Partie italienne

Buch von Antoine Choplin

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Rezensionen zum Buch

  • Rezension zu Partie italienne

    Original: Französisch, 2022
    INHALT:
    Gaspar ist ein anerkannter und vielgefragter Künstler. Doch in diesem Frühling träumt er davon, Paris zu verlassen und sich am Campo de’ Fiori in Rom aufzuhalten. Auf der Terrasse eines Cafés spielt er dort gegen durchkommende Liebhaber des Spiels eine Partie Schach und geniesst den Tag. Eines Tages lässt sich eine Frau am Tisch nieder. Sie erweist sich als starke Gegnerin und gewinnt! Es ist Marya aus Ungarn. So entsteht eine Geschichte zwischen ihnen auf dem Schachbrett und entwickelt sich noch woanders weiter...
    (Quelle: sich an den franz.Klappentext anlehnend)
    BEMERKUNGEN:
    Der Skulpteur und Installationskünstler Gaspar scheint anfangs der Erzählung von seinem bisherigen manchmal übergeschäftigem, wenn auch erfolgreichen, Treiben ein wenig die “Schnauze voll” zu haben. Seine Managerin hängt ihm umsonst auf den Fersen. Er macht sich nach Rom auf. Dort, am Campo de’ Fiori, verbringt er ganze Tage, sitzt auf Verabredung mit dem Wirt hin, an einem Terrassentisch und spielt zum Spass an der Freud gegen Vorübergehende eine Partie Schach. Er, der Ich-Erzähler, stösst dann auf die stärker spielende Marya, die aus einer jüdischen Schachfamilie stammt. Mehr als das, ist sie Önologin, aber auch der Geschichte ihrer Grossvaters verpflichtet und auf dessen Spuren. Dieser war in dunklen Zeiten, gerade auch aufgrund seiner Grossmeisterschachfähigkeiten, in Beziehung geraten mit den “dunklen Mächten” seiner Zeit, landete in Auschwitz.
    So spielt die Geschichte auf verschiedenen Ebenen mit den Fähigkeiten zur Erinnerung, des Gedächtnisses, und spricht so von der Wichtigkeit dieser Funktion, sowohl im Schach als auch in der Erinnerung an die Vergangenheit. Da finden wir, quasi kirchlich-spirituell gesehen, im Laufe der Erzählung zwei Gestalten: Giordano Bruno, den verbrannten Verfechter einer Freiheit, aber auch den alten Eremiten Vittorio, der für das Beste einer gelebten Menschlichkeit und Weite steht.
    In dieser Spannweite sehe ich das Schöne dieses Werkes, in dem Schachfreund Choplin wieder einen neuen Rahmen für einen seiner Geschichten findet. Er erneuert sich also weiterhin, selbstn findet wieder mal ein setting in der Fremde. Man kann sich durchaus auch fragen, ob die Selbstinfragestellung Gaspars am Anfang der Geschichte einer Frage des Schriftstellers entspricht?
    AUTOR :
    Antoine Choplin ist ein französischer Schriftsteller und Dichter, der 1962 in Châteauroux geboren wurde. Nach einem Studium an einer Wirtschaftsschule und weiteren Studien der Mathematik und Wirtschaft in Paris, arbeitet er zunächst in einem Beratungsunternehmen. Er lebt derzeit in der Nähe von Grenoble/Isère, wo er seit 1996 Leiter des Festivals von Arpenteur ist. Er liebt die Berge, Schach, Guitarre und das Klavier. Inzwischen hat er gut zwanzig Romane, Schilderungen und Gedichtbände veröffentlicht.
    Éditeur ‏ : ‎ BUCHET CHASTEL (18 août 2022)
    Langue ‏ : ‎ Français
    Broché ‏ : ‎ 176 pages
    ISBN-10 ‏ : ‎ 2283035937
    ISBN-13 ‏ : ‎ 978-2283035931
    Poids de l'article ‏ : ‎ 200 g
    Dimensions ‏ : ‎ 13 x 1.4 x 19 cm
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Besitzer des Buches 1

  • Mitglied seit 30. März 2006
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