Zwischen heute und morgen

Buch von Carmen Korn

Zusammenfassung

Inhaltsangabe zu Zwischen heute und morgen

»Zwischen heute und morgen kann so unsagbar viel geschehen …« Hildegard Knef Ein neues Jahrzehnt bricht an für die Freundesfamilie aus Köln, Hamburg und San Remo. Die 1960er Jahre versprechen Aufbruch, Wohlstand, Lebensfreude. Auch die Kölner Galerie von Gerda und Heinrich floriert. Tochter Ursula in Hamburg erwartet ihr erstes Kind. Sie ist Elisabeth und Kurt, den lebenslangen Freunden ihrer Eltern, dankbar, dass sie ihr und Joachim ein Zuhause geben. Doch das Zusammenleben ist nicht einfach, Elisabeth lässt dem jungen Paar kaum Freiraum. Während die nächste Generation nach ihrem Platz sucht im Heute, hält sich Elisabeth am Vergangenen fest. Auch in San Remo ist das Zusammenleben der Generationen nicht leicht und bringt Veränderungen und Abschiede.
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Serieninfos zu Zwischen heute und morgen

Zwischen heute und morgen ist der 2. Band der Drei Städte Saga Reihe. Diese umfasst 2 Teile und startete im Jahr 2022. Der letzte bzw. neueste Teil der Serie stammt aus dem Jahr 2022.

Bewertungen

Zwischen heute und morgen wurde insgesamt 8 mal bewertet. Die durchschnittliche Bewertung liegt bei 4,3 Sternen.

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Rezensionen zum Buch

  • Rezension zu Zwischen heute und morgen

    Es handelt sich um eine Trilogie und hier sind wir beim zweiten Teil. Ich kenne den ersten Teil nicht.
    Carmen Korn erzählt die Geschichte dreier Familien, die verwandtschaftlich miteinander verbunden sind. Eine lebt in Hamburg, eine in Köln und die dritte in San Remo. Das Buch beginnt 1960 und erzählt die Geschichte der Familien bis 1969.
    In den Ereignissen um die Familien sind die Erlebnisse während des Krieges auch 1960 noch ein wichtiges Thema. Menschlich hat der Krieg viele Spuren hinterlassen, Joachim kam erst nach 9 Jahren aus russischer Gefangenschaft nach Hause und musste sich damit abfinden, dass seine Frau nicht mehr mit seiner Wiederkehr gerechnet hatte und sich einem anderen zugewendet hatte. Pips wurde von der Gestapo gefoltert und verlor nicht nur einen Finger, sondern erlitt auch so schwere Verletzungen, dass ihm eine sexuelle Beziehung nicht realisierbar erscheint.
    Die überschäumende Freude und Unbekümmertheit, die das Cover verbreitet, findet sich so im Buch nicht wieder. Es sind auch weniger die ganz Jungen, die die Hauptrolle im Buch spielen, sondern die ältere Generation der um 1900 Geborenen. Sie halten ihre Familien zusammen und die Fäden noch weitgehend in der Hand. Das Dolce Vita spielt eher eine untergeordnete Rolle und wenn, dann eher bei denen, die auch noch nebenbei in krumme Geschäfte verwickelt sind (Lucio in San Remo).
    Das Leben ist von den alltäglichen Sorgen und Kümmernissen geprägt, Kurt sorgt sich um seine Frau, die zunehmend ängstlicher wird und das Haus kaum mehr verlassen will. Ursel und Joachim freuen sich zwar über ihr Kind Henrike, aber über Joachim schwebt immer eine gewisse Traurigkeit und Ursel scheint nicht über den Verlust ihres ersten Mannes hinweg zu kommen.
    In San Remo gibt es immer wieder Auseinandersetzungen zwischen Bruno und seinem Bruder Bixio, der sich in krumme Geschäfte hat verwickeln lassen und dabei viel Geld verloren hat.
    Die politischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen der 60er Jahre werden zwar erwähnt (Mauerbau in Berlin, Ermordung Kennedys, Rückzug Adenauers aus dem politischen Leben), spielen aber nicht in die Leben der Familien hinein. Lediglich die zunehmende Motorisierung – selbst Kurt macht noch den Führerschein – betrifft auch unsere Protagonisten. Ferien macht man immer noch bei Verwandten, Wohnungsknappheit wird dadurch überwunden, dass man sich gegenseitig mit freien Zimmern hilft und Freunde und Verwandte bei sich aufnimmt.
    Ich hatte auf den ersten Seiten noch Schwierigkeiten, die einzelnen Familien auseinander zu halten. Es ist schon verwirrend, wenn man von einer Zeile zur anderen von Hamburg nach Köln und nach San Remo wechseln muss. Aber mit der Zeit wird man mit allen Familienmitgliedern bekannt. Und natürlich freut man sich mit ihnen oder leidet auch mit ihnen. Carmen Korn schreibt flüssig, das Buch liest sich gut und es wird nicht langweilig.
    Dennoch fand ich ihre erste Jahrhundert-Trilogie spannender und war noch mehr mit den Charakteren verwoben. Vielleicht waren die Episoden ausführlicher beschrieben und die Wechsel zwischen den Orten und Personen nicht ganz so schnell. Auf jeden Fall empfiehlt es sich wohl, bei der Drei-Städte Saga die Reihenfolge einzuhalten und Band 1 zuerst zu lesen. Vieles im zweiten Band greift darauf zurück und meine anfänglichen Orientierungsprobleme waren darauf zurückzuführen.
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  • Rezension zu Zwischen heute und morgen

