Liebe ist gewaltig: »Ein starkes, sprachgewaltiges, erschütterndes, psychologisch kluges Debüt.« Ben

Buch von Claudia Schumacher

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Zusammenfassung

Inhaltsangabe zu Liebe ist gewaltig: »Ein starkes, sprachgewaltiges, erschütterndes, psychologisch kluges Debüt.« Ben

Von Gewalt, von Zärtlichkeit und der Macht der Befreiung Juli wächst in einer Vorzeigefamilie auf: Die Eltern sind Rechtsanwälte, sie ist Klassenbeste. Doch in der Kleinstadtvilla herrscht das Grauen. Der Vater drillt die Kinder auf Leistung, prügelt sie und seine Frau. Juli wird älter, fordert ein Ende der Gewalt, deren Realität von der Mutter vehement abgestritten wird. Einzig ihre Geschwister und eine Maus geben Halt. Doch wie kann man sich befreien, wenn man weder den Eltern noch den eigenen Erinnerungen traut? Die Befreiung gerät zum Feldzug – gegen die Eltern und das eigene Ich. Drei Jahrzehnte folgen wir Juli, die mit aller Macht versucht, die Deutungshoheit über ihr Leben zu erlangen. Ein eindringlicher Roman über Verletzungen und eine mögliche Heilung, voller Originalität und Wärme. »Intensiv, wach, klug!« Helga Schubert »Das hier ist nicht einfach nur ein starkes Debüt, es ist ein sprachgewaltiger, erschütternder, psychologisch kluger Wurf. Wie so oft im echten Leben liegt in diesem Roman alles dicht beisammen; das Komische neben dem Verstörenden, das Traurige und Schmerzhafte beim Zärtlichen. Es ist nicht leicht, die Worte für eine solche Geschichte zu finden, und ich kann mir nur zwei Personen vorstellen, die das so hinbekommen hätten: Der eine ist der wütende junge J.D. Salinger, in Bestform. Der Name der anderen Person steht auf dem Cover dieses Buchs.« Benedict Wells »Ein viel zu oft beschwiegenes Thema, eine kraftvolle Sprache, eine Geschichte, die wütend macht und befreit. Dieser Roman tröstet, ohne zu lügen.« Teresa Bücker »Achtung: nicht niedlich – Claudia Schumacher haut uns unerbittlich und voller Poesie die Welt ihrer Heldin um die Ohren. Ein Debüt mit phänomenaler Wucht, komplett unweglegbar.« Simone Buchholz
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Bewertungen

Liebe ist gewaltig: »Ein starkes, sprachgewaltiges, erschütterndes, psychologisch kluges Debüt.« Ben wurde insgesamt 2 mal bewertet. Die durchschnittliche Bewertung liegt bei 4 Sternen.

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Meinungen

  • Für 5 Sterne reicht es nicht, aber wie der Anfang war auch das Ende fulminant.

    Maesli

Rezensionen zum Buch

  • Rezension zu Liebe ist gewaltig: »Ein starkes, sprachgewaltiges, erschütterndes, psychologisch kluges Debüt.« Ben

    Familie Ehre ist eine Musterfamilie. Die Eltern sind erfolgreiche, geachtete Anwälte, ihre Kinder glänzen in allem, was sie machen. Dass zu Hause der blanke Terror herrscht, will keiner ahnen. Gefangen im Netz väterlicher Gewalt, nabeln sich die beiden älteren Geschwister früh ab, wohl wissend, was den Zurückgebliebenen blüht.
    Aber die Hauptgeschädigten, das sind Bruno, Mama und ich. Wir erlebten Papas Wahn in seiner krassesten Phase, uns traf es am längsten, das war unser Untergang.
    Es ist der Vater, Kurt Ehre, der in unkontrollierbaren Ausbrüchen seine beiden jüngsten Kinder Bruno und Juli körperlich und psychisch misshandelt und auch die Mutter nicht verschont.
    Immer dieses Parieren, Funktionieren, Gehorchen, damit das Monster nicht aus dem dünnen Nervenkostüm fährt.
    Die Mutter, selbst Opfer, schafft es nicht, sich von dem gewalttätigen Ehemann zu befreien und ist selbst hilflos seinen Schlägen und seiner Häme ausgesetzt ist. Doch das Schlimmste ist, dass sie ihre eigenen Kinder dem Schläger ausliefert, zur Mittäterin wird von all den Misshandlungen, die die beiden jüngsten Kinder brechen wird.
    Sie hat nicht nur darin versagt, uns zu beschützen: Sie hat Papa geholfen, uns kaputt zu machen.
    Meine persönlichen Leseeindrücke
    Der Roman beginnt gnadenlos grandios. Juli Ehre und ihr Bruder Bruno erleben eine Kindheit voller Gewalt, ohne Hilfe weder von innen noch von außen. Es ist eine Realität, die erschüttert. Um in diesem Wahnsinn überleben zu können, helfen sich die beiden Kinder gegenseitig so gut sie können. Sie wissen nicht, dass sie an diesem Elternhaus zerschellen werden, noch können sie es nicht erahnen.
    Bruno war immer nur eins: Rettung. Wir hüteten, was übrig war von der Seele des anderen, und was ich damals nicht konnte, kann ich heute: mich bedingungslos vor ihn stellen, egal, wer kommt.
    Mit dem 2. Teil des Buches hingegen komme ich nicht klar. Ich kann verstehen, dass die Autorin, die sich vor allem auf Juli konzentriert, einen Lebensabschnitt erzählen möchten, der gezeichnet ist von Julis Unfähigkeit „normal“ zu sein, aber hier wird mir manches einfach zu viel: zu viel Sex, zu viel Abgrund, zu viel Juli, die es nicht schafft, mit ihrer Vergangenheit fertig zu werden. Ein eleganteres Wortspiel hätte ich sehr geschätzt.
    Kein Mensch der Welt hasst dich so sehr, wie du dich selbst hasst, es ist dein alter Systemfehler.
    Der 3. Abschnitt, ein fulminantes Ende, macht noch einmal deutlich, wie kaputt Juli ist. Und es wird ihr Bruder sein, der sie rettet.
    Am Ende des Romans bleibt ein Gefühl, dass ich etwas nicht erfahren durfte. Ein paar Tage nachdem ich den Roman beendet hatte, ist es mir aufgefallen: auf die Aussage, dass sich Juli am meisten hasst, habe ich keine Antwort gefunden.
    Fazit
    Claudia Schumachers Debütroman „Liebe ist gewaltig“ ist nichts für feinfühlige, harmoniebedürftige Leser. In schonungsloser Offenheit lässt die Autorin Juli über ihre Familie erzählen, die von der Gesellschaft als Musterfamilie geachtet und beneidet wird, die aber in den eigenen vier Wänden der blanken Gewalt des Vaters ausgesetzt ist.
    Erst wenn das Opfer vollkommen wehrlos ist, beißt die Spinne zu.
    Wie der Anfang war auch das Ende fulminant.
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Ausgaben von Liebe ist gewaltig: »Ein starkes, sprachgewaltiges, erschütterndes, psychologisch kluges Debüt.« Ben

Gebundene Ausgabe

Seitenzahl: 376

E-Book

Seitenzahl: 280

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