Everest, the Unclimbed Ridge

Buch von Chris Bonington

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Rezensionen zum Buch

  • Rezension zu Everest, the Unclimbed Ridge

    Everest, the unclimbed ridge erzählt die Geschichte des erfolglosen Versuchs einer britischen Expedition, den Mount Everest über Nordostgrat zu besteigen. Dabei kamen die Bergsteiger Peter Boardman und Joe Tasker ums Leben. Expeditionsleiter war Chris Bonington.
    Als China wieder ausländischen Expeditionen zuließ, eröffneten sich neue Möglichkeiten für die Bergsteiger aus aller Welt. Chris Bonington hatte schon lange die Besteigung des Mount Everest auf der bis dahin nicht begangenen Route durch den Nordostgrat im Sinn. 1982 konnte er seine Pläne endlich verwirklichen. Der Versuch endete tragisch und mit Joe Tasker und Peter Boardman kamen zwei der besten Expeditionsbergsteiger ihrer Zeit ums Leben.
    Meine Meinung
    Wer das Buch liest, weiß schon im Voraus, wie die Geschichte ausgehen wird. Gerade deshalb hat es mich so berührt, die Stimmen der Teilnehmer aus den Seiten heraus zu hören. Auch wenn Chris Bonington und Charles Clarke die Ereignisse aufgeschrieben haben, kommen doch alle Teilnehmer durch ihre Tagebucheintragungen zu Wort.
    Dabei ist mir aufgefallen, wie unterschiedlich die Persönlichkeiten waren. Chris Bonington als Leiter der Expedition war derjenige, der sich naturgemäß die größten Sorgen machte. Er war sich durchaus bewusst, dass er nicht der stärkste Kletterer der Gruppe war. Aber wie viel Kraft ihn der Aufstieg letztendlich kosten würde, hat er nicht vorausgesehen. Seine Schwäche und das Gefühl, die Anderen zu behindern, hat ihn frustriert und in seinen Aufzeichnungen hat er deswegen mit sich gehadert. Aber auch wenn seine Kameraden sein ständiges Zurückbleiben bemerkt haben, haben sie ihm keinen Vorwurf gemacht. Im Gegenteil: sie waren besorgt.
    Der Bericht von Bonington und Clarke und die Aufzeichnungen der einzelnen Expeditionsmitglieder haben mir einen guten Eindruck von dem vermittelt, was während der Besteigung passiert ist. Allerdings habe ich nichts darüber erfahren können, was letztendlich schiefgelaufen ist. Sowohl Peter Boardman als auch Joe Tasker haben nicht erkennen lassen, dass sie wegen irgendetwas besorgt waren. Mit dem Erreichen des Gipfels waren sie kurz davor, Geschichte zu schreiben. Sicherlich waren sie angespannt, aber nicht mehr, als man das in ihrer Situation erwarten würde.
    Bonington und Clarke haben die Beiden von ihrem Lager aus mit Ferngläsern noch beobachten können. Plötzlich seien sie verschwunden. Zunächst haben sich die Männer im tieferen Lager nichts gedacht, erst später wurde ihnen klar, dass ihre Kameraden nicht zurückkommen würden. Peter Boarmans Leiche wurde 1992 gefunden, Joe Tasker bleibt verschwunden.
    Everst, the unclimbed ridge zeigt, dass auch mit der besten Vorbereitung Dinge schrecklich schiefgehen können. Die Geschichte wird ohne Schuldzuweisungen erzählt, sondern mit Trauer und Respekt für die Freunde, die am Berg geblieben sind.
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Ausgaben von Everest, the Unclimbed Ridge

Taschenbuch

 

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