    Was wir heute tun, entscheidet darüber, wie die Welt morgen aussieht. (Marie v. Ebner-Eschenbach)
    1960 Hamburg, Köln, San Remo. Das neue Jahrzehnt läutet endlich den Aufbruch für die drei vom Krieg gebeutelten und miteinander befreundeten Familien Borgfeldt, Aldenhoven und Canna ein. Die Kunstgalerie der Aldenhovens in Köln hat die Durststrecke überwunden und hat nun großen Zulauf. Schon bald werden Gerda und Heinrich Großeltern, denn ihre Tochter Ursula erwartet ihr erstes Kind. Die lebt mit Ehemann Joachim bei den Borgfeldts in Hamburg, was vor allem oft mit Elisabeth zu Konflikten führt, die alle sehr für sich vereinnahmt, vor allem Ursels Töchterchen Henrike. Elisabeths Kurt kann seine Ehe nur noch aushalten, indem er genügend Abstand zwischen sich und seine Frau bringt. Derweil hat Pips, der als Jazz-Pianist für Gianni Canna in dessen Bar gearbeitet hat, San Remo für Hamburg verlassen, um in der Nähe seiner großen Liebe Ursula zu sein, die jedoch nun einem anderen gehört. Dabei hat er immer noch nicht verarbeitet, was er durch die Nazis erdulden musste…
    Carmen Korn hat mit „Zwischen heute und morgen“ den zweiten Teil ihrer historischen Drei-Städte-Trilogie vorgelegt, der den Leser sowohl mit den Geschichten dreier eng miteinander verbunden Familien unterhält als auch den damaligen historischen Hintergrund wunderbar wieder aufleben lässt. Der flüssige, farbenfrohe und empathische Erzählstil Korns lässt den Leser in der Zeit zurückreisen, um sich in den 60er Jahren wiederzufinden und über wechselnde Perspektiven sowie dreier unterschiedlicher Handlungsorte einen Blick durchs Schlüsselloch der einzelnen Familien zu werfen und ihre Sorgen und Nöte zu erfassen. Auch diesmal legt die Autorin wieder großen Wert auf Authentizität, die sie durch exzellente Recherche in ihre Geschichte mit einfließen lässt. Der Romantitel ist erneut Programm, denn die Handlung erzählt nicht nur von der älteren Generation, die immer noch mit den Kriegsfolgen zu kämpfen hat, sondern bringt nun auch ihre Kinder ins Spiel, die sich mit ganz anderen täglichen und zeitgemäßen Problemen herumschlagen, während die Zeit des Wirtschaftswunders Fahrt aufnimmt und der Zweite Weltkrieg anscheinend verblasst. Korn schafft es sehr geschickt, den Spagat zwischen den Älteren und Jüngeren aufzuzeigen, während die damaligen gesellschaftlichen und politischen Ereignisse unterschwellig vorbeiziehen und Einfluss nehmen wie z.B. den Bau der Berliner Mauer, das Hamburger Hochwasser, die Ermordung John F. Kennedys und die Zeit des Kalten Krieges. Vor allem die zwischenmenschlichen Beziehungen und ihre Entwicklung bringen einiges an Spannungen mit sich und lassen den Leser die Seiten nur so durch die Finger rinnen.
    Die Charaktere wurden weiterentwickelt und glaubwürdig inszeniert, so dass der Leser sich gut mit ihren Ecken und Kanten identifizieren kann. Schnell hat er sich in ihrer Mitte eingenistet und verfolgt voller Spannung ihren Erlebnissen. Während Ursula mit Joachim ihr Glück gefunden hat, entfremden sich Elisabeth und Kurt immer mehr voneinander, was Kurt kaum noch erträgt, Elisabeth dagegen kaum bemerkt. Heinrich und Gerda haben ihre Durststrecke überstanden und atmen endlich auf. Margarethe und Bruno sind sich ebenfalls noch sehr eng verbunden. Neben Carla und Uli hat auch Gianni endlich die Liebe gefunden. Pips ist ein trauriger, melancholischer Zeitgenosse, der zu viel erlebt und bisher nicht verarbeitet hat. Aber auch Jules, Nina und Vinton spielen in dieser Handlung wichtige Rollen.
    „Zwischen heute und morgen“ bietet mit einem Mix aus unterschiedlichen Familiengeschichten und –schicksalen sowie ausgezeichnet recherchiertem historischen Hintergrund eine wunderbare Zeitreise in die jüngste Vergangenheit. Absolute Leseempfehlung für eine sehr unterhaltsame Lektüre!
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  • Rezension zu Zwischen heute und morgen

