Die Töchter der Kornmühle

Buch von Regine Kölpin

  • Kurzmeinung

    Rapunzel
    Sehr konstruiert und vorhersehbar
  • Kurzmeinung

    Chattys Buecherblog
    Emotionsgeladener Roman, der auf zwei Handlungsebenen spielt.

Zusammenfassung

Inhaltsangabe zu Die Töchter der Kornmühle

Eine Schwester ist das Stück Kindheit, das für immer bleibt. In diesem norddeutschen Familiengeheimnis-Roman auf zwei Zeitebenen entführt uns die SPIEGEL-Bestseller-Autorin Regine Kölpin auf eine bewegende Suche nach Versöhnung im Schatten einer wunderschönen norddeutschen Mühle. Die beiden Schwestern Rena und Viktoria könnten unterschiedlicher nicht sein. Während Rena sich Zeit ihres Lebens pflichtbewusst um die Kornmühle der Familie gekümmert hat, zog es Viktoria schon früh in die weite Welt. Jetzt wohnt sie in Hamburg in einer kleinen Wohnung und hat kaum Kontakt zu ihrer Familie. Doch dann bekommt sie die Nachricht, dass ihre Mutter im Krankenhaus liegt und mit den Schwestern ein letztes Mal sprechen möchte – über die Mühle und ein Geheimnis aus ihrer Kindheit, das die Leben der beiden Frauen für immer verändern wird. Vor der atmosphärischen Kulisse Norddeutschlands entfaltet sich in »Die Töchter der Kornmühle« das Schicksal zweier Frauen und ihrer Familie: wahrhaftig, atmosphärisch und bewegend! »Mit großer Empathie erzählt Regine Kölpin davon, wie es den Menschen gelingt, trotz aller widrigen Umstände einen Weg zu finden, das Leben zu lieben.« Wilhelmshavener Zeitung
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Bewertungen

Die Töchter der Kornmühle wurde insgesamt 5 mal bewertet. Die durchschnittliche Bewertung liegt bei 3,3 Sternen.

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Meinungen

Rezensionen zum Buch

  • Rezension zu Die Töchter der Kornmühle

    Schwestern sind verschiedene Blumen aus demselben Garten. (Sprichwort)
    Als die 94-jährige Hilka Gerdes nach einem Herzinfarkt ins Krankenhaus eingeliefert wird, möchte sie noch schnell ihr Herz erleichtern, bevor sie der Tod ereilt. Ihre Töchter Rena und Viktoria haben schon seit Jahrzehnten nur noch sporadisch Kontakt, zu viel steht zwischen ihnen. Während Rena pflichtschuldig die familieneigene Groote-Kornmühle und die Bäckerei betreibt, hat sich Viktoria schon früh von der Familie abgenabelt und hat sich ein Leben zwischen Hamburg und England aufgebaut. Nun sitzen beide am Krankenbett ihrer Mutter und trauen ihren Ohren nicht, als Hilka ein Geheimnis ans Tageslicht lässt, das ihr auf der Seele brennt und zumindest für Viktoria weitreichende Folgen nach sich zieht. Doch dann verstirbt Hilka plötzlich, ohne das begonnene Puzzle aufzulösen. Nun hängt es an Rena und Viktoria, die fehlenden Teile zusammenzusetzen…
    Regine Kölpin hat mit „Die Töchter der Kornmühle“ einen unterhaltsamen Roman vorgelegt, der über zwei Zeitebenen eine Familiengeschichte mit so manchem Geheimnis preisgibt. Der flüssige und bildhafte Erzählstil erlaubt dem Leser, sich schnell in der norddeutschen Kornmühle einzurichten, um nicht nur Viktoria, Rena und deren Tochter Charlotte näher kennenzulernen, sondern auch über Rückblenden in die Vergangenheit von Hilka und deren Ehemann Tjade während des 2. Weltkrieges einzutauchen. Anhand von Hilkas Tagebucheinträgen schildert die Autorin eindringlich, was Tjade während seines Fronteinsatzes erlebt und wie sich sein Wesen dadurch verändert hat. Aber auch das Leben in der Mühle wurde von eingesetzten Zwangsarbeitern geprägt. Die Wechsel der Zeitebenen zwischen Gegenwart und Vergangenheit steigern die Spannung um die verborgenen Geheimnisse, die endlich ans Licht wollen. In der Gegenwart steht die Mühle still, ihre Renovierung wird die Familie in den Ruin treiben, aber gleichzeitig müssen sich die Schwestern miteinander auseinandersetzen. Alte Erinnerungen werden am Küchentisch ausgepackt und machen deutlich, dass Rena sich oft in Gefahr gebracht hat, um die Aufmerksamkeit ihrer Eltern zu erlangen, während Viktoria Rena immer unterstützt oder geschützt hat. Trotzdem ist das Schwesternband ziemlich fadenscheinig und droht endgültig zu zerreißen. Bei der Suche nach der unvollständigen Wahrheit müssen sich sowohl Rena als auch Viktoria mit ihren Gefühlen und ihrem bisherigen Leben auseinandersetzen, aber auch mit ihrem Umgang miteinander.
    Die Charaktere sind lebensnah gezeichnet und in Szene gesetzt, mit ihren menschlichen Eigenheiten wirken sie glaubwürdig und authentisch. Jedoch ist bis auf eine Ausnahme keiner der Protagonisten wirklich liebenswert, weshalb der Leser nur ihren Spuren folgt, ohne ihnen wirklich näher zu kommen. Hilka ist eine alte Frau, die viel erlebt hat und die nun in ihrem Altersstarrsinn alle nach ihrer Pfeife tanzen lässt. Rena kommt nach ihrer Mutter, ist bevormundend, altklug und gibt gern den Ton an. Tochter Charlotte ist eine warmherzige und gute Seele, die ihre Mutter liebt, aber Gott-sei-Dank keine Wesensähnlichkeit hat. Viktoria ist eher unterkühlt und wirkt wie jemand, der noch nach seinen Wurzeln sucht. Dass sie der Enge der Kornmühle entflohen ist und das Weite gesucht hat, ist nur zu verständlich. Charlottes Freund Lutz ist ein undurchschaubarer, aber auch durchtriebener Mann auf Rachefeldzug. Aber auch Tjade ist nicht gerade ein Sympathieträger, auch wenn er durch den Krieg arg gebeutelt wurde.
    „Die Töchter der Kornmühle“ vereint über zwei Zeitebenen eine Familiengeschichte, verborgene Geheimnisse, Kriegsgeschehen sowie die Hoffnung auf Versöhnung. Unterhaltsam und farbenfroh erzählt, gibt es hier eine verdiente Leseempfehlung!
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  • Rezension zu Die Töchter der Kornmühle

