Emotionales Erbe

Buch von Galit Atlas, Monika Köpfer

Cover zum Buch Emotionales Erbe

Titel: Emotionales Erbe

, (Übersetzer)

4,5 von 5 Sternen bei 2 Bewertungen

Verlag: DuMont Buchverlag GmbH & Co. KG

Format: Gebundene Ausgabe

Seitenzahl: 256

ISBN: 9783832181253

Termin: Februar 2023

Aktion

  • Kurzmeinung

    Bellis-Perennis
    Epigenetik - ein fesselndes Thema

Zusammenfassung

Inhaltsangabe zu Emotionales Erbe

Die Menschen, die wir lieben, und diejenigen, die uns großgezogen haben, leben in uns; wir erleben ihren emotionalen Schmerz, wir träumen ihre Erinnerungen, und ihre Erfahrungen formen unser Leben auf eine Weise, die wir nicht immer erkennen. In diesem bahnbrechenden Buch geht es um unser emotionales Erbe, das tiefenpsychologisch wie epigenetisch in uns und auf unsere Leben wirkt. Ob das die unbeirrbare Resilienz unserer Großmutter ist oder ein dunkles Familiengeheimnis, das uns daran hindert, unser volles Potenzial auszuschöpfen: Unser emotionales Erbe erzeugt Muster. Die preisgekrönte Psychoanalytikerin Dr. Galit Atlas verwebt die Geschichten ihrer Patient*innen mit ihrer eigenen Lebenserfahrung und jahrzehntelanger Forschung, um uns zu helfen, die Verbindungen zwischen unseren wiederkehrenden Lebensthemen und dem emotionalen Erbe, das wir alle in uns tragen, zu erkennen. Denn nur wenn wir den Spuren folgen, die unsere Vorfahren hinterlassen haben, können wir unser Schicksal wirklich ändern.
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Bewertungen

Emotionales Erbe wurde insgesamt 2 mal bewertet. Die durchschnittliche Bewertung liegt bei 4,5 Sternen.

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Meinungen

Rezensionen zum Buch

  • Rezension zu Emotionales Erbe

    • 10. April 2023 um 12:57
    Epigenetik - ein spannendes Feld So wie Haarfarbe, Körperbau, Begabungen und/oder Disposition für verschiedene Krankheiten vererbt werden, so können auch Erinnerungen an emotionale Traumata an die nächste oder übernächste Generation weitergegeben werden. Diese Erfahrungen unserer Vorfahren spielen in diesem Sachbuch eine große Rolle.
    Galit Atlas ist eine israelisch-amerikanische Psychoanalytikerin und Nachfahrin von Holocaust-Überlebenden. Sie schleppt, wie Hunderte andere, das emotionale Erbe ihrer ermordeten Verwandten mit sich herum. Sie weiß daher, worüber sie schreibt.
    In zahlreichen Fallbeispielen erläutert sie, wie man ein solches Erbe, das sich auf unterschiedliche Weise manifestiert, erkennt und welche Maßnahmen möglich sein können, dieses ererbte Muster zu durchbrechen.
    Meine Meinung:
    Mit Epigenetik beschäftige ich mich schon länger. Daher war der Griff zu diesem interessanten Buch vorprogrammiert (epigenetisch indiziert?).
    Das Buch von Galit Atlas beschreibt sehr anschaulich, wie intergenerationale Wahrnehmungsmuster die menschliche Existenz prägen und in ihrer Entwicklung hemmen können.
    Dieses Buch ist aufschlussreich und erklärt anhand der Beispiele, wie unausgesprochene bzw. nicht aufgearbeitete Traumata von Großeltern und Eltern das Leben ihrer Enkel und Kinder nachhaltig beeinträchtigen können. Das gilt jetzt nicht nur für Nachkommen der Shoa und anderer Genozide. Die Traumata der Nachfahren von Überlebenden des NS-Terrors ist vermutlich am besten erforscht.
    Wenn man sich die aktuelle Situation auf der Welt (Covid, Kriege etc,) ansieht, wird klar, dass der Epigenetik auch in Zukunft mehr Bedeutung einzuräumen ist und entsprechend ausgebildete Therapeuten notwendig sein werden.
    Fazit:
    Diesem inspirierenden Buch, das dazu anregt, eigene Verhaltensweisen daraufhin zu analysieren, ob sie nicht Neuinszenierungen ererbter Traumata sind, gebe ich gerne
    5 Sterne.
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  • Rezension zu Emotionales Erbe

