Muttersprache
Buch von Maddalena Fingerle
Titel: Muttersprache
Maddalena Fingerle (Autor)
Verlag: Folio
Format: Gebundene Ausgabe
Seitenzahl: 191
ISBN: 9783852568492
Termin: Februar 2022
Aktion
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Kurzmeinung
Maesli Ein Protagonist und seine Ignoranz - ich breche ab
Zusammenfassung
Inhaltsangabe zu Muttersprache
Von Bozen nach Berlin: Ein junger Mann auf der Suche nach einer unversehrten Sprache und der Schönheit der Wörter. Paolo Prescher ist besessen von Wörtern. Wörter haben für ihn Geruch, Farbe oder Klang. Paolo hasst dreckige Wörter, sie rauben ihm die Luft. Dreckig sind Wörter, die nicht sagen, was sie sagen sollen. Seine Mutter macht ihm die Wörter dreckig, auch seinem Vater, der Aphasiker ist. Paolo leidet unter der Heuchelei der Mutter und der Boshaftigkeit der Schwester. Er hasst seine Geburtsstadt Bozen mit ihrer behaupteten Zweisprachigkeit und ihren Oberflächlichkeiten. Auf der Suche nach einer unversehrten anderen Sprache flüchtet er nach Berlin und trifft dort auf Mira. Sie schafft es, seine Worte zu reinigen. Bis seine Obsession ihn wieder einholt. Die herausragende Entdeckung der italienischen Literaturszene.
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Meinungen
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Ein Protagonist und seine Ignoranz - ich breche ab
Rezensionen zum Buch
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Rezension zu Muttersprache
- Maesli
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1. Dezember 2022 um 12:56
KlappentextWeiterlesen
Paolo Prescher ist besessen von Wörtern. Wörter haben für ihn Geruch, Farbe oder Klang. Paolo hasst dreckige Wörter, sie rauben ihm die Luft. Dreckig sind Wörter, die nicht sagen, was sie sagen sollen. Seine Mutter macht ihm die Wörter dreckig, auch seinem Vater, der Aphasiker ist. Paolo leider unter der Heuchelei der Mutter und der Boshaftigkeit der Schwester. Er hasst seine Geburtsstadt Bozen mit ihrer behaupteten Zweisprachigkeit und ihrer Oberflächlichkeit. Auf der Suche nach einer unversehrten anderen Sprache flüchtet er nach Berlin und trifft dort auf Mira. Sie schafft es, seine Worte zu reinigen. Bis seine Obsession ihn wieder einholt.
Meine persönlichen Leseeindrücke
Paolo, der erzählende Protagonist, ist total daneben, wahrscheinlich erklärt sich das durch sein Elternhaus. Ich mag weder seine herablassende Art noch seinen Umgangston zu Hause. Sein selbstgefälliger Charakter gepaart mit Überheblichkeit ist widerlich. Dass die ganze abstruse Geschichte in eine recht ordinäre Sprache gepackt ist (und ich will mir nicht vorstellen, wie das in der Originalsprache geschrieben steht), bringt dann das Fass tatsächlich zum Überlaufen. Für solch ein Buch verschwende ich wirklich nicht meine Lesezeit.
Den Gedankengängen der Autorin zu folgen, ist wirklich schwer. Erst sind fast alle Wörter „dreckig“, dann auf S. 37 kommt Nigger vor, ein Latinismus und auf einmal sind Schimpfwörter sauber. Da denke ich echt, hat die nicht alle Tassen im Schrank! Ihren Aussagen zu Südtirol kann ich nur sehr bedingt zustimmen, hier fällt ihre Ansicht unter Meinungsfreiheit. Ihren derben Tonfall hingegen lehne ich ab.
Und dann fange ich mich an zu langweilen über den Protagonisten, seine Ignoranz und breche ab. Bis zu Mira habe ich es nicht geschafft.
Manchmal frage ich mich schon, was in Juryköpfen vorgeht.
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Update: 1. September 2025 um 14:13


