Der Sänger der Inseln

Buch von George Mackay Brown, Esther Garke

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Rezensionen zum Buch

  • Rezension zu Der Sänger der Inseln

    George Mackay Brown (1921 - 1996) ist einer der bekanntesten schottischen Dichter, wenn nicht sogar der bekannteste unter ihnen. Er war das jüngste von sechs Kindern und lebte mit seiner Familie auf den Orkneyinseln. Er verließ seine Heimat nur selten, was auch einer langen Tuberkuloseerkrankung geschuldet war und konnte deshalb erst spät mit dem Studium der Anglistik beginnen. Noch später wurde er mit seinen Werken bekannt. Über seine Autobiografie verfügte er, dass sie erst nach seinem Tod veröffentlich wurde.
    Meine Meinung
    Ich kannte die Arbeit von George Mackay Brown bereits durch die Sammlung von Kurzgeschichten Hawkfall (and other stories). Leider ist aus dem Vorsatz, danach mehr von ihm zu lesen, in den letzten zehn Jahren nichts geworden.
    Seine eigene Geschichte hat mich zuerst weniger beeindruckt, als es seine Kurzgeschichten getan haben. Dem Kind war es peinlich, den Vater in der Kirche singen zu hören. Der junge Mann wusste zunächst nichts mit seinem Leben anzufangen. Natürlich war es für ihn nicht leicht, Pläne zu machen, wenn es mit der Gesundheit nicht zum Besten steht. Trotzdem hat es für mich auch immer ein wenig wie eine Ausrede gewirkt, in seinem Zimmer zu bleiben und das Leben an sich vorbeiziehen zu lassen.
    Das änderte sich, als er zur Abendschule geht. Dort entdeckt er etwas, was ihn wirklich berührt: das Schreiben. Mit Mitte dreißig beginnt er sein Studium an der Newbattle Abbey, wo unter anderem auch Edwin Muir lehrt. Aber auch da hinterlässt er den Eindruck bei mir, dass er lieber feiert als zu studieren und erzählt mehr über das Leben außerhalb der Universität als über sein Studium.
    George Mackay Brown erzählt in seiner Autobiografie mehr über andere schottische Autoren als über sich selbst, dabei auch mit einem gewissen Sinn für Humor. Die einzige Begegnung mit Hugh MacDiarmid, von der er erzählt, ist die an einem Urinal in einem Kino. Sicherlich gab es davon noch mehr, aber darüber äußert er sich nicht.
    So leicht die Erzählung über seine frühen Jahre auch wirken, später wirkt er nicht mehr so unbeschwert. Auch wenn er es nicht ausspricht, wirkt George Mackay Brown so auf mich, als ob ihn eine Last niederdrücken würde. Er wirkt einsam, obwohl es viele Menschen gibt, die ihm wichtig sind und denen er auch wichtig ist.
    Ich habe ein paar Seiten gebraucht, um mich mit der Person George Mackay Brown so anzufreunden, wie ich es mit seinen Geschichten getan habe, dann hat mich seine Lebensgeschichte gepackt. Ich hoffe, dass es nicht wieder zehn Jahre dauert, bis ich wieder etwas von ihm lesen.
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Ausgaben von Der Sänger der Inseln

Taschenbuch

Seitenzahl: 192

Hardcover

Seitenzahl: 176

Der Sänger der Inseln in anderen Sprachen

  • Deutsch: Der Sänger der Inseln (Details)
  • Englisch: For the Islands I Sing (Details)

Besitzer des Buches 1

Update: