem attraktiven, aber kleinen Simon Kraus und dem Riesen von der Gestapo: Franz Beewen.
    Minna kümmert sich mit viel Herzblut um psychisch kranke Patienten in einem abgelegenen Institut. Wenn auch mit äußerst fragwürdigen, aber gut gemeinten Heilmethoden. Auch Franz Beewens Vater lebt dort, ein Kriegsgeschädigter im Geiste. Simon Kraus hat eine Privatpraxis im zentralen Berlin und die schönsten (verheirateten) reichen Frauen, die sogenannten Adlon-Damen, kommen zu ihm. Manchmal schläft er mit ihnen, manchmal erpresst er sie, manchmal beides. Franz Beewen, der Skrupellose, dessen Dienstgrade und Tätigkeitsfelder von oben je nach Gusto der Vorgesetzten gewechselt werden, versucht sich tapfer zu schlagen bei der Mordermittlung, um die es hier geht. Denn sein Vorgänger von der Kripo ist dabei ums Leben gekommen, da heißt es mit äußerster Vorsicht zu hantieren.
    Eines Tages wird also eine junge Schöne von Kraus‘ Klientinnen grausam ermordet aufgefunden und im Zuge dieser Ermittlungen kommen die Kontakte zum Rest des erwähnten Trios zustande. Alle Drei bringen ihre jeweiligen – sehr unterschiedlichen – Fähigkeiten in die Mördersuche mit ein.
    Dies ist so spannend beschrieben, der Autor muss sehr lange und intensiv recherchiert haben, um so treffsicher (nicht nur) die Locations der damaligen Zeit in unseren Köpfen entstehen zu lassen. Also: Kopfkino vom Feinsten.
    Die Protagonisten sind so herrlich schräg, dass das Lesen sehr viel Spaß macht, trotz der fast unvorstellbaren Grausamkeiten, die hier geschildert werden. Z. B., Zitat auf Seite 74, da geht es um Minna, in ihrem Institut: „Schwere Schritte hinter ihr. Allein am Klang erkannte sie Albert, eine Art fettes Ungetüm, das in seinem Kittel wohl auch schlief. Sie wandte sich um: tatsächlich. Er war Nazi, halbwegs dämlich, aber man konnte sich auf ihn verlassen. Sie war ein paarmal mit ihm im Bett gewesen.“ Ich fand das so witzig, dieser Humor, der überall durchblitzt, macht die Folter, die unerträglichen Zustände und den Sadismus der Befehlshaber so halbwegs erträglich. Für schwache Nerven ist dieser Thriller allerdings überhaupt nicht geeignet.
    Es gibt viele, viele falsche Fährten. Diese Irrwege sind so gekonnt eingebaut und so glaubwürdig, man kann quasi danebenstehen, bzw. sitzt ganz nah dran am Geschehen.
    Fazit: Hut ab vor Grangés riesiger Recherche, der gekonnten Umsetzung und dieser pageturner-mäßigen Spannung. Am Schluss allerdings wurde es mir zu bunt, wenn auch Versöhnliches nach all dem Bösen mit anklingt. Nichts für Zartbesaitete!
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Ausgaben von Die marmornen Träume

Hardcover

Seitenzahl: 688

E-Book

Seitenzahl: 689

Taschenbuch

Seitenzahl: 688

Die marmornen Träume in anderen Sprachen

  • Deutsch: Die marmornen Träume (Details)
  • Französisch: Les Promises (Details)

Besitzer des Buches 24

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