    Der hier vorgestellte Roman von Regine Kölpin ist am 23. Februar im Piper Verlag erschienen.
    Allgemeines zur aktuellen Ausgabe:
    ISBN: 978-3492318662 ‎
    Sprache: Deutsch
    Ausgabe: Taschenbuch mit 400 Seiten
    Preis: 12,00 €
    und als ebook: 9,99 €
    Klappentext:
    Die beiden Schwestern Rena und Viktoria könnten unterschiedlicher nicht sein. Während Rena sich Zeit ihres Lebens pflichtbewusst um die Kornmühle der Familie gekümmert hat, zog es Viktoria schon früh in die weite Welt. Jetzt wohnt sie in Hamburg in einer kleinen Wohnung und hat kaum Kontakt zu ihrer Familie. Doch dann bekommt sie die Nachricht, dass ihre Mutter im Krankenhaus liegt und mit den Schwestern ein letztes Mal sprechen möchte – über die Mühle und ein Geheimnis aus ihrer Kindheit, das die Leben der beiden Frauen für immer verändern wird.
    Mein Leseeindruck/Fazit:
    Vielleicht ist ein mutloses Wort. (Seite 9)
    Äußerlich betrachtet, trifft das Cover genau die Geschichte. Drei junge Damen und im Hintergrund eine Mühle. Das Cover passt hervorragend und lässt die Gedanken in Richtung Ostfriesland schweifen. Die Farbgestaltung und auch die Haptik verleiten dazu, das Buch in die Hand zu nehmen und die Kornmühle kennenlernen zu wollen.
    Zu Beginn erwartet den Leser ein Personenverzeichnis mit den wichtigsten Protagonisten. Dieses Verzeichnis sieht zwar anfangs sehr umfangreich aus, aber im Laufe des Romans wird man die Personen nach und nach kennen- (und lieben)lernen.
    Auf den ersten Seiten des Romans reisen wir nach Neumöhlen, in Ostfriesland und lernen die Hauptprotagonisten kennen. Hilka möchte ihren beiden Töchtern, Rena und Viktoria, ihre Lebensgeschichte erzählen. Natürlich kannten die beiden Mädels ihre Mutter, aber über die Geschichte, die tief in ihrem Inneren lag, hatte Hilka bislang geschwiegen. Und so lässt die Autorin, Regine Kölpin, vor den Augen ihrer Leser eine dramatische und emotionale Handlung entstehen, die mich zutiefst berührt hat. Anhand von Tjade durfte ich erleben, mit welchen Gedanken sich die Männer im zweiten Weltkrieg tragen mussten. Welche Ängste, Sorgen und Nöte, fernab der Heimat, galten und mit welche Kriegsleiden davon getragen wurden. "
    "Tjade war so, als hätte man sein Licht ausgeknipst."
    Aber auch zuhause, in der Kornmühle, gibt es Probleme und Nöte. Eine Hilfe sind hierbei zwar die Zwangsarbeiter, aber das verlagert nur die Probleme, denn plötzlich gibt es Liebschaften und die Kriminalität steigt.
    Regine Kölpin schafft mit ihrem Roman eine Vergangenheit, die wir gerne abschütteln und vergessen würden. Aber gerade in der jetzigen Zeit, mit dem Krieg in der Ukraine, wird alles unvergessen und nochmal zum Leben erweckt.
    Dieser Roman birgt aber auch lehrreiche Momente. Wusstest Du, dass man sagt, wer das Klopfen eines Holzwurms hört, der stirbt?
    Mich hat dieser Roman emotional sehr bewegt. Für mich ist es der bislang gefühlvollste Roman, den ich von Regine Kölpin lesen durfte. Vielen Dank dafür.
    Meine Bewertung: ⭐⭐⭐⭐⭐
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Ausgaben von Die Töchter der Kornmühle

E-Book

Seitenzahl: 397

Taschenbuch

Seitenzahl: 400

Besitzer des Buches 7

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