    "Zwischen heute und morgen" ist nach "Und die Welt war jung" der zweite Band der Drei-Städte-Saga von Carmen Korn. Auch in diesem Roman beobachtet man die drei Familien, die miteinander befreundet oder verwandt sind, in den Städten Köln, Hamburg und San Remo. Dieses Mal trägt sich die Handlung in den 1960er Jahren zu.
    Der erneute Einstieg in die Saga gelingt mühelos, da sich am Anfang eine Übersicht befindet, in der die handelnden Personen, ihre Verbindungen untereinander und die jeweiligen Wohnorte, aufgeführt sind. Auch in diesem Band vermittelt die Autorin den damaligen Zeitgeist wieder so authentisch, dass man ganz in die vergangene Zeit eintauchen kann.
    Da es sich bei den drei Familien um Personen handelt, mit denen man sich mühelos identifizieren kann, verfolgt man ihre Probleme und Sorgen, aber auch die freudigen Ereignisse, aufmerksam und ist vom ersten Moment an, gefesselt von der Handlung. Diese trägt sich abwechselnd in den jeweiligen Heimatstädten der Charaktere zu. Da die Wechsel entsprechend gekennzeichnet sind, fällt es leicht, die Übersicht zu behalten. Auch in diesem Jahrzehnt kommt auf die befreundeten Familien einiges zu. Die Probleme und Sorgen wirken allerdings durchgehend glaubhaft und nicht zu übertrieben. Deshalb beobachtet man gespannt, was das Schicksal für die einzelnen Mitglieder bereithält. Historische Ereignisse fließen dabei mühelos ins Geschehen ein und tragen somit dazu bei, dass die Saga noch authentischer wirkt.
    Der Schreibstil ist angenehm und äußerst flüssig lesbar. Handlungsorte und Charaktere werden so lebendig beschrieben, dass man das Gefühl hat, selbst vor Ort zu sein. Dadurch fliegt man förmlich durch die Seiten und mag sich am Ende dieser Saga nur ungern von den liebgewonnenen Akteuren trennen.
    Eine gelungene Fortsetzung, die durch lebendige Charaktere, die einem beim Lesen ans Herz wachsen, überzeugt.
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  • Rezension zu Zwischen heute und morgen

    Nachdem der Vorgängerband die Geschichte der Familien Canna, Aldenhoven und Borgfeldt erzählt hat, erfahren wir nun wie es in den sechziger Jahren weitergeht. Es geht weiter aufwärts. Obwohl der Krieg nun schon eine ganze Weile vorbei ist, sind die traumatischen Wunden noch nicht verheilt. Es gibt Konflikte innerhalb der Familien und die Älteren haben andere Einstellung als die folgende Generation.
    Der Schreibstil von Carmen Korn lässt sich sehr angenehm lesen. Sie führt uns zurück in die sechziger Jahre, als immer noch die Nachwirkungen des Krieges zu spüren sind, doch man wird wieder lebensfroher und macht sich Hoffnung auf ein Leben in Wohlstand. Abwechselnd dürfen wir die Menschen in Köln, Hamburg und San Remo erleben.
    Da es schon ein Weilchen her ist, dass ich den Vorgängerband gelesen habe, war das Personenverzeichnis hilfreich.
    Interessant ist es auch die politischen Verhältnisse jener Zeit noch einmal zu erleben, denn obwohl ich diese Zeit miterlebt habe, ist doch manches nicht mehr so präsent.
    Auch die Charaktere sind individuell und glaubhaft dargestellt. Ich konnte mich gut in sie hineinversetzen, denn jeder von ihnen erlebt Höhen und Tiefen.
    Es ist ein interessanter Roman, der ein Stück Zeitgeschichte erzählt.
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Ausgaben von Zwischen heute und morgen

Hardcover

Seitenzahl: 576

E-Book

Seitenzahl: 552

Taschenbuch

Seitenzahl: 576

Besitzer des Buches 12

Update: