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Die Akte Madrid

Buch von Andreas Storm

Zusammenfassung

Inhaltsangabe zu Die Akte Madrid

Granada im Sommer 2016. Bei einem Kunstraub in einem Luxushotel ist ein surrealistisches Porträt gestohlen worden, das seinen Besitzer, den deutschen Verteidigungsminister, in große Erklärungsnot bringt. Zu blutig ist die Geschichte des Gemäldes, die von den Folterkellern der Franco-Diktatur bis in die Ministerien der Bonner Republik reicht. Ein heikler Fall, auch für Lennard Lomberg selbst, denn die Triade von Madrid kreuzt nicht zum ersten Mal seinen Weg … »Die Triade von Madrid«, der zweite Band der neuen Krimi-Reihe von Andreas Storm, erscheint im Herbst 2023.
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Serieninfos zu Die Akte Madrid

Die Akte Madrid ist der 2. Band der Kunstexperte Lennard Lomberg Reihe. Diese umfasst 2 Teile und startete im Jahr 2022. Der letzte bzw. neueste Teil der Serie stammt aus dem Jahr 2023.

Bewertungen

Die Akte Madrid wurde insgesamt 4 mal bewertet. Die durchschnittliche Bewertung liegt bei 4,1 Sternen.

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Meinungen

Rezensionen zum Buch

  • Rezension zu Die Akte Madrid

    Ein komplexer Krimi, der Konzentration fordert - Schatten der Vergangenheit über Granada
    Diesmal begibt sich der Kunstsachverständige Lennard Lomberg auf die Suche nach einem Gemälde, das in den Wirren des Spanischen Bürgerkriegs und des Zweiten Weltkriegs verschwunden ist. Doch damit nicht genug ist es, nach Jahren des unbeachteten Daseins, nun erneut abhandengekommen. Und das ausgerechnet aus dem Besitz des deutschen Verteidigungsministers, dem man Ambitionen zu noch höheren Weihen nachsagt, und der nun, ob der Provenienz des Gemäldes, in Erklärungsnotstand geraten könnte, was er mit allen gebotenen Mitteln verhindern will.
    Lennard Lombard soll das Bild ohne viel Aufsehen wiederbeschaffen. Dabei wird er von der Kriminalrätin Sina Röhm unterstützt. Doch diesmal wird Lomberg selbst zum Gejagten, denn hinter dem verschollenen Gemälde verbirgt sich ein Geheimnis, das Lombergs Glaubwürdigkeit erschüttert, denn das Gemälde hat seinen Weg schon einmal gekreuzt.
    Meine Meinung:
    Wie schon in ersten Fall „Das neunte Gemälde“ führt uns Autor Andreas Storm geschickt in mehreren Handlungssträngen aus der Gegenwart von 2016 in Spaniens Vergangenheit von 1936 und 1943. Und auch Lombergs Vater spielt im Jahr 1968 eine Rolle.
    Die Ähnlichkeit des Plots mit dem ersten Fall fällt sogar Lennard Lomberg auf, was darauf schließen lässt, dass er es immer wieder mit dem selben Klientel zu tun. Vielleicht sind es nicht dieselben Personen, aber das Vater-Sohn-Erbe, das sowohl ihn als auch seine Kunden in die Untiefen von Beutekunst und Kunstraub hinabsteigen lässt.
    Obwohl Andreas Storms Kunstkrimis alle fiktiv sind, kann nicht ausgeschlossen werden, dass der eine oder andere Raub so oder so ähnlich stattgefunden hat. Die Handlung ist anspruchsvoll und so mancher Leser wird ob der Fülle der „Mitspieler“ stöhnen. Hilfreich hier den Überblick zu wahren, ist die Personalliste am Ende des Buches in der die historischen und fiktiven Personen angeführt sind. Das Personenverzeichnis wäre eventuell diesmal besser zu Beginn des Krimis platziert, um die Leser gleich auf die komplexen Handlungsstränge einzustimmen. Um sich auf den wichtigsten Schauplätzen zurechtzufinden, gibt es Stadtpläne von Granada und Bonn auf den Vorsatzseiten.
    Fazit:
    Ein gut gelungener und höchst komplexer Kunstkrimi, dem ich gerne 5 Sterne gebe.
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  • Rezension zu Die Akte Madrid

    Kunstexperte schlägt eine vergessene Akte auf
    Der erste Teil um den Kunstexperten Dr. Lennard Lomberg hatte mir gut gefallen und ich war gespannt auf seinen neuen Fall, auf die nächste Jagd nach einem verlorenen Gemälde.
    Lomberg erhält den Auftrag, ein Bild aus dem Jahr 1928 aufzuspüren, das bisher als vermisst galt, nun aber durch einen Diebstahl wieder ans Tageslicht tritt. Kein geringerer als der deutsche Verteidigungsminister ist am Wiederauffinden des surrealistischen Werkes interessiert. Wie gewohnt recherchiert Lomberg akkurat und deckt Verwicklungen mit der Franco-Diktatur in Spanien und Nazi- und Nachkriegsdeutschland auf. Will der Verteidigungsminister diese Akte wirklich aufschlagen?
    Andreas Storm hat aus der Kombination von Krimi, historischen Fakten und Kunstgeschichte einen spannenden und interessanten Roman gemacht. Wie schon im ersten Teil spielt die Handlung auf mehreren Zeitebenen und langsam erschließen sich im Verlauf die Zusammenhänge. Man kann das Buch nicht einfach so runterlesen, dafür sind die Fäden um zu viele Ecken geführt. Es erfordert schon ein bisschen Konzentration und Aufmerksamkeit, um der Handlung zu folgen. Dafür wird man aber mit einer bewegten und lebendigen Geschichtslektion belohnt. Dr. Lennard Lomberg ist ein sympathischer Charakter, der von zahlreichen anderen regen Figuren umgeben ist. Viele sind schon im ersten Teil in Erscheinung getreten und es ist schön, sie alle wiederzutreffen. Die Handlung endet mit dem Hinweis auf einen neuen Auftrag in London - und das klingt mehr als aufregend.
    Am Ende des Romans gibt es übrigens eine umfangreiche Namensliste, Erläuterungen zu den historischen Personen und Anmerkungen des Autors.
    Insgesamt hat mich der Roman gut unterhalten und mir hat auch der Schreibstil gefallen, der allerdings nicht jedermanns Sache ist. Storm schreibt ein bisschen - wie soll ich sagen - verschachtelte und besonders häufig bedient er sich einer ganz besonderen Satzkonstruktion, in der das Modalverb "sollen" im Präteritum Indikativ die Zukunft in der Vergangenheit bezeichnet. Das klingt manchmal etwas versnobt, passt für mich aber zu Lomberg und der Kunstszene. Es lohnt sich, die Akte Madrid aufzuschlagen.
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Ausgaben von Die Akte Madrid

Taschenbuch

Seitenzahl: 384

Besitzer des Buches 3

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