    • 25. Februar 2023 um 06:05
    ... Eine Therapeutin, ihre Fälle und die Überwindung familiärer Traumata / ... A Therapist, Her Patients, and the Legacy of Trauma
    Klappentext/Verlagstext
    Die Erfahrungen der Menschen, die uns großgezogen haben, formen unser Leben auf eine Weise, die wir nicht immer erkennen. In diesem bahnbrechenden Buch geht es um unser emotionales Erbe, das tiefenpsychologisch wie epigenetisch auf uns wirkt. Ob das die unbeirrbare Resilienz unserer Großmutter ist oder ein dunkles Familiengeheimnis, das uns daran hindert, unser volles Potenzial auszuschöpfen: Unser emotionales Erbe erzeugt Muster; Galit Atlas zeigt anhand von vielen Fallbeispielen, wie man sie erkennt – und auflöst.
    Die Autorin
    Galit Atlas, *1971 in Tel Aviv, ist Psychoanalytikerin und klinische Supervisorin. Sie hat zudem eine private Praxis in Manhattan und ist Fakultätsmitglied des New York University Postdoctoral Program in Psychotherapy and Psychoanalysis. Galit Atlas hat drei Fachbücher sowie zahlreiche Artikel veröffentlicht, die sich vor allem mit Gender und Sexualität befassen. Sie ist führend auf dem Gebiet der relationalen Psychoanalyse und wurde mit dem André François Research Award und dem NADTA Research Award ausgezeichnet.
    Inhalt
    Die New Yorker Psychoanalytikerin Galit Atlas ist als Kind von Flüchtlingen aus Syrien und dem Iran in Israel geboren, aufgewachsen und leistete dort Militärdienst. Da die Autorin und ihren Mann eine verblüffend ähnliche Familiengeschichte verbindet, liegt nahe, dass die Vererbung von Traumata durch Verfolgung, Emigration, Armut und Diskriminierung ihre Arbeit als Analytikerin prägen würde. Sie studierte in den USA und wurde durch ihre Kolumnen und Essays über Sexualität, Gender und Feminismus bekannt. Einige ihrer Patienten fanden durch diese Themen den Weg in ihre Praxis.
    Die Autorin führt zunächst in das seit den 70ern populäre Thema Epigenetik ein und berichtet, dass die ersten amerikanischen Traumaforscher aus Europa emigrierte Juden waren. Sie stellt klar, dass traumatisierte Holocaust-Überlebende, Kriegsveteranen, Sklaven u. a. Gewaltopfer nachweislich einen niedrigen Kortisolwert zeigen und bei ihren Nachkommen eine erhöhte Neigung zu PTBS festgestellt wird. Der Focus des Buches richtet sich auf drei Generationen, die Enkelgeneration als Patienten in der Therapie, sowie die Geheimnisse der Eltern und Großeltern dieser „Erben“.
    In einem guten Dutzend Patientengeschichten, die zumeist bereits über drei Generationen wirken, setzt sich Galit Atlas u. a. mit der Vererbung von Ängsten vor sexueller Gewalt auseinander, wie sich der Tod eines Geschwisterkinds auswirken kann (selbst wenn es vor der Geburt des Patienten verstarb), mit dem Bereich Bindung, Mutterliebe, Nicht-gesehen-Werden bei Kindern und die Auswirkung auf deren spätere Partnerschaften, Suizid, Homophobie, ungeplanten Schwangerschaften und mit weiteren Familienkonflikten. Sie begegnet bei den og. Patienten dem Schweigen der Holocaust-Überlebenden, unbewusstem Wissen der folgenden Generation um ein Familiengeheimnis, der Stellvertreter-Rolle in der Therapie für ein Trauma der Eltern, sowie Klienten, die schon als Kind glaubten, ihre Eltern schützen zu müssen.
    Mit der geübten Feder der Kolumnistin vermittelt Galit Atlas die og. universellen Familien-Konflikte in liebenswürdigem, empathischem Ton. Weniger leicht zu vermitteln fand ich die Patientenschicksale, die die Analytikerin zu einem vereinnahmenden „Wir“ verleiteten, wenn sie Einwanderer therapierte, mit denen sie Jugenderlebnisse und Militärdienst in Israel verbindet. Eine klarere Trennung der Patientengeschichten von Atlas‘ persönlichem vererbtem Trauma hätte ich übersichtlicher gefunden. Die Prägung durch das in Israel herrschende Männerbild, den Yom-Kippur- und den Libanon-Krieg ist bei allen Beteiligten nicht zu verleugnen; jedoch hätte ich mir in dem Punkt mehr professionelle Distanz gewünscht. Zahlreiche Kollegen, Patienten und Verfasser von Fachliteratur haben indirekt zu diesem Buch beigetragen. Von bekannten Namen wie Anna Freud oder Yalom reichen die von Galit Atlas Zitierten, über Butler, Gampel, Green, Beebe, Alpert, Winnicott, Stern, Ferenczi bis Bion.
    Fazit
    Hier eine Empfehlung für Zielgruppen zu geben, finde ich schwierig. Die Thematik der therapierten Enkelgeneration und die Analyse ihrer Position in der jeweiligen Familie fand ich hochinteressant; sehr viel schwieriger nachzuvollziehen dagegen die Patientengeschichten der in Israel sozialisierten Personen. Wer sich für Geschwisterkonstellation und die kindliche Entwicklung generell interessiert, sollte hier zugreifen.
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Ausgaben von Emotionales Erbe

Hardcover

Cover zum Buch Emotionales Erbe

Seitenzahl: 256

Emotionales Erbe in anderen Sprachen

  • Deutsch: Emotionales Erbe (Details)
  • Englisch: Emotional Inheritance (Details)

Besitzer des Buches 2

Update: 13. August 2023 um 21:02